Seebensee im Mieminger Gebirge
Foto: Christina Schwann, ökoalpin
Sommerfrische vom Feinsten

Hütten und Wanderungen rund um die schönsten Bergseen

Magazin • 11. Juli 2019

Wir haben die Bergwelten-Online-Community gefragt, welche Hütten an Bergseen sie am schönsten findet. Aus den zahlreichen Rückmeldungen haben wir nun die beliebtesten Hütten ausgewählt und in einem farbenfrohen und informativen Beitrag im aktuellen Bergwelten-Magazin (August/September 2019) für euch zusammengefasst. 

Bergwelten-Magazin (Ausgabe August/September 2019)
Foto: Bergwelten
Bergwelten-Magazin (Ausgabe August/September 2019)

Das aktuelle Bergwelten Magazin ist ab 18. Juli 2019 überall im Zeitschriftenhandel oder ganz bequem per Abo für Österreich,  Deutschland und die Schweiz erhältlich. 

An heißen Sommertagen entflieht man der Hitze im Tal am besten in Form einer schönen Bergtour. Aber selbst im Gebirge kann es im August ganz schön heiß werden und dann gibt es kaum etwas Schöneres, als sich in einem Bergsee abzukühlen. Und tatsächlich werden viele der Seen über den kurzen, aber intensiven Sommer angenehm warm. Steht dann auch noch eine gemütliche Hütte am See, ist das Vergnügen perfekt: ein kühles Getränk, Kaiserschmarrn oder Knödel und dazu eine wunderschöne Aussicht. 

Wir stellen euch hier die insgesamt 31 beliebtesten Hütten an Bergseen in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz sowie ihre Zustiege und Tourenmöglichkeiten in der Umgebung vor. 
 

Österreich

1. Tappenkarseealm, Radstädter Tauern, Salzburg

Die urige Alm direkt am Ufer des überraschend großen Tappenkarsees befindet sich auf 1.768 m Höhe und bietet eine typische Almjause und köstliche Mehlspeisen. Über Übernachtungsmöglichkeiten verfügt die Alm allerdings nicht. Wer dennoch gerne am schönen See übernachten möchte, der kann dies auf der nur 30 Minuten entfernten Tappenkarseehütte tun. 

Die Tappenkarseealm
Hütte • Salzburg

Tappenkarseealm (1.768 m)

Die Tappenkarseealm befindet sich direkt am Ufer des größten Gebirgsees der Ostalpen, dem Tappennkarsee in den Radstädter Tauern. Die urige, privat geführte Hütte hat den ganzen Sommer über geöffnet und bietet eine zünftige Jause in der herrlichen Naturlandschaft. 
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Wanderung zur Tappenkarseealm nimmt man am besten vom Kleinarltal in Angriff. Hier kann man über eine Mautstraße bis zur Schwabalm fahren. 

Die abwechslungsreichen Radstädter Tauern laden zudem zu ausgedehnten Wanderungen und Bergtouren ein. So kann man etwa den Weißgrubenkopf oder die Glingspitze erklimmen. Auch zur benachbarten Franz-Fischer-Hütte ist es nicht allzu weit. 

Wandern • Salzburg

Weißgrubenkopf

Dauer
3:30 h
Anspruch
T2 mäßig
Länge
7 km
Aufstieg
1.196 hm
Abstieg
70 hm
Wandern • Salzburg

Glingspitze

Dauer
4:00 h
Anspruch
T2 mäßig
Länge
9 km
Aufstieg
1.256 hm
Abstieg
70 hm

2. Bremer Hütte, Stubaier Alpen, Tirol

Ja, so stellt man sich das vor: eine typische Alpenvereinsschutzhütte direkt am See - und das auf 2.413 m. Der See ist allerdings nicht mehr als einen halben Meter tief und dennoch ist er selbst im Sommer ziemlich frisch. 

Bremer Hütte
Hütte • Tirol

Bremer Hütte (2.413 m)

Zur Bremer Hütte (2.413 m) in den Stubaier Alpen steigt man entweder von Gschnitz im Bergsteigerdorf Gschnitztal herauf. Oder sie ist das Ziel der 7. und Beginn der 8. Etappe der neuntägigen Begehung des Stubaier Höhenwegs. Außerdem liegt sie die direkt auf der Gschnitztaler Hüttentour und ist auch für diese ein wichtiger Übernachtungsstützpunkt. Aus dem Tal kommen Tagesgäste, deren Ziel die von Anni und Georg Seger bewirtschaftete Hütte ist. Aus Gschnitz kommen aber auch Alpinisten, die die Hütte zum kurzen Verschnaufen auf ihren Höhenmeter-intensiven Anstiegen zu den drei Feuerstein-Gipfeln, den beiden Wetterspitz-Gipfel, der Schafkampspitze und der Schneespitze nutzen. Sie wollen noch zumindest 500 und bis zu 800 Höhenmeter Richtung Himmel steigen.   Familientauglicher als diese Hochtouren ist der Weg aus Gschnitz und vorbei am Mühlendorf Gschnitz und der Laponesalm allemal. Mit der richtigen Gelassenheit, die sich schon auf den ersten Metern den Gschnitzbach aufwärts einstellt, schaffen es auch nur im Urlaub bergsteigende Familien zu den Seger's. Und eine Hütte in dieser Höhe und einer solchen Alpin-Region belohnt ihre Besucher üblicherweise auch.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Zustieg zur Bremer Hütte erfolgt vom Gasthof Feuerstein am Ende des Gschnitztales, das seit Mai 2019 zu den Österreichischen Bergsteigerdörfern zählt. Mit rund vier Stunden Gehzeit hat man sich ein kühles Getränk auf der Hütte jedenfalls verdient.

Die Hütte ist nicht nur beliebtes Tagesausflugsziel, sondern auch ein wichtiger Übernachtungsstützpunkt. Entweder möchte man auf den Hausberg der Hütte steigen, auf die Innere Wetterspitze, wofür sich eine Übernachtung anbietet, oder aber man ist auf dem Stubaier Höhenweg oder auf der Gschnitztaler Hüttentour unterwegs. 

