16.100 Touren,  1.700 Hütten  und täglich Neues aus den Bergen
Blick vom Lockstein auf Berchtesgaden mit dem Watzmann im Hintergrund.
Foto: Berchtesgadener Land Tourismus GmbH
Regionsportrait

Berchtesgaden – Im Reich des Königs Watzmann

Anzeige • 29. Oktober 2021

Im Landkreis Berchtesgaden, direkt an der Grenze zu Österreich, kommt einiges zusammen: malerische Seen, unberührte Natur, gelebte Tradition und ehrliche Gastfreundschaft. Während die sanfte Voralpen-Landschaft im Norden schon zahlreichen TV-Serien und Filmen als Kulisse diente, warten weiter südlich – im einzigen alpinen Nationalpark Deutschlands – 250 Kilometer Wanderwege, Kletter-Felsen und einige der urigsten Hütten der Alpen. Ein Streifzug durch das Reich von „König Watzmann“ (2.713 m).

Es ist gar nicht so einfach, die „Juwelen“ des Alpenreichs Berchtesgaden herauszupicken, denn deren gibt es viele: Da wären der einzigartig schöne Königssee, idyllische Almen, wichtige Alpenvereinshütten wie das Watzmannhaus und das erste Bergsteigerdorf Deutschlands, Ramsau bei Berchtesgaden. Dementsprechend groß ist die Bandbreite an möglichen Betätigungen für Aktiv-Urlauber: Sie reicht von gemütlichen Wanderungen und Radtouren bis hin zu echten alpinen Herausforderungen im Sommer wie im Winter. Gepaart mit dem authentischen Brauchtum, der interessanten, vom Salzabbau geprägten Geschichte und der so bodenständigen wie köstlichen Küche der Region, zeigt sich Bayern in Berchtesgaden von seiner reizvollsten Seite.

Impressionen aus Berchtesgaden

Watzmann, Königssee und Nationalpark Berchtesgaden

Der Sage nach herrschte einst ein grausamer König mit seiner Familie über das Land. Als er einen Bauer und dessen Pferd zertrampelte, soll ihn die Bäuerin verflucht haben und er wurde samt Frau und Kindern zu Stein. Tatsächlich gleicht der Anblick des über Berchtesgaden thronenden Watzmanns mit der 2.713 Meter hohen Mittelspitze, der 2.712 Meter hohen Südspitze und den „Watzmannkindern“ einer steinernen Familie. 
Heute ist der Watzmann ein Traumziel von Bergsteigern und Kletterern. Die Besteigung der Mittelspitze oder gar die Überschreitung sind alpinistisch herausfordernde Unternehmungen. Auch die Watzmann-Ostwand, die über 1.800 Meter senkrecht abbricht, flößt selbst erfahrenen Bergsteigern  nicht zuletzt aufgrund der unberechenbaren Wetterumschwünge  größten Respekt ein. 

Mit dem Boot nach St. Bartholomä, dem Wahrzeichen des Königssees.
Foto: Berchtesgadener Land Tourismus GmbH
Mit dem Boot nach St. Bartholomä, dem Wahrzeichen des Königssees.

Der zwischen bewaldeten Steilhängen eingebettete, acht Kilometer lange Königssee wirkt fast wie ein smaragdgrüner Fjord. Gemeinsam mit dem Watzmannmassiv ist er das Herzstück des Nationalparks Berchtesgaden, der sich bis an die Grenze zu Österreich erstreckt. In seiner Kernzone darf sich die Natur mit einer beeindruckenden Vielfalt an seltenen Pflanzen und Tieren ganz ohne menschliche Eingriffe entfalten. Der Nationalpark ist zudem Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Berchtesgaden und Deutschlands einziger Alpen-Nationalpark. Der Mensch hat aber selbstverständlich Zutritt in diese unberührte und wilde Naturlandschaft: 250 Kilometer Wanderwege führen durch das Gebiet und zahlreiche Hütten und Almen laden zur Einkehr ein. 

Winter in Berchtesgaden 

Im Winter wird es im Nationalpark Berchtesgaden still. Wo weder Seilbahnen noch Pisten die Ruhe stören, ist eine Pferdeschlittenfahrt oder Winterwanderung, beispielsweise ins unberührte Klausbachtal, sehr zu empfehlen. Mit etwas Glück kann man dort Wildtiere an der Fütterung beobachten. 

