16.100 Touren,  1.700 Hütten  und täglich Neues aus den Bergen
Die Region Innsbruck bietet unzählige Wandermöglichkeiten - wie etwa den Innsbruck-Trek.
Foto: Innsbruck Tourismus
Regionsportrait

Die Region Innsbruck – im Herzen der Alpen

Anzeige • 6. Mai 2020

Das Karwendel im Norden, die Mieminger Kette im Westen, die Tuxer und Stubaier Alpen im Süden – die rund 40 Orte in der Region Innsbruck sind eingebettet in eine vielfältige Bergnaturlandschaft mit urigen Hütten und Almen, Wanderwegen und Klettersteigen. Im Zentrum des Gebietes befindet sich die Alpenhauptstadt Innsbruck, die sich als moderne, weltoffene und gastfreundliche Metropole inmitten der Alpen präsentiert.

Beim gemütlichen Kaffee in der Sonne folgt der Blick dem regen Treiben auf der Maria-Theresien-Straße in der Innsbrucker Innenstadt, schweift hinauf zur Nordkette, deren Felstürme zum Greifen nahe im Norden der Stadt aufragen. Sattgrüne Almwiesen heben sich von schroffem Kalk ab, die sagenumwobene „Frau Hitt“ behauptet ihren Platz zwischen Brandjoch und Sattelspitzen. Wendet sich der Blick nach Süden, vorbei an der Annasäule, hat man die beeindruckende Skisprungschanze der Stararchitektin Zaha Hadid am geschichtsträchtigen Bergisel vor Augen. 

Im Jahre 1809 schlug der Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer hier seine letzte Schlacht gegen die napoleonischen Truppen. In jüngerer Vergangenheit wurden während der Olympischen Winterspiele, die 1964 und 1976 in Innsbruck stattfanden, am Bergisel die Skisprungbewerbe ausgetragen. 

Aber die Region Innsbruck erstreckt sich weiter, als der Blick reicht: im Westen bis nach Telfs mit der Hohen Munde und dem wunderschönen Mieminger Plateau, hinein ins Sellraintal, das zu den Bergsteigerdörfern des Alpenvereins zählt und mit dem Ruhegebiet Stubaier Alpen wie mit den wilden Tuxer Alpen punktet. Sie reicht hinauf auf die formschönen Gipfel der Kalkkögel, bis sie im Norden von der Nordkette, einer der vier Bergketten des Naturparks Karwendels, begrenzt wird. 

Zeit also, den Kaffee auszutrinken, die Bergschuhe zu schnüren und sich auf den Weg zu machen, diese alpine Naturvielfalt zu erkunden. 
 

Auf ins Bergsteigerdorf Sellraintal

Mit der Bezeichnung „Bergsteigerdorf“ kann sich eine Gemeinde oder ein Tal nur dann schmücken, wenn sie besonderes Augenmerk auf eine sanfte Art des Tourismus legt, keine großen Hotelbauten vorhanden sind und keine Aufstiegshilfen die höchsten Gipfel erschließen. Das Sellraintal mit den Gemeinden Sellrain, Gries und St. Sigmund samt seinen vier Seitentälern Fotschertal, Lüsenstal, Gleirsch- und Kraspestal bietet vor allem im Sommer eine Vielzahl einsamer Wanderwege, Alpenvereinshütten, uriger Almen und lohnender Gipfel mit Traumausblicken.  

  • Eine kleine Auswahl der schönsten Touren – von leichten Wanderungen bis zu anspruchsvollen Bergtouren – gibt einen Einblick in die zahlreichen Möglichkeiten, die sich hier bieten.

    St. Quirin mit seiner sehenswerten Bergkapelle beispielsweise kann man entweder auf einer gemütlichen Rundwanderung von Sellrain aus besuchen oder man besteigt auch gleich noch den Rosskogel, der einen großartigen Blick über die ganze Region Innsbruck bietet. 

    Von Sellrain aus geht es außerdem ins Fotschertal, eventuell mit dem Bike bis zum Bergheim Fotsch und zu Fuß weiter bis zur Potsdamer Hütte

    Im Winter als eines der beliebtesten Skitourentäler bekannt, erweist sich das Fotschertal im Sommer fast als Geheimtipp für all jene, die Ruhe und Einsamkeit suchen. Da bietet sich z.B. eine Wanderung über den Roten Kogel ins benachbarte Lüsenstal an. 

    Hier, in Lüsens und Praxmar, trifft man schon auf ein wenig mehr Wanderer, die zum Westfalenhaus aufsteigen. 

    Eine landschaftlich wunderschöne Runde ergibt sich, wenn man vom Westfalenhaus auf die 3.002 Meter hohe Schöntalspitze steigt und über den Praxmarer Höhenweg zurück zum Weiler Praxmar wandert.

    Nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer sollte man einmal auf der 2.876 Meter hohen Lampsenspitze gestanden sein, von deren Gipfel der Blick weit über die Stubaier Alpen reicht. 

