Berliner Hütte

2.044 m • Bewirtschaftete Hütte
Öffnungszeiten

Juni bis September

Anfang Juni bis Ende September bewirtschaftet.

Mobil

+43 676 70 51 473

Homepage

http://www.berlinerhütte.at

Betreiber/In

Rupert Bürgler

Räumlichkeiten

Zimmer Matratzenlager Winterraum
75 Zimmerbetten 102 Schlafplätze 14 Schlafplätze

Details

  • Seminarraum
  • Winterraum
  • Dusche
  • Handyempfang

Lage der Hütte

Die Berliner Hütte (2.044 m) ist keine Hütte, sondern ein denkmalgeschützter alpiner Prachtbau aus einer anderen Zeit. Eine Burg zum Schutz seiner Bewohner vor der Kraft und Energie des Wetters in dieser Höhe. Und ein von Menschenhand geschaffenes Abbild eines Zillertaler Gipfels, für die Ewigkeit gebaut. In der Erschaffung der Berliner Hütte steckt auch der Eroberungswille, der alpine Pioniere auszeichnet. In dem Schutzhaus beschleicht einen das Gefühl, dass man in den Gängen, beim Abendessen oder Frühstück jederzeit auf Hans Dülfer, Paul Preuss, Anderl Heckmair oder Hermann Buhl treffen könnte.

Die Berliner Hütte steht auf der Schwarzensteinalm im oberen Zemmgrund in den Zillertaler Alpen. 1879, bei der Eröffnung, stand das Haus nahe der Gletscherzungen von Hornkees und Waxeggkees. Die beiden Gletscher zogen bergwärts. Über Zemmgrund, Berliner Hütte und das vergängliche Gletscher-Eis wachen, wie seit ewigen Zeiten, Dreitausender wie der Große Möseler, Turnerkamp, Rossruggspitze, das Schönbichler Horn, Futschaglspitze und die Hornspitzen mit der Berliner Spitze zuoberst.

Das Haus ist natürlich Ziel und Raststation von bergaktiven Menschen jeder Art, wie Hochtouren-Gehern, Kletterern, Ein-Tages- und Weitwanderern, die etwa auf dem Berliner Höhenweg unterwegs sind, sowie Ski-Bergsteigern und Schneeschuh-Wanderern. Es sollte aber auch Ziel von Menschen sein, die Berg schauen und aus der Distanz spüren wollen. Und Menschen, die Alpinhütten-Geschichte in sich aufsaugen wollen, die sich für die architektonische Beschaffenheit von Schutzhäusern begeistern können, sollten erst recht auf die Berliner Hütte gehen.  

Kürzester Weg zur Hütte

Durch das Zillertal, an Mayrhofen und dem Bergsteigerdorf Ginzling vorbei, bis zum Alpengasthaus Breitlahner (1.256 m). Von dort geht es gemütlich durch den Zemmgrund hinauf zu den Almflächen der Schwemmalm und weiter zur Grawandhütte. Anstrengender ist der folgende Aufstieg zur Grawandalm, da sich der Zemmgrund hier verengt. Nach dieser Steilstufe erreicht man einen Talboden, der zur Alpenrose Hütte führt. Nach der Hütte gabelt sich der Weg. Wir gehen links auf einem mit Steinplatten ausgelegten Wanderweg weiter zur Berliner Hütte.

Gehzeit: 3 h

Höhenmeter: 788 m

Alternative Routen
Vom Schlegeisspeicher (1.805 m, über Furtschaglhaus und Schönbichler Horn, 9 h; schwer); von Ginzling (999 m, über Maxhütte und Melkerscharte, 7h) 

Leben auf der Hütte

Die Berliner Hütte hat Stil, ist ästhetisch, imposant und aufgrund ihrer Größe auch ein wenig furchteinflössend. Man sollte bei einem Besuch bedenken, dass das alpine „Schlosshotel“ das älteste Schutzhaus der Zillertaler Alpen ist und mit einer Post- und Telegrafenstation, Backstube, Schuhmacher-Werkstatt sowie einer Gaserzeugungsanlage ausgestattet war. Dass es über ein Wasserkraftwerk, eine Eingangshalle, einen Damensalon und Speisesaal verfügt. Der Damensalon ist seit 137 Jahren unverändert. Ein Schutzhaus, das Eigentümer und Bewirtschafter vor enorme Herausforderungen stellt.

