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Touren & Hütten

5 Bergsteigerdörfer im Fokus

Anzeige • 10. August 2021

Sanfter Tourismus und Nachhaltigkeit: Das bieten die mittlerweile 30 Bergsteigerdörfer, die sich in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und Slowenien befinden. Sie sind die perfekten Ausgangsorte für Ausflüge und Hüttenwanderungen. Verena Helminger hat im Rahmen ihrer Tätigkeit als Salewa Hüttenpraktikantin eines besucht und berichtet, was an den Bergsteigerdörfern besonders ist. Zudem stellen wir euch vier weitere davon vor.

Hüttenpraktikantin Verena zu Besuch im Bergsteigerdorf Gschnitztal
Foto: Verena Helminger /@ verena.hlmgr
Hüttenpraktikantin Verena zu Besuch im Bergsteigerdorf Gschnitztal

Die Faszination Bergsteigerdorf

Verena war als Hüttenpraktikant im Bergsteigerdorf Gschnitztal unterwegs und verrät uns, was für sie die Faszination der Bergsteigerdörfer ausmacht.

Verenas Impressionen von ihrem Besuch im Bergsteigerdorf Gschnitztal
  • Der wichtigste Punkt ist für mich, dass in den Bergsteigerdörfern die öffentliche An- und natürlich Abreise sowie auch die Mobilität vor Ort ohne Auto funktioniert. Egal, wo du vom Berg runterkommst, du kannst dich darauf verlassen, dass ein Bus retour fährt. Da können sich viele andere Orte in den Alpen noch etwas abschauen.
  • Das Ortsbild: fährt man in ein Bergsteigerdorf, hat man das Gefühl, die Häuser wären aufeinander abgestimmt worden, um gemeinsam dieses schöne, ursprüngliche Bild abzugeben. Im Gschnitztal gibt es beispielsweise viele Häuser mit alten, restaurierten Wandmalereien. Große Hotels oder gar Hotelkomplexe sieht man kaum.
  • Zum Ortsbild gehört für mich auch das gesamte Landschaftsbild. Je weiter man ins Gschnitztal reinfährt, desto ursprünglicher wird es. Ganz am Ende des Tals sind uns sogar Kühe auf der Straße entgegengekommen. Auch Fauna und Flora sind im Gschnitztal faszinierend – eine solche Blumenvielfalt sieht man selten.
  • In Summe stehen die Bergsteigerdörfer eindeutig für sanften Tourismus und erfolgreiche Toursmuslenkung. Ruhiger, ursprünglicher und gemütlicher sind Worte, die das wohl am besten beschreiben.

Was ist ein Bergsteigerdorf?

Die Initiative Bergsteigerdörfer wurde 2005 vom Österreichischen Alpenverein gegründet mit dem Ziel, eine Harmonie zwischen Natur und Mensch, zwischen Tourismus und Lebensqualität der Einheimischen sowie zwischen Natur- und Kulturlandschaft zu erhalten und natürliche Grenzen zu respektieren. (Verkehrs-)Beruhigt, natürlich, unverfälscht – das sind Eigenschaften, die auf diese Bergsteigerdörfer zutreffen. Hier herrscht nicht Massen-, sondern ein sanfter, bewusster Tourismus. 

1. Gschnitztal – im Angesicht des Habichts

Das Bergsteigerdorf Gschnitztal in Tirol mit dem markanten Gipfel des Habicht
Foto: TVB Wipptal
Das Bergsteigerdorf Gschnitztal in Tirol mit dem markanten Gipfel des Habicht

Stolze Berggestalten mit Geschichte, steile Felswände, dichte Wälder und im Tal eine sehr gepflegte Bergbauernkultur – das Gschnitztal in Tirol besticht durch Authentizität und seine alpinistischen Möglichkeiten. Nur rund 20 Minuten von der Landeshauptstadt Innsbruck entfernt, bieten sich mit dem 3.277 Meter hohen Habicht, Kirchdach, Wetterspitze, Gschnitzer Tribulaun und vielen anderen beeindruckende und zum Teil anspruchsvolle Gipfelziele.

Zahlreiche Berghütten erleichtern die Gipfelbesteigungen oder lassen sich zu einer perfekten Runde kombinieren.

Weitere Infos zum Bergsteigerdorf Gschnitztal:

2. Das kärntnerische Maltat im Nationalpark Hohe Tauern – im Tal des stürzenden Wassers

Wer Lust auf viel Fels und Dreitausender hat, der ist im Bergsteigerdorf Malta richtig. „Das Tal der stürzenden Wasser“ beeindruckt durch seine Wasserfälle, fasziniert durch die umliegenden hohen Berge wie Hochalmspitze (3.360 m) und Ankogel (3.252 m) und besticht durch Fauna und Flora des Nationalparks. Das ausgedehnte Wanderwegenetz und auch der Radweg entlang der Malta bis Gmünd machen diese Region in Kärnten vielfältig und auch für Familien spannend. Bergsteiger werden sich auf die vielen Dreitausender in der Ankogel- und Reißeckgruppe konzentrieren, ein Besuch der Hütten am Weg dorthin ist aber auch ohne Gipfelsieg zu empfehlen.