    Von der Lampsenspitze könnte man zur Pforzheimer Hütte im Gleirschtal absteigen, die sich als Ausgangspunkt für weitere Bergtouren eignet. Eine anspruchsvolle Tour führt z.B. vom Gleirscher Roßkogel über den Grat – die sogenannte Via Mandani – auf den Zwieselbacher Roßkogel.  

    Wer nun erst so richtig auf den Geschmack gekommen ist, das Sellraintal im Sommer zu erwandern, dem sei die Sellrainer Hüttenrunde empfohlen. Sie führt in sieben Tagen über alle genannten Hütten und Täler, umrundet in 80 Kilometern und beachtlichen 5.700 Höhenmetern das gesamte Bergsteigerdorf. Die Runde hinterlässt mit Sicherheit einen unvergesslichen Eindruck dieser wilden und einsamen Bergnatur, die sich doch so nahe der Landeshauptstadt Innsbruck befindet.
     

    Das Kühtai – nicht nur ein Wintersportort

    Fährt man entlang des Sellraintales weiter taleinwärts, gelangt man auf der Passhöhe in den Ort Kühtai, der vor allem im Winter als schneesicheres Skigebiet bekannt und beliebt ist. Im Sommer ist es hier vergleichsweise ruhig und durch seine Lage auf 2.017 Metern Höhe ist das Kühtai ein guter Ausgangsort für Bergtouren im alpinen Bereich. 

    Hier lockt vor allem der 3.016 m hohe Sulzkogel, der vorbei am Finstertalspeicher in rund vier Stunden zu erreichen ist. Von seinem Gipfel aus genießt man einen faszinierenden Blick zum Acherkogel und weiter ins Ötztal.

  • Weniger alpin anmutend, aber mindestens ebenso aussichtsreich ist die Wanderung auf den Pirchkogel, der im Norden aufragt. Von seinem immerhin 2.828 Meter hohen Gipfel blickt man nicht nur gegen Süden weit ins Ötztal, sondern auch gegen Norden in Richtung Mieminger Kette und ins Karwendel. 

    Das Mieminger Plateau – eine Welt für sich 

    Das Mieminger Plateau oberhalb von Telfs ist wahrlich eine Welt für sich. Lichte Lärchenbestände, die vor allem im Herbst ihre volle Pracht zeigen, saftiggrüne Wiesen und Kiefernwälder am Fuße der warmen und trockenen Hänge von Hochwand, Hochplattig und Griesspitze laden zu gemütlichen Spaziergängen ebenso wie zu ausgedehnten Bergtouren ein. 

    Wer es ruhig angehen möchte, dem sei die Rundtour auf dem Kapellenweg empfohlen. 

    Wer weiter hinauf möchte, der sollte die Runde über die Judenköpfe wagen. Anfangs durch Kiefernwälder, später durch Latschen führt der Weg hinauf auf die steinigen und zum Teil etwas ausgesetzten Steige der Juden- und Zwölferköpfe. Der Abstieg erfolgt über die Neue Alplhütte mit Einkehrmöglichkeit, bevor man über die Wendelinkapelle retour wandert. 

    Im Bereich von Telfs darf natürlich die Hohe Munde nicht unerwähnt bleiben. Wie ein riesiger runder Brocken thront sie über der Gemeinde und hat alles im Blick. Ihre Überschreitung vom Straßberghaus über die Niedere Munde mit Klettersteigpassagen auf den Gipfel der Hohen Munde ist ein tolles Bergerlebnis. 

  • Das Karwendel – Naturpark des Jahres 2020 

    Östlich von Mieming und Telfs erheben sich bei Seefeld bereits die östlichen Ausläufer des Karwendels. Österreichs größter Naturpark umfasst heute eine Fläche von 727 km2, nimmt man den bayerischen Teil noch hinzu, dann sind es sogar 920 km2. Die einzigartigen klimatischen und topografischen Verhältnisse des Karwendels ermöglichten es, dass hier viele natürliche Lebensräume, wie richtige Urwälder und frei fließende Wildflüsse, entstanden. Steinadler, Gämse, Steinbock, Weißrückenspecht und seltene Pflanzenarten, unter ihnen der Frauenschuh, fühlen sich hier wohl.

    Einen ersten Eindruck vom Karwendel bekommt man, wenn man von Hochzirl zum Solsteinhaus am Fuße der Erlspitze wandert. Die Anfahrt mit der legendären Mittenwaldbahn von Innsbruck aus ist dabei nicht nur eingefleischten Eisenbahnfans zu empfehlen. 

    Wer das Karwendel in all seiner Schönheit ganz besonders intensiv erleben möchte, der sollte den Karwendel Höhenweg gehen. In sechs Tagesetappen wandert man von Hütte zu Hütte, legt rund 60 km und gute 7.000 Höhenmeter zurück. 

