Vom Osttiroler Ködnitztal hat man einen besonders schönen Blick auf den 3.798 Meter hohen Großglockner.
Foto: Philipp Schönauer
Bergporträt

Großglockner: Der Alpendiamant

Magazin • 11. April 2020
von Klaus Haselböck

Mit Gerlinde Kaltenbrunner, Österreichs bester Bergsteigerin, auf den Großglockner, des Landes höchsten Gipfel. Über seltene Vögel und neue Wege, über den Berg in D-Dur und das Glück ganz oben: eine Annäherung in vier Etappen. Diese Story ist im Bergwelten Magazin (Juni/Juli 2018) erschienen.

Text: Klaus Haselböck
Fotos: Philipp Schönauer

Österreich kulminiert in den Hohen Tauern: Der Gebirgszug ist so spektakulär und mächtig, dass drei Bundesländer – Tirol, Kärnten und Salzburg – ihn sich untereinander teilen müssen. Und hier in den Hohen Tauern schwingt sich das Land zu seiner größten Höhe von 3.798 Meter auf: Auch den Gipfel des Großglockners teilen sich die Bundesländer Tirol und Kärnten. Vom Meeresboden hat er sich einst empor-geschoben, durchbrach die darüberliegenden Sedimentschichten und setzte sich dank seines harten Prasinits gegenüber den Schieferbergen seiner Umgebung durch.

Dem widerstandsfähigen Gestein konnte die Erosion wenig anhaben, der Glockner verlor über die Jahrmillionen kaum an Höhe und nichts von seiner markanten Form. Wie ein roher Diamant ragt der Berg in den Himmel und hat von seiner Anziehungskraft auf Alpinisten nichts verloren. Bevor wir aber den Gipfel besteigen, müssen noch andere wichtige Fragen rund um den Großglockner beantwortet werden.

1. Können Murmeltiere zuckerkrank werden?

Wahrscheinlich nicht: die „Big Five“ der Alpen an einem Vormittag. Früh aufzustehen lohnt sich, wenn man das Ködnitztal in Osttirol erkunden will. Während im nahen Kals der Tag erst langsam Einzug hält, ist die Tierwelt an der Südseite des Nationalparks Hohe Tauern längst erwacht. Die Sonne hat es noch nicht über den Horizont geschafft, aber Anna Brugger beobachtet mit ihrem Fernglas konzentriert die grüne Kante, die vom Figerhorn aus in Richtung des dreieckig aufragenden Großglockner-Gipfels führt.

Murmeltiere kann man gut auf der Franz-Josefs-Höhe beobachten.
Foto: Philipp Schönauer
Murmeltiere kann man gut auf der Franz-Josefs-Höhe beobachten.

Die Nationalpark-Rangerin hat sich die Latte hochgelegt und will ihren Gästen die „Big Five“ der Alpen, also Bartgeier, Murmeltier, Steinbock, Gämse und Steinadler an einem Vormittag zeigen. Umso mehr entspannen sich ihre Züge, als sie den schwarzen Strich am blauen Morgenhimmel einwandfrei als Bartgeier identifiziert: „Das war der schwierigste der fünf.“ 

Der Bartgeier, mit einer Spannweite von bis zu drei Metern der größte Vogel der Alpen, zieht hier seit einem Wiederansiedlungsprojekt in den 1990er-Jahren entspannt seine Runden. Zuvor wurde der Aasfresser als „Lämmergeier“ übel beleu mundet und erbarmungslos gejagt, stand er doch im Verdacht, junge Schafe und kleine Kinder zu rauben. Vier Paare sind heute die schmale Basis für seinen Fortbestand.

Große Bäume spenden Schatten bei der gemütlichen Wanderung im Dorfertal.
Foto: Philipp Schönauer
Große Bäume spenden Schatten bei der gemütlichen Wanderung im Dorfertal.

Was das Murmeltier betrifft, hat die Nationalpark-Verwaltung ganz andere Sorgen: Bei der Franz-Josefs-Höhe, oberhalb von Heiligenblut auf der Kärntner Seite des Glocknergebiets, kämpften die drolligen, an die Besucher gewöhnten Alpenbewohner vor allem mit der Linie. „Wir haben sie sogar auf Diabetes untersucht, weil sie von den Gästen so viel mit Schokolade gefüttert werden.“ Das Testergebnis war glücklicherweise negativ. „Wow, da ist ein Steinbock!“, ruft Thomas, einer von Annas Gästen, begeistert.