Unterwegs am Stubaier Höhenweg
Gletscherschliff und wilde Wasser

Der Stubaier Höhenweg

Die Stubaier Alpen - ein faszinierender, hochalpiner Gebirgszug in den Zentralalpen. Ein weitläufiges Wegenetz mit bestens ausgestatteten Schutzhütten ermöglicht ein Eintauchen in diese fantastische Gebirgswelt. Die Auszeit vom Alltag verspricht 7 Tage Anstrengung, Schweiß und Müdigkeit - aber auch Staunen, Besinnung auf das Wesentliche, Kammeradschaft und die Freude, sich in dieser unvergleichlichen Naturkulisse bewegen zu dürfen.
Die Bremer Hütte au der Gschnitztaler Hüttentour
Sieben Tage lang weit weg von Stress und Hektik des Alltages. Ein Bergerlebnis das fordert, das atemberaubend schöne Aussichten gewährt, durch einsame Bergkessel, über scharfe Grate und majestätische Gipfel führt. Die Gschnitztaler Hüttentour in den Stubaier Alpen führt in einer Schleife rund um das ruhige Gschnitztal. 

3. Arthur-von-Schmid-Haus, Hohe Tauern, Kärnten

Ein türkisfarbener See, eingebettet in die faszinierende Hochgebirgslandschaft des Nationalparks Hohe Tauern, an seinem Ufer eine gemütliche Alpenvereinssschutzhütte und rund herum zahlreiche Gipfel und vor allem auch viele Klettermöglichkeiten. 

Arthur-von-Schmid-Haus
Am Ende des Kärntner Dösentals und hoch oberhalb von Mallnitz liegt in der Ankogelgruppe im Nationalpark Hohe Tauern der zweitgrößte Bergsee Kärntens, der tiefblaue Dösenersee. Direkt an seinem Ufer thront im Schatten des mächtigen Säulecks (3.081 m) das wunderbare, 1910/11 erbaute Arthur-von-Schmid-Haus (2.281 m). Dieser Stützpunkt ist auch für Familien mit Kindern relativ leicht zu erreichen. Zur Belohnung genießt man nicht nur den grandiosen Ausblick, sondern auch eine ausgezeichnete Küche. Im nahen Umfeld der Hütte befindet sich ein Klettergarten und ein schwieriger Klettersteig (Schwierigkeitsgrad E). Der Klettergarten ist gleichfalls der höchstgelegene im gesamten Alpenraum. Aber nicht nur Kletterer, Boulderer und Bergsteiger, auch Wanderer und Skitourengeher schätzen die Region. Die Hütte ist Stützpunkt an der Trekkingtour Hochalmrunde und auf dem Reißeck-Höhenweg sowie idealer Ausgangspunkt für Besteigungen des Säulecks und weiterer Gipfel wie der Ochladinspitze (2.776 m) oder der Mallnitzer Scharte (2.767 m).
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Das Arthur-von-Schmid-Haus erreicht man vom Dösental, wobei man dank Nationalpark-Wandertaxi recht weit ins Tal fahren kann, so dass man den Anstieg deutlich verkürzen kann. 

Gleich hinter der Hütte ragt das Säuleck auf - eine schöne Bergtour, die von der Hütte aus in rund 2,5 h zu bewältigen ist. Aber auch die Ochenladinspitze will bestiegen werden. 

Wandern • Kärnten

Säuleck

Dauer
8:00 h
Anspruch
T4 schwierig
Länge
18,7 km
Aufstieg
1.647 hm
Abstieg
1.648 hm
Wandern • Kärnten

Ochenladinspitz: Variante1

Dauer
4:00 h
Anspruch
T5 sehr schwierig
Länge
7,9 km
Aufstieg
1.290 hm
Abstieg
– – – –

4. Wildseeloderhaus, Kitzbüheler Alpen, Tirol

Am Wildseelodersee wagen sich Bergwanderer immer wieder ins kühle Nass. Der See auf 1.854 m wird im Sommer angenehm warm. Außerdem steht das Wildseeloderhaus direkt an seinem Ufer, so dass man sich zur Not dort auch wieder aufwärmen könnte. 

Wildseeloderhaus
Es geht in die Kitzbühehler Alpen, in das Pillersee Tal. Dort schaut auf Fieberbrunn der Wildseeloder herab. An dessen nordöstlicher Seite liegt das Wildseeloderhaus (1.854 m) in einer Karmulde direkt am Wildseeloder See. Loder ist übrigens ein regionaler, volkstümlicher Ausdruck für Mann. Und wie ein breitschultriger Mann sitzt der Berg zwischen den Nachbar-Gipfeln. Er bildet einen geschlossenen Gebirgsblock zwischen Hörndlinger- und Pletzergraben in den Kitzbüheler Alpen. Die Hütte liegt am Fuße eines Alleskönner-Berges. Die Wildseeloderhütte ist Drehscheibe und Treffpunkt für Menschen, die wandern, die auf Klettersteigen die Vertikale suchen, die mit Ski auf Berge steigen, die in alpiner Höhe ihre innere Ruhe abseits des hektischen Alltages finden wollen, die Gehen und gutes Essen verbinden oder die eine Runde mit einem Boot fahren wollen. Am Wildseeloder See kann man mit dem Ruderboot über den See fahren, sich von der Sonne bescheinen lassen und zwischen dem Blau des Himmels und dem Blau des Sees Vergleiche anstellen. Die Fieberbrunner, die auf der Hütte und rund um die Hütte anzutreffen sind, sprechen von einzigartiger Idylle. Sie müssen es ja wissen.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Dank Seilbahn ist das Wildseeloderhaus leicht zu erreichen und bietet sich auch für einen Ausflug mit der ganzen Familie an. Oder aber man kommt von der anderen Seite - von Hinterglemm - und wandert von Lengau in rund 7 h zum Wildseeloderhaus bzw. auf den Wildseeloder.

Von der Hütte aus kann man den Wildseeloder oder den Hohen Mahdstein besteigen. Beides gute Aussichtsberge mit einer wunderbaren Sicht über die Kitzbüheler Alpen. 

Wandern • Tirol

Auf den Wildseeloder

Dauer
2:40 h
Anspruch
T2 mäßig
Länge
6,2 km
Aufstieg
628 hm
Abstieg
628 hm
Wandern • Tirol

Hoher Mahdstein

Dauer
2:00 h
Anspruch
T3 anspruchsvoll
Länge
4,1 km
Aufstieg
578 hm
Abstieg
180 hm

5. Kaltenberghütte, Verwall, Vorarlberg

Die Kaltenberghütte liegt an zwei kleinen Seen mitten im Verwall. Liegestühle und eine gemütliche Terrasse laden zu gemütlichen Stunden ein.

