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Glecksteinhütte

2.317 m • Bewirtschaftete Hütte
Öffnungszeiten

Juni bis Oktober

Ab 23. Juni bis ca. Mitte Oktober (je nach Wetter).

Telefon

+41 33 853 11 40

Homepage

http://www.gleckstein.ch

Betreiber/In

Christoph Sager

Räumlichkeiten

Zimmer Matratzenlager Winterraum
16 Betten 65 Schlafplätze 20 Schlafplätze

Details

  • Seminarraum
  • Winterraum
  • Wi-Fi
  • Kreditkarten
  • EC-Karten
  • Dusche
  • Handyempfang
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Lage der Hütte

Die Glecksteinhütte (2.317 m) steht hoch über Grindelwald auf einer Felskanzel. Im Rücken die Gletscher und die weißen Berggipfel, tief unten im grünen und weiten Tal der grosse Touristenort. Hat man einmal den technisch schwierigen und exponierten Hüttenweg hinter sich, genießt man die idyllische Berglandschaft der Berner Alpen. 

1902 wurde die Hütte als Hotel eröffnet - später dann zur Hütte rück- bzw. umgebaut. Heute ist die gut ausgebaute SAC-Hütte eine moderne Bergunterkunft. Sie ist beliebtes Tagesziel für Touristen aus Grindelwald und dem Berner Oberland. Für Alpinwanderer dient sie als Stützpunkt für die anspruchsvollen Ausflüge zum Oberen Grindelwaldgletscher und auf das Chrinnenhorn.

Das Wetterhorn, der Hausberg von Grindelwald, ist das beliebteste Hochtourenziel für Bergsteiger. Aber auch die Touren auf das Mittel- und Rosenhorn, Bärglistock, Klein und Gross Schreckhorn und die Gwächte sind Touren in eine abgeschiedene Bergwelt.

Kürzester Weg zur Hütte

Der Hüttenweg zählt zu den eindrücklichsten und imposantesten Bergwegen der Region. Es führt nur dieser eine Weg zur Glecksteinhütte. Mit den zahlreichen Zustiegsmöglichkeiten aus dem Grindelwaldtal gibt es dennoch schöne Abwechslungen.

Zustieg erfolgt entweder vom Wetterhorn/Oberer Gletscher (Grindelwald) oder von der Posthaltestelle „Abzweigung Gleckstein“ (ca. 2:45 h Gehzeit). Es gibt keine Kletterstellen und exponierte Passagen haben Halteseile zur Sicherung gespannt. Der Weg ist durchgehend sichtbar und perfekt markiert. Es wird empfohlen, Kinder bei den schwierigen Stellen zu sichern.

Rückweg über die selbe Strecke und über zahlreiche Varianten zur Grossen Scheideg, First, Bort und Grindelwald.

Leben auf der Hütte

Der Name Gleckstein oder „Gläckstein“ stammt von „Gläck“ (Viehsalz), welches die Hirten den Schafen zum Stein brachten. Die Schafe leckten dann das begehrte Geschenk sofort auf. Auch heute noch werden Schafe am „Oberen Berg“ zur Sömmerung gebracht und lecken die Köstlichkeiten der Hüttenwarte. Der Gleckstein wurde vermutlich 1854 zum ersten Mal für touristische Zwecke benutzt.

1870 wurde dann eine erste Hütte für Touristen erbaut. 1904 wurde dann das Hotel Gleckstein eröffnet, da man in den nächsten Jahren damit rechnete, eine Luftseilbahn könnte hier, auf dem Weg zum Wetterhorngipfel, eine Zwischenstation erbauen. Der erste Weltkrieg löschte aber die Bauvorhaben der Bahn aus.

1920 übernimmt die Sektion Burgdorf des Schweizer Alpen-Clubs das Hotel und baute es zu einer Berghütte um. Heute ist die gut ausgebaute SAC-Hütte eine moderne Bergunterkunft. Glücklich schätzen können sich Übernachtungsgäste, wenn am Abend eine Steinbockkolonie die Hütte besucht, um das ausgestreute Viehsalz zu lecken. Mit etwas Geduld und Sitzfleisch, kann man diesem Treiben als Zaungast beiwohnen.

Oberhalb der Hütte führen Alpinwanderwege über saftige Alpweiden, karge Moränen und felsige Platten auf das Chrinnenhorn, zum Chrinnengletscher oder durch das „Beesi Bärgli“ zum Oberen Grindelwaldgletscher. Nur wenige Kilometer vom hektischen Dorfzentrum von Grindelwald entfernt, steht man in einer urtümlichen Hochgebirgswelt.

Dank den nahen Kletterfelsen (ca. 70 leichte Seillängen), steilen Firnfelder und dem Gletscher wird die Hütte oft als Stützpunkt für Alpinausbildungen gewählt. Dank dem hauseigenen Wasserkraftwerk kommt die Hütte ohne stinkigen Dieselgenerator oder umtriebige Solaranlagen aus. Für Tagesgäste oder nach der Bergtour wird eine schöne Getränke- und Speisekarte bereit gehalten. Übernachtungsgästen wird mit einem währschaften Nachtessen und ausgiebigem Frühstücksbüffet aufgewartet.

Gut zu wissen

Übernachtung nur nach Reservierung, kurz- oder längerfristig telefonisch oder mittels Online-Reservierung auf der Website. 4 Komfortzimmer mit 4 Einzelbetten. 5 Schlafräume mit 10 - 15 Plätze. Hüttenleichtschlafsack obligatorisch. Fliessend Kalt- und Warmwasser im Waschraum und warme Duschen. Guter Handyempfang bei der Hütte. Freies WiFi nach dem Abendessen. 230V Netz für Ladegeräte. Bezahlung mit CHF, Euro oder Karten. Für Hunde besteht keine Übernachtungsmöglichkeit. Hüttenruhe 22 Uhr.

Touren und Hütten in der Umgebung

Hüttenaufstieg vom Hotel Wetterhorn 3:30 h; von der Bushaltestelle „Abzweigung Gleckstein“ 2:30 h - Achtung, über längere Strecken exponierter Bergweg (gute Trittsicherheit erforderlich, Schwierigkeit T3, rot-weiss markiert, Kinder anseilen).

Alpinwanderwege
Chrinnenhorn 2.741 m, 1:30 h (T4, blau-weiss markiert)
Beesi Bärgli zum Oberen Gletscher 2.660 m (T5, blau-weiss markiert)
Chrinnengletscher 2.850 m, 2:00 h (T5, weiss markiert)

Klettergärten
5 verschiedene Klettergärten mit vielen Einseillängen- und Top-Rope-Routen. Klettertour über das Steinbockgrätli in 6 Seillängen.

Hochtouren
Wetter-, Mittel- und Rosenhorn, Bärglistock, Klein und Gross Schreckhorn und Gwächte. Alles kombinierte und anspruchsvolle Hochtouren mit Zustiegen über Gletscher.

Alpine Übergänge
Über den Oberen Grindelwaldgletscher sind Hüttenwechsel zur Dossen-, Gauli-, Lauteraar- und Schreckhornhütte möglich.

Weitere Wanderhütten sind nur mit dem Abstieg ins Tal und mit Wiederaufstieg erreichbar (zB Bäregghütte, Brochhütte, Berghaus Faulhorn).

Anfahrt

Über Luzern oder Bern nach Interlaken und weiter nach Grindelwald zum Hotel Wetterhorn.

Parkplatz

Oberer Gletscher bzw. Hotel Wetterhorn

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit Zug bis Grindelwald und Bus bis „Abzweigung Gleckstein“ an der Grossen Scheidegg-Strecke

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