Blick auf den Achensee in Tirol

Der Achensee in Tirol – Wanderungen, Infos & Tipps

Regionen
6 Min.
28.04.2026

Foto: Elias Holzknecht / Red Bull Media House Publishing

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Der Achensee ist mit 6,8 Quadratkilometern der größte See in Tirol. Wie ein norwegischer Fjord liegt er eingebettet zwischen dem Rofan- und dem Karwendelgebirge. Er ist bei Sufern, Seglern und Tauchern beliebt und bietet aus allen Himmelsrichtungen wunderschöne Fotomotive. Hier findest du die besten Wanderungen und Bergtouren rund um den Achensee sowie wertvolle Infos und hilfreiche Tipps.

Alle Infos auf einen Blick

Der Achensee ist ein natürlicher See, der dem Gelände folgend gegen Norden, also in Richtung Isar entwässert. Durch den Bau des Kraftwerks Jenbach im Tiroler Inntal im Jahr 1927 wird der Achensee aber auch gegen Süden hin mit einer Fallhöhe von 375 Metern zur Stromgewinnung genutzt und das Wasser dem Inn zugeführt. Trotz der wirtschaftlichen Nutzung weist der See eine ausgezeichnete Wasserqualität auf und besticht durch sein türkisblaues Wasser. Gute Windverhältnisse sorgen für einen regen Segel- und Surfbetrieb und mit einer maximalen Tiefe von 133 Metern ist der See auch bei Tauchern sehr beliebt. Die Hauptorte am See sind Pertisau, Achenkirch und Maurach.

  • Höhenlage: 929 m

  • Gebirgsgruppe: Karwendelgebirge, Rofan - Brandenberger Alpen

  • Kürzester Zustieg: Der Achensee ist mit dem Pkw, mit dem Linienbus oder mit der Achenseebahn zu erreichen.

  • Größe: 6,8 km2

  • Max. Tiefe: 133 m

  • Max. Temperatur: 22 °C


Wanderungen rund um den Achensee

Der Achensee als Perle zwischen dem Rofan und dem Karwendel ist ein wahres Wanderparadies. Einer der schönsten Wege führt direkt am westlichen Ufer von Pertisau über die Gaisalm nach Achenkirch. Da einige Passagen aber steil und ausgesetzt sind, sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich. Als wunderschöne Einkehrmöglichkeit dient die idyllisch gelegne Gaisalm.

Zurück kann man mit den Schiff fahren - entweder von der Gaislam oder von Achenkirch.

Österreich, Pertisau

Gaisalm

Hütte

Bewirtschaftet

Gaisalm am Achensee

Österreich, Pertisau

Gaisalm

Hütte

Bewirtschaftet

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Wer möchte, kann sogar den gesamten Achensee umrunden. Mit rund 22 Kilometern eine ordentliche Strecke, die besonders von Trailläufern sehr geschätzt wird. Aus diesem Grund findet auch einmal im Jahr der Achenseelauf statt.


Touren und Hütten auf der "Karwendelseite"

In Pertisau am Achensee startet die Karwendel-Bergbahn hinauf auf den aussichtsreichen Zwölferkopf. Von hier genießt man einen fantastischen Blick hinunter auf den See und viele Paragleiter nutzen die gute Thermik.

Mit oder ohne Seilbahnunterstützung empfiehlt sich eine Wanderung von Pertisau zum Alpengasthaus Karwendel, weiter zur urigen Bärenbadalm und über den Weißenbachsattel in einer Runde wieder hinunter zum Achensee.

Österreich, Pertisau am Achensee

Bärenbadalm

Hütte

Bewirtschaftet

Die Bärenbaldalm ist auch ein beliebtes Ziel für Biker.

Österreich, Pertisau am Achensee

Bärenbadalm

Hütte

Bewirtschaftet

Bärenbadalm und Zwölferkopfumrundung sind zudem auch mit dem Mountainbike zu machen. Immer wieder genießt man dabei wunderbare Aussichten hinunter auf den Achensee.

Unübertroffen zudem die – allerdings durchaus anspruchsvolle – Bergtour auf die Seebergspitze mit herrlicher Sicht über den Achensee.


Touren und Hütten auf der "Rofanseite"

Von Maurach am Achensee gelangt man mit der Rofanseilbahn bequem und aussichtsreiche hinauf zur Bergstation am Rande des Rofangebirges. Hier befindet sich die Erfurter Hütter in bester Aussichtslage und ist willkommene Einkehrmöglichkeit vor oder nach einer der zahlreichen Touren im Rofan.

Eine der beliebtesten Touren führt auf die 2.259 Meter hohe Rofanspitze, die eine herrliche Rundumsicht erlaubt. Außerdem lässt sich die Tour wunderbar mit einem zweiten Gipfel kombinieren: mit dem 2.299 Meter hohen Hochiss.

Schwindelfreie Kletterfreunde werden zudem vom 5-Gipfel-Klettersteig begeistert sein. Er verlangt einiges an Ausdauer und Kraft, dafür wird man aber mit dem Besten, was das Rofan zu bieten hat, beschenkt.

