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Zweitausender

Bergportrait: Hoher Dachstein (2.995 m)

• 22. August 2022
1 Min. Lesezeit

Der Hohe Dachstein (2.995 m) ragt hoch zwischen Ramsau und Obertraun auf und bildet somit einen Teil der Grenze zwischen Oberösterreich und der Steiermark. Wir stellen den zweithöchsten Berg der Nordalpen im Detail vor.

Hoher Dachstein vom Gosausee
Foto: Karl Allen Lugmayer / Adobe Stock
Blick vom Gosausee in Oberösterreich auf den Dachstein
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Höhe und Lage

Der Dachstein ist Hauptgipfel und Namensgeber des Dachsteinmassivs und hat die Form eines Doppelgipfels. Der kleinere, der Niedere Dachstein, ist 2.934 m hoch und dem Hauptgipfel, dem Hohen Dachstein, nördlich in etwa 400 Meter Entfernung vorgelagert. Während der Niedere Dachstein zur Gänze in Oberösterreich liegt, verläuft die Grenze zwischen Oberösterreich und der Steiermark über den Hohen Dachstein. Umgeben wird das Massiv von Ramsau, Hallstatt und dem Lammertal – dementsprechend viele Touren führen auf den Gipfel.

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  • Auf dem höchsten Berg der Steiermark und Oberösterreichs befinden sich zahlreiche Gletscher und Eisfelder, die allerdings stark schwinden. Der Hallstätter Gletscher, der Schladminger Gletscher, Großer und Kleiner Gosaugletscher und der Schneelochgletscher sind noch erhalten. Der Torsteingletscher und der Edelgrießgletscher können allerdings kaum noch als solche bezeichnet werden, sind sie doch nur noch mit Schutt bedeckte Toteisreste.

    Geschichte

    Bereits im Jahre 1832 wurde der Dachstein von Peter Gappmayer aus Filzmoos erstbestiegen. Gemeinsam mit seinem Bruder führte er zwei Jahre später Peter Karl Thurwieser auf den Gipfel. Die touristische Erstbesteigung fällt somit auf den 18. Juli 1834. Auf Thurwiesers Konto gehen außerdem auch die Erstbesteigungen des Ankogel und der Watzmann-Südspitze. Er war ein wahrer Pionier des Alpinismus – zu einer Zeit, in der man noch daran glaubte, dass die Berge Sitz von Hexen und verwunschen Seelen wären.

    Peter Karl Thurwieser
    Foto: Wikipedia / Schlesinger / CC BY-SA 4.0
    Die erste touristische Besteigung wurde von Peter Karl Thurwieser durchgeführt

    Fast 13 Jahre nach der touristischen Erstbesteigung, am 14. Jänner 1847, gelang dem „Dachsteinprofessor“ Friedrich Simony die erste Winterbegehung des Dachstein. Simony war Geograph und Alpenforscher und beschäftigte sich schon seit 1840 besonders ausführlich mit dem höchsten Gipfel Oberösterreichs und der Steiermark. Die Simonyhütte und die Simony-Scharte verdanken ihm ihre Namen.

    Der Dachstein im Überblick

    • Höhe: 2.995 m

    • Lage: Dachsteingebirge in den Nordalpen

    • Erstbesteigung: 1832

    Tourentipps

    Viele Wege führen auf den Dachstein und so ist für jeden etwas dabei – sowohl im Sommer, als auch im Winter.

    Sommer

    In der warmen Jahreszeit kommen vor allem Klettersteig-Liebhaber voll auf ihre Kosten. Der Zweitausender bietet einen abwechslungsreichen, aber auch anspruchsvollen Spielplatz für Kraxler.

    Winter

    Auch per Tourenski stellt der Hohe Dachstein ein überaus attraktives Ziel dar.

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    Hütten am Dachstein

    Im Sommer wie Winter laden gemütliche Hütten am Dachstein zum Verweilen ein.

    Die Gjaid Alm (1.738 m) liegt auf der Hochfläche des Dachsteinplateaus im inneren Salzkammergut in Oberösterreich. Und mitten im UNESCO-Welterbegebiet Hallstatt-Dachstein. Historiker gehen davon aus, dass die Alm bereits in der Römerzeit zur Viehhaltung benutzt wurde. Dazu wurden seit 2001 regelmäßig Grabungen in der Umgebung der Hütte durchgeführt. Unter der Gjaid Alm liegen die Dachstein-Rieseneis- und Mammuthöhle.Die Alm wird im Sommer und Winter von bewegungshungrigen, naturverbundenen Menschen in Atem gehalten. Sie tritt als Freesports Arena auf. In der sich in der schneelosen Zeit Wanderer, Bergsteiger, Kletterer, Klettersteig-Geher, Paragleiter und Outdoor-Fans, auf Schnee Freerider, Skitouren- und Schneeschuh-Geher, Snowboarder, Eiskletterer, Ski- und Skivarianten-Fahrer ein Stelldichein geben. In dieser Umgebung ist die Hütte ein Ort der Behaglichkeit, der Beschaulichkeit, der Ruhe und zum Kraftsammeln. Ein Haus zwischen Extremsport und Extrem-Entspannung.Ruhesuchende, die das Alltagsadrenalin abbauen wollen, beschreiten auf der Privathütte in Yoga-Kursen, im Meditationsraum oder in der Sauna ihre inneren Wege. Und jene großen und kleinen Gäste, die eine Alm hauptsächlich als Platz von weidenden und grasenden Tieren verstehen, können seit dem Sommer 2016 mit Ziegen, Shetland-Ponies, Haflinger, Schafen, Schweinen, Kühen und Hühnern auf Tuchfühlung gehen.
    Geöffnet
    Jan - Dez
    Verpflegung
    Bewirtschaftet

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