Wandern am Hochschwab
Foto: Marco Rossi
Bergportrait

Hochschwab: Über Wasser gehen

Magazin • 7. September 2016

Gänsehaut bei einer Jamsession im Schiestlhaus und beim ­Höhlenwandern. Gänsehaut am Sackwiesensee, im Bösen Wald und beim Bodenbauer. Am Hochschwab kribbelt’s einfach überall.

Das Hochschwabmassiv in der Obersteiermark ist das wohl wichtigste Karstgebiet Österreichs. Im Norden das unter Naturschutz stehende schroffere Gebiet rund um Wildalpen; im Süden die durch eher sanften Tourismus erschlossene Region östlich und westlich von Aflenz, wo alpine Kletterrouten bis zum 9. Grad für sportliche Abwechslung sorgen.


Hier wandert man quasi ständig über Wasser. 60 Prozent des Trinkwassers der Bundeshauptstadt kommen über die II. Wiener Hochquellwasserleitung von hier. Der Trinkwasserbedarf von Graz wird zu 30 Prozent vom Hochschwab-Wasser gedeckt. 10.000 Liter pro Sekunde rauschen nach der Schneeschmelze allein aus der Kläfferquelle, die Wien versorgt.

Wir erforschen den Hochschwab im großen Bergportrait der Ausgabe Oktober/November 2016 von oben, am Fels - und innen.

 

Tourenempfehlungen am Hochschwab

 

Hüttenempfehlungen am Hochschwab

Sonnschienhütte
Hütte • Steiermark

Sonnschienhütte (1.523 m)

Die Sonnschienhütte (1.523 m) auf der Sonnschienalm in der Hochschwab-Gruppe ist eine familienfreundliche, bewirtschaftete Hütte für Bergwanderer, Skitourengeher und Schneeschuhwanderer. An der Hütte führen der Nordalpenweg 01 und der Nord-Süd-Weitwanderweg 05 vorbei. Sie ist umgeben von Kulmstein, Spitzkogel, Ebenstein (2.133 m), Polster und Seemauer. Von Tragöß und dem Grünen See ist die Alm bequem zu erwandern. Der Weg durch den Jassinggraben und über die Russenstraße ist auch mit Kindern zu schaffen. Der Grüne See ist ein beliebtes Ziel von Tauchern. Dessen Wasserstand hängt stark von der Jahreszeit ab. Im Frühsommer, nach der Scheeschmelze und nach schneereichen Wintern, erreicht der See seinen höchsten Pegelstand.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet
Schiestlhaus Außenansicht
Hütte • Steiermark

Schiestlhaus (2.154 m)

Das Schiestlhaus ist die höchste Schutzhütte in der Hochschwabgruppe auf 2.154 m. Die Hütte liegt am Gipfelplateau, direkt unterhalb des Hauptgipfels. Sie ist über verschiedene Wege von Seewiesen oder St. Ilgen erreichbar. Gästen wird von der Terasse ein traumhafter Ausblick geboten. Die Hütte wurde beim Neubau als Passivhaus realisiert, die Energie kommt aus Abluft-Wärmetauschern. Übernachten kann man in Zimmern oder Lagern. Eine Reservierung ist empfohlen, da auf der Hütte immer viel los ist. Außerdem gilt Hüttenschlafsackpflicht. Hunde sind gern gesehene Gäste. In 30 Minuten ist man am Hochschwab (2.277 m). Weitere Wanderziele sind der Zagelkogel (2.255 m) und der Ringkamp (2.153 m). Skitourengeher können im Winterraum übernachten.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

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