Prielschutzhaus

1.420 m • Bewirtschaftete Hütte
Öffnungszeiten

März bis Oktober

Ab 23. März 2018 bis Ende Oktober.
 

Mobil

+43 699 17 17 70 80

Telefon

+43 7564 206 02

Homepage

http://www.prielschutzhaus.com

Betreiber/In

Michael Heinrich

Räumlichkeiten

Zimmer Matratzenlager Winterraum
51 Zimmerbetten 100 Schlafplätze 20 Schlafplätze

Details

  • Seminarraum
  • Winterraum
  • Winterraum beheizt
  • Künstliche Kletteranlage
  • Dusche
  • Gepäcktransport
  • Hunde erlaubt
  • Handyempfang
  • Umweltgütesiegel

Lage der Hütte

Wie mächtig, eindrucksvoll und Respekt einflößend das Tote Gebirge, das ein weitläufiges Plateaugebirge in den Ostalpen ist, zeigt sich im Stodertal. An dessen Ostrand und rund um Hinterstoder in Oberösterreich steilt das Tote Gebirge mit Großem Priel, Spitzmauer, Kleinem Hochkasten und Hebenkas richtig auf. Man gewinnt das Gefühl, vor einem von hohen Felswänden umringten Talschluss zu stehen. Als ginge es hier nur himmelwärts.

Das Prielschutzhaus (1.420 m) liegt an den Südabhängen der Prielgruppe, mit Großem und Kleinen Priel. Der Zustieg von Hinterstoder ist landschaftlich einmalig und fordernd. Der Weg auf das Schutzhaus ist auch ein schweißtreibender Test für die individuelle Totes-Gebirge-Tauglichkeit.

Kürzester Weg zur Hütte

Am Parkplatz Polsterlucke, ein Kilometer nach dem Ortszentrum Hinterstoder taleinwärts, bricht man zum Schutzhaus auf. Oder am Parkplatz Schiederweiher. An Wochenenden oder im wettermäßig stabilen Spätsommer und Frühherbst ist der Parkplatz Polsterlucke schnell voll. Ein richtig idyllischer Weg führt am Schiederweiher, dem Polsterstüberl und den es umgebenden Wiesen vorbei zur Talstation der Materialseilbahn auf das Prielschutzhaus. Hier wandert man gleichzeitig auf drei Wegen: der Via Alpina (Violetter Weg), dem Weitwanderweg E4 und dem Nordalpenweg.

In Serpentinen geht es nun aufwärts zum Klinser-Wasserfall, vorbei an Halbhöhlen Großer und Kleiner Ofen, verschnauft und rastet beim „Gott-sei-Dank-Bankerl“. Es geht weiter bergwärts zur Märchenwiese, durch einen Buchenwald und über eine Lichtung zum Prielschutzhaus.

Gehzeit: 2:30 h

Höhenmeter: 815 m

Leben auf der Hütte

Nach dem Aufstieg aus Hinterstoder und erst recht wenn man nach Touren auf den Großen Priel, von der Welser oder sogar der Pühringer Hütte zu Höll kommt, schmecken die Köstlichkeiten des Hüttenwirtes. Am Prielschutzhaus wird einfach gut gekocht, das ist eine Tatsache. 

Das Schutzhaus ist jeden Meter des Zustieges Wert, den es dorthin zurückzulegen gilt. Die Stuben, eine davon mit rustikalem Kachelofen, sind gemütlich und heimelig. Die Terrasse mit 80 Plätzen ist wie ein Loge in einem alpinen Theater und liegt im Sommer lange Zeit im gleißenden Sonnenlicht. Sie und das Haus sind zu verschiedenen Tageszeiten ein Platz tiefer Ruhe oder hoher Betriebsamkeit. Morgens wird Richtung Brotfallscharte oder Bert-Rinesch-Klettersteig auf den Großen Priel aufgebrochen. Vormittags treffen die „Durchreisenden“ aus Hinterstoder ein und die ersten in das Tal Absteigenden, die über Mittag bleiben. Am Nachmittag kommen diejenigen, die von ihren Wanderungen und Klettereien im Toten Gebirge kommen und über Nacht bleiben. Die Einen erzählen von ihren jüngsten Berg-Erlebnissen. Die Anderen lauschen andächtig und verfolgen die Lichtspiel auf der gegenüberliegenden Spitzmauer. Die Hütte verfügt über eine gut sortierte Vinothek. 

Die Hütte überzeugt mit ihrer Küche, einem hohen Komfort, beispielsweise in den Doppelzimmern, als Unterkunft, mit einer Indoor-Kletterwand und als Örtlichkeit für Seminare. Und der Hüttenwirt auch mit seiner Bergführer-Kompetenz.

Gut zu wissen

Gepäcktransport mit der Materialseilbahn zur Hütte um € 6 pro Rucksack möglich. Verleih von Alpinausrüstung, von Wanderstöcken, von Schneeschuhen. Beratung zu geplanten Kletter- und Skitouren, Schneeschuhwanderungen und Klettersteigschulungen. Zwei Waschräume mit Warmwasser-Duschen. Zahlungsmöglichkeiten: Barzahlung oder Überweisung. Handyempfang gegeben. Hüttenschlafsack-Pflicht! Frühstücksbuffet und Halbpension (nur bei Vorbestellung) nicht im Nächtigungspreis inbegriffen. Bei großem Andrang Selbstbedienung, sonst Bedienung.

Touren und Hütten in der Umgebung

Nächstgelegene Hütte: Welser Hütte (1.726 m), die in 4:30 h Gehzeit zu erreichen ist. Weiters: Pühringerhütte (1.638 m, 5:30 h).

