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Top Ten

10 Gipfel, auf denen man gestanden sein muss

• 27. Juli 2018
von Klaus Haselböck

Land der Berge ...“, so beginnt schon die Nationalhymne. Gipfel gibt es in Österreich tatsächlich viele. Sehr viele. Ein paar tausend sind es schon, 979 davon sind sogar über 3.000 Meter hoch. Da kann es schon mal zu tiefgreifenden Entscheidungsschwierigkeiten bei der Tourenwahl kommen. Welche Ziele lohnen wirklich? Bergwelten-Chefredakteur Klaus Haselböck empfiehlt seine persönlichen Top-Ten-Berge in Österreich.

1. Großglockner

Blick auf den Großglockner bei Sonnenuntergang
Foto: Tobias Kupek
Blick auf den Großglockner bei Sonnenuntergang
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Natürlich der Glockner. Mit seinen 3.798 Metern ist er in Österreich das Maß der Dinge. Vor allem beeindruckt er aber durch seine Vielseitigkeit mit spektakulären Kletter-Anstiegen und Eistouren. Selbst der Normalweg ist kein Spaziergang und hat noch jeden Besteiger stolz gemacht.

  • Meine Kletter-Empfehlung: Über den herrlich luftigen und langen Stüdlgrat (Schwierigkeitsgrad 3+) auf den höchsten Punkt und zurück über den Normalweg.
  • Höhe: 3.798 Meter
  • Bundesland: Kärnten (Gipfel), Tirol (Gipfel), Salzburg (Zustieg)
  • 2. Dachstein

    Dachstein
    Foto: Philipp Forstner
    Dachstein

    Drei Bundesländer, eine unendliche Gipfelparade. Und mittendrin der Hohe Dachstein mit dem östlichsten Gletscher der Alpen. Ein Leben reicht kaum aus, um all die Wege und Anstiege zwischen Stoderzinken im Osten und Bischofsmütze im Westen, Ramsau im Süden und Hallstatt im Norden zu ergründen.

    • Meine Hochtouren-Empfehlung: Auf den Hohen Dachstein über den Schulteranstieg, Abstieg über den Westgrat und zurück über die Steinerscharte.
    • Höhe: 2.995 Meter
    • Bundesland: Steiermark (Gipfel), Oberösterreich (Gipfel), Salzburg
  • 3. Hochschwab

    Mehr Seelenlandschaft als Berg. Am „Schwaben“ unterwegs zu sein ist alpines Erlebnis und Tiefenentspannung in einem. Lang sind hier die Wege und groß die Gefühle, zum Beispiel wenn einem Dutzende Gämsen begegnen und der Blick über das Plateau zum markanten Doppelgipfel schweift.

    • Meine Wander-Empfehlung: Von Weichselboden aus über die Edelbodenalm zum atmosphärischen Schiestlhaus und noch vor dem Frühstück auf den Gipfel.
    • Höhe: 2.277 Meter
    • Bundesland: Steiermark
  • 4. Piz Buin

    Piz Buin
    Foto: Montafon Tourismus
    Piz Buin

    Gleichzeitig Sonnencreme und der höchste Vorarlberger. Die „Ochsenspitze“ in der Silvretta ist ein genauso erhabenes wie formschönes Ziel, das uns mit ihren Wänden, Felspassagen und Gletschern dem Himmel ein großes Stück näher bringt.

    • Meine Skitouren-Empfehlung: Von der Bielerhöhe auf die Wiesbadener Hütte und zum Gipfel. Wer das Besondere liebt, schwenkt hinüber ins Schweizerische zur Toui Hütte.
    • Höhe: 3.312 Meter
    • Bundesland: Vorarlberg
  • 5. Hochkönig

    Das Matrashaus am Kochkönig
    Foto: Philipp Forstner
    Das Matrashaus am Kochkönig

    Viele Facetten, noch mehr Möglichkeiten. Die Krönung der Berchtesgadener Alpen ragt wie eine gewaltige Fels-Orgel mit 1.000 Meter hohen Wänden und Türmen aus dem Salzburgerland auf – das reizt die Kletterer. Weit und steil sind die Wege aufs Plateau auch für Wanderer, wo nicht nur ein Gletscherrest, sondern auch das Matrashaus wartet.

