Edelrauthütte

2.545 m • Bewirtschaftete Hütte
Öffnungszeiten

Juni bis Oktober

Anfang Juni bis Anfang Oktober.

Mobil

+39 340 660 47 38

Telefon

+39 0474 653 230

Homepage

http://edelrauthuette.com/

Betreiber/In

Michael „Much“ & Anton Weissteiner

Räumlichkeiten

Zimmer Matratzenlager Winterraum
18 Zimmerbetten 32 Schlafplätze 8 Schlafplätze

Details

  • Schlüssel für Winterraum erforderlich
  • Winterraum
  • Für Familien geeignet

Lage der Hütte

Die Edelrauthütte (2.545 m) liegt am Eisbruggjoch, einem Übergang zwischen dem Pfunderer und dem Lappacher Tal in den Zillertaler Alpen in Südtirol. Sie wird daher auch Eisbruggjochhütte genannt. Im Juli 2016 wurde die neue Edelrauthütte eröffnet und dann Anfang September offiziell eingeweiht. Mit einem Neuanfang geht die Geschichte des 108 Jahre alten Schutzhauses weiter. Im Frühjahr 2015 wurde die alte Eisbruggjochhütte abgerissen und hinter ihr das neue Schutzhaus errichtet. Es gehört seit 2010 dem Land Südtirol. Im Jahr 2012 lösten Entwürfe für die neue Hütte, die im Rahmen eines Architektur-Wettbewerbes entstanden, heftige Kontroversen aus. Deren Staub hat sich gelegt. Nun setzt die neue Hütte ihre hochalpinen Aufgaben fort. Und beherbergt Wanderer, Bergsteiger, Kletterer, Schneeschuhwanderer und Skitourengeher.

Von der Eisbruggjochhütte geht es auf die höchsten Gipfel der Zillertaler Alpen. Auf Hochfeiler, den Großen Möseler und Hohen Weißzint. Höhenwege wie der Pfunderer oder der Neves Höhenweg führen an ihr vorbei. Gletscher- und Bergseen wie Eisbruggsee oder die Zösen-Seen gehören zur ihrer Umgebung. Dort tummeln sich auch Murmeltiere und Steinböcke.

Kürzester Weg zur Hütte

Vom Neveser See, um den familienfreundliche Wege, die auch kinderwagen-tauglich sind, führen, geht es auf dem Weg Nr. 26 zur Hütte. Man marschiert durch das Pfeifholder Tal auf das Eisbrugg-Joch am Fuße des Hohen Weißzint. Der Weg ist auch mit Kindern zu schaffen.

Gehzeit: 2:30 h

Höhenmeter: 685 m

Alternative Routen
Von Pfunders im Pfunderer Tal (1.495 m, 4 h); von Pfitsch/Pfitscher-Joch-Straße 3. Kehre (1.718 m, über Hochfeiler-Hütte, 6 h).

Leben auf der Hütte

Sie funkelt und glänzt, die neue Eisbruggjochhütte. Und das tut Much Weissteiner, der neue alte Hüttenwirt auch. Im Frühjahr 2016 erhielt Much neuerlich den Zuschlag für die Bewirtschaftung. Die Verpachtung des neu errichteten Schutzhauses war vom Eigentümer, dem Land Südtirol, ausgeschrieben worden. Und Much hat das Rennen gemacht. Wahrscheinlich weil er auch besser kocht als seine Mitbewerber.

In der Gaststube und in der Hüttenküche gibt es tagsüber keine Ruhezeiten. Much Weissteiner zaubert in der neuen Küche Köstlichkeiten wie Südtiroler Gerstsuppe, Nudelpfanne, Knödel, Kaiserschmarren oder Apfelstrudel. Das was zur Marende, also zur Jause, serviert wird, wie Speck, Kaminwurzen und Almkäse, bekommt von Much von Bauern aus Lappach und Pfunders. Zu Fuß übrigens, denn es gibt weder eine Zufahrt zur Hütte noch eine Materialseilbahn. Der Helikopter, der u.a. die Bierfässer bringt, fliegt aus Kostengründen so selten wie möglich.