Hütten und Wanderungen:

Weitere Infos zum Bergsteigerdorf Malta:

3. In der Steirischen Krakau – klein, fein und definitiv ein Geheimtipp

Die Steirische Krakau, ein Hochtal zwischen 1.100 und 1.400 Meter Seehöhe am Südfuß des Tauernhauptkammes (Niedere Tauern), verbindet See und Berg miteinander. Hoch über dem Salzburger Lunger und der gleichnamigen Region Steirische Krakau treffen sich die beiden Bundesländer am Prebersee, einem einzigartigem Moorsee am Fuße des Prebers (2.740 m). Das Bergsteigerdorf beeindruckt durch seine vielen kleinen Gebirgsseen, die Fauna und Flora, durch hohe Luftqualität und vor allem Ruhe. Gerade für Familien oder auch für eine Auszeit allein ist es dort oben perfekt.

Hütten und Wanderungen:

Weitere Infos zum Bergsteigerdorf Steirische Krakau:

4. St. Antönien als erstes Schweizer Bergsteigerdorf – sanft bis anspruchsvoll

Im Juni 2021 wurde die Schweiz erstmals aktiver Teil der Initiative Bergsteigerdörfer. Das erste Schweizer Bergsteigerdorf wurde St. Antönien. Ein Ort, der versteckt in einem Seitental des Prättigaus im Kanton Graubünden auf rund 1.400 Meter Seehöhe liegt. Hier gibt es einen kleinen Ortskern, während sich die übrige Ortschaft als typische Walser Streusiedlung bis in die Seitentäler hinein und weit die Hänge hinauf verteilt. Der Ort ist von zahlreichen namhaften Gipfeln umgeben, darunter das Chüenihorn, der Eggberg und weit hinten im Tal das Madrisahorn, das mit 2.826 Metern die höchste Erhebung rund um das Bergsteigerdorf darstellt.
Dahinter erheben sich noch Schijenflue (2.626 m) und Sulzfluh (2.817 m), die schon in Richtung der österreichischen Grenze liegen. St. Antönien bietet unzählige Tourenmöglichkeiten – von sanft und hügelig bis anspruchsvoll und alpin, von der Wanderung zu Bergseen oder Hütten bis zur Besteigung der anspruchsvollen Gipfel über Kletterrouten oder Klettersteige.

Hütten und Wanderungen:

Weitere Infos zum Bergsteigerdorf St. Antönien:

5. Lungiarü – inmitten der Dolomiten-Schönheiten

Lungiarü (auf Deutsch: Campill) liegt auf 1.400 Metern Seehöhe im Val da Lungiarü (Campiller Tal), einem Seitental des Gadertales in den westlichen Südtiroler Dolomiten. Es wird im Nordwesten von der Peitlerkofelgruppe, im Westen von der Geislergruppe und im Süden von der Puezgruppe umschlossen, umgeben vom Naturpark Puez-Geisler (im UNESCO Welterbe Dolomiten).
Und genauso eindrucksvoll, wie die Aneinanderreihung all dieser Berggruppen erscheint, präsentiert sich die Region selbst: Hat man einmal das Gefühl, eine Bergkette visuell erfasst zu haben, erhebt sich dahinter schon wieder die nächste, und so verspürt man den endlosen Drang, einfach weiterzuwandern, um eine Dolomitenschönheit nach der nächsten zu erblicken. Gestört wird man hier allenfalls noch von weiteren Wanderern und Naturbegeisterten, die sich aber höchstens still zunicken und weiter genießen.

Hütten, Wanderungen und Mountainbiketouren:

Weitere Infos zum Bergsteigerdorf Lungiarü:

Verena Helminger und Pascal Schumacher besuchen als Salewa-Hüttenpraktikanten Hütten in Österreich und in der Schweiz
Foto: Verena Helminger / @ verena.hlmgr
Verena Helminger und Pascal Schumacher besuchen als Salewa-Hüttenpraktikanten Hütten in Österreich und in der Schweiz

Die Salewa-Hüttenpraktikanten

Von Hütte zu Hütte wandern, die schönsten Touren und interessantesten Bergmenschen kennenlernen: Das klingt nach dem perfekten Sommer-Vorhaben. Verena Helminger und Pascal Schumacher sind die diesjährigen Salewa-Hüttenpraktikanten, werden genau das tun und uns ihre spannenden Geschichten von den Hütten Österreichs und der Schweiz mitbringen. 

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