Filmoor-Standschützenhütte

2.350 m • Bewirtschaftete Hütte
Öffnungszeiten

Juni bis Oktober

Von Ende Juni Anfang Mitte Oktober bewirtschaftet.

Mobil

+43 664 11 27 153

Homepage

www.alpenverein.at/filmoorstandschuetzenhuette

Betreiber/In

Johanna Köberl

Räumlichkeiten

Matratzenlager
14 Schlafplätze

Details

  • Für Familien geeignet
  • Umweltgütesiegel

Lage der Hütte

Die Filmoor-Standschützenhütte (2.350 m) steht auf dem Karnischen Hauptkamm oberhalb des Tiroler Gailtales in Osttirol. Die Dörfer Kartitsch, Obertilliach und Untertilliach repräsentieren wiederum das Tiroler Gailtal in den Bergsteigerdörfern des Österreichischen Alpenvereins. Die Hütte liegt auf dem Karnischen Höhenweg und ist auch Stützpunkt auf dem Friedensweg.

Sie ist vergleichsweise jung. 1976 begannen Angehörige des Österreichischen Bundesheeres mit ihrer Errichtung. 1977 wurde sie eingeweiht. Ihren Namen trägt sie in Erinnerung an den Gebirgskrieg, der 1915 um Filmoor und den Gipfel Kinigat tobte und bei dem Lesachtaler Standschützen im Einsatz waren.

Der Karnische Höhenweg und die Hütte werden das gesamte Jahr von Bergsportlern aufgesucht. Wanderer, Bergsteiger, Kletterer, Skitouren- und Schneeschuh-Geher verfolgen am Karnischen Hauptkamm unterschiedliche Ziele. Sind diese erreicht, geht es für sie wieder hinunter in das Tiroler Gailtal oder in das Kärntner Lesachtal.

Kürzester Weg zur Hütte

Von Obertilliach und nicht von Kartitsch verläuft der kürzeste Anstieg zur Filmoor-Standschützenhütte. Und zwar von Leiten und durch das Leitnertal. Vom Schranken Tränkenbrücke (1.484 m - Parkplätze) geht es auf dem Weg Nr. 463 über zwei Steilstufes, vorbei an Wasserfällen auf die Stuckenböden, eine Hochfläche. Weiter zum Unteren Stuckensee (1.928 m) und zum Oberen Stuckensee (2.032 m). Dort schwenkt man auf Karnischen Höhenweg ein, geht in südlicher Richtung an dem See vorbei und erreicht nach einem neuerlichen Steilaufschwung die Hütte.

Gehzeit: 2:30 h

Höhenmeter: 866 m

Alternative Routen
Durch das Schöntal östlich des Kartitscher Sattels am Schöntalsee vorbei (1.515 m, Klammerwirt, 3:45 h); durch das Erschbaumertal über einen alten Kriegssteig auf die Tscharr-Alpe und Hintersattel (1.515 m, Klammerwirt, 4:30 h).

Leben auf der Hütte

Die Filmoor-Standschützenhütte ist klein aber sehr fein. Gerade das fördert mitunter die Qualität einer Hütte. Wer die Hütte besucht, bedenke bei der Speisen- und Getränkebestellung: alle Lebensmittel die in der Hütte auf den Tisch kommen, mussten zu ihr hochgetragen werden. Nichtsdestotrotz wird man aus der Küche mit Köstlichkeiten verwöhnt, die man sich nicht erwartet hätte. Frische, in Butter gebratene Forellen etwa. Das Fleisch kommt von regionalen Betrieben, es gibt frische Gemüsesuppe, selbst gemachte Kuchen und Bio-Säfte. 

Das Bier wird im Trog vor dem Haus im fließenden Wasser gekühlt, der Schnittlauch für die Suppe wächst wild auf den Wiesen. Es geht auf dieser Hütte also äußerst unkonventionell und darüber hinaus sehr familiär zu. Hüttenwirtin Johanna Köberl verwendet zum größten Teil biologische, regionale und frische Produkte. Und sie kocht auch für Vegetarier.

Gut zu wissen

2000 wurde die Filmoor- Standschützenhütte generalsaniert und um einen Sanitärtrakt erweitert. 2007 kam eine großzügig dimensionierte Schlafhütte mit Unterkellerung sowie ein Kläranlage dazu. 2014 wurden der Gastraum und die Küche erweitert, das Dach ausgebaut und der Pächter-Bereich neugestaltet sowie eine Solaranlage für die Warmwasser-Aufbereitung installiert. Es gibt also Waschgelegenheiten und eine Toilette. Dafür keine Dusche. Die Hütte trägt das Umwelt-Gütesiegel.

Auf der Hütte ist nur Barzahlung möglich. Für Mobilfunk-Empfang muss man 15 Minuten gehen. Gepäcktransport auf die Hütte ist nicht möglich.Übernachtungen mit Hunden sind nicht gestattet.

Touren und Hütten in der Umgebung

Nächstgelegene Hütte: Obstansersee-Hütte (2.304 m), die in 3 h Gehzeit zu erreichen ist. Weiters: Porzehütte (1.942 m, 3:15 h); Sillianer Hütte (2.447 m, 7 h); Hochweißsteinhaus (1.868 m, 11 h).

