
Der Seeleinsee in den Berchtesgadener Alpen – Wanderungen, Infos & Tipps
Foto: mauritius images / Christian Bäck
Mit einer Länge von 110 Metern und einer Breite von gerade einmal 53 Meter zählt der Seeleinsee zu den kleinsten Bergseen in den Berchtesgadener Alpen – und zu den schönsten! Hier findest du Wanderungen zum und um den See, Einkehrmöglichkeiten in der Nähe und weitere hilfreiche Tipps und Infos.
Alle infos auf einen Blick
Der Seeleinsee liegt auf 1.809 m im bayerischen Hagengebirge, einem Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen. Er befindet sich in einem Kessel unterhalb des Hochseeleinkopfs (2.022 m) und des Kahlersbergs (2.350 m) östlich des berühmten Königssees. Die beliebten Ski- und Wandertouren „Kleine Reibn“ und „Große Reibn“ führen – sofern man dem Weg 416 folgt und keine Abkürzung nimmt – direkt am See vorbei. Wanderer passieren den Seeleinsee außerdem auf dem Weg vom Schneibstein (2.276 m) zum Almgebiet Röth. Die nächstgelegene bewirtschaftete Almhütte ist die Gotzenalm.
Daten & Fakten
Höhenlage: 1.809 m
Gebirgsgruppe: Hagengebirge, Bayern
Größe in Quadratmeter: 4.150 m2
Max. Tiefe: 3 - 4 m
Kürzester Zustieg: Von der Mittelstation der Jennerbahn über die Priesbergalm zum Seeleinsee - 3 h
Einkehrmöglichkeit am See: keine

Wanderung zum Seeleinsee
Am schnellsten erreicht man den Seeleinsee von der Mittelstation der Jennerbahn über die Priesbergalm. Die Gehzeit beträgt fast 3 Stunden und es sind 680 Höhenmeter zu überwinden.


Wandern · Bayern
Wanderung zum Seeleinsee von der Mittelstation der Jennerbahn


Wandern · Bayern
Wanderung zum Seeleinsee von der Mittelstation der Jennerbahn
Touren rund um den Seeleinsee
Kleine Reibn
Dieser Wanderklassiker in den Berchtesgadener Alpen ist mit 8 Stunden richtig lang, landschaftlich aber unübertroffen - und man kommt auch am kleinen Seeleinsee vorbei. Höchster Punkt der Tour ist der Schneibstein Gipfel mit 2.274 Metern.


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Schneibstein-Überschreitung
Noch mehr von den Berchtesgadener Alpen bekommt man bei der Schneibstein-Überschreitung zu sehen. Die dreitägige Tour beginnt am Königssee und führt erst zu Fuß hinauf zum Carl-von-Stahl-Haus. Auf der zweiten Etappe überschreitet man den Schneibstein, kommt am Seeleinseee vorbei und gelangt zur wunderschön gelegenen Gotzenalm, bevor man am dritten Tag wieder zum Königsee absteigt.

Berg & Freizeit
Schneibstein-Überschreitung über den Jenner
Auf dieser dreitägigen Tour, die hoch über der Ostseite des Königssees verläuft, bieten sich immer wieder herrliche Ausblicke auf Watzmann und Königssee, den Hochkönig mit der Übergossenen Alm und das Steinerne Meer.

Berg & Freizeit
Mountainbiken & Skitouren
Mountainbiken erlaubt: Nein, es gibt keine ausgeschilderte Mountainbike-Strecke zum See und im Nationalpark Berchtesgaden ist das Radfahren nur auf den dafür freigegebenen Wegen erlaubt.
Erreichbarkeit im Winter: Ja, die „Kleine und Große Reiben“ verlaufen in direkter Nähe zum See.


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Einkehrmöglichkeiten
In direkter Nähe zum See gibt es keine Einkehrmöglichkeit. Je nachdem von welcher Seite man sich annähert, kann man die Wanderung aber mit einer der folgenden Hütten kombinieren.
Startet man bei der Mittelstation der Jennerbahn bietet sich gleich zu Beginn bzw. am Ende eine Einkehr in das Dr.-Hugo-Beck-Haus an. Außerdem kommt man bei der Priesbergalm vorbei, wo eine Brotzeit mit Käse aus eigener Milch auf hungrige Wanderer wartet.
Möchte man von der Bergstation der Jennerbahn den Seeleinsee mit einer Überschreitung des Schneibsteins erwandern, kann man auch in das Schneibsteinhaus einkehren.
Kommt man vom Königssee, lässt sich eine Wanderung über die Gotzenalm verlängern.