Auch der Steinbock war schon aus den Ostalpen verschwunden. Dem prächtigen Tier wurden damals mystische Qualitäten zugeschrieben: Der Verzehr seines Herzens sollte Unsterblichkeit bringen, das zermahlene Horn die Potenz stärken. Der 1.800 Quadratkilometer große Nationalpark erstreckt sich heute über die Bundesländer Tirol, Kärnten und Salzburg. Er sichert nicht nur den Bestand einer raren Tier- und Pflanzenwelt. Den Grundstein dafür legte der Kärntner Industrielle Albert Wirth: 1918 kaufte er den Glockner samt Pasterzengletscher und schenkte ihn dem Alpenverein in der Hoffnung auf ein Naturschutzgebiet nach amerikanischem Vorbild.

Projekte wie der Staudamm im Dorfertal oder die Seilbahn zur Adlersruhe konnten so verhindert werden. Der gemeinsame Naturschutz ist für Anna Brugger heute wichtiger denn je: „Der Gipfel trennt die Bundesländer nicht, er verbindet sie.“

Ein Traum von einem Berg: Von der Osttiroler Seite ist der Doppelgipfel des Großglockners gut zu erkennen, die lange Linie, die von links auf den Gipfel führt, ist der Stüdlgrat, weiter hinten zeigt sich die Glocknerwand. Ziemlich genau in der Bildmitte liegt die Lucknerhütte.
Foto: Philipp Schönauer
Ein Traum von einem Berg: Von der Osttiroler Seite ist der Doppelgipfel des Großglockners gut zu erkennen, die lange Linie, die von links auf den Gipfel führt, ist der Stüdlgrat, weiter hinten zeigt sich die Glocknerwand. Ziemlich genau in der Bildmitte liegt die Lucknerhütte.

2. Gibt es noch neue Wege auf den Glockner?

Doch, sofern man die Nordroute im Süden findet. Die Erstbesteigung des Großglockners gelang am 28. Juli 1800: Von Heiligenblut in Kärnten aus hatten sich am Tag zuvor 62 Menschen, darunter Botaniker, Geistliche und Zimmerleute, die als Bergführer fungierten, auf den Weg durch das Leitertal gemacht. Nur eine Handvoll Männer schaffte es letztlich auf den Hauptgipfel.

Die Erschließung des Glockners begann damit erst, und sie dauert bis heute an: Denn der Berg, der von jeder Seite anders wirkt, bietet eine ungewöhnlich hohe Vielfalt an Anstiegen. Versucht wurden über die Jahrzehnte wohl über hundert, rund fünfzig dieser Routen sind heute relevant, schätzt Martin Glantschnig, Bergführer aus der Kärntner Nationalpark-Gemeinde Großkirchheim.

Am gefragtesten unter Großglockner-Aspiranten ist der kurze und technisch eher einfache Anstieg vom Osttiroler Kals. Dieser hat sich als „Normalweg“ etabliert und den Bischof-Salm-Weg der Erstbesteiger zum reizvollen Exoten gemacht. Wer hingegen Kletterabenteuer sucht, wird mit dem Stüdlgrat, dem Nordwestgrat oder dem Meletzkigrat fündig.

Die Glorer Hütte liegt am Berger Törl und ist vom Ködnitztal in zwei Stunden erreichbar.
Foto: Philipp Schönauer
Die Glorer Hütte liegt am Berger Törl und ist vom Ködnitztal in zwei Stunden erreichbar.

Lohnende Touren in Eis und Fels wie die Mayerlrampe oder die Aschenbrenner-Route liegen vor allem an der Nordseite des Massivs. Aber nicht nur: Ausgerechnet auf der viel begangenen Südseite eröffneten die Kalser Bergführer Matthias Wurzer und Vittorio Messini im April 2016 einen alternativen Anstieg auf das Dach Österreichs: „Wir haben nicht krampfhaft nach Neuland gesucht. Wir hatten die Linie schon länger im Auge, und es hat uns interessiert, ob sie möglich ist“, so Matthias Wurzer, der schon an den Traumbergen Patagoniens und in den kanadischen Rocky Mountains unterwegs war.

„Die Route liegt im Süden, hat aber eindeutig Nordwand-Charakter“, sagt er mit einem Lächeln. Durch die steinschlaggefährdete Rinne steigt man lieber bei frostigen Bedingungen, wenn Fels und Eis eine kompakte Einheit bilden. 