Gipfeltouren: Filmoorhöhe (2.457 m, 30 min); Große Kinigat (2.689 m, 1:30 h, anspruchsvolle Tour!). 

Anfahrt

Aus dem Norden über die A10 Tauern-Autobahn und aus dem Osten des Landes über die A2 Süd-Autobahn bis zum Knoten Villach. Weiter Richtung Arnoldstein und Italien auf der A2 bis zur Abfahrt Hermagor. Nun über die B111 zunächst Richtung Hermagor-Pressegger See, danach Richtung Kötschach-Mauthen und durch das Lesachtal bis Kartitsch.

Parkplatz

Beim Gasthof Klammerwirt in Kartitsch Rauchenbach.

Öffentliche Verkehrsmittel

Von Lienz
Mit Regionalzügen Richtung Sillian. Am Bahnhof Tassenbach in den Postbus Nr. 4416, der entweder nach Maria Luggau oder St. Lorenzen im Lesachtal fährt. Bis zur Haltestelle Rauchenbach beim Gasthof Klammerwirt.

Von Villach
Mit Regionalzügen nach Kötschach-Mauthen. Vom Bahnhof mit dem Kärnten Bus, Linie 5050, bis St. Lorenzen im Lesachtal. Dort wechselt man in den Linien-Postbus Nr. 4416 Richtung Sillian und steigt in Kartitsch Rauchenbach aus.

Lienz und Villach sind die Schwerpunkt-Bahnhofe, die möglichst mit überregionalen und internationalen Zugsverbindungen als Etappen-Ziel auf der Reise nach Kartitsch erreicht werden müssen.

Hütte • Trentino-Südtirol

Büllelejochhütte (2.528 m)

Die Büllelejochhütte (2.528 m) ist die kleinste und am höchsten liegende Schutzhütte in den Sextner Dolomiten in Südtirol. Sie steht mitten in der Sextner Sonnenuhr. Einer Berg-Sonnenuhr, die von den Gipfeln Neuner, Zehner, Elfer, Zwölfer und Einser gebildet wird. Die urige Hütte befindet sich zwischen Zwölfer und Einser, gegenüber von Zehner und Elfer, direkt an der Grenze zwischen den Provinzen Belluno und Bozen/Südtirol. Besucher werden, aufgrund dieser Lage, mit einem einzigartigen Panorama beschenkt. Die Oberbachernspitze ist der Hausberg der Hütte. Der Aufstieg nimmt etwa 35 Minuten in Anspruch. 150 leicht zu bewältigende Höhenmetern machen den Gipfel leicht erreichbar. Die Aussicht auf die Sextner Dolomiten, Marmarole, Monte Cristallo, Sorapis, Anteloa sowie Richtung Großglockner und Großvenediger ist umwerfend. Nordseitig fällt der Berg 700 Höhenmeter senkrecht ab. Tipp: Auf den Bauch legen und das Kribbeln, das Nordwände auslösen, genießen. Die Drei Zinnen, das Wahrzeichen der Dolomiten, liegen etwa 1:30 h Gehzeit entfernt. Hier sind Kletterer, Klettersteig-Geher, Wanderer, Mountainbiker sowie alpine Spaziergänger und Falneure zuhause. Im Sommer, speziell im August rund um Ferragosto, brummt die Region rund um die Drei Zinnen wegen ihrer Besucher-Dichte wie ein Bienenstock. Die Hütte ist über den Weg Nr. 104 von der Auronzo-Hütte relativ leicht erreichbar.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Kärnten

Hochweißsteinhaus (1.868 m)

In den Karnischen Alpen im Kärntner Lesachtal liegt zwischen Frohnalm und Öfner Joch das familienfreundliche Hochweißsteinhaus (1.868 m), das als wichtiger Etappenstützpunkt auf dem Karnischen Höhenweg nicht nur für Wanderer, sondern auch für Kletterer gilt.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Kärnten

Wolayersee-Hütte (1.960 m)

Im kärntnerisch-italienischen Grenzgebiet, im Herzen des Karnischen Alpenhauptkamms, liegt die Wolayersee-Hütte (1.960 m) direkt am gleichnamigen See. Umgeben von mächtigen Gipfeln wie der Hohen Warte (2.780 m) und der Seewarte (2.595 m) ist die Hütte einerseits wichtige Anlaufstelle auf dem Karnischen Höhenweg, andererseits Stützpunkt für Kletterkurse und Bergtouren. In unmittelbarer Nähe befinden sich zwei Klettergärten, deren Routen mit über 70 Bohrhaken, vom 4. bis zum 8. Schwierigkeitsgrad lt. UIAA. Zwei weitere Klettersteige führen auf die Hohe Wand. Rund um den See gibt es schöne Wander- und Tourenmöglichkeiten, auf dem sogenannten Geo-Trail erfährt man Wissenswertes über die Region. Die interessanten Aufstiegsmöglichkeiten zur Hütte locken Wanderer und Mountainbiker, Schneeschuhwanderer und Skitourengeher.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

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