Gut zu wissen

Die neue Schutzhütte mit ihren insgesamt 550 Quadratmetern Fläche besteht aus drei Stockwerken. Im Erdgeschoss finden sich neben dem Eingang die Sanitär-Räume, die Räume für den Pächter und die Stube. Von hier aus können Gäste über große Fensteröffnungen die spektakuläre Aussicht genießen. Im ersten und zweiten Stockwerk gibt es Zimmer mit unterschiedlich großer Betten-Zahl.

Gepäcktransport auf die Hütte gibt es keinen. Der Handy-Empfang ist schlecht bis gar nicht vorhanden. Die Hütte verfügt über eine Terrasse und ein kleines Wasserkraftwerk, das für den nötigen Strom sorgt. Aufenthalte mit Hunden müssen im Vorfeld abgeklärt werden. Barzahlung.

Touren und Hütten in der Umgebung

Nächstgelegene Hütte: Hochfeilerhütte (2.710 m, 2:30 h). Weiters: Brenninger-Biwak (2.156 m, 2:30 h); Chemnitzer Hütte (2.419 m, 4 h); Furtschaglhaus (2.295 m, über Neves-Sattel, 6 - 7 h, Hochtour); Brixner Hütte (2.282 m, 7 h).

Gipfelbesteigungen: Napfspitze (2.888 m, 1:30 h); Hohe Warte (3.045 m, 3 h); Hoher Weißzint (3.371 m, 3 - 4 h); Hochfeiler (3.510 m, 4 h); Großer Möseler (3.478 m, 5 h). 

Höhenwege: Neveser Höhenweg (Länge: 15,7 km, 6 - 8 h, Höhenmeter Aufstieg/Abstieg: 1.470 Hm); Zösener Höhenweg (Länge: 13,5 km, 6 - 7 h, Höhenmeter Aufstieg/Abstieg: 1.560 Hm); Pfunderer Höhenweg (6 Tages-Etappen, 64 km von Wiesen bei Sterzing bis Pfalzen im Pustertal).

Anfahrt

Zum Nevesstausee kommt man über eine mautpflichtige Straße, die hinter dem Ortsende von Lappach beginnt. Nach Lappach gelangt man über das Tauferer Ahrntal. Und zwar zweigt man in Mühlen in Taufers in das Mühlwalder Tal ab und fährt fast bis an dessen befahrbares Ende in Oberlappach. 

In das Tauferer Ahrntal geht es von Bruneck auf der SS621. Das Pustertaler Städtchen erreicht man sowohl vom Westen als auch vom Osten über die Pustertaler Straße, die SS49. Sie ist die westliche Verlängerung der von Lienz in Osttirol kommenden B100 Drautal Straße. Von Innsbruck geht es über die A13 und die A22, die Brenner-Autobahn, bis zum Knoten Brixen-Pustertal. Von dort auf der SS49 in östlicher Richtung das Pustertal hinauf. 

Anmerkung zur Auffahrt zum Nevesstausee
Die kleine Mautstation befindet sich kurz nach dem Ortsausgang Lappach in einer Doppelkehre. Die Straße ab der Mautstation ist extrem schmal und bis zu 22% steil mit engen und kaum überschaubaren Kurven. In der Hauptsaison ist jedoch ein Ampelverkehr ab der Mautstation bis zur Staumauer in Betrieb. Der Höhenunterschied beträgt 1.004 m. Es ist besondere Vorsicht wegen Steinschlaggefahr geboten.

Parkplatz

Nevesstausee (gebührenpflichtig); an der Straße vor dem Luzer Hof im Weiler Dun in Pfunders im Talschluss des bei Vintl vom Pustertal abzweigenden Pfunderer Tales.

Öffentliche Verkehrsmittel

Der Zustieg zur Hütte beginnt am Neveser See. Der Stausee ist entweder zu Fuß oder per Taxi von Oberlappach und Mühlwald zu erreichen. Oberlappach ist vom Bahnhof in Bruneck aus mit den Bussen Nr. 450 und 451 zu erreichen. Bus 450 benötigt 26 Minuten bis Mühlen in Taufers im Tauferer Ahrntal. Dort steigt man in Bus Nr. 451 um und fährt das Mühlwalder Tal aufwärts bis zur Haltestelle Rinsbacher. Fahrtdauer: 22 Minuten. 