Der „Südwandwächter“ wurde bereits an die vierzigmal wiederholt und zählt aktuell zu den anspruchsvollsten Anstiegen am Großglockner. Oder wie Matthias Wurzer dessen Schwierigkeit beschreibt: „Da musst schon klettern können.“

Die Stüdlhütte ist in zweieinhalb Stunden vom Parkplatz beim Lucknerhaus zu erreichen und lohnt sich auch für Wanderer. Bei einer Glockner-Besteigung ist sie meist die erste Etappe in Richtung Gipfel.
Foto: Philipp Schönauer
Die Stüdlhütte ist in zweieinhalb Stunden vom Parkplatz beim Lucknerhaus zu erreichen und lohnt sich auch für Wanderer. Bei einer Glockner-Besteigung ist sie meist die erste Etappe in Richtung Gipfel.

3. Wie klingt der Glockner?

Wenn man’s hört, nach heiligem Berg und D-Dur, aber jedenfalls nach Blech. Der Name des bekanntesten Berges der Ostalpen lässt sich vielleicht über dessen Form erklären: denn von Süden sieht er aus wie eine Kirchenglocke, von Norden wie ein Umhang. Oder war das „Klocken“, also das Donnern und Poltern der Steine, bei der Namensfindung im Spiel? Klären werden sich diese Fragen nicht lassen. „Jeder Berg hat einen ganz bestimmten Sound“, ist Martin Gratz überzeugt. Und der Klang des Großglockners ist etwas Besonderes.

Der Kalser Musiker sieht ihn in einer Liga mit heiligen Bergen wie dem in Tibet gelegenen Kailash oder dem Uhuru Peak in Australien. „Dem Glockner ordne ich den D-Dur-Akkord zu. Der steht für Wohlklang und den Aufbruch nach oben.“ Musik hat die Menschen in den Tauerntälern schon lange begleitet: Typisch für den alpinen Raum sind Blechblasinstrumente wie Trompete oder Flügelhorn.

„Vielleicht weil sie weit zu hören sind und der menschlichen Stimme nahekommen“, so der heute 51-Jährige. Nach dem Abschluss seines Studiums am Innsbrucker Konservatorium hat es ihn gereizt, neue Wege zu gehen und die alpine Landschaft mit der Tradition und den Geschichten des Berges zu verbinden.

Bergsteigen wie damals: Mit Packpferden geht es über die Glatzböden von der Glorer Hütte in Richtung Salmhütte.
Foto: Philipp Schönauer
Bergsteigen wie damals: Mit Packpferden geht es über die Glatzböden von der Glorer Hütte in Richtung Salmhütte.

4. Muss man einmal am Glockner gewesen sein?

Unbedingt, und im Idealfall mit Gerlinde Kaltenbrunner.

„Den Großglockner zu besteigen ist für viele ein Traum, genauso wie es für mich früher die Achttausender waren“, so Gerlinde Kaltenbrunner. Die 48-jährige Oberösterreicherin stand 2011 am Gipfel des K2 in Pakistan und hatte damit als erste Frau alle 14 höchsten Berge der Welt ohne Flaschensauerstoff geschafft.

Seitdem sind ihre Ziele niedriger und genussorientierter geworden. Auch deshalb ist sie mit 15 Bergwelten-Leserinnen und -Lesern gern auf Österreichs Höchsten gestiegen. Für den Berg – zumindest den Normalweg – muss man kein Extremalpinist sein: Nötig ist eine solide Kondition, gepaart mit Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Erfahrung im Gehen mit Steigeisen sollte man auch haben. An den Achttausendern liebte Gerlinde, abseits der Massen unterwegs zu sein.

Am Großglockner ist das ebenfalls möglich, wenn man nach dem Lucknerhaus in Kals gleich auf den „Glocknertreck“, also zu Glorer Hütte und Salmhütte, abzweigt. Dann wird es richtig einsam. „Voi schön da!“, meint die Oberösterreicherin.

Gerlinde Kaltenbrunner, Extrembergsteigerin aus Oberösterreich.
Foto: Philipp Schönauer
Gerlinde Kaltenbrunner, Extrembergsteigerin aus Oberösterreich.

