16.000 Touren,  1.700 Hütten  und täglich Neues aus den Bergen
Seebensee im Mieminger Gebirge
Foto: Christina Schwann, ökoalpin
Sommerfrische vom Feinsten

Hütten und Wanderungen rund um die schönsten Bergseen

• 11. Juli 2019

Wir haben die Bergwelten-Online-Community gefragt, welche Hütten an Bergseen sie am schönsten findet. Aus den zahlreichen Rückmeldungen haben wir nun die beliebtesten Hütten ausgewählt und in einem farbenfrohen und informativen Beitrag im aktuellen Bergwelten-Magazin (August/September 2019) für euch zusammengefasst. 

Bergwelten-Magazin (Ausgabe August/September 2019)
Foto: Bergwelten
Bergwelten-Magazin (Ausgabe August/September 2019)
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Das aktuelle Bergwelten Magazin ist ab 18. Juli 2019 überall im Zeitschriftenhandel oder ganz bequem per Abo für Österreich,  Deutschland und die Schweiz erhältlich. 

An heißen Sommertagen entflieht man der Hitze im Tal am besten in Form einer schönen Bergtour. Aber selbst im Gebirge kann es im August ganz schön heiß werden und dann gibt es kaum etwas Schöneres, als sich in einem Bergsee abzukühlen. Und tatsächlich werden viele der Seen über den kurzen, aber intensiven Sommer angenehm warm. Steht dann auch noch eine gemütliche Hütte am See, ist das Vergnügen perfekt: ein kühles Getränk, Kaiserschmarrn oder Knödel und dazu eine wunderschöne Aussicht. 

Wir stellen euch hier die insgesamt 31 beliebtesten Hütten an Bergseen in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz sowie ihre Zustiege und Tourenmöglichkeiten in der Umgebung vor. 
 

Österreich

1. Tappenkarseealm, Radstädter Tauern, Salzburg

Die urige Alm direkt am Ufer des überraschend großen Tappenkarsees befindet sich auf 1.768 m Höhe und bietet eine typische Almjause und köstliche Mehlspeisen. Über Übernachtungsmöglichkeiten verfügt die Alm allerdings nicht. Wer dennoch gerne am schönen See übernachten möchte, der kann dies auf der nur 30 Minuten entfernten Tappenkarseehütte tun. 

Die Wanderung zur Tappenkarseealm nimmt man am besten vom Kleinarltal in Angriff. Hier kann man über eine Mautstraße bis zur Schwabalm fahren. 

Die abwechslungsreichen Radstädter Tauern laden zudem zu ausgedehnten Wanderungen und Bergtouren ein. So kann man etwa den Weißgrubenkopf oder die Glingspitze erklimmen. Auch zur benachbarten Franz-Fischer-Hütte ist es nicht allzu weit. 

2. Bremer Hütte, Stubaier Alpen, Tirol

Ja, so stellt man sich das vor: eine typische Alpenvereinsschutzhütte direkt am See - und das auf 2.413 m. Der See ist allerdings nicht mehr als einen halben Meter tief und dennoch ist er selbst im Sommer ziemlich frisch. 

Der Zustieg zur Bremer Hütte erfolgt vom Gasthof Feuerstein am Ende des Gschnitztales, das seit Mai 2019 zu den Österreichischen Bergsteigerdörfern zählt. Mit rund vier Stunden Gehzeit hat man sich ein kühles Getränk auf der Hütte jedenfalls verdient.

Die Hütte ist nicht nur beliebtes Tagesausflugsziel, sondern auch ein wichtiger Übernachtungsstützpunkt. Entweder möchte man auf den Hausberg der Hütte steigen, auf die Innere Wetterspitze, wofür sich eine Übernachtung anbietet, oder aber man ist auf dem Stubaier Höhenweg oder auf der Gschnitztaler Hüttentour unterwegs. 

  • 3. Arthur-von-Schmid-Haus, Hohe Tauern, Kärnten

    Ein türkisfarbener See, eingebettet in die faszinierende Hochgebirgslandschaft des Nationalparks Hohe Tauern, an seinem Ufer eine gemütliche Alpenvereinssschutzhütte und rund herum zahlreiche Gipfel und vor allem auch viele Klettermöglichkeiten. 