  • Die Nordkette – die südlichste Karwendelkette

    Kaum eine Stadt in den Alpen bietet urbanes Flair und alpine Einsamkeit auf so engem Raum wie Innsbruck. In nur wenigen Minuten schwebt man mit der Nordkettenbahn von der Hungerburg hinauf auf die Seegrube und weiter auf das Hafelekar auf 2.269 Metern Höhe. Von der Bergstation oder der über einen gut ausgebauten Weg zu erreichenden, 2.334 Meter hohen Hafelekarspitze hat man einen faszinierenden Blick über Innsbruck und das Wipptal mit den Tuxer und Stubaier Alpen. Wendet man sich nach Norden, breiten sich die drei weiteren Karwendelketten mit ihren spitzen Zacken, einsamen Tälern und wilden Flüssen vor einem aus – was für ein herrlicher Kontrast. 

    Unbedingt sollte man entlang des Goetheweges zur Pfeishütte wandern. Der kühn angelegte Steig ist teilweise seilversichert, ehe man in die Ruhe des Karwendels eintaucht und nach rund 2,5 Stunden die urige Pfeishütte erreicht. 

    Das ultimative Abenteuer wartet aber westlich des Hafelekars. Hier beginnt der Innsbrucker Klettersteig, der entlang des Grates über die Seegrubenspitze, die Kaminspitzen und den Kemacher führt. Vom Langen Sattel folgt der zweite Teil bis zur Frau Hitt und konditionsstarke Berggeher erklimmen auch noch das Brandjoch, ehe sie über die Höttinger Alm absteigen oder retour zur Seegrube wandern.

  • Übrigens, auf der Seegrube wird man immer wieder wagemutigen Downhillern begegnen, die über den äußerst anspruchsvollen Nordkette Singletrail ins Tal rasen.

    Gemütlicher geht es da schon auf den Forstwegen zu, die sämtliche Almen an der Nordkette miteinander verbinden und sich als ideale Mountainbikestrecken erweisen – von der Umbrüggler Alm zur Arzler Alm zur Höttinger Alm oder sogar bis hinauf zur Bodensteinalm. Oder lieber weiter nach Osten zur Rumer Alm oder zur Thaurer Alm – die Auswahl ist riesengroß. Eine ganze Reihe von Mountainbiketouren findest du hier.

    Mittelgebirge mit Hausberg 

    Im Süden von Innsbruck hat sich nach der letzten Eiszeit unter dem Patscherkofel, dem Hausberg von Innsbruck, ein sonniges Mittelgebirgsplateau gebildet. Rund um Vill und Igls laden wunderschöne Wanderwege mit Blick auf die Nordkette zu ausgedehnten Spaziergängen ein. 

    Oder man nimmt die neue Patscherkofelbahn und schwebt hinauf auf 1.964 m, wo sowohl das Bergrestaurant „Das Kofel“ als auch das Patscherkofelschutzhaus zur aussichtsreichen Einkehr einladen. Ein „Muss“ ist der Zirbenweg, ein wunderschön angelegter Wanderweg, der vom Patscherkofel über die Boschebenhütte bis zur Tulfeinalm an der Glungezerbahn-Bergstation oder umgekehrt führt. Auch ein Abstieg zum Meißnerhaus ins Viggartal wäre möglich.

    Auch hier im Mittelgebirge laden zahlreiche Almen zur Verköstigung hungriger Mountainbiker und Wanderer ein: Da wären einmal das Gasthaus Heiligwasser mit Kapelle sowie die Patscher Alm oder die Rinner, Sistranser oder Lanser Alm

    Dolomitenflair in Nordtirol

    Und zum Schluss noch ein ganz besonderes Highlight in der direkten Umgebung von Innsbruck: die Kalkkögel als Teil der Stubaier Alpen, womit sich der Kreis schließt. Viele Leute nennen sie zu Recht die „Nordtiroler Dolomiten“. Wandert man von Grinzens durch das Senderstal zur Kemater Alm und vielleicht weiter zur Adolf Pichler Hütte, dann versteht man, warum. 

    Auch von der Axamer Lizum gelangt man in das „Ruhegebiet Kalkkögel“, wo Ampferstein und Marchreisenspitze um den Preis für die bizarrsten Zacken wetteifern. Weniger wild, aber mindestens so aussichtsreich ist eine Tour auf die Nockspitze, auch Saile genannt. 

    Alle Bergmassive in sieben Tagen

    Das Gesamtpaket – nämlich alle Bergmassive rund um die Region Innsbruck – kann auch im Rahmen einer 7-tägigen Bergtour als Package mit Gepäcktransport gebucht werden. Die Alpinschule Innsbruck organisiert und begleitet den Innsbruck-Trek, der die Vielfalt der Bergnatur rund um die Alpenstadt auf besondere Weise erlebbar macht. 

  • Am Ende aber lange nicht vollständig

    Es gäbe noch so viele weitere Touren in der Region Innsbruck, die hier nicht mehr Platz finden. Sie alle sind es wert, im Rahmen eines mehrtägigen Aufenthaltes in der Alpenmetropole entdeckt zu werden. Alle Informationen zu Anreise, Übernachtungsmöglichkeiten, kulturellen Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Gasthöfen sowie zahlreiche weitere Wandermöglichkeiten findest du auf der Seite von Innsbruck Tourismus

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