Luftbild der Capanna Regina Margherita

Die höchstgelegenen Hütten der Alpenländer

Hüttentipps
2 Min.
13.08.2026

Foto: AdobeStock/ CreativePhotography

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Vom Großglockner über das Jungfraujoch bis zum Monte Rosa: In allen Alpenländern befinden sich Schutzhütten in außergewöhnlicher Höhenlage. Wir stellen die höchstgelegenen Hütten Österreichs, Deutschlands, der Schweiz, Italiens und Liechtensteins vor.

Inhalt

  1. Die höchsten Hütten Österreichs

  2. Münchner Haus (2.964 m) - die höchste Hütte Deutschlands

  3. Mönchsjochhütte (3.650 m) – die höchste Hütte der Schweiz

  4. Margheritahütte (4.554 m) – die höchste Hütte Italiens

  5. Becherhaus (3.195 m) – die höchste Hütte Südtirols

  6. Pfälzerhütte (2.108 m) – die höchste Hütte Liechtensteins

Die höchsten Hütten Österreichs

Platz 1: Erzherzog-Johann-Hütte (3.454 m)

Glocknergruppe, Kärnten & Osttirol
Mit 3.454 m ist die auf der Adlersruhe gelegene Erzherzog-Johann-Hütte des Österreichischen Alpenklubs (ÖAK) die höchste Schutzhütte Österreichs und gleichermaßen Stütz- wie Ausgangspunkt für den finalen Gipfelvorstoß auf den Großglockner (3.798 m). Von der Hütte aus dauert die Besteigung von Österreichs höchsten Berg noch etwa zwei Stunden.

Platz 2: Brandenburger Haus (3.277 m)

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Ötztaler Alpen, Tirol
Das 1909 vom Alpenverein eröffnete Brandenburger Haus steht der Erzherzog-Johann-Hütte mit nicht einmal 200 Höhenmetern Unterschied in nichts nach – es thront erhaben inmitten der Gletscher der Ötztaler Alpen auf 3.277 m. Der Ausblick ist auch hier atemberaubend und gipfelreich. Um ihn genießen zu können, muss man sich allerdings mit Seil, Steigeisen und Eispickel ausstatten: Alle Routen hinauf zum Brandenburger Haus führen über Gletscher und haben hochalpinen Charakter.

Platz 3: Hochstubaihütte (3.173 m)

Stubaier Alpen, Tirol
Die Hochstubaihütte des Deutschen Alpenvereins befindet sich auf der Wildkarspitze in einer Höhe von 3.173 m und rangiert damit auf Platz drei der höchstgelegenen Schutzhütten Österreichs. Der Blick über das Gipfelpanorama der Zentralalpen reicht von der Zugspitze bis in die Dolomiten – ein Anblick, den man unbedingt auch im Abendrot auf der Terrasse genießen sollte.

Platz 4: Zittelhaus, 3.106 m

Goldberggruppe, Salzburg
Direkt am Gipfel des Hohen Sonnblicks auf 3.106 m liegt das 1886 eröffnete Zittelhaus des Österreichischen Alpenvereins. 1905 wurde am benachbarten Sonnblick-Observatorium ein Kälterekord aufgestellt: - 37,4° C wurden gemessen – die tiefste jemals in Österreich gemessene Temperatur. An wärmeren Tagen laden freilich zahlreiche Gipfel zu ausgedehnten Bergtouren ein. Abends wird man dann auch hier mit herrlichen Sonnenuntergängen belohnt.

Münchner Haus (2.964 m) - die höchste Hütte Deutschlands

Wettersteingebirge, Bayern
Das Münchner Haus auf 2.964 m
© Admin-Team München und Oberland
Das denkmalgeschützte Münchner Haus steht auf dem Westgipfel der Zugspitze auf fast 3.000 m Höhe. Es wurde 1897 erbaut. Trotz mehrerer Modernisierungen hat sich das Münchner Haus seinen historischen Charakter bewahrt und zählt bis heute zu den traditionsreichsten Hütten Deutschlands. Die 36 Schlafplätze sind Bergsteigerinnen und Bergsteigern vorbehalten, die am nächsten Tag den Jubiläumsgrat begehen möchten.

Mönchsjochhütte (3.650 m) – die höchste Hütte der Schweiz

Berner Alpen, Wallis
Die Mönchsjochhütte (3.650 m) ist die höchste bewirtschaftete Hütte der Schweiz. Und sie hat auch noch einige andere Superlative zu bieten: Ausgangspunkt für den Zustieg ist die höchstgelegene Eisenbahnstation Europas – die Station Jungfraujoch der Jungfraubahn auf 3.454 m. Am Fuß des Mönchs beginnt der längste und flächenmäßig größte Eisstrom Europas, der Aletschgletscher, nach Süden zu fließen. Die Hütte selbst steht in exponierter Lage auf Stelzen am Ostgrat des Mönchs und klebt buchstäblich am Felsen.

Margheritahütte (4.554 m) – die höchste Hütte Italiens

Walliser Alpen, Piemont
Mit spektakulären 4.554 m ist die Margheritahütte, deren italienischer Name Capanna Regina Margherita lautet, das höchstgelegene Gebäude Europas. Sie liegt auf dem Gipfel der Signalkuppe in den Walliser Alpen – nur etwa 30 Meter von der Schweizer Landesgrenze entfernt. Rings um die Hütte fällt das Gelände steil ab. Eine gute Akklimatisierung sollte Voraussetzung für jede Tour auf die Margheritahütte sein, in der nicht umsonst ein höhenphysiologisches Forschungszentrum angesiedelt ist.

Becherhaus (3.195 m) – die höchste Hütte Südtirols

Stubaier Alpen, Südtirol
Die höchstgelegene Hütte Südtirols trägt den Namen des Berges, auf dessen Gipfel sie liegt: Becher oder „Rifugio Bicchiere“. 1894 wurde sie unter großem Zeitdruck fertiggestellt und hieß anfangs noch Kaiserin-Elisabeth-Schutzhaus – eine Ehrung der kaiserlichen Familie, die den schier unmöglichen Bau der Schutzhütte auf 3.195 m unterstützt hatte.
Noch heute schmücken drei Bilder der Kaiserin die Wände der Hütte, von der aus sich zahlreiche Bergtouren anbieten – etwa auf den Wilden Freiger (3.418 m), das Zuckerhütl (3.507 m) oder den Wilden Pfaff (3.456 m).

Pfälzerhütte (2.108 m) – die höchste Hütte Liechtensteins

Rätikon, Liechtenstein
Die Pfälzerhütte liegt auf 2.108 m am Bettlerjoch im Rätikon und ist damit die höchstgelegene Schutzhütte Liechtensteins. Die österreichische Staatsgrenze ist nur einen Katzensprung entfernt. An der Hütte führen beliebte Weitwanderwege wie der Liechtenstein-Weg 66 und der Fürstin-Gina-Weg vorbei.

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