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Dreitausender

Bergportrait: Hochalmspitze (3.360 m)

• 29. August 2022
1 Min. Lesezeit

Die Hochalmspitze in der Ankogelgruppe in Kärnten gilt als Gegenstück zum Großglockner und wehrte sich lange gegen ihre Erstbesteigung. Wir stellen die „Tauernkönigin“ im Detail vor.

Hochalmspitze
Foto: mauritius images / volkerpreusser / Alamy
Die Tauernkönigin vom Großelendbach aus
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Höhe und Lage

Die Hochalmspitze (3.360 m) stellt den höchsten Berg der Ankogelgruppe in den Hohen Tauern dar und ist auch als „Tauernkönigin“ oder „Tauernfürstin“ bekannt. Sie hat zwei Gipfel – einen schneebedeckten und einen aperen, auf dem das Gipfelkreuz steht. Der Großelendkopf (3.317 m) wurde früher ebenfalls als Gipfel der Hochalmspitze angesehen, ist heute aber ein eigenständiger Dreitausender. Während sich nordöstlich der Tauernkönigin die Ankogelgruppe fortsetzt, wird sie im Süden von der Mallnitzer Scharte von der Reißeckgruppe getrennt.

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  • Geschichte

    Im August 1855 wurden gleich mehrere Versuche unternommen, die Hochalmspitze erstzubesteigen. Keiner davon gelang. Die erste Gruppe musste aufgrund von Gletscherspalten umkehren, einer zweiten Gruppe kam schlechtes Wetter in die Quere. Lediglich zwei Personen dieses Gespanns ließen sich nicht aufhalten und schafften es auf den Gipfel der Tauernkönigin. Dachten sie zumindest. In Wahrheit standen sie allerdings am Großelendkopf, der wie oben erwähnt ein Vorgipfel der Hochalmspitze war. Kurze Zeit später, am 30. August 1855, erreichte der Eisentrattner Werksbeamte Josef Moritz mit den beiden Holzknechten Andreas Pucher und Jakob Haman den schneebedeckten Gipfel – auf den aperen Teil, der heute als Hauptgipfel gilt, wagten sie sich allerdings nicht.

    Erst am 15. August 1859 erklommen Paul Grohmann, der als einer der Mitbegründer des Alpenvereins bekannt ist, und Andreas Pucher, Lenzbauer vom Hattenberg und dessen Knecht Franz Moidele den Gipfel der Hochalmspitze.

    Paul Grohmann
    Foto: mauritius images / Historic Images / Alamy
    Paul Grohmann gilt mit seinen drei Begleitern als der Erstbesteiger der Hochalmspitze

    In den 1970ern gab es Pläne, auf dem Dreitausender ein Gletscherskigebiet zu errichten. Dieses Vorhaben wurde allerdings vom Alpenverein abgewendet indem er 18 Jahre später die Hochalmspitze und angrenzende Gletschergelände ersteigerte.

    Die Hochalmspitze im Überblick

    • Höhe: 3.360 m

    • Lage: Ankogelgruppe/Hohe Tauern

    • Stützpunkt: Gießener Hütte

    • Erstbesteigung: 15. August 1859

    Gut zu wissen

    Neben Tauernkönigin und Tauernfürstin hat die Hochalmspitze noch einen weiteren Namen: im Volksmund ist sie der Hochalmer.

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    Der Normalweg führt hochalpin und anspruchsvoll von der Gießener Hütte über Gletscherschliffe, Blockgelände und einen Klettersteig auf die Hochalmspitze.

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    Die Gießener Hütte (2.215 m) liegt in den südlichen Hohen Tauern in der Ankogel-Gruppe. Sie ist Ausgangspunkt für alpine Bergwanderungen und Hochtouren auf Gipfel wie die Hochalmspitze, Schneewinkelspitze, Gussenbauerspitze, Säuleck und den „Hausberg“ Winterleitenkopf. Die Hochalmspitze ist übrigens der höchste Gipfel östlich des Großglockners. Die Hütte ist vom Bergsteigerdorf Malta aus gut zu erreichen.Kletterer gehen zum Südpfeiler der Hochalmspitze oder zur Südost-Schulter der Großen Gößspitze. Einsteiger machen an Reibungsplatten und Verschneidungen in unmittelbarer Hütten-Nähe ihr ersten vertikalen Schritte. Ein halbe Stunde von der Hütte entfernt, wartet auf Sportkletterer ein Klettergarten mit leichten und schwierigen Routen. Ferratisti, also Klettersteig-Geher, lassen ihrer Leidenschaft am Detmolder Grat und am Steig „Alter Hase“ freien Lauf.Am Fallbach-Klettersteig in Koschach beißen sich mitunter sogar Profis ihre eisernen Zähne aus. Aprops Zähne-ausbeißen: eine Delikatesse für Bergradfahrer ist die Auffahrt durch das Maltatal in den Gößgraben bis zum Stausee und der Gießener Hütte auf jeden Fall. Rad-Fetischisten fahren zuerst bis zur Kölnbreinsperre, erholen sich entlang des Stausees auf dem ebenen Weg zur Osnabrücker Hütte, fahren bis Koschach ab. Dann gönnen sie sich noch den Gößgraben bis zum Stausee und legen noch mit der Auffahrt zur Hütte nach. Belohnung: eine rasante Talfahrt bis Gmünd ohne nennenswert in die Pedale steigen zu müssen.
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