    Das Arthur-von-Schmid-Haus erreicht man vom Dösental, wobei man dank Nationalpark-Wandertaxi recht weit ins Tal fahren kann, so dass man den Anstieg deutlich verkürzen kann. 

    Gleich hinter der Hütte ragt das Säuleck auf - eine schöne Bergtour, die von der Hütte aus in rund 2,5 h zu bewältigen ist. Aber auch die Ochenladinspitze will bestiegen werden. 

    4. Wildseeloderhaus, Kitzbüheler Alpen, Tirol

    Am Wildseelodersee wagen sich Bergwanderer immer wieder ins kühle Nass. Der See auf 1.854 m wird im Sommer angenehm warm. Außerdem steht das Wildseeloderhaus direkt an seinem Ufer, so dass man sich zur Not dort auch wieder aufwärmen könnte. 

    Dank Seilbahn ist das Wildseeloderhaus leicht zu erreichen und bietet sich auch für einen Ausflug mit der ganzen Familie an. Oder aber man kommt von der anderen Seite - von Hinterglemm - und wandert von Lengau in rund 7 h zum Wildseeloderhaus bzw. auf den Wildseeloder.

    Von der Hütte aus kann man den Wildseeloder oder den Hohen Mahdstein besteigen. Beides gute Aussichtsberge mit einer wunderbaren Sicht über die Kitzbüheler Alpen. 

    5. Kaltenberghütte, Verwall, Vorarlberg

    Die Kaltenberghütte liegt an zwei kleinen Seen mitten im Verwall. Liegestühle und eine gemütliche Terrasse laden zu gemütlichen Stunden ein.

    Erreichbar ist die Kaltenberghütte gleich von mehreren Talorten aus. So kann man z.B. über den Paul-Bantlin-Weg von St. Christoph am Arlberg zusteigen oder auch direkt von Langen am Arlberg. 

    Wer aber nicht nur in der Sonne liegen möchte, der kann zum Beispiel die Krachelspitze besteigen. Sie ist 2.685 m hoch und bildet den südlichen Endpunkt des Krachelgrates. 

    6. Coburger Hütte, Mieminger Gebirge, Tirol

    Wie ein Smaragd liegen der Seebensee und der Drachensee im Mieminger Gebirge, überragt von der Sonnenspitze, dem Tajakopf und dem Drachenkopf. Am Ufer des Drachensees befindet sich die Coburger Hütte, die nicht nur ein wichtiger Stützpunkt auf der Via Alpina und dem Adlerweg ist, sondern auch für Kletterer, die die Klettergärten rund um die Hütte schätzen. 

    Dank Seilbahn von Ehrwald herauf ist die Hütte relativ leicht zu erreichen. Man wandert in rund 2 h von der Bergstation durch schönes Almgelände zur Hütte. 

    Ambitionierten Bergsteigern kann der Vordere Tajakopf mit Klettersteig oder auch die Ehrwalder Sonnenspitze, die allerdings Kletterstellen bis zum II. Grad beinhaltet, empfohlen werden. 

    7. Giglachseehütte, Schladminger Tauern, Steiermark

    In den wasserreichen Schladminger Tauern findet man viele große und kleine Seen. Besonders schön sind die Giglachseen südlich von Schladming, an deren Ufer die Giglachseehütte steht. 

    Der Zustieg erfolgt von der Ursprungalm, bis zu der man fahren kann. Von dort führt ein Wanderweg in rund 1 h hinauf zum See mit der Hütte. 

    Von der Hütte aus kann man beispielsweise die Rotmandlspitze mit 2.453 m besteigen, die eine gute Aussicht über die Schladminger Tauern bietet. Die Giglachseen sind aber auch ein beliebtes Ziel für Mountainbiker, die direkt in Schladming oder Rohrmoos starten und oben angekommen, eine Runde um die beiden Seen, inkl. der benachbarten Ignaz-Mattis-Hütte drehen. 

    8. Rinnerhütte, Totes Gebirge, Oberösterreich

    Die urige, kleine Rinnerthütte im Toten Gebirge steht zwar nicht direkt an einem See, der atemberaubend schöne Wildensee ist aber nur knapp 30 Minuten entfernt. 

