Hütten

7 Schweizer Hütten für Ostern

Hütten-Tipps • 12. April 2017
von Riki Daurer

Unsere Empfehlung: Zu Ostern nochmals die Ski auspacken und gegen Westen ziehen! Dazu präsentieren wir euch sieben Schweizer Hütten, die noch offen haben und Hochtourenfreuden garantieren.

Tuoihütte Piz Buin
Foto: Riki Daurer
Tuoihütte (2.250 m) mit Piz Buin im Hintergrund

1. Widlstrubelhütte, 2.793 m

Wallis/ Berner Alpen

Wildstrubelhütte
Die Wildstrubelhütte ist eine Berghütte des Schweizer Alpen Clubs im Kanton Bern. Sie liegt im Wildstrubelmassiv, westlich des Plaine Morte Gletschers, auf 2.793 m Höhe und wird gemeinsam von den Sektionen Wildhorn und Kaiseregg betreut. Die 1927 errichtete Hütte im westlichen Berner Oberland wurde 2004 erweitert und renoviert. Sie ist ein beliebtes Ziel für Bergwanderer, Skitourengeher und erfahrene Mountainbiker. Der Zustieg zur Hütte kann im Sommer und im Winter sowohl von der Berner als auch von der Walliser Seite aus erfolgen.
Geöffnet
Mär - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Hüttenwirte Katja und Thomas Heiniger berichten uns: „Die Schneeverhältnisse auf dem Wildhorn, Wildstrubel, Weisshorn, Rohrbachstein und Mittaghorn sind nach wie vor sehr gut. Der Zustieg ab Gletscherbahn Crans Montana (1,5 h) ist gespurt und auch für Schneeschuhwanderungen gut geeignet. Die Bergbahnen sind noch bis Ostermontag geöffnet. Die westliche Berner Oberländer Haute Route von Les Diablerets bis nach Kandersteg ist noch gut begehbar, der Schnee präsentiert sich teils pulvrig, meistens aber frühlingshaft sulzig. Das Wetter bis Ostern sieht vielversprechend aus und wir haben noch freie Plätze. Auch alle unsere Nachbarhütten und die Wildstrubelhütte sind voraussichtlich bis Ende April offen und bewartet.“

 

Auf der Wildstrubelhütte
Foto: Wildstrubelhütte
Auf der Wildstrubelhütte

2. Wildhornhütte, 2.303 m

Kanton Bern/ Berner Alpen

Wildhornhütte
Die Wildhornhütte des SAC liegt im Naturschutzgebiet Gelten-Iffigen, am am Nordfuss des Wildhorns (3.248 m) und in der Nähe des Iffigsees. Das Wildhorn, der höchste Gipfel in den westlichen Berner Alpen, kann von hier über den Chichli-Gletscher und den Tungelgletscher als Tagestour bestiegen werden. Seit 1899 gibt es an dieser Stelle eine Hütte, gedacht als Unterkunft vor der letzten Etappe der Wildhornbesteigung. Heute bietet sich die Wildhornhütte auch als Ausgangspunkt für die „Berner Haute-Route Diablerets-Kandersteg-Grimsel“an. Das Wildhorn liegt genau an der Grenze zwischen den Kantonen Bern und Wallis, zwischen sprachlich und kulturell ganz unterschiedlichen Regionen der Schweiz. Umrundet man das Wildhorn von der Wildhornhütte über die Cabane des Audannes und die Geltenhütte kann man die jeweils regionalen Besonderheiten kennen lernen. Während der Winteröffnungszeit ist die Hütte Ausgangspunkt für Skitourengänger und Schneeschuhläufer. Die Schitour auf das Wildhorn ist nicht allzu schwierig und oft bis weit in den Frühling hinein machbar. Trotzdem ist das Gebiet nicht überlaufen und man findet oft genug unberührte Hänge, in denen man den ersten Schwung ziehen kann.
Geöffnet
Mär - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Wildhornhütte liegt im Naturschutzgebiet Gelten-Iffigen, am Nordfuß des Wildhorns (3.248 m), das wiederum der höchste Gipfel in den westlichen Berner Alpen ist und der über den Chichli-Gletscher und den Tungelgletscher als Tagestour bestiegen werden kann.

Die Wildhornhütte bietet sich nicht nur für viele Tagestouren an, sondern auch als Ausgangspunkt der „Berner Haute-Route Diablerets-Kandersteg-Grimsel“.