Auch die Soleleitungswege sind im Winter begehbar. Oder man genießt Traumaussichten auf den Königssee und den Watzmann vom Brandkopf oder vom Malerwinkel aus. 

Auch Langläufer kommen in Berchtesgaden nicht zu kurz: Über 100 Kilometer gespurte Loipen führen durch eine wahre Bilderbuchlandschaft. Besonders schneesicher sind dabei die Loipen auf dem Hochplateau Scharitzkehl am Obersalzberg in Berchtesgaden. Auch das Langlaufzentrum Aschauerweiher bietet Loipen für jeden Anspruch und sogar eine beleuchtete Stadionrunde, auf der man auch abends noch laufen kann.

In Berchtesgaden gibt es zudem einige tolle Skitouren-Klassiker: Dazu gehören die gemütliche Skitour auf das Rossfeld, die bei (fast) allen Wetter- und Schneebedingungen zu machen ist. Die Skitour zum Berggasthof Hochkaser am Hochschwarzeck ausgehend vom Bergsteigerdorf Raumsau, die Skitour Kleine Reibn, die von der Mittelstation der Jennerbahn über den Schneibstein, die Hohen Roßfelder und die Priesbergalm zum Königssee führt, oder die Skitour ins beeindruckende Watzmannkar

Winter in Berchtesgaden

Sommer: Moderate Wanderungen mit tollen Aussichten

Auf einer einfachen Wanderung am Ostufer des Königssees etwa erreicht man den Malerwinkel und genießt von dort den Blick auf das weltberühmte Wahrzeichen des Sees, die Wallfahrtskirche St. Bartholomä. Besonders beliebt und sehr zu empfehlen ist eine Bootsfahrt mit der Königssee-Schifffahrt. Während der Fahrt wird auf den Schiffen ein Flügelhorn gespielt, das inmitten der Stille von der Watzmann-Ostwand als Echo zurückgeworfen wird und eine fast andächtige Stimmung erzeugt.

Wunderschön sind aber auch die Wanderungen zur Fischunkel- oder Gotzenalm, deren Ausgangspunkte mit dem Schiff erreichbar sind – ebenso die Tour auf das Kärlingerhaus am Funtensee, die in St. Bartholomä beginnt. 

Die schroffen Gipfel von Watzmann, Hoher Göll, Hochkalter und dem Steinernen Meer sind am eindrucksvollsten, wenn man sie aus einer gewissen Distanz betrachtet. Wanderungen auf die Vorgipfel wie etwa den durch eine Seilbahn erschlossenen Jenner, das Hohe Brett, den Grünstein oder die Kneifelspitze bieten eindrucksvolle Aussichten über den Nationalpark.

Auf diesen aussichtsreichen Bergtouren laden zudem gleich mehrere Hütten zur gemütlichen Einkehr oder auch Übernachtung ein. Das Carl-von-Stahl Haus und das Schneibsteinhaus etwa liegen nahe beieinander und sind Ausgangspunkte für die Besteigung des Hohen Göll (2.522 m) oder des Schneibsteines (2.275 m). Zu den Top-Sehenswürdigkeiten zählt auch das Kehlsteinhaus auf 1.834 Metern Seehöhe, das nicht nur eine ausgezeichnete Küche, sondern auch einen famosen Blick auf die Berchtesgadener Alpen bietet. 

Aber auch das Purtschellerhaus im Osten oder das Stöhrhaus im Norden von Berchtesgaden, unmittelbar unter dem 1.972 Meter hohen Berchtesgadener Hochthron, sind wunderbare Ausflugsziele, die nicht nur den Blick gegen Süden auf den Watzmann und seine Trabanten bieten, sondern auch weit hinaus ins Alpenvorland. Interessant ist hier zudem die Schellenberger Eishöhle, die größte touristisch erschlossene Eishöhle Deutschlands, die von Marktschellenberg über die Toni-Lenz-Hütte erreichbar ist. 