Gipfelbesteigungen: Großer Priel (2.515 m, Normalweg über Brotfallscharte, 3:30 h); Brotfall (2.380 m, 6 h);  Schermberg (2.396 m, 3:30 h); Temlberg (2.331 m, 3 h); Spitzmauer (2.442 m, 4 h); Blosskogel (Anhöhe hinter Prielschutzhaus mit Aussichtsbankerl, 20 min).

Anfahrt

Über die A9 Pyhrn-Autobahn vom Voralpenkreuz Sattledt, südwestlich von Wels in Oberösterreich, und von Graz aus erreichbar. Von Graz aus sind mit dem Gleinalm- und dem Bosrucktunnel zwei mautpflichtige Streckenpassagen zu durchfahren. Der Bosrucktunnel kann von Liezen in der Steiermark bis Windischgarsten in Oberösterreich über die B138, die Pyhrnpass-Straße, umfahren werden. Auf der B138 passiert man das Skigebiet Wurzeralm und fährt zwischen den beeindruckenden Bergen Bosruck und Warscheneck vorbei. 

Auf der A9 kann über die beiden Abfahrten St. Pankraz-Hinterstoder oder Roßleithen in das Stodertal gefahren werden. Die Zufahrt von St. Pankraz über Steyrbrücke und Kniewas in das Tal offenbart die urtümliche, naturbelassene Seite des Tales. Während es von Roßleithen durch eine Kulturlandschaft über Vorder- und Mitterstoder nach Hinterstoder geht. 

Im Stodertal wird Wert auf nachhaltige und sanfte Mobilität gelegt. Und darauf, dass das Auto nicht unbedingt notwendig ist, um das Tal zu „erfahren“ und zu erleben. Es stehen mit Wandertaxi, Tälerbus, E-Autos, E-Bikes, Kutschen, Pferde-Schlitten, Skibus, Rodeltaxi ausreichend Fortbewegungsmittel zur Verfügung, die das Auto im Stodertal entbehrlich machen.

Parkplatz

Polsterlucke, Schiederweiher (gebührenpflichtig). In Hinterstoder ist Kurzparkzone. Kostenlos parken ist beim Seilbahnparkplatz am Ortseingang möglich. Mit einem Parkticket ist die Benützung der Hinterstoder Tälerbusse gratis.

Öffentliche Verkehrsmittel

Hinterstoder ist von Linz und Graz mit Zügen und Bussen zu erreichen. Aus Linz fahren Regionalzüge den Bahnhof des Ortes direkt an. Von Graz kommt man mit Zügen bis zum Bahnknotenpunkt Selzthal dann geht es mit dem Bus nach Spital am Pyhrn und von dort wieder mit den nach Linz fahrenden Zügen nach Hinterstoder.

Das private Bus-Unternehmen Riedler Reisen ist von 1. Mai bis 26. Oktober für den Betrieb des Tälerbusses Hinterstoder, der in dieser Zeit acht mal pro Tag Wanderer, Bergsteiger, Familien, Senioren und Sportler zu allen für sie relevanten Punkte, wie Talstation Höss, Dietlgut, Gemeindehaus oder die Parkplätze Polsterlucke und Schiederweiher bringt.

Hütte • Steiermark

Pühringerhütte (1.637 m)

Die Pühringerhütte (1.637 m) im steirischen Teil des Salzkammergutes befindet sich direkt am Elmsee am Fuße des Elm und des Rotgschirr und ist von Gössl aus über die Lahngangseen zu erreichen. Sie liegt am Weitwanderweg 201 und bietet ideale Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderer und Kletterer, die das Tote Gebirge von Altaussee kommend nach Hinterstoder überqueren wollen. Skitourengeher können sich im Winter als Selbstversorger ausrasten.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Oberösterreich

Welser Hütte (1.726 m)

Die Welser Hütte (1.726 m) steht am nordöstlichen Pfeiler des Toten Gebirges am Fuße des Großen Priel und des Schermberges in Oberösterreich. Die 2012 generalsanierte Hütte ist über das Almtal und die Hetzau zu erreichen. Über die Hütte steigen Wanderer aus dem Norden in das Tote Gebirge, ein Karstplateau, ein und können es überschreiten. Sie ist Stützpunkt für den kürzesten Zustieg auf den Großen Priel. Rund um die Hütte finden Kletterer Routen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden sowie Klettersteige. Ausgangspunkt der Tour auf die Welser Hütte ist das Bergsteigerdorf Grünau im Almtal. Im Frühjahr sind Skitouren auf Schermberg, Großen Priel und Temlberg möglich.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Oberösterreich

Dümlerhütte (1.495 m)

Die Dümlerhütte (1.495 m) steht im Toten Gebirge in Oberösterreich am nordöstlichen Fuß des Warschenecks auf der Stofferalm. Von der Hütte blickt man in das Stofferkar und auf die Rote Wand. Zu ihr steigt man in der Regel von Roßleithen und dem malerischen Gleinkersee herauf. Aber auch von Vorderstoder oder der Wurzeralm führen Wanderwege zur Dümlerhütte.  Die Hauptrolle in der alpinen Umgebung der Hütte spielt die Warscheneck-Gruppe mit dem gleichnamigen Hauptgipfel. Auf der Stofferalm halten sich bis weit in den Herbst hinein Kühe auf. Die Hütte ist zu jeder Jahreszeit ein beliebtes und leicht erreichbares Ausflugsziel. Sie hat auch viel zu bieten. Abgesehen von der imposanten Aussicht auf die Rote Wand, den dortigen Klettergarten und eine Kegelbahn.
Geöffnet
Jan - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

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