Die Wildhornhütte
Foto: Wildhornhütte
Die Wildhornhütte

Hüttenwirtin Monika über die Bedingungen: „Rund um die Wildhornhütte und am Wildhorn/ Schnidehorn sind die Schneeverhältnisse perfekt, je nach Sonneneinstrahlung sogar richtig traumhaft! Das Wildhorn wird täglich begangen. Der Schnee vom Iffigsee aufwärts ist noch sehr gut, am Morgen hart, am Nachmittag sulzt er auf. Die Straße auf die Iffigenalp ist geöffnet. Von der Iffigenalp durchs Iffigtal gibt es nun kurze apere Stellen, die Skier müssen circa 20 Meter getragen werden.“


3. Tuoihütte, 2.250 m

Graubünden/ Silvretta

Tuoihütte
Hütte • Graubünden

Tuoihütte (2.250 m)

Die Chamonna Tuoi ist eine traditionelle Schutzhütte des Schweizer Alpenclubs SAC (Sektion Engiadina Bassa in Zernez) und liegt im Schweizer Teil der Silvretta. Sie sitzt unterhalb des Piz Buin (3.312 m), dem höchsten Vorarlberger Gipfel der Silvretta, und blickt nach Süden über das Unterengadin hinweg.  Die Hütte ist idealer Ausgangspunkt für Gletschertouren in der Silvretta bzw. als Zwischenstation für eine Durchquerung der Silvretta. Schon der Zustieg aus dem malerischen Engadiner Dorf Guarda ist einen Ausflug zur Chamonna Tuoi wert. Wanderer, Bergsteiger und Mountainbiker kommen hier voll auf ihre Kosten.
Geöffnet
Feb - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Tuoihütte im Schweizer Teil der Silvretta ist unter anderem für ihre schöne Lage am Fuße des Piz Buin bekannt und aufgrund der großen Auswahl an Tourenmöglichkeiten beliebt. Sowohl Durchquerungen in der Silvretta als auch zahlreiche Gipfelbesteigungen rund um die Hütte sind möglich.

Der Zustieg zur Tuoihütte ab Guarda im Engadin beinhaltet eine längere Ski-Tragepassage bis zu Alp-Suot (2.018 m). Ab da kann noch auf einem schmalen Schneeband mit den Skiern bis zur Hütte gegangen werden.

Wichtig: der Parkplatz befindet sich vor dem Ort Guarda, im Ort gibt es keinerlei Parkmöglichkeiten.


4. Coazhütte, 2.610 m

Graubünden, Berninagruppe

Chamanna Coaz
Hütte • Graubünden

Chamanna Coaz (2.610 m)

Gut zu erreichen und dennoch inmitten einer spektakulären Landschaftskulisse – so zeigt sich die charmante Schutzhütte Chamanna Coaz (2.610 m) des Schweizer Alpenclubs Sektion Räthia in der Berninagruppe. Eingebettet in die Vielfalt der Engadiner Bergwelt darf man sich über eine durchaus eigenwillige aber einladende Bauform und die damit einhergehenden Annehmlichkeiten dieser gediegenen Hütte freuen. Die Geschichte der Coaz Hütte geht bis ins 19. Jhdt. zurück. Im rundum mit Aufmerksamkeit bedachten Ambiente, darf sich auch der Gaumen auf die bodenständige und kreative Kochkunst der Hüttenwarte Ursula und Ruedi freuen. So bleibt einem auch die liebevolle Pflege des Hüttenzustieges nicht verborgen. Bachquerungen und Wegpassagen werden immer wieder entsprechend gut saniert oder erneuert.  Ein vielfältig in Eis gebetteter Flecken Land - während im Südwesten der Kapuziner (Il Capütschin) thront ist im Norden der Piz Corvatsch ein Ausgangspunkt für viele Unternehmungen in dieser Region.
Geöffnet
Mär - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Gut zu erreichen und dennoch inmitten der spektakulären Landschaft der Bernina befindet sich die Chamanna Coaz (2.610 m). Eingebettet in die Vielfalt der Engadiner Bergwelt wartet sie mit einer durchaus eigenwilligen, aber einladenden Bauform auf und garantiert einen angenehmen Aufenthalt. Der Gaumen darf sich auf die bodenständige und kreative Kochkunst der Hüttenwarte Ursula und Ruedi freuen. 

Während im Südwesten der Kapuziner (Il Capütschin) thront, ist im Norden der Piz Corvatsch ein guter Ausgangspunkt für Touren.


5. Silvrettahütte, 2.341 m

Graubünden, Silvretta

Silvrettahütte im Winter
Hütte • Graubünden

Silvrettahütte (2.341 m)