Hüttenwirt Rupert Bürgler verwöhnt Gäste mit Tiroler Hausmannskost, bietet ihnen Bergsteigeressen, Halbpension und deckt alle zeitgemäßen kulinarischen Ansprüche ab. Übernachten - und das sollte man auf jeden Fall - kann man als AV-Mitglied zu den moderaten Preisen, die einem von weitaus kleineren und weniger geschichtsträchtigen Hütten vertraut sind.

Gut zu wissen

Warmwasser-Duschen und Toiletten auf den Etagen. Kein Gepäcktransport auf die Hütte möglich. Mobilfunk-Empfang vorhanden. Nur Barzahlung. Schlafplätze rechtzeitig reservieren. Hüttenschlafsack-Pflicht. Der Winterraum mit Matratzenlager ist in der Nicht-Bewirtschaftungszeit immer offen.

Touren und Hütten in der Umgebung

Nächstgelegenen Hütte: Alpenrosenhütte (1.878 m), in 30 Minuten Gehzeit erreichbar. Weiters: Grawandhütte (1.636 m, 1 h); Dominikushütte (1.805 m, 5 h); Schwarzensteinhütte (2.922 m, 5 h); Maxhütte (1.445 m, 5 h); Chemnitzer Hütte (2.419 m, 5:30 h); Furtschaglhaus (2.295 m, 6 h); Greizer Hütte (2.227 m, 6 h).

Gipfel und Touren: Zsigmondyspitze (3.087 m, 3:30 h); Schönbichler Horn (3.134 m, 4 h); Kleiner Mörchner (3.198 m, 4 h); Großer Mörchner (3.285 m, 4 h); Berliner Spitze/Dritte Hornspitze (3.254 m, 4 h); Schwarzenstein (3.369 m, 5 h); Kleiner Möseler (3.405 m, 6:30 h); Großer Möseler (3.480 m, 7 h); Turnerkamp (3.418 m, 7 h).

Anfahrt

Über die A12 Inntal-Autobahn aus dem Westen über Innsbruck, aus München und Ostösterreich bis zur Ausfahrt Zillertal/Wiesing. Auf der B169, der Zillertal Straße, über Mayrhofen und das Bergsteigerdorf Ginzling bis zum Alpengasthof Breitlahner am Beginn des Zemmgrundes.

Parkplatz

Gasthaus Breitlahner (gebührenpflichtig)

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit international und überregional verkehrenden Zügen aus München, Salzburg, Wien, Linz, etc. nach Jenbach im Inntal. Umsteigen in die Zillertalbahn, eine Schmalspurbahn, und bis Mayrhofen fahren. In Mayrhofen in den Christophorus-Bus Richtung Schlegeis Stausee umsteigen. Vor dem Alpengasthof Breitlahner aussteigen.