Kaltenberghütte
Hütte • Vorarlberg

Kaltenberghütte (2.089 m)

Die Kaltenberghütte in Vorarlberg erreicht man auf 2.089 m Seehöhe in der Ferwall-Gebirgsgruppe. Die Talorte sind Langen (1.228 m), Stuben (1.407 m) und St. Christoph (1.771 m). Von Ende Juni bis Ende September kann man auf der Hütte Vorarlberger Hausmannskost genießen und übernachten. Die Hütte wird von Berg- und Schneeschuhwanderern und Tourengehern besucht. Hier sind auch Familien mit Kindern herzlich willkommen. Im Sommer kann man im dreißig Minuten entfernten Stubner See schwimmen gehen.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Erreichbar ist die Kaltenberghütte gleich von mehreren Talorten aus. So kann man z.B. über den Paul-Bantlin-Weg von St. Christoph am Arlberg zusteigen oder auch direkt von Langen am Arlberg. 

Wer aber nicht nur in der Sonne liegen möchte, der kann zum Beispiel die Krachelspitze besteigen. Sie ist 2.685 m hoch und bildet den südlichen Endpunkt des Krachelgrates. 

6. Coburger Hütte, Mieminger Gebirge, Tirol

Wie ein Smaragd liegen der Seebensee und der Drachensee im Mieminger Gebirge, überragt von der Sonnenspitze, dem Tajakopf und dem Drachenkopf. Am Ufer des Drachensees befindet sich die Coburger Hütte, die nicht nur ein wichtiger Stützpunkt auf der Via Alpina und dem Adlerweg ist, sondern auch für Kletterer, die die Klettergärten rund um die Hütte schätzen. 

Coburger Hütte
Was für ein Postkartenidyll: Rund 250 m unterhalb der Coburger Hütte (1.920 m) liegt glasklar der Seebensee, in dem sich das Zugspitzmassiv spiegelt, welches gegenüber der Hütte thront. Dieser Anblick ist freilich nur einer von vielen Günden, den 1901 auf einem Sattel in der Mieminger Kette in Tirol eröffneten Stützpunkt zu Fuß oder mit dem Mountainbike zu besuchen. Umgeben ist er von den Gipfeln Sonnenspitze, Drachenkopf, Marienbergspitze, Grünstein, Tajakopf und den Griesspitzen. Etwas oberhalb der Hütte liegt nicht minder idyllisch der Drachensee, nur fünf Minuten entfernt der Klettergarten Coburger Hütte mit rund zehn Routen der Schwierigkeitsgrade 4 bis 6 lt. UIAA. Nochmals rund 20 Minuten weiter in Richtung Wandfuß des Drachenkopfs findet man den Klettergarten Colosseum mit fünf Routen der Schwierigkeiten 7 bis 9- laut UIAA. Aber nicht nur Kletterer, auch Bergsteiger, Wanderer und Skitourengeher genießen vielfältige Möglichkeiten. Die Hütte ist darüber hinaus Teil des Weitwanderwegs Via Alpina und des Adlerwegs, der durch ganz Tirol führt.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Dank Seilbahn von Ehrwald herauf ist die Hütte relativ leicht zu erreichen. Man wandert in rund 2 h von der Bergstation durch schönes Almgelände zur Hütte. 

Ambitionierten Bergsteigern kann der Vordere Tajakopf mit Klettersteig oder auch die Ehrwalder Sonnenspitze, die allerdings Kletterstellen bis zum II. Grad beinhaltet, empfohlen werden. 

7. Giglachseehütte, Schladminger Tauern, Steiermark

In den wasserreichen Schladminger Tauern findet man viele große und kleine Seen. Besonders schön sind die Giglachseen südlich von Schladming, an deren Ufer die Giglachseehütte steht. 

Die Giglachseehütte am Giglachsee
Hütte • Steiermark

Giglachseehütte (1.955 m)

Die Giglachseehütte befindet sich, wie der Name schon sagt, gleich neben dem idyllischen Giglachsee und am Fuße der Steirischen Kalkspitze (2.459 m) in den Schladminger Tauern. Man kann die Hütte von mehreren Ausgangspunkten erreichen, all diese Routen eignen sich zudem ideal für einen Wanderausflug.  Durch ihre sehr gute Lage an mehreren Kurz- und Weitwanderwegen ist die Hütte eine perfekte Raststation für Wanderer und auch Mountainbiker. Es gibt in einige lohnenswerte Ziele in der Umgebung: Die Übergänge zum Duisitzkarsee oder zur Reinprechthütte sind nur zwei von insgesamt vielen.  Auch motivierte und erfahrene Gipfelstürmer kommen in der schönen Region voll auf ihre Kosten. Neben der Steirischen und Lungauer Kalkspitze (2.741 m) ist zum Beispiel auch die Rotmandlspitze (2.453 m) von hier aus zu erreichen.  
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Zustieg erfolgt von der Ursprungalm, bis zu der man fahren kann. Von dort führt ein Wanderweg in rund 1 h hinauf zum See mit der Hütte. 

Von der Hütte aus kann man beispielsweise die Rotmandlspitze mit 2.453 m besteigen, die eine gute Aussicht über die Schladminger Tauern bietet. Die Giglachseen sind aber auch ein beliebtes Ziel für Mountainbiker, die direkt in Schladming oder Rohrmoos starten und oben angekommen, eine Runde um die beiden Seen, inkl. der benachbarten Ignaz-Mattis-Hütte drehen. 

8. Rinnerhütte, Totes Gebirge, Oberösterreich

Die urige, kleine Rinnerthütte im Toten Gebirge steht zwar nicht direkt an einem See, der atemberaubend schöne Wildensee ist aber nur knapp 30 Minuten entfernt. 

Rinnerhütte
Hütte • Oberösterreich

Rinnerhütte (1.473 m)

Die Rinnerhütte im Toten Gebirge ist die einzige Hütte des Bergsteigerbundes Ebensee. Sie liegt auf 1.473 m auf der Hälfte des Weges zum Rinnerkogel. Der traumhaft schöne Wildensee ist in rund 30 min von der Hütte aus zu erreichen. 
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Zustieg zur Rinnerhütte erfolgt am besten vom Offensee aus, wo sich zwei Wanderparkplätze befinden. Von dort wandert man über die Nordwestseite des Toten Gebirges in rund 2,5 h zur Hütten. 

