Hoher Ifen – ein Gipfel mit Charakter.
Foto: Pixabay – Michof
Hoch hinaus

10 unvergessliche Traumgipfel für deinen Bergsommer

Anzeige • 10. Juli 2020

Gratwanderungen, Felspyramiden und Gletscherblick – es gibt Berggipfel, die sind und bleiben einfach unvergesslich. Gemeinsam mit dem Rother Bergverlag präsentieren wir euch 10 alpine Bergabenteuer in Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz, die für ganz besondere Gipfelmomente sorgen.

1. Kampenwand (1.664 m)

Deutschland / Bayern / Chiemgauer Alpen

Die Kampenwand gehört zu den absoluten Wanderklassikern im Chiemgau. Grund dafür ist nicht zuletzt die gute Erreichbarkeit: Dank der Kampenwandbahn spart man sich einen Großteil der Höhenmeter. Eine schöne und lohnende Wanderung führt von Norden nach Süden einmal rund um den Gebirgsstock.

Die Wanderung beginnt mit einer gemütlichen Gondelfahrt zur Bergstation der Kampenwandbahn. Vorbei an der Sonnenalm geht es auf dem Europäischen Fernwanderweg E4 zur Steinlingalm. Nach einer kurzen Einkehr ist kraxeln angesagt: Über ein paar Felsstufen gelangt man innerhalb kurzer Zeit zum Kampenwand Ostgipfel. Der Abstieg Richtung Norden erfolgt über ein Stahlseil und eine kurze, leicht zu überwindende Felsstufe. Entlang der einsamen Südwände der Kampenwand geht es zurück zum Ausgangspunkt.

Bergfexe werden diese Wanderung lieben, weil ...

  • das Kampenwandmassiv eine prägnante Form hat, die schon aus der Ferne zu erkennen ist. 
  • der Zustieg durch die Bahn verkürzt werden kann.
  • die Tour zur einsamen Südseite der Kampenwand führt.
  • der rassige, klettersteigähnlich ausgebaute Abstieg durch die Südostflanke das Bergsteigerherz höher schlagen lässt.
  • die Tour einen einzigartigen Blick auf´s „Bayerische Meer", den Chiemsee, verspricht.

Buchtipp für Wanderungen in der Region:
Chiemsee: Berge und Seen zwischen Rosenheim und Salzburg“ von Gerhard Hirtlreiter, erschienen im Rother Bergverlag.

Wandern • Bayern

Kampenwand Rundtour

Dauer
2:00 h
Anspruch
T3 anspruchsvoll
Länge
3,9 km
Aufstieg
379 hm
Abstieg
379 hm

2. Jenner mit Schneibstein (2.276 m)

Deutschland / Bayern / Berchtesgadener Alpen

Eine Bergwanderung wie aus dem Bilderbuch: Auf dieser langen und konditionell fordernden Tour, die hoch über dem Königssee verläuft, bietet sich ein herrliches Panorama auf Watzmann, Hochkönig und das Steinerne Meer. Wer ausreichend Kondition mitbringt, geht die Tour in zwei Tagen. Genießer nehmen sich besser drei Tage Zeit.

Vom Königssee führt die Wanderung über die Königsbachalm auf den Jenner und weiter zum Carl-von-Stahl-Haus. Der nächste Tag beginnt mit einer Überschreitung des Schneibsteins. Danach geht es über welliges Karstgelände vorbei am Seeleinsee zur Gotzenalm, die auf einem weitläufigen Hochplateau oberhalb des Königssees ruht. Der dritte und letzte Tag verläuft beschaulich: Über die Regenalm wandert man entlang der Kaunerwand hinab ins Tal und fährt mit dem Schiff zurück zum Ausgangspunkt.

Bergfexe werden diese Wanderung lieben, weil ...

  • sie tiefe Einblicke in den Nationalpark Berchtesgaden vermittelt.
  • man abends die Einsamkeit auf der Gotzenalm besonders gut genießen kann.
  • die Tour mit einer gemütlichen Schifffahrt endet und insgesamt viel Abwechslung bietet.

Buchtipp für Wanderungen in der Region:
Wochenendtouren Bayerische Alpen mit angrenzendem Tirol: 29 Touren zwischen Oberstdorf und Berchtesgaden“ von Franziska Baumann und Antje Sommer, erschienen im Rother Bergverlag.

