Vor Ort

Experten informieren: Aktuelle Verhältnisse in der Schweiz

Aktuelles • 30. März 2017
von Riki Daurer

Hochtourensaison in der Schweiz! Hüttenwirte, Bergführer und Bergwelten-Experten berichten von den aktuellen Verhältnissen vor Ort und stellen beste Bedingungen für die nächsten Tage in Aussicht.


1. Finsteraarhorn, 4.274 m

Berner Alpen / Wallis

Wallis: Finsteraarhornhütte in den Berner Alpen
Foto: Finsteraarhornhütte/Vreni Winterberger
Die Finsteraarhornhütte (3.048 m) in den Berner Alpen in Wallis

Die Finsteraarhornhütte (3.048 m) liegt oberhalb des Fieschergletschers und bietet Schlafplätze für rund 100 Gäste. Das Finsteraarhorn (4.274 m) thront über der Hütte, die seit dem 14. März geöffnet hat. Hüttenwirtin Vreni Winterberger lässt uns wissen, dass aktuell gute Skitourenverhältnisse vorherrschen.

Tourentipp:

Die Finsteraarhornhütte im Detail:

Finsteraarhornhütte
Die Finsteraarhornhütte ist eine Schutzhütte des Schweizer Alpenclubs SAC (Sektion Oberhasli) und liegt zentral über dem Fieschergletscher (Berner Alpen). Die 2003 neu errichtete Hütte ist eine moderne Holz-Stahl-Konstruktion mit Platz für rund 100 Gäste.    Die Architektonik und das Innendesign lassen einen fast die Bergwelt herum vergessen. Derweil sind es gerade diese, die die Besucher zur Finsteraarhorn locken: der Namensgeber, das Finsteraarhorn (4.274 m), thront mächtig über der Hütte. Dass sich die Gletscher auch in der Zentralschweiz zurückziehen, sieht man an dem mittlerweile großem Höhenabstand zwischen Hütte und dem Fieschergletscher. 
Geöffnet
Mär - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

2. Albert-Heim-Hütte, 2.542 m

Urner Alpen / Uri

Urner Alpen: Unterwegs an der Albert-Heim-Hütte (2.542 m)

Die Albert-Heim-Hütten (2.542 m) liegt unweit des Furkapass' in der Nähe von Andermatt in den Urner Alpen. Die Hütte selbst thront auf einem kleinen Felshügel und ist Ausgangspunkt für die Urner-Haute Route. Sie lohnt sich aber natürlich auch für einen Besuch im Rahmen eines Wochenendausflugs. Content-Managerin Riki Daurer erzählt von ihrer Tour: „Letzte Woche war die Nullgradgrenze bei circa 3.000 m, aber sowohl der Zustieg zur Albert-Heim-Hütte als auch die Besteigung des Chli Bielenhorns (2.940 m) waren sehr gut möglich.“

Stefanie Meindl war am selben Wochenende am Lochberg (3.079 m) unterwegs und erzählt: „Die Tour war super: Wahnsinns-Ausblicke und eine Hammer-Firnabfahrt, die aber doch einiges an Kondition abverlangt. Der Aufstieg über hügeliges Gelände führte allerdings durchgehend über einen Harschdeckel, der teils auch eisig war. Zum Gipfel hin hat man dann sogar Steigeisen benötigt.“

Tourentipps:

Die Albert-Heim-Hütte im Detail:

Albert-Heim-Hütte
Die Albert-Heim-Hütte ist eine Berghütte im Schweizer Kanton Uri, die nach dem Alpenforscher und Geologieprofessor Albert Heim benannt wurde und im Besitz des Schweizer Alpin Clubs ist.  Sie liegt in den südlichen Urner Alpen, am Fuße des Tiefengletschers. In der Nähe befindet sich der bekannte Furkapass, auf dem die Europäische Wasserscheide verläuft. Westlich der Hütte liegen die Bielenhörner und der imposante Galenstock.  Für Familien und Wanderer ist sie ein ideales Ziel zum Entspannen und Genießen. Doch auch als Ausgangspunkt für Bergtouren aller Art wird diese Berghütte gern genutzt.   Durch Angebote wie „Jassen am Dienstag", „Strahlerchilbi" oder dem beliebten „Freitags-Schmaus" hebt sich die Albert-Heim-Hütte von reinen Zwischenzielhütten ab.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

3. Maighelshütte, 2.310 m

Tessiner Alpen / Graubünden

Graubünden: Maighelshütte in den Tessiner Alpen
Foto: Riki Daurer
Die Maighelshütte (2.310 m) in den Tessiner Alpen in Graubünden

Die Maighelshütte selbst ist schon ein Erlebnis für sich, der Zustieg über den Pazolastock bot letzte Woche darüber hinaus aber auch noch eine besonders aussichtsreiche Skitour und perfekte Firnhänge in Richtung Maighelstal“, berichtet Riki Daurer von ihrer Tour.