    Der Zustieg zur Rinnerhütte erfolgt am besten vom Offensee aus, wo sich zwei Wanderparkplätze befinden. Von dort wandert man über die Nordwestseite des Toten Gebirges in rund 2,5 h zur Hütten. 

    Empfehlenswerte Wanderungen von der Hütte aus, sind einerseits die Besteigung des Rinnerkogels mit 2.012 m. Andererseits kann man das Tote Gebirge durchwandern und bis zum Ebenseer Hochkogelhaus gehen. 

    9. Lärchenhütte, Salzkammergut-Berge, Salzburg 

    Sehr gemütlich geht es zu auf der Lärchenhütte oberhalb von St. Gilgen am tiefblauen Wolfgangsee. Der kurze Zustieg erlaubt schon ein Frühstück auf der Aussichtsterrasse bevor man nach dem Abstieg am besten gleich mal im Wolfgangsee eintaucht. 

    Der Zustieg von der Tiefenbrunnau ist kurz und auch mit Kindern gut zu schaffen. Die Aussicht von der Hütte auf den Wolfgangsee ist grandios.

    Zahlreiche Wanderwege laden am Zwölferhorn natürlich auch zum Wandern ein. So kann man etwa von der Lärchenhütte aufwärts zu Franzl's Hütte wandern. Wer danach nicht mehr absteigen möchte, der setzt sich einfach in die Gondel und schwebt gemütlich hinunter nach St. Gilgen. 

    10. Fahrlechhütte, Schladminger Tauern, Steiermark

    Neben den Giglachseen ist auch der Duisitzkarsee in den Schladminger Tauern ein beliebtes Ausflugsziel. Auch hier stehen zwei Hütten, eine davon ist die Fahrlechhütte, auf der man wunderbar verköstigt wird. Die Rezepte stammen aus dem Familienschatz, die Zutaten aus der eigenen Landwirtschaft. 

    Erreichbar ist die Fahrlechhütte recht einfach über einen Wanderweg oder auch die Forststraße vom Obertal. Sowohl die Haltestelle beim Nickelmuseum als auch die Eschachalm werden vom Wanderbus angefahren. 

    Dank der guten Wanderbusanbindung kann man den Bergseeweg in Angriff nehmen. Dieser verbindet die Giglachseen mit dem Duisitzkarsee über zum Teil historische Wege. Oder man begibt sich auf die Obertaler Almenrunde, die man getrost mit kleinem Rucksack antreten kann, denn auf den Almen und Hütten wird man bestens verköstigt. 

    11. Karlsbader Hütte, Lienzer Dolomiten, Osttirol

    Die Karlsbader Hütte hat alles, was eine Alpenvereinshütte ausmacht - und noch einiges mehr. Kletterer, Wanderer, Bergsteiger und Mountainbiker schätzen die Hütte und ihre Bergziele, die gute, regionale Küche und nicht zuletzt die ausgezeichneten Weine.

    Der Zustieg zur Hütte erfolg vom Parkplatz der Dolomitenhütte, der über eine mautpflichtige Straße zu erreichen ist. In rund zwei Stunden wandert man hinauf zur Hütte am wunderschönen Laserzsee.

    Beliebtes Gipfelziel von der Hütte aus ist die 2.576 m hohe Laserzwand.

    12. Adolf-Nossberger-Hütte, Schobergruppe, Kärnten

    Die Adolf-Nossberger-Hütte steht mitten in der beeindruckenden Gebirgswelt der Schobergruppe und ist ein beliebter Stützpunkt für Kletterer und Bergsteiger. Auf dem Gradensee direkt vor der Hütte kann man sogar Kanufahren.

    Der Zustieg von der Gradenalm/Putschall ist mit rund drei Stunden relativ lange, aber abwechslungsreich und kurzweilig. 

    15 Dreitausender umgeben die Adolf-Nossberger-Hütte, da fällt die Auswahl mitunter schwer. Zwei mögliche Gipfel sind der Keeskopf mit 3.081 m oder der Perschitzkopf mit 3.125 m. 

