Matrashaus

2.941 m • Bewirtschaftete Hütte
Öffnungszeiten

Mai bis September

Durchgehend von 15. Mai bis Ende September. Je nach Witterung auch länger. An schönen Wochenenden wird das Matrashaus auch im Winter bewirtschaftet, jedoch nur bei sicheren Verhältnissen.

Telefon

+43 6467 7566

Homepage

http://matras.schutz.haus

Betreiber/In

Roman Kurz

Räumlichkeiten

Zimmer Matratzenlager Winterraum
18 Zimmerbetten 77 Schlafplätze 10 Schlafplätze

Details

  • Schlüssel für Winterraum erforderlich
  • Winterraum
  • Handyempfang

Lage der Hütte

Das Matrashaus, eigentlich Franz-Eduard-Matras-Haus, ist eine der höchst gelegenen, bewirtschafteten Hütten und steht auf dem Gipfel des Hochkönigs (2.941 m) in Salzburg. Der Panoramablick vom Gipfel des sogenannten Weißen Riesen reicht an schönen Tagen vom Großglockner über die Zugspitze bis ins Tote Gebirge. Gipfelgäste können vom Haus über 200 Dreitausender der Ostalpen sehen. Der Hochkönig steht im österreichischen Teil der Berchtesgadener Alpen.

Hochkönig und Matrashaus sind Ziele von Wanderern und Bergsteigern, die lange, ausdauernde Bergtouren gehen. Sie sind Ziele von „Höhenmeterfressern, Nimmermüden und Bergsüchtigen“. Die Beine haben auf allen Anstiegen am Hochkönig was zu tun und anschließend was zu verdauen. Was heißt, dass die Touren für Kinderbeine nur bei entsprechender Vorerfahrung machbar sind. Roman und Jeni Kurz, das Hüttenwirt-Paar, freuen sich über jeden Gast der zu ihnen auf das Matrashaus aufsteigt.

Kürzester Weg zur Hütte

Der schnellste Weg beginnt am Arthurhaus in Mühlbach am Hochkönig. Er lässt sich mit 10 Kilometern Gehstrecke und 1.700 gemachten Höhenmetern am Gipfel im Körper verbuchen. Es geht über die Mitterfeldalm und den einstigen Plateau-Gletscher Übergossene Alm. Der Normalweg auf das Matrashaus ist ein alpiner Hochgebirgssteig, der bei schönem und stabilem Wetter kaum Schwierigkeiten bereitet. Es ist immer ratsam, frühzeitig am Arthurhaus Richtung Gipfel aufzubrechen. Ändern sich unterwegs die Wetterbedingungen schmelzen Zeitreserven und der Stress-Pegel steigt. Der Weg ist mit Stangen markiert.

Gehzeit: 5 - 6 h

Höhenmeter: 1.700 m

Alternative Routen
Von Werfen (548 m) und dem ehemaligen Gasthof Dielalm über Dielalm (1.040 m) Ostpreußenhütte, Floskogel und Übergossene Alm (2.393 m, 9 h); vom Dientener Sattel (1.370 m) über Erichhütte, Hohe Scharte, Birgkar (1.571 m, 14 km, 8 h; durchs Birgkar ist der gefährlichste Hochkönig-Anstieg).

Leben auf der Hütte

Die Hütte thront erhaben auf dem Gipfel des Hochkönigs. Bei Tag genießt man einen beeindruckenden Ausblick über die Ostalpen- und die Berchtesgadener Alpenwelt. In klaren Nächten ist man den Sternen sehr nah. Wenn Hüttenwirt Roman Kurz ein, zwei Blicke durch sein Teleskop in den Nachthimmel macht, dann teilt er diese Aussicht schon auch mal gerne mit seinen Gästen. 

Am Matrashaus muss man sich stärken. Lange Anstiege, lange Abstiege erfordern Stärkung. Es gibt keine Halbpension bei Roman und Jeni Kurz. Dafür ist das Frühstück im Preis der Übernachtung inkludiert. Tagsüber und abends gibt es A-la-Carte. Abends eingeschränkt. Die Kurz kredenzen einheimische Kost, wie Tiroler Gröstl, Gulasch, Kaiserschmarren. 

Mit Wasser muss auf der Schutzhütte sehr sparsam umgegangen werden. Aus der Wasserleitung kommt kein Trinkwasser. Trinkwasser muss man bei Roman und Jeni in Pet-Flaschen, die mit dem Hubschrauber eingeflogen werden, kaufen.