Tourentipps:

Die Maighelshütte im Detail:

Maighelshütte
Hütte • Graubünden

Maighelshütte (2.310 m)

Die Maighelshütte (rätoromanisch: Camona da Maighels), eine Berghütte der Sektion Piz Terri des Schweizer Alpen-Clubs (SAC), liegt auf 2.310 m Seehöhe im Val Maighels, einem Seitenteil der Surselva in der Gotthardgruppe im Schweizer Kanton Graubünden.  Das weitläufige Val Maighels ist gesäumt von moderat ansteigenden Bergflanken. Bergseen durchsetzen diese Region, Wildbäche winden sich durch das satte Grün der Moorlandschaft, die in die felsigen und schneebedeckten Bergkämme und Gipfel übergeht. Die Maighelshütte liegt inmitten dieses attraktiven und gut erschlossenen, alpinen Terrains, das sich ganzjährig als Drehscheibe für Bergsportler etabliert hat. Hier treffen sich Genuss- und Bergwanderer, Mountainbiker, Schi- und Schneeschuhtourengeher.  Das Val Maighels bietet im Winter optimale Ausbildungsmöglichkeiten für Lawinen- und Schitourenkurse und Schitourenlager. Im Sommer eignet sich das Gebiet auch sehr gut für Bergsteigerkurse für Kinder. Felskletterer werden unweit der Hütte fündig. Zwei Klettergärten mit überwiegend einfachen Kletterrouten bieten sich als Übungsgelände an. Mountainbiker genießen auf ihren Touren zwischen Andermatt und dem Oberalppass die entspannende Einkehr auf der Maighelshütte. Hütte-zu-Hütte-Wanderer machen hier Station - auf dem beliebten, 85 Kilometer langen Vier-Quellen-Weg im Gotthardmassiv, der zu den Ursprüngen der vier Flüsse Rhein, Reuss, Ticino und Rhone führt.  Die Hütte ist ein gut gelegener Ausgangs- und Einkehrpunkt für Wanderer, die auf zahlreichen Wanderwegen, vorbei an Bergseen, über aussichtsreiche Pässe und Gipfel die Bergwelt der Gotthardgruppe entdecken wollen. 
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

4. Titlis Umrundung, 3.020 m

Urner Alpen / Obwalden

Titlis Umrundung in den Urner Alpen
Foto: Stephan Mitter
Titlis Umrundung: Am Kleinen Titlis in den Urner Alpen

Einer der alpinen Klassiker der Schweiz ist die Titlis Umrundung, eine Rundtour mit viel Würze. Bergwelten-Experte Stephan Mitter lässt uns wissen: „Auch Engelberg ist nicht von den Altschneeproblemen des Winters verschont geblieben. Schon der Übergang zum Grat, der normalerweise von Freeridern ausgefahren wird, ist sehr spannend: alter Schneebrettanriss, noch keine Spuren, ausgesetzte und absturzgefährliche Querung.“ Eine sichere Lawinensituation ist Voraussetzung für die Begehung – ebenso wie gutes Seilhandling für die Abseilstellen, eine solide Skitechnik im Aufstieg wie auch bei der Abfahrt. Das Engagieren eines Bergführers wird empfohlen.

Tourentipp:


5. Mönchsjochhütte, 3.650 m

Berner Alpen / Wallis

Wallis: Mönchsjochhütte in den Berner Alpen
Foto: Mönchsjochhütte
Die Mönchsjochhütte (3.650 m) in den Berner Alpen in Wallis

Bergwelten-Experte Stephan Mitter war letzte Woche im Sturm an der Mönchsjochhütte (3.650 m) unterwegs, doch der ist nun zum Glück vorüber: „Im Moment sind die Verhältnisse sehr stabil und die Lawinensituation entsprechend entspannt. Es herrschen beste Bedingungen für Touren im Berner Oberland, die Nullgradgrenze lag am Freitag bei rund 3.000 m.“

Die Mönchsjochhütte im Detail:

Mönchsjochhütte
Die höchste bewartete Hütte der Schweiz liegt auf 3.650 m in den Berner Alpen mitten im UNESCO-Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch. Die Mönchsjochhütte hat gleich noch ein paar Superlative zu bieten: Ausgangspunkt für den Zustieg ist die höchste Eisenbahnstation Europas – die Station Jungfraujoch der Jungfraubahn auf 3.454 m. Am Fuss des Mönchs beginnt der längste Eisstrom Europas, der Aletschgletscher, nach Süden zu fliessen. Die berühmten 4.000er-Berge wie Jungfrau, Mönch und die Fiescherhörner liegen zum Greifen nah. Die Weitsicht in die Berner und Walliser Alpen ist schier unendlich!  Die Hütte steht in exponierter Lage auf Stelzen am Ostgrat des Mönch und klebt buchstäblich am Felsen. Eigentümer ist die Genossenschaft Mönchsjochhütte, die überwiegend aus den Bergführern von Grindelwald besteht. Der 2004 erweiterte und modernisierte Bau bietet 120 Schlafplätze. An schönen Tagen kommen dazu noch bis zu 600 Tagesgäste vom Jungfraujoch. 
Geöffnet
Mär - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

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