Zum 200-Jahr-Jubiläum der Erstbesteigung führte er mit der Trachtenmusikkapelle Kals und dem Iseltaler Blechbläserensemble den „Mythos Großglockner“ auf. Mit dieser Würdigung des Berges tourten sie durch europäische Städte. „Uns ist es gelungen, die musikalische Qualität der Berge in die Städte zu bringen – gerade weil keine Profimusiker, sondern Menschen aus der Region spielten.“

Angetan haben es ihm Pioniere wie Markgraf Alfred von Pallavicini, der im Jahr 1876 mit der Erstbegehung der 55 Grad steilen, nach ihm benannten Rinne einen alpinistischen Meilenstein setzte; zehn Jahre später starb er an der 3.722 Meter hohen Glocknerwand. Diese Ereignisse packte Martin Gratz in einen Film, zu dem – genau wie in der Stummfilmära – live gespielt wurde.

Dass er als Musiker nicht in der Stadt, sondern in den Bergen lebt, ist für ihn selbstverständlich: „Der Großglockner ist in Wirklichkeit ein Magnet“, lacht er. „Zu ihm müssen alle immer wieder zurück.“

Drei Noriker, ausdauernde und kräftige Nutztiere, begleiten uns: Lexa, Medi und Lea, geführt vom Matreier Pferdeflüsterer Alois Steiner, transportieren das Gepäck im ersten Teil der Route. Schluss mit dem ungewohnten Komfort ist bei der Salmhütte. Das üppige Grün des Leitertals endet auch bald: Mit jedem Meter

Sonnenuntergang bei der Erzherzog-Johann- Hütte (3.454 m), dem höchsten Stützpunkt der Ostalpen. Das Panorama reicht bis in die Julischen Alpen.
Foto: Philipp Schönauer
Sonnenuntergang bei der Erzherzog-Johann- Hütte (3.454 m), dem höchsten Stützpunkt der Ostalpen. Das Panorama reicht bis in die Julischen Alpen.

Dünne Luft – Rundherum und ganz hinauf: zu Gast in der Glockner-Region

Ankommen

Zur Kärntner Glockner-Seite kommt man von Wien in 5 Stunden, von Salzburg in 3 Stunden. Der Weg führt über die A2 oder die A10 nach Spittal und über das Mölltal nach Heiligenblut. Für Osttirol zweigt man bei Spittal nach Lienz und bei Huben nach Kals ab. Von Innsbruck fährt man in 2,5 Stunden über Wörgl und den Felbertauern nach Kals und via Lienz und den Iselsberg ins Mölltal (3 Stunden). IC-/EC-Bahnhöfe gibt es in Mallnitz (Kärnten) oder Lienz (Osttirol). Von dort per Postbus zum Ausgangspunkt.

Großglockner-Hochalpenstraße

48 Kilometer, 27 Kehren – und der Alpenhauptkamm ist auf der Nord-Süd-Achse gequert. Die berühmte Passstraße (Bild) beginnt in Bruck im Salzburger Salzachtal und endet in Heiligenblut. Unterwegs zweigt eine neun Kilometer lange Stichstraße zur Franz-Josefs-Höhe (2.369 m) ab. Von dort aus sind Murmeltiere und die Pasterze zu bestaunen. Mautpflicht zwischen Ferleiten und Heiligenblut (Pkw-Tagesgebühr: € 36).


Essen und Schlafen

Alles für Wanderer

Das Vital- und Wanderhotel Taurerwirt hat sich auf Wanderer spezialisiert. Siegfried Rogl bekocht seine Gäste mit Osttiroler Spezialitäten wie Schlipfkrapfen.

Vital- und Wanderhotel Taurerwirt
Burg 12, 9981 Kals am Großglockner
Tel.: +43/4876/82 26
www.taurerwirt.at

Nationalpark Lodge

Die Nationalpark Lodge, vormals Hotel Glocknerhof, gefällt mit einem Mix aus Tradition und Moderne. Der Spa-Bereich des Viersternehauses mit Kräutersauna und Solebad macht müde Bergsteiger munter.

Nationalpark Lodge Großglockner
Hof 6, 9844 Heiligenblut am Großglockner
Tel.: +43/4824/22 44-0
www.nationalparklodge.at

Gegarter Lammbraten

Die Haltung von Bergschafen hat in der Glockner-Region eine lange Tradition. Spezialitäten wie Lammstelze oder Lammbraten mit Kräutern aus dem Mölltall (Bild) genießt man bei Jürgen Bockenfeld, Chef von Haus und Küche, im Berghotel Hois.