3. Hoher Ifen (2.230 m)

Österreich / Vorarlberg / Allgäuer Alpen

Kaum ein Gipfel der Allgäuer Alpen ist so unverkennbar wie der Hohe Ifen: Mächtig ragt die wuchtige Kalkplatte in den Himmel und erinnert dabei an einen Schiffsbug. Während der Koloss aus Stein von der Ferne unbezwingbar wirkt, präsentiert sich das Wahrzeichen des Kleinwalsertals im Aufstieg vergleichsweise gutmütig. 

In zahlreichen Serpentinen zieht sich der Wanderweg gleich oberhalb der Bergstation durch den steilen Wiesenhang. Über ein Geröllfeld gelangt man zum Wandfuß, bevor es in leichter Kletterei durch die scheinbar senkrechte Felswand geht. Oben angekommen öffnet sich eine sonnendurchflutete Hochfläche, an deren Abbruchkante entlang man zum Gipfel wandert. Ein grandioses Panorama sowie ein erlebnisreicher Abstieg durch das Schwarzwassertal runden die abwechslungsreiche Tour ab.

Bergfexe werden diese Wanderung lieben, weil ...

  • der legendäre Gipfel eine einzigartige Form hat.
  • das überraschend grüne Gipfelplateau phantastische Tiefblicke eröffnet.
  • der Abstieg durch das idyllische Schwarzwassertal für Abwechslung sorgt.

Buchtipp für Wanderungen in der Region:
Panoramawege und Aussichtsberge Allgäu mit Kleinwalsertal und Tannheimer Tal“ von Gerald Schwabe, erschienen im Rother Bergverlag.

4. Seehorn (2.155 m)

Österreich / Tirol / Leoganger Steinberge

Wandergenuss mit Seeblick: Ulrichshorn und Seehorn bilden die westlichen Eckpunkte des Nurracher Höhenwegs, der üblicherweise vom Loferer Hochtal über die Schmidt-Zabierow-Hütte nach St. Ulrich am Pillersee begangen wird. Als Ziele einer Tageswanderung vom Pillersee herauf begeistern die beiden Gipfel trittsichere Bergwanderer mit spannenden Wegpassagen und spektakulären Tiefblicken.

Von St. Ulrich führt die Tour über die Bräualm und von dort durch felsdurchsetzte Latschenhänge über einen gewundenen Steig zum Heimkehrerkreuz am Ulrichshorn. Ein seilgesichertes Band, eine kurze Rampe und eine senkrechte Felsstufe (Seil) bereiten schließlich den Weg zum Seehorn. Von hier oben genießt man eine fantastische Aussicht auf den Pillersee und die Loferer Steinberge.

Bergfexe werden diese Wanderung lieben, weil ...

  • der alpine Steig mit Sicherheit keine Langeweile aufkommen lässt.
  • die Kombination aus Berg und See für ein besonderes Landschaftserlebnis sorgt.
  • man sich nach der Tour bei einem erfrischenden Bad im Pillersee abkühlen kann.

Buchtipp für Wanderungen in der Region:
Kitzbüheler Alpen: Alpbach – Wildschönau – Brixental – St. Johann – Pillerseetal“ von Marc und Sepp Brandl, erschienen im Rother Bergverlag.

Wandern • Tirol

Ulrichshorn und Seehorn

Dauer
6:15 h
Anspruch
T3 anspruchsvoll
Länge
8,9 km
Aufstieg
1.314 hm
Abstieg
1.314 hm

5. Hochkönig (2.941 m)

Österreich / Salzburg / Berchtesgadener Alpen

Mit knapp 3.000  Metern überragt der höchste Gipfel der Berchtesgadener Alpen seine Umgebung. Besonders von Süden her ist das gezackte Gebirgsmassiv eine imposante Erscheinung. Am häufigsten wird der Gipfel vom Arthurhaus aus erobert. Der Anstieg ist konditionell anspruchsvoll und verlangt aufgrund der großen Höhendifferenz und der langen Wegstrecke neben einer stabilen Wetterlage gute Ausdauer und Trittsicherheit. Wer im Franz­-Eduard-Matras-Hauses am Gipfel übernachtet, kann die Tour auf zwei Tage verteilen.

Bis zur Mitterfeldalm am Fuß der Mandlwände ist die Tour als leichter Hüttenzustieg einzuordnen und auch für Familien mit Kindern machbar. Doch dann senkt sich der Steig nach einer kurzen Flachpassage zur seilgesicherten Kleinen Gaißnase hinab und zieht über ein steiles Geröllfeld zum Ausgang des Ochsenkares hinauf. An der Torsäule hat man die Hälfte des Anstiegs geschafft. Durch ein Wirrwarr an Scharten, Mulden und Buckeln erreicht man schließlich das Firnfeld der Übergossenen Alm und nähert sich stufenweise dem von Felskuppen und -rippen umgebenen Gipfel.

