15.500 Touren,  1.700 Hütten  und täglich Neues aus den Bergen
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Berliner Hütte

2.044 m • Bewirtschaftete Hütte
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Öffnungszeiten

Juni bis September

Anfang Juni bis Ende September bewirtschaftet.

Mobil

+43 664 887 870 25

Homepage

http://www.berlinerhütte.at

Betreiber/In

Maike Köck & Florian Illmer

Räumlichkeiten

Zimmer Matratzenlager Winterraum
75 Betten 102 Schlafplätze 14 Schlafplätze

Details

  • Seminarraum
  • Winterraum
  • Dusche
  • Handyempfang
  • Mit Kindern auf Hütten
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Lage der Hütte

Die Berliner Hütte (2.044 m) ist keine Hütte, sondern ein denkmalgeschützter alpiner Prachtbau aus einer anderen Zeit. Eine Burg zum Schutz seiner Bewohner vor der Kraft und Energie des Wetters in dieser Höhe. Und ein von Menschenhand geschaffenes Abbild eines Zillertaler Gipfels, für die Ewigkeit gebaut. In der Erschaffung der Berliner Hütte steckt auch der Eroberungswille, der alpine Pioniere auszeichnet. In dem Schutzhaus beschleicht einen das Gefühl, dass man in den Gängen, beim Abendessen oder Frühstück jederzeit auf Hans Dülfer, Paul Preuss, Anderl Heckmair oder Hermann Buhl treffen könnte.

Die Berliner Hütte steht auf der Schwarzensteinalm im oberen Zemmgrund in den Zillertaler Alpen. 1879, bei der Eröffnung, stand das Haus nahe der Gletscherzungen von Hornkees und Waxeggkees. Die beiden Gletscher zogen bergwärts. Über Zemmgrund, Berliner Hütte und das vergängliche Gletscher-Eis wachen, wie seit ewigen Zeiten, Dreitausender wie der Große Möseler, Turnerkamp, Rossruggspitze, das Schönbichler Horn, Furtschaglspitze und die Hornspitzen mit der Berliner Spitze zuoberst.

Das Haus ist natürlich Ziel und Raststation von bergaktiven Menschen jeder Art, wie Hochtouren-Gehern, Kletterern, Ein-Tages- und Weitwanderern, die etwa auf dem Berliner Höhenweg unterwegs sind, sowie Ski-Bergsteigern und Schneeschuhwanderern. Es sollte aber auch Ziel von Menschen sein, die Berg schauen und aus der Distanz spüren wollen. Und Menschen, die Alpinhütten-Geschichte in sich aufsaugen wollen, die sich für die architektonische Beschaffenheit von Schutzhäusern begeistern können, sollten erst recht auf die Berliner Hütte gehen.  

Kürzester Weg zur Hütte

Durch das Zillertal, an Mayrhofen und dem Bergsteigerdorf Ginzling vorbei, bis zum Alpengasthaus Breitlahner (1.256 m). Von dort geht es gemütlich durch den Zemmgrund hinauf zu den Almflächen der Schwemmalm und weiter zur Grawandhütte. Anstrengender ist der folgende Aufstieg zur Grawandalm, da sich der Zemmgrund hier verengt. Nach dieser Steilstufe erreicht man einen Talboden, der zur Alpenrose Hütte führt. Nach der Hütte gabelt sich der Weg. Wir gehen links auf einem mit Steinplatten ausgelegten Wanderweg weiter zur Berliner Hütte.

Gehzeit: 3 h

Höhenmeter: 788 m

Alternative Routen
Vom Schlegeisspeicher (1.805 m, über Furtschaglhaus und Schönbichler Horn, 9 h; schwer); von Ginzling (999 m, über Maxhütte und Melkerscharte, 7h) 

Leben auf der Hütte

Die Berliner Hütte hat Stil, ist ästhetisch, imposant und aufgrund ihrer Größe auch ein wenig furchteinflössend. Man sollte bei einem Besuch bedenken, dass das alpine „Schlosshotel“ das älteste Schutzhaus der Zillertaler Alpen ist und mit einer Post- und Telegrafenstation, Backstube, Schuhmacher-Werkstatt sowie einer Gaserzeugungsanlage ausgestattet war. Dass es über ein Wasserkraftwerk, eine Eingangshalle, einen Damensalon und Speisesaal verfügt. Der Damensalon ist seit 137 Jahren unverändert. Ein Schutzhaus, das Eigentümer und Bewirtschafter vor enorme Herausforderungen stellt.

Gäste werden mit Tiroler Hausmannskost verwöhnt, es gibt Bergsteigeressen, Halbpension und natürlich werden auch alle zeitgemäßen kulinarischen Ansprüche abgedeckt. Übernachten - und das sollte man auf jeden Fall - kann man als AV-Mitglied zu den moderaten Preisen, die einem von weitaus kleineren und weniger geschichtsträchtigen Hütten vertraut sind.

Gut zu wissen

Warmwasser-Duschen und Toiletten auf den Etagen. Kein Gepäcktransport auf die Hütte möglich. Mobilfunk-Empfang vorhanden. Nur Barzahlung. Schlafplätze rechtzeitig reservieren. Hüttenschlafsack-Pflicht. Der Winterraum mit Matratzenlager ist in der Nicht-Bewirtschaftungszeit immer offen.

Touren und Hütten in der Umgebung

Nächstgelegenen Hütte: Alpenrosenhütte (1.878 m), in 30 Minuten Gehzeit erreichbar. Weiters: Grawandhütte (1.636 m, 1 h); Dominikushütte (1.805 m, 5 h); Schwarzensteinhütte (2.922 m, 5 h); Maxhütte (1.445 m, 5 h); Chemnitzer Hütte (2.419 m, 5:30 h); Furtschaglhaus (2.295 m, 6 h); Greizer Hütte (2.227 m, 6 h).

Gipfel und Touren: Zsigmondyspitze (3.087 m, 3:30 h); Schönbichler Horn (3.134 m, 4 h); Kleiner Mörchner (3.198 m, 4 h); Großer Mörchner (3.285 m, 4 h); Berliner Spitze/Dritte Hornspitze (3.254 m, 4 h); Schwarzenstein (3.369 m, 5 h); Kleiner Möseler (3.405 m, 6:30 h); Großer Möseler (3.480 m, 7 h); Turnerkamp (3.418 m, 7 h).

Anfahrt

Über die A12 Inntal-Autobahn aus dem Westen über Innsbruck, aus München und Ostösterreich bis zur Ausfahrt Zillertal/Wiesing. Auf der B169, der Zillertal Straße, über Mayrhofen und das Bergsteigerdorf Ginzling bis zum Alpengasthof Breitlahner am Beginn des Zemmgrundes.

Parkplatz

Gasthaus Breitlahner (gebührenpflichtig)

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit international und überregional verkehrenden Zügen aus München, Salzburg, Wien, Linz, etc. nach Jenbach im Inntal. Umsteigen in die Zillertalbahn, eine Schmalspurbahn, und bis Mayrhofen fahren. In Mayrhofen in den Christophorus-Bus Richtung Schlegeis Stausee umsteigen. Vor dem Alpengasthof Breitlahner aussteigen.

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