Deutschland, Schönau am Königssee

Deutschland, Schönau am Königssee
Deutschland, Schönau am Königssee
Deutschland, Schönau am Königssee
Anreise und Parkplatz
Öffentliche Verkehrsmittel: Mit der Bahn nach Berchtesgaden und mit dem Bus bis zur Jennerbahn.
Pkw: Die Tauernautobahn A10 bei der Abfahrt Hallein verlassen und der B305 bis nach Berchtesgaden folgen. Dort im Kreisverkehr auf die B20 Richtung Königssee abfahren und dieser bis zum Parkplatz der Jennerbahn folgen.
Naturraum Seeleinsee
Klein, aber oho trifft es beim Seeleinsee am besten. Denn mit einer Länge von 110 Metern und einer Breite von rund 50 Metern erstreckt sich der See gerade einmal über eine Fläche von 0,4 Hektar. Dabei wird er nur von Regen- und Schmelzwasser gespeist und besitzt keinen natürlichen Zu- oder Abfluss. Der Seeleinsee ist bis in den späten Frühling mit Eis bedeckt und selbst im Sommer eine gute Erfrischung für Wanderer.
Geologie
Das Hagengebirge besteht – wie alle Kalkberge – aus abgelagerten Sedimentschichten, abgestorbenen Muschelkalken und Korallenriffen, die ursprünglich im Meer entstanden sind. Es setzt sich hauptsächlich aus Dolomitgesteinen (Ramsaudolomit) zusammen und wird von Dachsteinkalken überlagert, was der umliegenden Berglandschaft das charakteristische Bild verleiht.Fauna und Flora
Die Berchtesgadener Alpen – insbesondere der Nationalpark Berchtesgaden – sind Heimat vieler seltener Pflanzen- und Tierarten. Steinadler, Bartgeier, Murmeltiere, Gämsen oder Steinböcke sind nur ein paar der Lebewesen, die man hier entdecken kann. Aber auch Pflanzenliebhaber finden mit Almrausch, Enzian, Edelweiß und Co. viele alpine Klassiker.
Gut zu wissen
Da der Seeleinsee über keinen Zufluss verfügt, kann es passieren (wie z. B. 2015), dass er in langen Trockenperioden austrocknet. Wenn man den See also für eine Schwimmrunde besuchen möchte, sollte man sich am besten vorab erkundigen, ob er genug Wasser hat.
Häufig gestellte Fragen zum Seeleinsee
Ist der Seeleinsee schwierig zu erreichen?
Um zum Seeleinsee zu gelangen, muss man jedenfalls eine gute Kondition mitbringen. Der kürzeste Zustieg erfolgt über die Priesbergalm und dauert rund 3 h – in eine Richtung wohlgemerkt. Die Schwierigkeit der Wege entspricht einem roten, mittelschweren Bergweg (T2).
Darf man im Seeleinsee schwimmen?
Der Seeleinsee liegt im Nationalpark Berchtesgaden. Lärmen, Müll liegen lassen oder jegliche anderen Verunreinigungen sind tunlichst zu vermeiden. Wer voll mit Sonnencreme in den Seeleinsee steigt – der ohnehin sehr kalt ist – verunreinigt das Gewässer. Aus diesem Grund sollte man den See lieber in aller Ruhe genießen und maximal die Beine ins kalte Wasser strecken.
Gibt es am Seeleinsee eine Einkehrmöglichkeit?
Nein, der See liegt völlig einsam inmitten der Bergwelten des Nationalparks und ist in keinster Weise verbaut. Am besten, man nimmt sich selbst eine Jause mit, die man am See gemütlich verspeisen kann. Dabei ist darauf zu achten, dass man jeglichen Müll – auch Biomüll – wieder mit ins Tal nimmt (Bio-Müll auch deswegen nicht, weil er im Hochgebirge aufgrund der kalten Temperaturen ewig nicht verrottet). Die nächstgelegene Einkehrmögichkeit ist die Priesbergalm.

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