Empfehlenswerte Wanderungen von der Hütte aus, sind einerseits die Besteigung des Rinnerkogels mit 2.012 m. Andererseits kann man das Tote Gebirge durchwandern und bis zum Ebenseer Hochkogelhaus gehen. 

9. Lärchenhütte, Salzkammergut-Berge, Salzburg 

Sehr gemütlich geht es zu auf der Lärchenhütte oberhalb von St. Gilgen am tiefblauen Wolfgangsee. Der kurze Zustieg erlaubt schon ein Frühstück auf der Aussichtsterrasse bevor man nach dem Abstieg am besten gleich mal im Wolfgangsee eintaucht. 

Die Lärchenhütte am Zwölferhorn
Die Lärchenhütte (1.050 m) befindet sich direkt oberhalb von St. Gilgen im Sausteigalmgebiet am Zwölferhorn im Bundesland Salzburg. Das Gebiet rund um die Hütte ist sozusagen ein Abenteuerspielplatz für jedermann. Kletterer, Mountainbiker, Tourengeher, Rodler, Familien, Naturliebhaber oder gemütliche Spaziergänger fühlen sich in der Zwölferhorn-Region wohl.  Von hier hat man einen atemberaubenden Blick auf den Wolfgangsee, den benachbarten Mondsee und den Krottensee. Der gegenüberliegende Schafberg bzw. die vom Wolfgangsee empor reichende Falkensteinwand mit seinem Pilgerweg ist ebenfalls zu erspähen.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Zustieg von der Tiefenbrunnau ist kurz und auch mit Kindern gut zu schaffen. Die Aussicht von der Hütte auf den Wolfgangsee ist grandios.

Zahlreiche Wanderwege laden am Zwölferhorn natürlich auch zum Wandern ein. So kann man etwa von der Lärchenhütte aufwärts zu Franzl's Hütte wandern. Wer danach nicht mehr absteigen möchte, der setzt sich einfach in die Gondel und schwebt gemütlich hinunter nach St. Gilgen. 

10. Fahrlechhütte, Schladminger Tauern, Steiermark

Neben den Giglachseen ist auch der Duisitzkarsee in den Schladminger Tauern ein beliebtes Ausflugsziel. Auch hier stehen zwei Hütten, eine davon ist die Fahrlechhütte, auf der man wunderbar verköstigt wird. Die Rezepte stammen aus dem Familienschatz, die Zutaten aus der eigenen Landwirtschaft. 

Die Fahrlechhütte am Dusitzkarsee
Hütte • Steiermark

Fahrlechhütte (1.648 m)

Die Fahrlechhütte liegt auf 1.678 Metern direkt am Duisitzkarsee im Obertal, in der Nähe von Schladming/Rohrmoos in der Steiermark. Für viele Personen, allen voran Familien, zählt die Hütte am idyllischen und glasklaren See zu den schönsten Ausflugszielen in der gesamten Region Schladming-Dachstein. Die atemberaubende Landschaft lockt vor allem Naturliebhaber und Wanderer in dieses Gebiet. Alle Touren in der Umgebung, wie zum Beispiel zur Keinprechthütte (1.872 m) zur Ignaz-Mattis-Hütte am Giglachsee oder die Obertaler Almenrunde sind zudem familientauglich. Ein ganz besonderes Highlight ist die spektakuläre Fahrt mit den Mountain-Gokarts am Ende des Rohrmooser Höhenwegs.   
Geöffnet
-
Verpflegung
Bewirtschaftet

Erreichbar ist die Fahrlechhütte recht einfach über einen Wanderweg oder auch die Forststraße vom Obertal. Sowohl die Haltestelle beim Nickelmuseum als auch die Eschachalm werden vom Wanderbus angefahren. 

Dank der guten Wanderbusanbindung kann man den Bergseeweg in Angriff nehmen. Dieser verbindet die Giglachseen mit dem Duisitzkarsee über zum Teil historische Wege. Oder man begibt sich auf die Obertaler Almenrunde, die man getrost mit kleinem Rucksack antreten kann, denn auf den Almen und Hütten wird man bestens verköstigt. 

Wandern • Steiermark

Obertaler Almenrunde

Dauer
6:00 h
Anspruch
T2 mäßig
Länge
11 km
Aufstieg
984 hm
Abstieg
854 hm

11. Karlsbader Hütte, Lienzer Dolomiten, Osttirol

Die Karlsbader Hütte hat alles, was eine Alpenvereinshütte ausmacht - und noch einiges mehr. Kletterer, Wanderer, Bergsteiger und Mountainbiker schätzen die Hütte und ihre Bergziele, die gute, regionale Küche und nicht zuletzt die ausgezeichneten Weine.

Karlsbader Hütte
In den Lienzer Dolomiten in Osttirol thront die Karlsbader Hütte (2.260 m) mit grandiosem Rundumblick direkt am malerischen Laserzsee. Der Stützpunkt liegt am Gailtaler Höhenweg, lockt aber nicht nur Wanderer sondern auch Mountainbiker, vor allem aber Kletterer, die die Zacken und Spitzen der Dolomiten schätzen. Die Wandhöhen betragen bis zu 1.300 m, zudem befinden sich Klettergärten und Übungsfelsen in unmittelbarer Hüttennähe.  Ein besonders beliebter Wanderweg ist der Drei-Törl-Weg zwischen dem Hochstadelhaus und der Karlsbaderhütte, auf dem man rund 5 h unterwegs ist und das Baumgarten-, das Kühleiten- und schließlich das Laserztörl passiert. Auch Skitourengeher finden in der Region gute Voraussetzungen vor.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Zustieg zur Hütte erfolg vom Parkplatz der Dolomitenhütte, der über eine mautpflichtige Straße zu erreichen ist. In rund zwei Stunden wandert man hinauf zur Hütte am wunderschönen Laserzsee.

Beliebtes Gipfelziel von der Hütte aus ist die 2.576 m hohe Laserzwand.