Berghotel Hois
Winkl 80, 9844 Heiligenblut
Tel.: +43/4824/20 15
www.berghotelhois.at


Wandern

Einmal rundum

In sieben Tagen lässt sich das Großglockner-Massiv umrunden und die alpine Vielfalt in drei Nationalpark-Bundesländern erleben. Wer weniger Zeit oder Kondition hat, kann nach jeder Etappe ins Tal zurückkehren. Besonders reizvoll ist der (anspruchsvolle) Abschnitt, der von der Rudolfshütte in Salzburg über den Silesia-Höhenweg bis nach Osttirol zur Sudetendeutschen Hütte führt.

Ausgangs- und Endpunkt: Stausee Mooserboden (2.040 m), Kaprun
Strecke: 100 km Dauer: 45 h
Höhendifferenz: 8.800 m

Der Großglockner
In 7 Tagen um den höchsten Berg Österreichs

Die Glocknerrunde

Der Großglockner, Österreichs höchster Berg, 3.798 m, bietet viele Superlative. Aber nicht immer muss man ihn besteigen, man kann ihn auch umrunden und von allen Seiten - von der Salzburger Seite, der Osttiroler und der Kärntner Seite bewundern. Und das Ganze in einer 7-tägigen Wanderung mitten durch das Herz des Nationalparks Hohe Tauern. 

Die Kraft des Wassers

Den mächtigsten Gletscher der Ostalpen, aber auch den Klimawandel hautnah erleben: Von der Staumauer des Margaritzenspeichers bei der Franz-Josefs-Höhe geht es am Gletscherweg und über eine Hängebrücke direkt zur Pasterze. Die Tour ist auch für gehfreudige Kinder geeignet.

Ausgangspunkt: Glocknerhaus (2.132 m) an der Großglockner-Hochalpenstraße 
Strecke: 9 km
Dauer: 4 h (Rundweg)
Höhendifferenz: 400 m


Bergsteigen

Normalweg Großglockner 

Der Name täuscht: Selbst der Normalweg auf den höchsten Berg Österreichs ist in Summe keine Wanderung. Die Route führt zuerst gemütlich vom Lucknerhaus bei Kals auf die Stüdlhütte. Wer von dort über die  Erzherzog-Johann-Hütte und weiter zum Gipfel möchte, braucht Trittsicherheit, eine solide Kondition und eine Gletscherausrüstung (Seil, Gurt, Steigeisen). Der Rückweg führt über dieselbe Strecke.

Ausgangspunkt: Lucknerhaus (Kals)
Dauer: 11,5 h
Höhendifferenz: 1.880 m

Stüdlgrat

Wer Gratanstiege liebt, findet im Südwesten des Großglockners einen Superlativ: Einst als versicherter Steig ab der Stüdlhütte gedacht, braucht es für die begehrte Route Kletterkönnen bis zum dritten Schwierigkeitsgrad, alpine Seiltechnik und versierten Umgang mit der saugenden Tiefe – dann ist allerdings unvergessliches Erlebnis garantiert.

Ausgangspunkt: Lucknerhaus (nach dem Gipfel über den Normalweg hinunter)
Dauer: 13 h
Höhendifferenz: 1.880 m

Biken

Zur Glocknerwand

E-Bikes machen die Tour von Kals zum Teischnitzkees zu einem Nachmittagsausflug: Kehre um Kehre radelt man bergwärts und hat oben einen herrlichen Blick auf die Glocknerwand (3.722 m), den Trabanten des Höchsten (Bild). Der mächtige Gletscherbruch hat sich merklich zurückgezogen.

Ausgangspunkt: E-Bike-Verleih bei Sport Gratz
Strecke: 14 km
Dauer: 2,5 h
Höhendifferenz: 850 m

Mountainbike • Tirol

Zur Glocknerwand

Dauer
2:30 h
Anspruch
S2 anspruchsvoll
Länge
14 km
Aufstieg
850 hm
Abstieg
– – – –

Planen & Vorbereiten

Buchtipp

Der Bildband fasst die vielseitige Geschichte der Besteigung zusammen und stellt die wichtigsten Routen vor. 
„Großglockner“ von Wolfgang Pusch u. Leo Baumgartner, Bergverlag Rother, € 29,90

Gut beraten

Urlaub planen mit allen Infos zu den Besonderheiten der Region:

Tourismusinformation Kals
Ködnitz 7, 9981 Kals am Großglockner
Tel.: +43/50212/540
www.kalstourismus.at

Tourismusverband Heiligenblut
Hof 4, 9844 Heiligenblut am Großglockner
Tel.: +43/4824/27 00-20
www.heiligenblut.at

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