Um den „Geist“ des Watzmann zu spüren, muss man nicht unbedingt auf dessen Gipfel klettern. Auf einer Wanderung zum Watzmannhaus, das in prächtiger Lage am Falzköpfl auf 1.930 Metern Seehöhe nördlich des Watzmannmassives liegt, kommt man dem mächtigen Berg ganz nahe und spürt seine besondere Anziehungskraft. 

Ramsau bei Berchtesgaden – Deutschlands erstes „Bergsteigerdorf“

Allein die Lage der Nationalparkgemeinde Ramsau bei Berchtesgaden am Fuße von Watzmann und Hochkaltermassiv ist einmalig und prädestiniert für das erste „Bergsteigerdorf“ Deutschlands. Seit 2015 erfüllt Ramsau die strengen Alpenvereins-Kriterien der Bergsteigerdörfer und setzt zielstrebig auf nachhaltigen Tourismus im Einklang mit den Vorgaben des Nationalparks Berchtesgaden.

Das Bergsteigerdorf Ramsau bei Berchtesgaden lädt zu allen Jahreszeiten zu Wander- und Bergtouren ein.

Ausgehend von Ramsau bieten sich zahlreiche wunderschöne Touren an. Besonders märchenhaft ist die Wanderung durch den Zauberwald zum idyllischen Hintersee, die sogar kinderwagentauglich ist.

Wer geotopische Naturwunder ganz hautnah erleben möchte, dem sei die Wanderung zur Wimbachgrieshütte durch die atemberaubende Wimbachklamm sehr empfohlen. 

Alpin wird es im Bereich der Blaueishütte, die unter anderem bei Kletterern sehr bekannt ist. Ein Felssturz am Hochkalter im Jahr 1908 hinterließ im Blaueiskar zahlreiche Kalkblöcke, die vor allem von Boulderern sehr geschätzt werden. Rund um die Hütte befinden sich aber auch viele Kletterrouten in allen Schwierigkeitsgraden. Vor allem die Mehrseillängentouren an der Schärtenspitze-Westwand sind einzigartig. 

Von der Blaueishütte kann man zudem den Hochkalter besteigen bzw. überschreiten, der mit 2.608 Metern der höchste Gipfel im Gebiet ist. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Klettererfahrung sind für diese schwierige Tour aber unbedingte Voraussetzungen. 

Rad- und Mountainbiketouren 

Auch auf zwei Rädern lässt sich Berchtesgaden gut erkunden. Eine der schönsten Touren, um die Vielfalt des gesamten Landkreises zu erfahren, ist die Etappe Teisendorf - Königssee des Bodensee-Königssee-Radweges. Auf den etwa 55 Kilometern radelt man durch den lieblichen Rupertiwinkel, durchquert Bad Reichenhall und erreicht nach rund fünf Stunden den Königssee inmitten der faszinierenden Bergnatur des Nationalparks. 
Daneben gibt es aber auch eine ganze Reihe von Halb- und Ganztagestouren, viele davon grenzüberschreitend, wie beispielsweise die Umrundung des Untersberg.

Mit dem Rad durch den lieblichen Rupertiwinkel
Foto: Berchtesgadener Land Tourismus GmbH
Mit dem Rad durch den lieblichen Rupertiwinkel

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, dem sei die Watzmann-Hochkönig-Runde ans Herz gelegt. Auf dieser abwechslungsreichen Mountainbiketour in zwei Schleifen zu jeweils fünf Etappen umrundet man die beiden höchsten Massive der Berchtesgadener Alpen. Die Südschleife mit fast 8.000 Höhenmetern ist dabei etwas für ausdauernde Sportler, während die Nordroute mit 3.800 Höhenmetern sanfter und – ausreichend Kondition vorausgesetzt – auch in drei Tagen zu schaffen ist. 

Das weiße Gold: Salz 

Die Geschichte und der Wohlstand von Berchtesgaden sind seit jeher eng mit Salz verbunden. Seit 1571 wird im Salzbergwerk Berchtesgaden Salz abgebaut und bis heute aus der dort gewonnenen Sole das Bad Reichenhaller Alpensalz hergestellt.
Nach der Einfahrt mit der Grubenbahn geht es auf bis zu 40 Meter langen Rutschen noch weit hinab in das Berginnere. Besonders beeindruckend ist eine Bootsfahrt auf dem 130 Meter unter Tag liegenden Spiegelsee, dem tiefsten Punkt des Bergwerks, der denselben Salzgehalt wie das Tote Meer aufweist. 