Die SAC Silvrettahütte gehört der Sektion St. Gallen des SAC und befindet sich mitten in den Bündner Alpen, am südwestlichen Ende des Silvrettagletschers. In aussichtsreicher Lage mit Blick ins Prättigau liegt die Hütte im weniger besuchten Schweizer Teil der Silvretta, rund 1,5 km von der österreichischen Grenze entfernt. Um die Hütte präsentiert sich eines der gipfelreichsten und vielseitigsten Tourengebiete der Silvretta. Hier erheben sich bekannte Berge wie Verstanclahorn, Piz Buin und Silvrettahorn - klingende Namen, die im Sommer wie im Winter ambitionierte BergsteigerInnen anziehen. Die Umgebung der Silvrettahütte bietet aber noch mehr: Gletschertore, Seen, Wasserfälle, Bäche mit Gletschermilch und schuttreiche Moränen sind Zeugen und Reste der Gletscher, die die wilde Landschaft hier geformt haben. Ein Gletscher-Lehrpfad, als Rundweg mit 15 Info-Tafeln eingerichtet, beantwortet Fragen: Wie wird Schnee zu Eis? Wo kommt die Gletschermilch her? Was hat schon lange vor Alpinismus und Freizeitvergnügen die Menschen hier hinauf bewegt? Wird es den Silvrettagletscher in 50 Jahren noch geben? Im Berghaus liegen kostenlose Faltprospekte auf. Für heiße Sommertage - der Wellnessbereich 5 Minuten oberhalb der Hütte: Ein kühles Bad im Gletschersee erfrischt garantiert.
Geöffnet
Feb - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Silvrettahütte (2.341 m) liegt im stillen Teil der Silvretta. Während sich auf der österreichischen Seite unzählige Tourengeher tummeln, reduziert sich deren Anzahl auf Schweizer Seite deutlich. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die Hütte nicht ganz einfach zu erreichen ist – entweder kommt man über die Joche, Pässe und Berge von einem anderen Teil in der Silvretta oder man nimmt den derzeit beschwerlichen Weg von Montbiel durch das Galtürtäli – hier ist aktuell mit längeren Tragepassagen zu rechnen. Auch die Taxis verkehren noch nicht wie im Sommer.

Auf der Silvrettahütte

Die Hütte sollte aber unbedingt besucht werden – dafür sprechen die gute Lage, Terrassen-Abendsonne bis zum Sonnenuntergang, ein überaus nettes Hüttenteam und köstliches Essen.


6. Fridolinshütte, 2.111 m

Glarus/ Glarner Alpen

Fridolinshütte
Hütte • Glarus

Fridolinshütte (2.111 m)

Die Fridolinshütte ist eine Schutzhütte des Schweizer Alpenclubs SAC (Sektion Tödi) und befindet sich im Süden des Kanton Glarus (Glarner Alpen). Die Fridolinshütte ist der Ausgangspunkt für die Besteigung des Tödi (3.614 m) über die Normalroute aus dem Osten.  Die kleine, urige Fridolinshütte wurde 1920 erbaut und ersetzte eine ältere Hütte aus dem Jahre 1890. Die „Terrasse“ vor dem Häuschen ist mit Blick auf den mächtigen Stock des Tödi umwerfend. Da schmeckt das Bier doppelt so gut! Trotz der abgelegenen Lage verfügt das Haus über Strom und Festnetztelefon.
Geöffnet
Mär - Aug
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Schutzhütte des Schweizer Alpenclubs SAC liegt abgelegen im Süden des Kanton Glarus und bietet einen umwerfenden Terrassen-Blick auf den mächtigen Stock des Tödi (3.614 m), für dessen Besteigung (Normalroute aus dem Osten) sie sich als Ausgangspunkt bestens eignet.

Auf der Hütte selbst werden Gäste mit selbstgemachtem Kuchen verwöhnt.


7. Sustlihütte, 2.257 m

Uri/ Urner Alpen

Sustlihütte im Winter
Auf einer sonnigen Geländeterrasse oberhalb über der Sustenpassstrasse im hintersten Meiental liegt die familienfreundliche Sustlihütte (2.257 m) umgeben von grünen Matten, festem Fels und eindrücklichen Bergen und Gletschern. Der «Leiterliweg» zur Hütte weckt nicht nur bei den Kindern die Abenteuerlust. So macht der Hüttenzustieg Spaß, schnell vergeht die Zeit. Bei schönem Wetter kann man das Essen auf der Terrasse bei herrlichem Blick ins vergletscherte Gebiet der Sustenhörner und Tierbergen genießen. Auf der anderen Seite bietet sich ein schöner Blick ins Meiental sowie auf glatt geschliffene Granitformationen und runde Felsbuckel. Beiderseits des Sustenpasses gibt es Klettereien und Boulder in allen Schwierigkeiten – die Sustlihütte bietet sich als Basislager an - zum Beispiel für die Klettergärten am Chli Sustli oder die Südgratüberschreitung (4c) am Trotzigplanggstock.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Auch die familienfreundliche Sustlihütte oberhalb der Sustenpassstraße im hintersten Meiental lädt zur Skitourensaison.

Für den Winterzustieg zur Sustlihütte (2.257 m) gibt es mehrere Möglichkeiten, etwa vom Ende der geräumten Straße bei Gorezmettlen (1.520 m). Mögliche Touren von der Hütte aus führen auf den Grassen (725 Hm, 2:30 h), Stössenstock (2.940 m, 707 Hm, 2 h) und Uratstock (2.911 m, 798 Hm, 3 h).


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