Karnischer Höhenweg

Der Karnische Höhenweg: Alle Etappen und Hütten

Tourentipps
3 Min.
27.03.2026

Foto: Daniel Gollner

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Am Karnischen Höhenweg wanderst du tagelang entlang der Grenze von Österreich und Italien. Aussichtsreiche Grate, urige Hütten und das herrliche Dolomitenpanorama machen ihn zu einem der schönsten Weitwanderwege Europas. Wir stellen dir die acht Etappen und Hütten im Detail vor.


Was macht den Karnischen Höhenweg besonders?

Auf dieser Route wanderst du mit einem Fuß stets in Italien.
Der Karnische Höhenweg war eigentlich ein Versorgungsweg für Soldaten des Ersten Weltkriegs, heute ist er wohl einer der schönsten Weitwanderwege Europas. Du wanderst über 150 Kilometer entlang des Karnischen Kamms und somit entlang der Grenze von Italien und Österreich – oft über Grate und auf einer Seite die grandiosen Dolomiten stets im Blick. Auf der anderen Seite siehst du weit nach Kärnten hinein. Los geht’s in Silian in Osttirol, Nach 8 bis 11 Tagen ist das Ziel in Thörl-Maglern in Kärnten erreicht.


Für wen ist der Karnische Höhenweg geeignet?

Für einige Etappen brauchst du bis zu 10 Stunden und du musst bis zu 1.500 Höhenmeter bewältigen – die Kondition sollte also passen, wenn du den Weg zur Gänze gehen willst. Viele gehen auch nur den Teilabschnitt östlich vom Plöckenpass, der nicht mehr hochalpin ist.
Besonders freuen wird dich der Karnische Höhenweg, wenn du urige Berghütten magst – in solchen wirst du nämlich größtenteils übernachten. Doch Vorsicht: Schlafplätze müssen rechtzeitig gebucht werden. Auf den Speisekarten stehen sowohl Kärntner, als auch italienische Schmankerln.


Habt ihr einen besonderen Tipp parat?

Unser Tipp ist die wunderschön gelegene Wolayerseehütte – wenn du im Hochsommer unterwegs und sehr Kälte-resistent bist, kannst du im gleichnamigen See vor der Hütte eine Runde schwimmen.


Etappe 1: Leckfeldalm – Obstansersee Hütte

Die erste Etappe startet mit einer mäßig schweren Wanderung von der Leckfeldalm zur Obstansersee-Hütte (2.304 m). Der Weg führt zunächst durch wunderschöne Almlandschaften, dann über Kämme und vorbei an Gipfeln und beeindruckenden Bergseen. Bei Schönwetter kann man von der Sillianer Hütte sogar die Drei Zinnen erkennen.

Die Etappe im Detail

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Etappe 2: Obstansersee-Hütte – Porzehütte

Auch die zweite Etappe bietet viele Möglichkeiten für Gipfelerlebnisse: Gleich zu Beginn erreicht der Karnische Höhenweg auf der Pfannspitze (2.678 m) seinen höchsten Punkt, bevor man anschließend an der wilden Felsszenerie der Kinigat vorbei wandert. Mit Erreichen der Filmoor-Standschützenhütte betritt man die weite grüne Almlandschaft des Filmoores und erblickt nach dem Aufstieg zum Heretriegel die eindrucksvollen Nordwände der Porze (2.599 m).

Danach folgt der Abstieg zur darunterliegenden Porzehütte.

Die Etappe im Detail


Etappe 3: Porzehütte – Hochweißsteinhaus

Die längste Etappe des Karnischen Höhenwegs: Hier ist eure Kondition gefragt. Begleitet von einem vielfältigen Bergpanorama führt diese schöne Höhenwanderung entlang des Grenzkammes oft nur wenige Meter unter den Gipfelkreuzen vorbei, bis man schließlich beim Hochweißsteinhaus einkehrt.

Die Etappe im Detail


Etappe 4: Hochweißsteinhaus – Wolayersee Hütte

Vom Hochweißsteinhaus führt der Weg über das Öfnerjoch ins Fleonstal, ein verschlafenes italienisches Almhochtal mit Bergwiesen und lichten Wäldern. Im Süden wird das Tal von wuchtigen Felswänden begrenzt.

Eine landschaftlich sehr schöne Etappe durch die Karnischen Alpen in Osttirol, die am tiefblauen Wolayersee, umrahmt von einer grandiosen Bergkulisse, endet.

Die Etappe im Detail


Etappe 5: Wolayersee Hütte – Zollnersee Hütte

Von der Wolayersee Hütte (1.967m) zur Zollnersee Hütte (1.738 m). Unter den hoch aufragenden Nordwänden von Seewarte und Hoher Warte geht es vom Wolayer See hinauf zum Valentintörl und weiter zur unteren Valentinalm am Plöckenhaus. Nun folgt ein langer Anstieg zu den Köderköpfen und Abstieg durch den Talschluss des Kronhofgrabens bis zur Zollnersee Hütte.

Die Etappe im Detail


Etappe 6: Zollnersee Hütte – Nassfeld

Auf zum Nassfeldpass (1.530 m) und Alpenhotel Plattner (1.609 m). Auf dieser Etappe erwarten euch keine besonders großen Höhenunterschiede und auch keine nennenswerten alpinistischen Schwierigkeiten, dennoch ist sie aufgrund der zurückzulegenden Distanz nicht zu unterschätzen.

Die Etappe im Detail


Etappe 7: Nassfeld – Dolinzaalm

Ziel der vorletzten Etappe ist die Dolinzaalm in Nassfeld (1.459 m). Im Anstieg zum Garnitzentörl und auf dem folgenden Abstieg zur Garnitzenalm durchwandert man wieder weitläufige Almlandschaften im Randbereich des Skigebietes Nassfeld. Danach geht es mit nur geringen Ab- und Anstiegen ohne große Höhenunterschiede großteils durch Nadelwälder zur Egger Alm.

Auf einer Asphaltstraße wandert man nun zur Dellacher Alm und nach der Querung des Kesselwaldgrabens folgt ein letzter Aufstieg zum Starhandsattel, bevor es durch Wald- und Wiesenabschnitten schließlich hinab zur Dolinza Alm (1.459 m) am Karnischen Hauptkamm in Kärnten geht.

Die Etappe im Detail


Etappe 8: Dolinzaalm – Thörl-Maglern

Auch auf der letzten Etappe des Karnischen Höhenweges wandert man wieder von Alm zu Alm. Auf diese Weise kann man sich von den verschiedenen Ausblicken ins Untere Gailtal und Kanaltal überraschen lassen. Unterschätzen sollte man diese Etappe jedoch trotzdem nicht, denn vom Bartolosattel auf den Kapinberg steht noch ein längerer Anstieg bevor und von der Göriacher Alm der letzte lange und teils steile Abstieg nach Thörl-Maglern.

Die Etappe im Detail