    13. Pühringerhütte, Totes Gebirge, Oberösterreich

    Am idyllischen Elmsee gelegen ist die Pühringerhütte fast so etwas, wie eine Oase in der weiten Karstlandschaft des Toten Gebirges. Vor allem wenn man von Osten her - etwa vom Priel-Schutzhaus zur Pühringerhütte wandert, freut man sich über das üppige Grün am See, das einen starken Kontrast zur kargen Felslandschaft darstellt. 

    Ein möglicher Zustieg zur Pühringerhütte erfolg von Gößl am Grundlsee und führt in rund 3,5 h  hinauf zur Hütte. Auch die Wanderung von Grünau im Almtal - vom Almsee - stellt eine Möglichkeit dar, die Hütte zu erreichen. 

    Eine anspruchsvolle und lange Bergtour von der Hütte aus, ist die Besteigung des Großen Priel, der dafür aber eine unglaubliche Fernsicht von seinem 2.515 m hohen Gipfel bietet.

    14. Oberhütte, Schladminger Tauern, Salzburg

    Auf der kleinen, beschaulichen Oberhütte am See wird man mit frischer Milch und selbst gemachtem Käse verwöhnt, denn zur Hütte gehört noch eine Viehwirtschaft. Der Oberhüttensee ist warm genug für ein Bad und das Almgelände mit dem Bach der schönste Spielplatz für die Kinder.

    Auch der Zustieg von der Vögeialm ist leicht und mit Kindern gut zu schaffen. Wer den Kinderwagen dabei hat, kann über die Forststraße ausweichen. 

    Zwei Gipfel sind von der Hütte aus gut zu erreichen und lassen sich auch schön in einer Runde miteinander verbinden - die Lungauer und Steirische Kalkspitze. 

    Deutschland

    1. Kärlingerhaus, Berchtesgadener Alpen, Bayern

    Auf 1.638 m mitten im Nationalpark Berchtesgaden befindet sich das große Kärlingerhaus, auf dem man besten verpflegt wird. Unweit der Hütte liegt in einer Senke der Funtensee, an dem schon mehrere Kälterekorde gebrochen wurden. 

    Das Kärlingerhaus bettet sich in ein umfangreiches Wanderwegenetz und ist daher auch von vielen Seiten aus zu erreichen. Ein möglicher Zustieg beinhaltet die schöne Bootsfahrt über den Königssee nach St. Bartholomä, von wo aus man in rund 4 h zur Hütte aufsteigt. 

    Bergtouren gibt es eine ganze Menge in der Umgebung: Recht schnell bestiegen ist der Viehkogel. Eine Tagestour ist hingegen die Besteigung der Schönfeldspitze - dem mit 2.653 m höchsten Gipfel des Steinernen Meeres und bereits in Salzburg, Österreich, gelegen. 

    2. Fischunkelalm, Berchtesgadener Alpen, Bayern

    In der selben Region wie das Kärlingerhaus gelegen, aber ganz anders vom Charakter her, ist die Fischunkelalm, die am Obersee - quasi hinter dem viel besuchten Königssee - liegt. Auf der netten Alm kann man wunderbar einkehren und die Ruhe und die Natur des Nationalparks genießen. 

    Um zur Fischunkelalm zu gelangen, muss man jedenfalls mit dem Boot über den Königssee fahren, was für sich genommen schon ein schönes Abenteuer ist. Danach wandert man gemütlich von der Anlegestelle Salet zur Alm.

    Ist man schon mal bei der Fischunkelalm, sollte man sich die kleine Wanderung zu Deutschlands höchstem Wasserfall, dem Röthbachfall, im Talschluss gönnen. Manche kombinieren den Besuch des Wasserfalls aber gleich mit der Wanderung zur Wasseralm über den Röthsteig.

    3. Rappenseehütte, Allgäuer Alpen, Bayern

    Eingebettet in das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen liegt die Rappenseehütte am wunderschöne Rappensee. Rund um die Hütte fühlen sich auch Murmeltiere zur Freude der menschlichen Besucher besonders wohl. 

    Der Zustieg zur Rappenseehütte erfolgt meist aus dem Tiroler Lechtal - von Lechleiten.