Wandern • Tirol

Laserzwand

Dauer
6:00 h
Anspruch
T3 anspruchsvoll
Länge
12,3 km
Aufstieg
1.080 hm
Abstieg
1.080 hm

12. Adolf-Nossberger-Hütte, Schobergruppe, Kärnten

Die Adolf-Nossberger-Hütte steht mitten in der beeindruckenden Gebirgswelt der Schobergruppe und ist ein beliebter Stützpunkt für Kletterer und Bergsteiger. Auf dem Gradensee direkt vor der Hütte kann man sogar Kanufahren.

Adolf-Nossberger-Hütte
Die Adolf-Nossberger-Hütte, von Kennern auch „Nossi“  genannt, liegt auf 2.488 m paradiesisch im Herzen der Kärntner Schobergruppe mitten im Nationalpark Hohe Tauern. Umgeben von drei malerischen Bergseen wie dem Gradensee und 15 Dreitausendern wie dem Großen Friedrichskopf, dem Georgskopf, dem Petzeck oder dem Keeskopf ist sie sowohl Stützpunkt für sportliche Bergsteiger und Kletterer, als auch ein gemütlicher Rückzugsort für erholungssuchende Familien mit Sinn für’s Kulinarische. Es gibt genug Möglichkeiten für allerlei Aktivitäten wie Kanufahrten auf dem Großen Gradensee, einen Klettergarten bei der Hütte, eine Bogenschießanlage, eine Seilrutsche über den See, ein gespanntes Drahtseil für Balanceakte oder ein gemütliches Bad in dem finnischen Badefass. Schneeschuhwanderern und Skitourengehern steht ein beheizter Winterraum zur Verfügung.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Zustieg von der Gradenalm/Putschall ist mit rund drei Stunden relativ lange, aber abwechslungsreich und kurzweilig. 

15 Dreitausender umgeben die Adolf-Nossberger-Hütte, da fällt die Auswahl mitunter schwer. Zwei mögliche Gipfel sind der Keeskopf mit 3.081 m oder der Perschitzkopf mit 3.125 m. 

Wandern • Kärnten

Keeskopf

Dauer
8:00 h
Anspruch
T4 schwierig
Länge
15,6 km
Aufstieg
1.435 hm
Abstieg
1.435 hm

13. Pühringerhütte, Totes Gebirge, Oberösterreich

Am idyllischen Elmsee gelegen ist die Pühringerhütte fast so etwas, wie eine Oase in der weiten Karstlandschaft des Toten Gebirges. Vor allem wenn man von Osten her - etwa vom Priel-Schutzhaus zur Pühringerhütte wandert, freut man sich über das üppige Grün am See, das einen starken Kontrast zur kargen Felslandschaft darstellt. 

Die Pühringer Hütte
Hütte • Steiermark

Pühringerhütte (1.637 m)

Die Pühringerhütte (1.637 m) im steirischen Teil des Salzkammergutes befindet sich direkt am Elmsee am Fuße des Elm und des Rotgschirr und ist von Gössl aus über die Lahngangseen zu erreichen. Sie liegt am Weitwanderweg 201 und an der Via Alpina - Violette Route - und bietet ideale Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderer und Kletterer, die das Tote Gebirge von Altaussee kommend nach Hinterstoder überqueren wollen. Skitourengeher können sich im Winter als Selbstversorger ausrasten.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Ein möglicher Zustieg zur Pühringerhütte erfolg von Gößl am Grundlsee und führt in rund 3,5 h  hinauf zur Hütte. Auch die Wanderung von Grünau im Almtal - vom Almsee - stellt eine Möglichkeit dar, die Hütte zu erreichen. 

Eine anspruchsvolle und lange Bergtour von der Hütte aus, ist die Besteigung des Großen Priel, der dafür aber eine unglaubliche Fernsicht von seinem 2.515 m hohen Gipfel bietet.

14. Oberhütte, Schladminger Tauern, Salzburg

Auf der kleinen, beschaulichen Oberhütte am See wird man mit frischer Milch und selbst gemachtem Käse verwöhnt, denn zur Hütte gehört noch eine Viehwirtschaft. Der Oberhüttensee ist warm genug für ein Bad und das Almgelände mit dem Bach der schönste Spielplatz für die Kinder.

Oberhütte am See
Hütte • Salzburg

Oberhütte am See (1.860 m)

Die Oberhütte am See (1.860 m) liegt nur wenige Meter oberhalb des Oberhüttensees in den Schladminger Tauern, nahe der Grenze Steiermark und Salzburger Lungau. Die urige Hütte ist in Privatbesitz und zaubert aufgrund der eigenen Viehwirtschaft täglich frische Milch und Käse-Zubereitungen. An heißen Sommertagen ist der See eine willkommene Abkühlung. Die Hütte selbst ist eine beliebte Rast bei einer Durchquerung der Schladminger Tauern, der Besteigung der Steirischen oder Lungauer Kalkspitze oder bei Mountainbikern entlang des Stoneman Taurista nach Obertauern.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Auch der Zustieg von der Vögeialm ist leicht und mit Kindern gut zu schaffen. Wer den Kinderwagen dabei hat, kann über die Forststraße ausweichen. 

Zwei Gipfel sind von der Hütte aus gut zu erreichen und lassen sich auch schön in einer Runde miteinander verbinden - die Lungauer und Steirische Kalkspitze. 

Deutschland

1. Kärlingerhaus, Berchtesgadener Alpen, Bayern

Auf 1.638 m mitten im Nationalpark Berchtesgaden befindet sich das große Kärlingerhaus, auf dem man besten verpflegt wird. Unweit der Hütte liegt in einer Senke der Funtensee, an dem schon mehrere Kälterekorde gebrochen wurden. 

Kärlingerhaus
Hütte • Bayern

Kärlingerhaus (1.631 m)

Das Kärlingerhaus (1.631 m) am Funtensee – auch Funtenseehaus genannt – ist eine malerisch gelegene Unterkunft im Steinernen Meer und liegt im Nationalpark Berchtesgaden. Talort ist Schönau am Königssee. Die idyllische Berghütte ist für längere Aufenthalte gut geeignet, da sie einen idealen Ausgangspunkt für zahlreiche Berg-, Wander- und Skitouren darstellt. Auch Kinder finden in der Umgebung viel Beschäftigung. Eine besonders beliebte Attraktion sind der direkt unter dem Kärlingerhaus gelegene Funtensee und die Teufelsmühle. Das klare Wasser des fünf Meter tiefen Bergsees ermöglicht erfrischende Abkühlung an heißen Sommertagen. Am Haus vorbei führt auch die bekannte Skihochtour „Große Reibe“.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Das Kärlingerhaus bettet sich in ein umfangreiches Wanderwegenetz und ist daher auch von vielen Seiten aus zu erreichen. Ein möglicher Zustieg beinhaltet die schöne Bootsfahrt über den Königssee nach St. Bartholomä, von wo aus man in rund 4 h zur Hütte aufsteigt. 