Aber auch an der Erdoberfläche ist das Salz allgegenwärtig. Vor allem die Spuren des damaligen Salztransportes können auf Wanderungen entlang der Salz- und Soleleitungswege erkundet werden. 

Das Salzbergwerk Berchtesgaden ist einen Besuch wert.
Foto: Berchtesgadener Land Tourismus GmbH
Das Salzbergwerk Berchtesgaden ist einen Besuch wert.

Gut zu wissen

Anreise und Mobilität vor Ort

Der Landkreis Berchtesgadener Land erstreckt sich von Laufen über Teisendorf und Freilassing nach Bad Reichenhall und gegen Süden bis nach Berchtesgaden mit Schönau am Königssee und Ramsau. Sowohl im Osten als auch im Süden grenzt Berchtesgaden an Salzburg. Anreise und Mobilität können dank der guten Lage öffentlich gestaltet werden: 

Bischofswiesen und Berchtesgaden sind umweltfreundlich und bequem mit der Bahn zu erreichen. Der IC 2083 Königssee verkehrt auf der Strecke von Hamburg nach Berchtesgaden – ganz ohne Umsteigen. Regional verbindet die Berchtesgadener Land Bahn Salzburg und das Bahnkreuz Freilassing mit Berchtesgaden.

Auch vor Ort ist man in Berchtesgaden ganz einfach mobil: Mit der Gästekarte kann man die meisten Busse kostenfrei nutzen und durch das gut ausgebaute Nahverkehrssystem kommt man zu fast allen Ausflugszielen. Als Ergänzung steht der RufBus Berchtesgaden zwischen Bischofswiesen, Schönau am Königssee, dem Bergsteigerdorf Ramsau und Berchtesgaden zur Verfügung, der dann fährt, wenn man ihn bestellt, womit unnötige Leerfahrten vermieden werden. Mit diesem System von Bahn, Bus, RufBus und Taxi kann man sein Auto getrost zu Hause oder zumindest an der Unterkunft stehen lassen. 

Berchtesgadener Bergführer

Wer sich an die schwierigen Touren wie etwa die Watzmann-Überschreitung wagen oder einfach im Rahmen einer geführten Tour mehr zum Gebiet erfahren möchte, dem seien die Berchtesgadener Bergführer sehr ans Herz gelegt. Sie kennen das Gebiet wie ihre Westentasche und gehen auf individuelle Wünsche und Bedürfnisse ein, damit die Tour zum unvergesslichen Erlebnis wird. 

Wellness und Gesundheit

Dem Alltag entfliehen oder nach einem langen Tag in der Natur richtig schön entspannen – das steht bei vielen ganz oben auf der Wunschliste. In der Watzmann Therme kann man die wohltuende Wirkung der „Original Berchtesgadener Sole" genießen und Kraft tanken. Oder man entspannt in der Wärme einer der sechs verschiedenen Saunen und gönnt sich zum Abschluss noch eine Salz-Massage.
Wer seiner Lunge und seinen Nebenhöhlen etwas ganz besonders Gutes tun möchte, der sollte sich einen Besuch im einzigen Salzheilstollen Westeuropas im Salzbergwerk Berchtesgaden nicht entgehen lassen. Weit weg von allen Umwelteinflüssen, bei einer Luftfeuchtigkeit von 85 % und umgeben von vielen, vielen Tonnen 260 Millionen altem Salz verliert man schnell jegliches Gefühl für Zeit und Raum und taucht in einen tiefen Entspannungszustand ein. Das „Salz-Klima“ wirkt sich zudem heilsam auf Krankheiten wie Asthma, Bronchitis, Allergien, Heuschnupfen, Nebenhöhlenentzüngen und sogar Tinnitus aus. 

Covid-19-Schutzmaßnahmen

In allen Einrichtungen in der Region Berchtesgaden, von den Bergbahnen über die Restaurants bis zu den Gastgebern, wird in Sachen Covid-19 zu jeder Zeit auf höchste Sicherheitsmaßnahmen gesetzt, damit man seinen Urlaub entspannt und sicher genießen kann.

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