Malerisch liegen die Häuser von Monthermé am Ufer der Maas.
Foto: Thomas Rettstatt
Zwischen Belgien, Lothringen, Burgund und Paris

5 Wanderungen in der Region Champagne-Ardennen

Touren-Tipps • 20. November 2019

Sanfte Hügel ohne große Höhen, Kalksteinplateaus, Wald und Wasser zeichnen die Landschaft in der Region Champagne-Ardennen aus. Wir stellen euch fünf abwechslungsreiche Wanderungen aus dem Rother Wanderführer „Champagne-Ardennen - zwischen Belgien, Lothringen, Burgund und Paris“ vor.

Die Champagne ist vor allem für ihren Champagner bekannt, das wohl berühmteste Produkt der Region. Aber nicht nur der prickelnde Wein ist eine Reise in diesen Teil Frankreichs wert. Viel Landschaft, durchbrochen von zum Teil tief eingeschnittenen Flüssen, Seen, Moore und Wälder bieten Abwechslung und immer wieder neue Eindrücke. Zudem weisen die Ardennen im Norden einen durchaus bergigen Charakter auf, obwohl ihre Höhen kaum über die 500-Meter-Marke klettern.

Viele der Wanderungen sind aufgrund ihrer niedrigen Seehöhe auch im Winter machbar und schneefrei. Generell sind die besten Wandermonate in dieser Region aber der April, Mai und Juni sowie der September und der Oktober, denn in diesen Zeiten sind nicht nur die Temperaturen sehr angenehm und die Vegetation besonders schön, sondern abseits der Ferienzeiten ist es auch sehr ruhig.

Im Folgenden findet ihr fünf Touren, die einen Einblick in die Schönheit der Region bieten und Lust auf einen abwechslungsreichen Wanderurlaub in der Region Champagne-Ardennen machen. 
 

Der natürliche Flusslauf der Saulx
Foto: Thomas Rettstatt
Der natürliche Flusslauf der Saulx

1. Die Felsen oberhalb von Monthermé

Wer sich auf ein kleines Felsenabenteuer mit durchaus alpinem Charakter einlassen möchte, der ist auf der Tour zu den Felsen von Monthermé genau richtig. Anfangs führen schattige Waldwege an den Hängen der Maas aufwärts. Oben am Kamm genießt man dann nicht nur fantastische Tiefblicke, sondern die Felsen fordern auch ein wenig Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. 

2. Die Seen bei Givry-en-Argonne

Wie wasserreich die Region ist, wird bei dieser Tour besonders augenscheinlich. Viele der Seen laden zum Baden und Fischen ein. Aber sie sind auch bei Vögeln sehr beliebt und wichtige Brut- und Rastplätze unzähliger Arten. Zu Zeiten des Vogelzugs im Frühling und Herbst sollte man unbedingt ein Fernglas mitnehmen, denn dann kann man hier durchaus auch exotische Gäste beobachten.

3. An den Ufern von Ornain und Chée

Gutes Schuhwerk, ein Fernglas und ein wenig Ausdauer sollte man für diese Tour mitbringen. Die Flüsse Ornain, Chée und Saulx stellen die Bühne für eine wasserreiche, zum Teil sumpfige Naturlandschaft dar. Ein Fernglas ist auch hier obligatorisch, bewegt man sich doch im Reich des wunderschönen, aber sehr seltenen Eisvogels. 

4. Das Schloss von Donjeux

Auf dieser Tour treffen Landschaft und Kultur aufeinander. Anfangs führt der Weg malerisch am Ufer der Marne entlang, leitet durch die schattigen Wälder von Donjeux und ins idyllische Tal des Rognon. Und plötzlich erbebt sich das eindrucksvolle Schloss von Donjeux aus der Landschaft. Es stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist in Privatbesitz. 

5. Le Réservoir de la Vingeanne

Eine wunderschöne Runde um den aufgestauten See der Vingeanne steht an. Harmonisch fügt sich der künstliche See in die Landschaft ein und die Wanderung bietet viel Ruhe und Erholung. Neben der freien Wasserfläche findet man hier selten gewordene Feuchtwiesen, die Insekten und einer Vielzahl an Vögeln als Nahrungsquelle dienen. An warmen Sommertagen kann man zudem an der Base nautique baden oder sich ein Boot ausleihen. 

Tipp

Diese 5 und weitere 42 Touren findet ihr inklusive ausführlicher Wegbeschreibungen und kulturellen Hinweisen im Wanderführer „Champagne-Ardennen - zwischen Belgien, Lothringen, Burgund und Paris“ von Thomas Rettstatt, erschienen im Bergverlag Rother. 
 

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