Bergfexe werden diese Wanderung lieben, weil ...

  • das gezackte Bergmassiv zu den formschönsten Gipfeln im Salzburger Land zählt.
  • man vom Gipfel bzw. vom Matrashaus aus weit und breit die schönsten Sonnenauf- und untergänge erlebt.
  • Hüttenwirt Roman Kurz eine echte Bergsteigerlegende ist und viele interessante Geschichten erzählen kann.

Buchtipp für Wanderungen in der Region:
Hochkönig: Steinernes Meer – Tennengebirge – Steinberge“ von Sepp Brandl, erschienen im Rother Bergverlag.

6. Schlern mit Monte Pez (2.568 m)

Italien / Trentino-Südtirol / Dolomiten

Der Schlern (2.457 m) zählt zu den absoluten Wanderklassikern der Südtiroler Dolomiten: Mit seinem charakteristischen Gipfelplateau und den vorgelagerten Felszinnen der Santner- und Euringerspitze ist das landschaftliche Wahrzeichen Südtirols aus fast jedem Blickwinkel deutlich zu erkennen.

Von Völs wandert man erst durch Wald, dann auf einem aufwändig angelegten Felsweg zur Talstation der Materialseilbahn. Über den Schäufelesteig gelangt man zum Schlernhaus und von dort weiter zum Monte Pez, dem höchsten Gipfel des Schlernmassivs. Der Abstieg führt über den Weg Nr. 1. Kurz unterhalb der Tuffalm zweigt man diesmal rechts ab und erreicht an der Rumplerwiese wieder den Aufstiegsweg, dem man zum Ausgangspunkt folgt.

Bergfexe werden diese Wanderung lieben, weil ...

  • die Kombination aus Dolomiten und italienischem Essen einfach unschlagbar ist.
  • unterwegs das urige Schlernhaus zur Einkehr lockt.
  • die Landschaft auf der Tour viel Abwechslung bietet.

Buchtipp für Wanderungen in der Region:
Bozen – Kaltern: 53 Touren zwischen Penser Joch und Brixen, Eppan und Salurn“ von Helmut Dumler, Gerhard Hirtlreiter und Eugen E. Hüsler, erschienen im Rother Bergverlag.

7. Außerraschötz (2.282 m)

Italien / Trentino-Südtirol / Dolomiten

Vergessene Wege an der Villnößer Schattenseite: Während es auf der mit Liften erschlossenen Südseite immer laut und munter zugeht, kann man auf der dem Villnößtal zugewandten Schattenseite noch reichlich Stille und eine unberührte Bergnatur genießen. 

Die Tour startet am Hof Oberegarter in Oberflitz und führt zunächst zur Flitzer Scharte. Weiter geht es zur Raschötzhütte und über die Heiligkreuzkapelle zum Tschatterlinsattel und der gleichnamigen Jagdhütte. Nach dem Queren von drei Schluchten, gelangt man zurück zum Ausgangspunkt.

Bergfexe werden diese Wanderung lieben, weil ...

  • die Tour die einsame Seite Südtirols und des Außerraschötz zeigt.
  • die hausgemachte Linzertorte auf der Raschötzhütte ein Traum ist.
  • die Wanderung an heißen Tagen angenehm im Schatten liegt.

Buchtipp für Wanderungen in der Region:
Dolomiten 1: Grödnertal – Villnößtal – Seiser Alm“ von Franz Hauleitner, erschienen im Rother Bergverlag.

8. Munt Pers (3.207 m)

Schweiz / Graubünden / Berninagruppe

Vis-à-vis vom Piz Palü: Ein Dreitausender inmitten einer beeindruckenden Gletscherwelt, den man in einer Gehstunde, ohne große Schwierigkeiten, bequem erreichen kann? Dank der Diavolezzabahn ist der Munt Pers im schweizerischen Engadin auch für Familien mit wanderbegeisterten Kindern ein machbares Ausflugsziel.

Die Tour beginnt ganz bequem mit einer Gondelfahrt zur Diavolezza-Bergstation. Von hier zieht sich der markierte Weg über den Südostgrat hinauf zum Gipfel des Munt Pers. Der Abstieg erfolgt zunächst auf gleicher Route, passiert dann den Lej da Diavolezza und windet sich schließlich über einen kleinen Bergrücken hinab ins Tal.

Bergfexe werden diese Wanderung lieben, weil ...