Das Furtschaglhaus (2.295 m) am Hauptkamm der Zillertaler Alpen (Tirol) liegt oberhalb des Schlegeisspeichers (1.785 m) im Hochgebirgs-Naturpark Zillertal. Es ist Bergwanderern ein Ziel sowie Bergsteigern, Kletterern und Hochtourengehern Zwischenstation auf ihren Wegen zu höher gelegenen Zielen.  Das Furtschaglhaus liegt auch am Berliner Höhenweg, der von Finkenberg bis Mayrhofen führt. Trotz ihrer Lage ist die von Barbara Gratz geführte Hütte besonders kinder- und familienfreundlich. Rund um das Haus gibt es für Kinder Möglichkeiten zu kraxeln und sich am Fels zu probieren, Murmeltiere zu beobachten oder mit Wasser zu spielen. Leichte Touren zum Gletscherrand des Großen Möselers (ca. 1:30 h) oder auf den Furtschaglkopf nördlich der Hütte (1:30 h) eigenen sich auch für junge Besucher. Von der Hütte aus lassen sich mehrere schöne Gipfelbesteigungen und Touren bewältigen – etwa auf das Schönbichler Horn (3.133 m), auf die Furtschaglspitze (3.190 m), auf den Großen Möseler (3.478 m, teilweise durch Eis) und auf den Großen Greiner (3.201 m).
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Die Sulzenauhütte (2.191 m) steht auf einem wunderbaren Flecken auf dem Hauptkamm der Stubaier Alpen. Sie schaut gemeinsam mit dem Zuckerhütl, dem höchsten Gipfel dieser Gebirgsgruppe der österreichischen Zentralalpen, und dem Wilden Freiger, der Siebenthöchste hier, auf das Stubaital hinunter. Nahezu die gesamte Hütten-Umgebung trägt den Namen Sulzenau. Während das Wasser des Sulzaubaches das Seitental des Stubaitales verlässt, kommen Bergsteiger und Wanderer über Sulzegg, die Sulzenau Alm zur Hütte herauf. Rechts der Hütte erstreckt sich die Hohe Sulze. Und der Sulzenaukogel liegt, fast in Griffweite, hinter der Hütte. Dass der Bergsee, der oberhalb des Schutzhauses liegt, Blaue Lacke und nicht etwa Sulzausee heißt, verwundert. Die Sulzenauhütte ist Anlaufstelle und Etappenziel auf dem Stubaier Höhenweg. Ihre Gäste sind Höhenluft-Schnupperer, die nicht weiter in die Hochgebirgswelt vordringen wollen. Sie beherbergt Weitwanderer, die Gehen als ihre Existenz-Grundlage sehen. Und sie kümmert sich um Alpinisten, die nach Höherem, Steilerem, Ausgesetzterem streben bis über ihren Köpfen nur mehr Luft und Himmel sind. Die Sulzenauhütte hat für alle Menschen was, die zu ihr kommen. Wer des klassischen Berggehens und -steigens überdrüssig ist oder davon eine Pause braucht, dem bietet die Hütte moderne Spielarten des Bergsports: Flying Fox, Übungsklettersteige, Sonnenklettergarten, Geocoach-Parcour, Slackline und Übungskletterfelsen sind im Hüttenbereich zu finden. Jene, die sich, beispielsweise, für Wasser in seiner Vielfältigkeit begeistern, können dieser Leidenschaft am Sulzenau- und Wilder-Freiger-Ferner, an den Bächen und Bergseen des Tals im Tale nachgehen. 
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Trentino-Südtirol

Landshuter-Europa-Hütte (2.693 m)

Eine Hütte, vier Namen, aber ein und dieselbe Qualität: Landshuter-Europa-Hütte, Europahütte, Landshuter Hütte, Rifugio Venna alla Gerla. Auf einem Felsenkamm auf 2.693 m, zwischen Pfitsch- und Vennertal gelegen, ist die Hütte ideale Zwischenstation für Wanderer auf dem Tiroler Höhenweg, der in elf Tagesetappen von Mayrhofen im Zillertal nach Meran führt. Die Landshuter-Europa-Hütte bietet eine Übernachtungsmöglichkeit nach der ersten Etappe. Der Steinbau wurde Ende des 19. Jahrhunderts an jenem Pass errichtet, über den Schmuggler in ihren „Kraxen“ Salz über den Berg brachten. Der Gipfel des so genannten Kraxentrager ist eine Stunde Gehzeit entfernt. Was die bei Wanderern, Bergsteigern, Kletterern, Skitourengehern und Schneeschuhwanderern beliebte Hütte einzigartig macht: Die Grenze zwischen Italien und Österreich, zwischen Süd- und Nordtirol, verläuft genau durch den Gastraum. Die Trennung nahm einst skurrile Dimensionen an: Die Österreicher bewirtschafteten ein Drittel der Hütte, während der Rest dem Verfall überlassen wurde. Erst 1989 wurde die Hütte von italienischer Seite renoviert. In der Landshuter-Europa-Hütte werden die Gäste heute auf beiden Seiten mit lokalen Schmankerln verwöhnt.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

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