    • Meine Klettersteig-Empfehlung: Von Dienten aus über den „Königsjodler“, dem längsten und großartigsten Klettersteig der Ostalpen, auf den Gipfel. Danach ganz oben im Matrashaus übernachten.
    • Höhe: 2.941 Meter
    • Bundesland: Salzburg
  • 6. Großvenediger

    Am Gipfelgrat des Großvenedigers, im Hintergrund der Großglockner
    Foto: Matthias Fend
    Am Gipfelgrat des Großvenedigers, im Hintergrund der Großglockner

    Der Weiße Riese. Weltalte Majestät nannte Ignaz von Kürsinger den höchsten Berg Salzburgs. Im Jahr 1841 organisierte er dessen Erstbesteigung und war selber Teil der 26-köpfigen Gipfelgruppe. An der Faszination des Berges hat sich nichts geändert: Der wuchtige Grossvenediger ist eine begehrte Trophäe für jedes Tourenbuch.

    • Meine Skitouren-Empfehlung: Im Spätwinter vom Matreier Tauernhaus, also Osttirol, zur Neuen Prager Hütte und auf den Gipfel. Danach wartet eine gewaltige Abfahrt.
    • Höhe: 3.657 Meter
    • Bundesland: Salzburg (Gipfel), Tirol (Gipfel)
  • 7. Wilder Kaiser

    Wandern am Wilden Kaiser: Ein Paradies
    Foto: Philipp Horak
    Wandern am Wilden Kaiser: Ein Paradies

    In den „Dolomiten der Ostalpen“. Der Wilde Kaiser ist der Treffpunkt der Kletterer-Pioniere: Hans Dülfer war an der Totenkirchl-Westwand schon 1913 im fünften Grad unterwegs, Reinhard Karl öffnete 1977 mit den Pumprissen den siebten Grad und Stefan Glowacz gelang 1994 mit „Des Kaisers neue Kleider“ (X+) eine der schwersten Alpin-Routen überhaupt.

    • Meine Kletter-Empfehlung: Der Führerweg am Totenkirchl vom Stripsenjochhaus als ideale Gewöhnungstour: Kompakter Fels, überschaubare Schwierigkeiten (3. Grad) und maximales Kaiser-Panorama.
    • Höhe: 2.344 Meter
    • Bundesland: Tirol
  • 8. Similaun

    Similaun
    Foto: Klaus Haselböck
    Similaun

    Das Tor zur Geschichte. Es gibt höhere Gipfel, sicher auch anspruchsvollere und in ihrer Gestalt markantere. Aber kein Berg der Ötztaler Alpen hat die Strahlkraft des Similaun. Denn nicht weit von ihm wurde am Tisenjoch die berühmte Gletschermumie gefunden, die mithilfe moderner kriminaltechnischer Methoden Details über die Lebensweise der Menschen vor 5000 Jahren aber auch eine sagenhafte Geschichte ans Licht brachte.

    • Meine Hochtouren-Empfehlung: Von der Similaunhütte auf den Gipfel des Similaun und nachher zum Tisenjoch, der Fundstelle des Ötzi.
    • Höhe: 3.599 Meter
    • Bundesland: Tirol
  • 9. Großer Priel

    Großer Priel
    Foto: Klaus Haselböck
    Großer Priel

    Das Tote Gebirge lebt. Suchern von Weite und alpiner Einsamkeit geht hier das Herz auf. Vom Nordrand der Alpen blickt man bis zum Hohen Dachstein hinüber und am Großen Priel, dem höchsten Gipfel, der vollständig auf oberösterreichischem Boden steht, hat die Reise zumeist erst begonnen.

    • Meine Wander-Empfehlung: Von Hinterstoder aus über das Prielschutzhaus zum Gipfel. Ausdauernde nehmen den Bert-Rinesch-Klettersteig, oder überschreiten gleich das ganze Gebirge.
    • Höhe: 2.515 Meter
    • Bundesland: Oberösterreich

    10. Schneeberg

    Schneeberg
    Foto: Michael Liebert
    Schneeberg

    Das Ende der Ost-Alpen. Der Schneeberg ist der Hausberg von und die Schule für Generationen von Wiener Bergsteigern. Dass er der Millionenstadt so nah ist und östlich von ihm die pannonische Tiefebene ansetzt, bewirkt oft, dass er unterschätzt wird. Der letzte Zweitausender der Alpen, ein freistehendes, wuchtiges Monument, will respektiert werden.

    • Meine Wander-Empfehlung: Vom Weichtalhaus über den Stadlwandgraben zum südlichen Grafensteig und bis zum Klosterwappen. Zurück über die Weichtalklamm, und acht Stunden sind schnell um.
    • Höhe: 2.076 Meter
    • Bundesland: Niederösterreich
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