    Von der Hütte aus bieten sich Hochrappenkopf, Rappenseekopf und Biberkopf als Gipfelziele an, wobei man den Biberkopf schon beim Zustieg von Lechleiten mitnimmt.

    4. Prinz-Luitpold-Haus, Allgäuer Alpen, Bayern

    Nicht weit von der Rappenseehütte, ebenfalls in den Allgäuer Alpen, steht das berühmte Prinz-Luitpold-Haus am Fuße des Hochvogels. 

    Der Zustieg zum Prinz-Luitpold-Haus erfolgt meist vom Hintersteiner Tal vom Gasthof Giebelhaus aus. Aber auch über den Jubiläumsweg von Hinterstein aus ist es möglich, das Prinz-Luitpold-Haus zu erreichen. 

    Steigt man über den Jubiläumsweg zu, kommt man außerdem am Schrecksee vorbei, den die Bergwelten-Leser 2016 zum schönsten Bergsee gekürt haben. 

  • Beim Prinz-Luitpold-Haus sind zwei Gipfel besonders erwähnenswert: der Hochvogel mit 2.592 m und der Glasfelderkopf mit 2.270 m. 

    Südtirol

    1. Tiefrastenhütte, Zillertaler Alpen

    Auf der Südseite der Zillertaler Alpen, am Pfunderer Höhenweg gelegen, befindet sich die Tiefrastenhütte am Tiefrastensee. Der Legende nach sollen Zwerge hier einst Bergbau betrieben haben. 

    Der Zustieg zur Hütte erfolgt vom Winnebachtal aus. Oder aber man befindet sich bereits am Pfunderer Höhenweg, dann wird man von der Edelrauthütte kommen. 

  • Von der Hütte aus bietet sich die Eidechsspitze als schönes Gipfelziel an, die man in relativ kurzer Zeit erreicht. 

    2. Gartlhütte, Rosengartengruppe

    Umringt von steilen Dolomitwänden steht die Gartlhütte auf 2.621 m in einem Kessel, in dem sich ein kleiner See befindet. Im Laufe der warmen Sommer verdunstet er allerdings regelmäßig. 

    Die bei Kletterern beliebte Hütte ist zum Beispiel vom Rifugio Gardeccia im Trentino in rund 2 h zu erreichen. Oder aber man wählt den Zustieg von der Frommeralm, Welschnofen. 

    Im Gebiet um die Gartlhütte gibt es zahlreiche alpine Kletterrouten im klassischen Dolomitenstil, zum Beispiel in der Rosengartenspitze Westwand.

    Schweiz

    1. Leutschachhütte, Urner Alpen, Uri

    Die Leutschachhütte steht auf einer sonnigen Anhöhe zwischen dem Obersee und dem türkis leuchtenden Nidersee. Auf der bunten Alpwiese vor der Hütte tummeln sich gerne die Murmeltiere, so dass es nie langweilig wird. Ein weiteres Highlight: Am Obersee kann sogar vom Floss aus geklettert werden.

    Die Leutschachhütte (2.208 m) der SAC Sektion Zimmerberg liegt zwischen dem Obersee und dem türkis leuchtenden Nidersee auf einer sonnigen Anhöhe im Leutschachtal oberhalb von Intschi. Sie hat eine ganz besondere Geschichte: Sie war Ausstellungsobjekt der Landesausstellung von 1939 in Zürich. Die Sektion Zimmerberg nutzte danach die Gelegenheit, die Hütte zu kaufen. Sie wurde abgebaut, aufwändig in’s Leutschachtal verfrachtet und 1940 dort wieder aufgebaut. Im hintersten Talabschnitt, zwischen den zwei Seen, steht die Hütte auf einer ausgedehnten Murmeltierwiese, eingerahmt von wilden Bergspitzen der Zentralschweizer Alpen. Wer auf dem Rückweg zur Seilbahn beim Arnisee den kleinen Umweg über das Sunnig Grätli einschlägt, erlebt dort eine hochalpine Welt und vom grossen Gipfelkreuz einen einmaligen Tiefblick ins Urnerland, auf den Vierwaldstättersee und bis weit ins Mittelland. Im Sommer lockt ein erfrischendes Bad im Arnisee. Für Kinder bietet die Hüttenumgebung Abenteuer und Spaß: Die zwei Seen, die mit dem Floß erkundet werden können, einen Naturkundlichen Hüttenpfad, das Riesen-Steinmanndli „Leitschi“,das das größte der Welt werden will, einen Kneipp-Pfad beim Obersee, einen kleinen, kinderfreundlichen Klettergarten – und Theobald, das Leutschachgespenst. Dazu wird nichts verraten – auf die Hütte kommen und selber schauen! Für die Großen gibt’s am Mäntliser, dem Hausberg, drei Mehrseillängen-Routen in der Schwierigkeiten zwischen 3 und 6 lt. UIAA.
    Geöffnet
    Jun - Okt
    Verpflegung
    Bewirtschaftet