Aufgrund der exponierten Lage wird auf dem Matrashaus niemand ohne Reservierung nach Hause geschickt. Wenn alle Gäste zusammenrücken, bekommt jeder am Matrashaus einen Schlafplatz. Auch wenn es die Plätze im Notraum sein müssen. Die 105 Schlafplätze verteilen sich über zehn Räume. Die 18 Bettenlager sind auf vier Räume verteilt. 77 Matrazenlager-Plätze auf fünf Räume.

Gut zu wissen

Zwei Waschräume mit zwei Waschbecken und kaltem Wasser. Keine Duschen. Aufgrund von Wasserknappheit muss mit dem Wasser sparsam umgegangen werden, es kann bei zu hohem Wasserverbrauch zur Schließung der Waschräume kommen. Für das Matrashaus muss Gletscher- und Regenwasser gesammelt, mit einer Solarpumpe ca. 120 Hm zum Schutzhaus gepumpt, aufbereitet und gespeichert werden. Es gibt zwei Kompost-Toiletten.

Ein Schuhraum mit Schuhtrockner und Gäste-Pantoffel. Hüttenschlafsack-Pflicht! Hüttenruhe um 22 Uhr. Barzahlung. Handy-Empfang gut. Übernachtung mit Hund nicht möglich!

Das Matrashaus wird mit dem Hubschrauber versorgt. Vier- bis fünfmal pro Saison werden vom Parkplatz beim Arthurhaus Brennmaterial, Lebensmittel und Getränke auf die Hütte geflogen. Auf dem Rückflug werden Leergut, Müll und Fäkalien ins Tal zur fachgerechten Entsorgung gebracht.

Touren und Hütten in der Umgebung

Nachbarhütten: Ostpreußenhütte (1.630 m, 5 h); Riemannhaus (2.177 m, 11:30 h); Mitterfeldalm (1.690 m, 3 h); Erichhütte (1.540 m, 5 h)

Gipfelbesteigungen und Touren: Königsjodler Klettersteig von Parkplatz Erichhütte (1.540 m, 10 h); Schneekar, Teufelslöcher, Bergtenhütte von Hinterthal aus (1.020 m, 8 - 10 h). Eine besondere Herausforderung stellen die Übergänge ins Steinerne Meer dar: die Gehzeiten betragen bis zu 12 h. Auf den Wegen gibt es keine bewirtschafteten Hütten, sondern nur die Biwakschachtel unterm Wildalmkircherl.

Anfahrt

Bischofshofen und Saalfelden sind auch für die Auto-Anreise zwei zentrale Orientierungspunkte auf dem Weg in die Hochkönig-Region. Bischofshofen liegt auf der zentralen, österreichischen Nord-Süd-Verkehrsachse, der A10 Tauern-Autobahn.

Saalfelden ist ein Etappenziel wenn man aus dem Inntal anreist und sich die Fahrerei über das Große Deutsche Eck und über die Stadt Salzburg sparen will und die Diretissima wählt. Von Wörgl und Kufstein kommend, fährt man entweder über Kitzbühel oder, wie es richtige Bergler täten, am Wilden Kaiser vorbei nach St. Johann. Von dort zieht die Hochkönig Straße Richtung Osten, vorbei an Fieberbrunn, Hochfilzen, Leogang, erreicht Saalbach. Von hier ist es nach Maria Alm, Hinterthal, Dienten und Mühlbach ein Katzensprung. Und der Hochkönig ist auf diesem Streckenabschnitt schon ständiger Begleiter.

Deutsche Autofahrer, die sich die österreichische Autobahn-Maut sparen wollen, fahren von München auf der A8 bis zur Ausfahrt Siegsdorf, dann nach Inzell und über den Steinpass nach Lofer. Von dort nach Saalfelden und weiter in die Hochkönig-Region.

Das Arthurhaus kann, wenn man in Mühlbach angekommen ist, kaum verfehlt werden. In der Nähe des Ortskerns zweigt eine sehr gut beschilderte und ausgebaut Panorama-Straße zu diesem Ziel ab. 

Parkplatz

Arthurhaus oder in Werfen das ehemalige Gasthaus Dielalm. Weiters Erichhütte oder Hinterthal - vor der Kirche an der linken Straßenseite.