Bergtouren gibt es eine ganze Menge in der Umgebung: Recht schnell bestiegen ist der Viehkogel. Eine Tagestour ist hingegen die Besteigung der Schönfeldspitze - dem mit 2.653 m höchsten Gipfel des Steinernen Meeres und bereits in Salzburg, Österreich, gelegen. 

Wandern • Bayern

Viehkogel

Dauer
3:15 h
Anspruch
T2 mäßig
Länge
5 km
Aufstieg
532 hm
Abstieg
532 hm

2. Fischunkelalm, Berchtesgadener Alpen, Bayern

In der selben Region wie das Kärlingerhaus gelegen, aber ganz anders vom Charakter her, ist die Fischunkelalm, die am Obersee - quasi hinter dem viel besuchten Königssee - liegt. Auf der netten Alm kann man wunderbar einkehren und die Ruhe und die Natur des Nationalparks genießen. 

Fischunkelalm
Hütte • Bayern

Fischunkelalm (620 m)

Die Fischunkelalm (620 m) liegt am südlichen Ufer des Obersees, der sich südlich des Königssees in den Berchtesgadener Alpen befindet. Die Alm liegt äußerst idyllisch am Seeufer, umgeben von saftig grünen Weideflächen und zudem steht sie Mitten im Nationalpark Berchtesgaden. Die Alm bietet den Wanderern eine einfache Bewirtschaftung, aber keine Übernachtungsmöglichkeiten.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Um zur Fischunkelalm zu gelangen, muss man jedenfalls mit dem Boot über den Königssee fahren, was für sich genommen schon ein schönes Abenteuer ist. Danach wandert man gemütlich von der Anlegestelle Salet zur Alm.

Ist man schon mal bei der Fischunkelalm, sollte man sich die kleine Wanderung zu Deutschlands höchstem Wasserfall, dem Röthbachfall, im Talschluss gönnen. Manche kombinieren den Besuch des Wasserfalls aber gleich mit der Wanderung zur Wasseralm über den Röthsteig.

3. Rappenseehütte, Allgäuer Alpen, Bayern

Eingebettet in das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen liegt die Rappenseehütte am wunderschöne Rappensee. Rund um die Hütte fühlen sich auch Murmeltiere zur Freude der menschlichen Besucher besonders wohl. 

Rappenseehütte
Hütte • Bayern

Rappenseehütte (2.091 m)

Es gibt 327 Hütten im Verbund des Deutschen Alpenvereins – die Rappenseehütte ist die größte. Gegenwärtig bietet sie 304 Schlafplätze. Der Nächtigungsrekord datiert aus dem Jahr 1970. Am 19. September schliefen 681 Personen in der Hütte. Sie liegt in den Allgäuer Alpen, ist das dritte Etappenziel auf der Steinbockroute und idealer Ausgangspunkt für die Überschreitung des Heilbronner Höhenweges. Dabei handelt es sich um einen hochalpinen Steig, der von der Abzweigung Hohes Licht bis zur Bockkarscharte führt. Der Heilbronner Weg ist etwa drei Kilometer lang, die Begehung dieses Teilstücks dauert an die drei Stunden. Von der Terrasse der Rappenseehütte haben Wanderer, Bergsteiger und Familien mit Kindern einen traumhaften Panoramablick auf die gegenüber liegenden Schafalpenköpfe, ins Obere Illertal, den Mindelheimer Klettersteig und Oberstdorf. Der malerisch gelegene Rappensee liegt nur fünf Minuten von der Hütte entfernt. Murmeltiere sind garantiert.  
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Zustieg zur Rappenseehütte erfolgt meist aus dem Tiroler Lechtal - von Lechleiten.

Von der Hütte aus bieten sich Hochrappenkopf, Rappenseekopf und Biberkopf als Gipfelziele an, wobei man den Biberkopf schon beim Zustieg von Lechleiten mitnimmt.

4. Prinz-Luitpold-Haus, Allgäuer Alpen, Bayern

Nicht weit von der Rappenseehütte, ebenfalls in den Allgäuer Alpen, steht das berühmte Prinz-Luitpold-Haus am Fuße des Hochvogels. 

Prinz-Luitpold-Haus
Das Prinz-Luitpold-Haus (1.846 m) steht in den Allgäuer Alpen und ist über das Tal des Bärgündlebaches oder über Hinterhornbach im Tiroler Lechtal erreichbar. Namensgeber des Hauses ist der bayrische Prinzregent Luitpold, auf dessen Grund das Haus 1880 gebaut wurde. Damit ist es die älteste Schutzhütte in den Allgäuer Alpen. Das Haus ist beliebter Stützpunkt für die Besteigung des Hochvogels. Es ist auch vorletzter Etappenort bei der mehrtägigen Durchquerung der Allgäuer Alpen. Neben Wanderern und Bergsteigern kommen gern Kletterer. In der kalten Jahreszeit nutzen Skitourengeher und Schneeschuhwanderer den Winterraum. Die Hütte wurde mehrmals renoviert, umgebaut und erweitert. 1994 wurde eine moderne biologische Abwasser-Reinigungsanlage eingebaut.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Zustieg zum Prinz-Luitpold-Haus erfolgt meist vom Hintersteiner Tal vom Gasthof Giebelhaus aus. Aber auch über den Jubiläumsweg von Hinterstein aus ist es möglich, das Prinz-Luitpold-Haus zu erreichen. 

Steigt man über den Jubiläumsweg zu, kommt man außerdem am Schrecksee vorbei, den die Bergwelten-Leser 2016 zum schönsten Bergsee gekürt haben. 

Schrecksee bei Bad Hindelang in den Allgäuer Alpen in Bayern
Der Sommer klopft an unsere Türen und mit ihm beginnt die schönste Zeit, um am Wasser zu wandern. Dieses Wochenende empfehlen wir euch die Tour hinauf zum bayerischen Schrecksee, der als einer der schönsten Bergseen der Alpen gilt.