Bruneck im Pustertal ist mit Regionalzügen von Lienz in Osttirol über Sillian in einer Fahrtzeit von 1:39 Stunden zu erreichen. Diese Züge fahren nach Fortezza/Franzensfeste. Aus Innsbruck, Bozen und Italien nimmt man EC-Züge bis Fortezza und steigt dort in Regionalzüge, die zwischen Innichen und Lienz verkehren um, um nach Bruneck zu reisen. Die Fahrzeit Innsbruck-Bruneck beträgt 2:06 Stunden.

Hütte • Tirol

Olpererhütte (2.389 m)

Die 2006/07 völlig neu errichtete Olpererhütte (2.389 m) liegt spektakulär oberhalb des Schlegeisspeichers und gibt einen fabelhaften Blick auf den Stausee und die höchsten Gipfel des Tiroler Zillertals frei. Der dritthöchste, der Olperer (3.476 m), ist auch der Namensgeber der Hütte. Gäste sitzen am liebsten auf der großen Aussichtsterrasse, die rund 100 Personen fasst – darunter viele Bergsteiger, Hochtourengeher und Kletterer, die in nur 30 min Entfernung einen eigenen Klettergarten mit Routen unterschiedlicher Grade vorfinden. Doch auch Familien mit Kindern finden ihren Weg auf die Hütte – der rund 1:30 h Gehzeit dauernde Zustieg vom Schlegeisspeicher ist relativ leicht. Eine Tour auf den Olperer dauert in etwa 3 - 4 h, auf den Fußstein (3.380 m) rund 4 h. Die Olpererhütte liegt am Fernwanderweg 502 von München nach Venedig, auf der Peter-Habeler-Runde, dem Berliner Höhenweg, der wunderschönen Neumarkter Runde und am 2006 eröffneten Panorama-Höhenweg. Serviert werden Zillertaler Schmankerl.  
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Trentino-Südtirol

Brixner Hütte (2.282 m)

Die bewirtschaftete und familienfreundliche Brixner Hütte (2.282 m) thront auf einer kleinen Ebene inmitten der Pfunderer Berge im Südtiroler Teil der Zillertaler Alpen. Zur Hütte aufsteigen sollte man unbedingt von der Fane Alm. Die Fane, eine große Gemeinschaftsalm, ist ein richtiges kleines und uriges Bergdorf. Es ist geprägt von schönen Almhütten, in denen im Sommer die Bauern leben, und von Heuhütten, um für die „urlaubenden“ Kühe Futter zu haben. Die Hütte ist ein Knotenpunkt am Pfunderer Höhenweg, der von Sterzing oder Bruneck aus begangen werden kann, 70 km Fußmarsch in alpinem und hochalpinem Gelände, mit sich bringt. Höhenwanderer können die Hütte in drei (von Sterzing) oder in vier (von Bruneck) Tagen erreichen. Bergsteigen streben von der Brixner Hütte in Richtung der Gipfel Wilde Kreuzspitze und Wurmaulspitze.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Trentino-Südtirol

G. Messner-Hochferner Biwak (2.510 m)

Im hintersten Pfitschertal steht am Wandfuß der Hochferner-Nordwand das 1972 errichtete Biwak (2.510 m). Es ist nach dem am 29. Juni 1970 am Nanga Parbat verunglückten Günther Messner, dem Bruder von Reinhold Messner, benannt. Das Biwak ist der Ausgangspunkt für Steileis-Touren am Hochferner, Griesferner und Hochfeiler, die höchsten Gipfel der Zillertaler Alpen.  Unmittelbar hinter der Notunterkunft beginnt die Hochferner-Nordwestwand, die als klassische Eistour des Alpinismus gilt. Das Gebiet hinter und oberhalb des Biwaks sollten erfahrenen Bergsteigern, Hochtourengehern und Kletterern vorbehalten bleiben. Die gelbe Biwak-Schachtel dient der Bergrettung Sterzing als Stützpunkt bei Rettungseinsätzen und hat oberhalb einen Hubschrauber-Landeplatz eingerichtet.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
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