Öffentliche Verkehrsmittel

IC-, EC-, Railjet- und EuroNight-Züge die aus Deutschland über München und Salzburg nach Österreich kommen und Richtung Süden fahren, halten in Bischofshofen. Aus dem östlichen und südlichen Österreich ist ebenfalls Bischofshofen der ideale Zielbahnhof. 

Aus Bregenz und Innsbruck ist weiters die Anreise mit IC-Zügen nach Saalfelden oder über Saalfelden nach Bischofshofen möglich.

Zwischen Saalfelden und Bischofshofen verkehren in der Sommersaison Wanderbusse, die die sanfte Mobilität zwischen Maria Alm, Dienten und Mühlbach am Hochkönig fördern sollen. Diese Busse transportieren Wanderer auch zu Hochkönig-Zustiegen wie das Arthurhaus, den Parkplatz Erichhütte, die Übergossene Alm, Dientner Sattel Birgkarhaus, etc. Mit dem Gästeservice Hochkönig Card sind die Busse kostenlos zu nutzen.

Hütte • Kärnten

Oberwalderhütte (2.973 m)

Die Oberwalderhütte im Zentrum der Glocknergruppe auf 2.973 m ist die zweithöchst gelegene Hütte des Österreichischen Alpenvereins. Sie thront auf der Felskuppe des Großen Burgstalls, der aus dem Eis der Pasterze und des Wasserfallwinkels herausragt. Die Oberwalder ist Hochalpinzentrum. Zu ihr kommt man hochalpiner Erfahrung, um in der Glocknergruppe Fels- und Eistouren zu gehen. Oder man kommt zu ihr um Wissen und Erfahrungen zu erwerben, das später für eigenständige Touren in hochalpiner Umgebung notwendig ist. Die Oberwalderhütte ist Anlaufstelle von Bergsteigern, Kletterern und Skitourengehern. Bis zum Wasserfallwinkel können auch Wanderer und Bergfans, die keine hochalpine Erfahrung haben, gehen. Der Gamsgrubenweg, der Richtung Hütte führt, ist breit und touristisch angelegt. Der weitere Weg über den Wasserfallwinkel-Kees zur Hütte erfordert Gletscherkenntnisse.
Geöffnet
Mai - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Steiermark

Albert-Appel-Haus (1.663 m)

Das Albert-Appel-Haus liegt sehr zentral auf 1.663 Metern im Toten Gebirge in der Steiermark und nur unweit zur Grenze des Bundeslands Oberösterreich. Vor allem Bergsteiger und Wanderer fühlen sich aufgrund der zahlreichen Wanderwege in unmittelbarer Umgebung der Hütte wohl. Egal ob man Lust auf idyllische Bergseen, beispielsweise den Wildensee (1.535 m), oder auf Gipfelbesteigungen wie etwa auf den Woising (2.064 m) oder Rinnerkogel (2.012 m) hat, hier kommt man auf jedem Fall voll auf seine Kosten.  
Geöffnet
Mai - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Das Leopold-Happisch-Haus ist eine Selbstversorgerhütte in der man sich selbst bedienen kann – die erste in ganz Österreich. Die renovierte und modernisierte Hütte liegt im Herzen des Tennengebirges in einer exponierten Lage auf 1.925 m.  Seit Beginn der Wandersaison 2016 stehen BergsteigerInnen 40 Schlafplätze zur Verfügung. In der Saison ist die Hüttentür nie versperrt. Jeder kann sich mit Getränken und haltbaren Lebensmitteln wie Pasta, Dosengulasch usw. selbst bedienen. „In dieser Hütte ist jeder sein eigener Wirt“, sagt Helmut Schwarzenberger, Geschäftsführer der Naturfreunde Salzburg. „Das System funktioniert auf Vertrauensbasis. Meistens zahlen die Wanderer sogar mehr, als es kosten würde.“ Das Geld wird in einer Kassa in der Schutzhütte gesammelt, die von den Naturfreunden regelmäßig entleert wird.  Die Ausstattung des Leopold-Happisch-Hauses ist zukunftsorientiert: es gibt ein getrenntes System für Trink- und Nutzwasser. Das Wasser wird aus einer 2 km entfernter Quellen ins Haus geleitet und von einer Solaranlage erwärmt. Jedes Jahr wird die Hütte auch saniert und für die neue Wandersaison ausgestattet. Es besteht die Möglichkeit, Hüttendienst zu erledigen – als Entlohnung dafür darf man in der Hütte gratis übernachten. Die Aufgaben beschränken sich auf Informationstätigkeiten den Gästen gegenüber.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Selbstversorger

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