Beim Prinz-Luitpold-Haus sind zwei Gipfel besonders erwähnenswert: der Hochvogel mit 2.592 m und der Glasfelderkopf mit 2.270 m. 

Südtirol

1. Tiefrastenhütte, Zillertaler Alpen

Auf der Südseite der Zillertaler Alpen, am Pfunderer Höhenweg gelegen, befindet sich die Tiefrastenhütte am Tiefrastensee. Der Legende nach sollen Zwerge hier einst Bergbau betrieben haben. 

Tiefrastenhütte
Hütte • Trentino-Südtirol

Tiefrastenhütte (2.312 m)

Am Pfunderer Höhenweg im Winnebachtal, einem Seitental des Pustertals, liegt die Tiefrastenhütte (2.312 m) am malerischen Tiefrastensee. Sie ist Ausgangspunkt für Wander- und Skitouren auf Gipfel wie die Eidechsspitze (2.738 m) oder die Kemtspitze (2.704 m), die jeweils in weniger als 1:30 h Gehzeit zu erreichen sind. Von der Eidechsspitze reicht der Blick bei entsprechendem Wetter zu den Zillertaler Alpen und zur Rieserfernergruppe. Rund sechs Stunden marschiert man zur Edelrauthütte, im Rahmen einer Zweitagestour erreicht man auch die Brixner Hütte, die Hochfeilerhütte und die Chemnitzerhütte.
Geöffnet
Apr - Nov
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Zustieg zur Hütte erfolgt vom Winnebachtal aus. Oder aber man befindet sich bereits am Pfunderer Höhenweg, dann wird man von der Edelrauthütte kommen. 

Tiefrastenhütte mit See
Auf einsamen Pfaden durch die Berge Südtirols

Der Pfunderer Höhenweg

Einsam, alpin und wunderschön - so präsentieren sich die Pfunderer Berge im Pustertal in Südtirol mit herrlicher Aussicht auf die Zillertaler Alpen und die Dolomiten. Hier, wo Bergwanderer noch echte Einsamkeit finden, führt der Pfunderer Höhenweg von Sterzing bis nach St. Georgen bei Bruneck. 

Von der Hütte aus bietet sich die Eidechsspitze als schönes Gipfelziel an, die man in relativ kurzer Zeit erreicht. 

Wandern • Trentino-Südtirol

Eidechsspitze

Dauer
7:40 h
Anspruch
T3 anspruchsvoll
Länge
18,7 km
Aufstieg
1.528 hm
Abstieg
1.528 hm

2. Gartlhütte, Rosengartengruppe

Umringt von steilen Dolomitwänden steht die Gartlhütte auf 2.621 m in einem Kessel, in dem sich ein kleiner See befindet. Im Laufe der warmen Sommer verdunstet er allerdings regelmäßig. 

Gartlhütte
Hütte • Trentino-Südtirol

Gartlhütte (2.621 m)

Am Fuße der Vajolet-Türme in einem „Gartl“ genannten Schuttkar gelegen, verdankt diese Hütte in den Dolomiten ihren deutschen Namen einer Sage. Demnach soll in eben diesem Schuttkar Zwergenkönig Laurins Rosengarten erblüht sein, weshalb die Gebirgsgruppe auch Rosengartengruppe heißt. Die Gartlhütte (2.621 m) ist Ziel von Klettersteigfreunden, die sich von der Kölner Hütte aus den Santnerpass-Klettersteig vornehmen. Sie ist von riesigen Gebirgs-Bollwerken umgeben: der Laurinswand, der Kesselkogel-Nordwand und eben den berühmten Vajolet-Türmen Delagoturm (2.790 m), Stabelerturm (2.805 m) und Winklerturm (2.800 m), die nach ihren Erstbesteigern benannt wurden und die von der Hütte aus zum Greifen nahe scheinen. Der prachtvoll gelegene Stützpunkt eignet sich ausschließlich für Bergsteiger und Kletterer. Die berühmtesten Klettersteige (mit meist hohen Schwierigkeitsgraden) sind neben den Vajolet-Türmen die Nordwand des Rosengartens, die Süd-Ost-Wand des Rosengartens, die Emma Spitze und der Gartl Pass.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die bei Kletterern beliebte Hütte ist zum Beispiel vom Rifugio Gardeccia im Trentino in rund 2 h zu erreichen. Oder aber man wählt den Zustieg von der Frommeralm, Welschnofen. 

Im Gebiet um die Gartlhütte gibt es zahlreiche alpine Kletterrouten im klassischen Dolomitenstil, zum Beispiel in der Rosengartenspitze Westwand.

Schweiz

1. Leutschachhütte, Urner Alpen, Uri

Die Leutschachhütte steht auf einer sonnigen Anhöhe zwischen dem Obersee und dem türkis leuchtenden Nidersee. Auf der bunten Alpwiese vor der Hütte tummeln sich gerne die Murmeltiere, so dass es nie langweilig wird. Ein weiteres Highlight: Am Obersee kann sogar vom Floss aus geklettert werden.

Leutschachhütte
Die Leutschachhütte (2.208 m) der SAC Sektion Zimmerberg liegt zwischen dem Obersee und dem türkis leuchtenden Nidersee auf einer sonnigen Anhöhe im Leutschachtal oberhalb von Intschi. Sie hat eine ganz besondere Geschichte: Sie war Ausstellungsobjekt der Landesausstellung von 1939 in Zürich. Die Sektion Zimmerberg nutzte danach die Gelegenheit, die Hütte zu kaufen. Sie wurde abgebaut, aufwändig in’s Leutschachtal verfrachtet und 1940 dort wieder aufgebaut. Im hintersten Talabschnitt, zwischen den zwei Seen, steht die Hütte auf einer ausgedehnten Murmeltierwiese, eingerahmt von wilden Bergspitzen der Zentralschweizer Alpen. Wer auf dem Rückweg zur Seilbahn beim Arnisee den kleinen Umweg über das Sunnig Grätli einschlägt, erlebt dort eine hochalpine Welt und vom grossen Gipfelkreuz einen einmaligen Tiefblick ins Urnerland, auf den Vierwaldstättersee und bis weit ins Mittelland. Im Sommer lockt ein erfrischendes Bad im Arnisee. Für Kinder bietet die Hüttenumgebung Abenteuer und Spaß: Die zwei Seen, die mit dem Floß erkundet werden können, einen Naturkundlichen Hüttenpfad, das Riesen-Steinmanndli „Leitschi“,das das größte der Welt werden will, einen Kneipp-Pfad beim Obersee, einen kleinen, kinderfreundlichen Klettergarten – und Theobald, das Leutschachgespenst. Dazu wird nichts verraten – auf die Hütte kommen und selber schauen! Für die Großen gibt’s am Mäntliser, dem Hausberg, drei Mehrseillängen-Routen in der Schwierigkeiten zwischen 3 und 6 lt. UIAA.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Zustieg zur Leutschachhütte erfolgt vom Arnisee und dauert etwa 2,5 h. Alternativ erreicht man die Hütte auch von Intschi. Von hier sollte man allerdings 5 h einkalkulieren.