  • sie eine atemberaubende Aussicht auf die fantastische Gletscherwelt der Berninagruppe bietet.
  • man dank Liftunterstützung wahlweise auch knieschonend unterwegs sein kann.
  • der Ausgangspunkt der Tour bequem und vor allem aussichtsreich mit dem legendären Bernina-Express erreicht wird.
  • weil es wenige Dreitausender (die magische Marke!) gibt, die so leicht und komfortabel zu ersteigen sind.

Buchtipp für Wanderungen in der Region:
Oberengadin: St. Moritz – Zuoz – Pontresina“ von Rudolf und Siegrun Weiss, erschienen im Rother Bergverlag.

Wandern • Graubünden

Munt Pers

Dauer
4:15 h
Anspruch
T1 leicht
Länge
14,2 km
Aufstieg
1.195 hm
Abstieg
1.195 hm

9. Sidelhorn (2.764 m)

Schweiz / Bern / Urnen Alpen

Viel Aussicht bei wenig Anstrengung hat das Sidelhorn im Kanton Wallis zu bieten. Der großartige Aussichtsgipfel hoch über dem Rhônetal beeindruckt vor allem durch seine hochalpine Umgebung: Herrschaftlich ruhen die riesigen Gletscherströme zwischen schneebedeckten Gipfeln und milchig-blauen Bergseen – ein beeindruckendes Szenario.

Die Tour startet am Grimselpass direkt neben dem Totesee. Zunächst im Zick-Zack-Kurs, dann gemächlicher führt der Pfad zwischen Granitblöcken über den Bergrücken zum Gipfel. Ein wunderbarer Spielplatz – nicht nur für Kinder.

Bergfexe werden diese Wanderung lieben, weil ...

  • der Gipfel dank der Grimselpassstraße gut erreichbar und bereits die Anfahrt ein Erlebnis ist.
  • man hier selbst im Sommer schneebedeckte Gipfel und eine wilde Gletscherwelt erleben kann.
  • der Totesee nach der Tour zu einem gemütlichen Picknick an seinem Ufer einlädt.

Buchtipp für Wanderungen in der Region:
Wallis – Oberwallis: Zermatt – Saas-Fee – Lötschental – Simplon – Goms“ von Michael Waeber und Marianne Bauer, erschienen im Rother Bergverlag.

Wandern • Bern

Sidelhorn

Dauer
3:15 h
Anspruch
T1 leicht
Länge
6 km
Aufstieg
600 hm
Abstieg
600 hm

10. Lisengrat mit Säntis (2.504 m)

Schweiz / Appenzell Innerrhoden / Appenzeller Alpen

Das Alpsteinmassiv ist ein ganz besonderes Gebirge, mit einem eigenwilligen Charme und einer ganz besonderen Architektur. Einer der schönsten Wege, um das beliebte Wandergebiet in der Ostschweiz zu entdecken, ist der Lisengrat mit der Überschreitung von Schäfler, Säntis und Rotsteinpass. 

Die rot-weiß markierte Tour im oberen T3-Bereich startet in Wasserauen ganz gemütlich mit der Seilbahn. Vorbei am Berggasthaus Ebenalp geht es am Grat entlang zum Schäfler. Ab hier wird der Weg deutlich exponierter, Drahtseilgeländer geben – wenn nötig – Sicherheit. Vorbei am Lötzlialpsattel und am Öhrli wird bald das Firnfeld Blau Schnee erreicht. Über eine Felsstufe gelangt man zur Gratverbindung zwischen Girenspitz und Säntis, und wenig später ist der Gipfel erreicht. Von nun an folgt man stets dem Lisengrat, passiert das Berggasthaus Rotsteinpass, die Meglisalp sowie den Seealpsee und gelangt am Schwendebach entlang zurück zum Ausgangspunkt der Tour.

Bergfexe werden diese Wanderung lieben, weil ...

  • das Alpsteinmassiv zu den schönsten Gebirgszügen der Schweiz gehört.
  • der Pfad am Grat entlang spektakulär konstruiert ist und beeindruckende Aussichten bietet.
  • am Ende der Tour der Seealpsee mit seinen zwei Berggasthäusern zur Entspannung einlädt.

Buchtipp für Wanderungen in der Region:
Gratwandern Schweiz: 64 Touren zwischen Genfersee und Bodensee“ von Bernd Jung, Martin Kriz und Peter Fröhlich, erschienen im Rother Bergverlag.

Hinauf auf den Berg – Hinein ins Wandervergnügen

Ob gemütliche Hüttenwanderung, anspruchsvolle Bergtour, Alpenüberquerungen zu Fuss oder Wanderspaß mit der ganzen Familie – die Tourenführer aus dem Rother Bergverlag gehören bei jedem Outdoorabenteuer mit ins Gepäck!

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