    Der Zustieg zur Leutschachhütte erfolgt vom Arnisee und dauert etwa 2,5 h. Alternativ erreicht man die Hütte auch von Intschi. Von hier sollte man allerdings 5 h einkalkulieren.

    Eine schöne, nicht allzu schwere Kraxelei führt von der Leutschachhütte über den Westgrat auf das Wichelhorn (2.767 m). Vom Gipfel geniesst man eine fantastische Aussicht auf die Intschialp und das Schindlachtal.

    Etwas gemütlicher geht es auf der Traverse über das Langchälengrätli zum Sunniggrätli (2.034 m) zu. Die Wanderung dauert knapp 2 h und bezaubert durch ihre landschaftliche Vielfalt.

    2. Cabane d´Orny, Mont-Blanc Gruppe, Wallis

    Die Walliser Cabane d´Orny (2.831 m) ruht stolz auf einem Felssockel über einem kleinen Gletschersee. Die grosszügige Hütte mit ihrer charakteristischen Dreiecksform ist idealer Ausgangspunkt für kombinierte Touren, Kletterrouten, aber auch Tagestouren.

    Der Normalzustieg von Champex dauert etwa 4 h. Wer die Seilbahn nach La Breya nimmt verkürzt die Wanderzeit um etwa 2 h.

    Ein nahegelegener Hochtourenklassiker führt über die Cabane de Trient auf die Aiguille du Tour, einem 3.542 m hohen Felszacken im Westen der Hütte. Was für ein fantastisches Gebirgspanorama!

    Ein Paradies für Felskletterer ist der Petit Clocher du Portalet. Schon der Zustieg ist recht alpin und verlangt einiges an Können. Dafür bietet der Gipfel fantastischen Fels und sagenhafte Tiefblicke.

    3. Campanna Cadagno, Tessiner Alpen, Tessin

    Der Tessiner Charme und die Nähe zu Cadagno- und Ritomsee verleihen der Cadagno Hütte (1.987 m) ein ganz besonders Flair. Wanderer, Familien und Mountainbiker wissen die Hütte aufgrund ihrer sensationellen Lage zu schätzen.

    Von der Bergstation Piora erreicht man die Hütte in circa 2,5 h. Die Wanderung führt vorbei am malerischen Ritomsee und ist weit mehr als ein bloßer Hüttenzustieg.

    Eine lohnende Rundtour ist die 7-Seenwanderung durch das Val Piora über den Passo dell’Uomo und durch das Val Cadlimo zurück zur Hütte.

    4. Bergseehütte, Urner Alpen, Uri

    Die Bergseehütte in den Urner Alpen oberhalb des Göschener Sees ist idealer Ausgangspunkt für zahlreiche alpine Unternehmungen: vom Klettern, über Bergtour bis hin zu Mehrtageswanderungen von Hütte zu Hütte. In unmittelbarer Nähe des Hauses befindet sich ein kleiner Bergsee, der nach der Tour für Abkühlung sorgt.

    Der Aufstieg vom Staudamm des Göscheneralpsees dauert etwa 1,5 h. Der Weg garantiert grandiose Aussichten zwischen massiven Granitblöcken.

    Das Haus eignet sich übrigens auch bestens zum Hüttenhopping: Von Göschenen zur Salbithütte, von der Salbit- zur Voralphütte, von der Voralphütte zur Bergseehütte, von der Bergseehütte zur Chelenalphütte und von der Chelenalphütte zurück zur Göscheneralp.

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