Eine schöne, nicht allzu schwere Kraxelei führt von der Leutschachhütte über den Westgrat auf das Wichelhorn (2.767 m). Vom Gipfel geniesst man eine fantastische Aussicht auf die Intschialp und das Schindlachtal.

Wandern • Uri

Wichelhorn

Dauer
2:30 h
Anspruch
T4 schwierig
Länge
2,8 km
Aufstieg
609 hm
Abstieg
55 hm

Etwas gemütlicher geht es auf der Traverse über das Langchälengrätli zum Sunniggrätli (2.034 m) zu. Die Wanderung dauert knapp 2 h und bezaubert durch ihre landschaftliche Vielfalt.

2. Cabane d´Orny, Mont-Blanc Gruppe, Wallis

Die Walliser Cabane d´Orny (2.831 m) ruht stolz auf einem Felssockel über einem kleinen Gletschersee. Die grosszügige Hütte mit ihrer charakteristischen Dreiecksform ist idealer Ausgangspunkt für kombinierte Touren, Kletterrouten, aber auch Tagestouren.

Cabane d'Orny
Hütte • Wallis

Cabane d'Orny (2.831 m)

Die Cabane d'Orny ist eine Schutzhütte des Schweizer Alpenclubs SAC (Sektion des Diablerets) und befindet sich im südlichen Wallis an der Grenze zu Frankreich und Italien (Walliser Alpen). Die Hütte ist eine Nachbarhütte der Cabane du Trient und liegt am Fuß des Orny Gletschers.    Die relativ neue Hütte (1975 errichtet, 1985 um einen Zubau erweitert) mit insgesamt 86 Betten sitzt prächtig auf einem Felssockel über einem kleinen See, der aus einem Gletscher gespeist wird.  
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Normalzustieg von Champex dauert etwa 4 h. Wer die Seilbahn nach La Breya nimmt verkürzt die Wanderzeit um etwa 2 h.

Ein nahegelegener Hochtourenklassiker führt über die Cabane de Trient auf die Aiguille du Tour, einem 3.542 m hohen Felszacken im Westen der Hütte. Was für ein fantastisches Gebirgspanorama!

Berg- und Hochtouren • Wallis

Aguille du Tour

Dauer
3:30 h
Anspruch
WS- mäßig
Länge
3,3 km
Aufstieg
441 hm
Abstieg
76 hm

Ein Paradies für Felskletterer ist der Petit Clocher du Portalet. Schon der Zustieg ist recht alpin und verlangt einiges an Können. Dafür bietet der Gipfel fantastischen Fels und sagenhafte Tiefblicke.

3. Campanna Cadagno, Tessiner Alpen, Tessin

Der Tessiner Charme und die Nähe zu Cadagno- und Ritomsee verleihen der Cadagno Hütte (1.987 m) ein ganz besonders Flair. Wanderer, Familien und Mountainbiker wissen die Hütte aufgrund ihrer sensationellen Lage zu schätzen.

Cadagno Hütte
Hütte • Tessin

Cadagno Hütte (1.987 m)

Die Cadagno Hütte liegt im Kanton Tessin, im wunderschönen Pioratal auf 1.987 m Seehöhe. Die Hütte wird über die Sommermonate von Familie Ferretti bewirtschaftet. Das beliebte Ausflugsziel kann mit dem eigenen PKW oder in Verbindung mit einer Wanderung erreicht werden. Die unmittelbare Nähe zum Cadagno See bzw. zum Ritom See und der einmalige Charme des Tessin machen diesen Ort zu etwas Besonderem. Die Cadagno Hütte wird von Wanderern, Bikern, Familien bis Schulklassen und Ausflugsgruppen gerne besucht.  
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Von der Bergstation Piora erreicht man die Hütte in circa 2,5 h. Die Wanderung führt vorbei am malerischen Ritomsee und ist weit mehr als ein bloßer Hüttenzustieg.

Eine lohnende Rundtour ist die 7-Seenwanderung durch das Val Piora über den Passo dell’Uomo und durch das Val Cadlimo zurück zur Hütte.

4. Bergseehütte, Urner Alpen, Uri

Die Bergseehütte in den Urner Alpen oberhalb des Göschener Sees ist idealer Ausgangspunkt für zahlreiche alpine Unternehmungen: vom Klettern, über Bergtour bis hin zu Mehrtageswanderungen von Hütte zu Hütte. In unmittelbarer Nähe des Hauses befindet sich ein kleiner Bergsee, der nach der Tour für Abkühlung sorgt.

Bergseehütte
Die Bergseehütte ist eine Schutzhütte des Schweizer Alpenclubs SAC (Sektion Angenstein) und liegt am Ende des Göschenertals (Urner Alpen). Sie ist Ausgangspunkt zahlreicher Sommer- und Wintertouren auf das Sustenhorn (3.503 m) und die sie umgebenden Gipfel und Gletscher. Der Blick nach Westen gen Dammastock ist umwerfend. Das geräumige Haus hat für 65 Gäste Platz und ist in traditioneller Bauweise errichtet.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Aufstieg vom Staudamm des Göscheneralpsees dauert etwa 1,5 h. Der Weg garantiert grandiose Aussichten zwischen massiven Granitblöcken.

Das Haus eignet sich übrigens auch bestens zum Hüttenhopping: Von Göschenen zur Salbithütte, von der Salbit- zur Voralphütte, von der Voralphütte zur Bergseehütte, von der Bergseehütte zur Chelenalphütte und von der Chelenalphütte zurück zur Göscheneralp.

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