Weniger abenteuerlich, aber dafür sehr idyllisch und mit wunderbarer Sicht auf den Achensee ist die Wanderung von der Bergstation der Seilbahn zur Dalfazalm, die eine der beliebtesten Einkehrhütten am Achensee darstellt. Wer hier essen möchte, sollte tatsächlich vorab reservieren.

Von der Alm kann man im Anschluss über einen Waldsteig und vorbei am imposanten Dalfazer Wasserfall bis zum Achensee absteigen.

Österreich, Maurach am Achensee

Dalfaz Alm

Hütte

Bewirtschaftet

Der Weg zur Dalfaz Alm

Österreich, Maurach am Achensee

Dalfaz Alm

Hütte

Bewirtschaftet


Anreise und Parkplatz

Öffentliche Verkehrsmittel: Mit dem Zug nach Jenbach (4 Stunden ab Wien), von dort mit dem Linienbus hinauf zum Achensee. Einige Unterkünfte in der Region bieten ihren Gästen einen praktischen Abhol- und Bringservice vom Bahnhof Jenbach (und zurück) an. Besonders romantisch ist aber die Fahrt vom Bahnhof Jenbach mit der Achenseebahn hinauf nach Maurach und weiter bis nach Pertisau. Die Achenseebebahn ist Europas älteste mit Dampf betriebene Zahnradbahn.

Pkw: Über die Inntalautobahn A12 (Vignettenpflicht), Ausfahrt Wiesing/Achensee, 7 km nach Maurach. Oder über Deutschland auf der B307 vom Tegernsee kommend, oder auf der B13 von Bad Tölz über den Sylvensteinsee und die Achenseestraße.

Parkplätze: Entlang des Sees gibt es mehrere gut markierte und kostenpflichtige Parkplätze.


Naturraum Achensee: Geologie, Flora und Fauna im Überblick

Charakteristik

Der bis zu 133 Meter tiefe und wegen seiner Größe (über 8 Kilometer lang, einen Kilometer breit) oft auch als das „Tiroler Meer“ bezeichnete Achensee ist der größte See im Bundesland Tirol. Er besitzt hervorragende Wasserqualität (annähernd Trinkwasserniveau), Taucher können mit bis zu zehn Metern Sichtweite unter Wasser rechnen. Seine Wassertemperatur ist, einem Gebirgssee entsprechend, eher niedrig – in den Sommermonaten kann er sich allerdings auf bis zu 22 Grad Celsius erwärmen.

Geologie

Entstanden durch gewaltige Gletscher nach der letzten Eiszeit vor rund 20.000 Jahren, wird der Natursee von den Berghängen des Karwendelmassivs und des Rofangebirges flankiert und durch unterirdische Zuflüsse gespeist. Das Achenseekraftwerk am südlichen Seeende wurde 1927 fertiggestellt. Dem Betrachter des tiefblauen Sees vor imposanter Bergkulisse drängt sich der Vergleich zu norwegischen Fjorden auf.

Fauna und Flora

Der Achensee weist einen großen Artenreichtum an Fischen auf. In ihm tummeln sich beispielsweise Aalrutte, Bach-, Regenbogen- und Seeforelle, Flussbarsch, Hecht, Schmerle und Seesaibling.
Vor allem der flachere Südteil spielt eine wichtige Rolle als Rast- und Überwinterungsstätte für Wasservögel, darunter Zwergtaucher, Tafelente, Reiherente, Stockente und Blessralle.

Das Westufer nördlich von Pertisau gehört zum Ruhegebiet Achental-West, einem Abschnitt des Naturparks Karwendel. In den dortigen Schuttkegeln sind wärmeliebende Pflanzengesellschaften zusammen mit Latschen und Erica anzutreffen, entlang der Uferpromenade bei Pertisau findet sich zudem eine kleine Population der Feuerlilie.

Legende

Einer Legende nach ist der Achensee nicht auf natürliche Art und Weise entstanden, sondern dort, wo einst ein stattliches Dorf lag. Weil dessen Bewohner ein lasterhaftes Leben führten, kamen zur Strafe gewaltige Wassermassen über das Dorf und es versank für immer. So war der Achensee geboren.

Gut zu wissen

Im Jahr 1887 läutete die „St. Josef“ als erstes Dampfschiff die Geburtsstunde der Achensee-Schifffahrt ein, die seitdem zu den Besuchermagneten der Region zählt. Dasselbe gilt auch für die 1889 eröffnete Achenseebahn, eine dampfgetriebene Zahnradbahn, die in den Sommermonaten von Jenbach aus Richtung Achensee fährt und dabei 400 Höhenmeter auf 6,7 Kilometern Strecke zurücklegt.


Häufig gestellte Fragen zum Achensee

Was macht den Achensee so besonders?

Der Achensee ist nicht nur der größte See Tirols, er liegt auch landschaftlich wunderschön eingebettet zwischen den steil abfallenden Karwendelbergen und dem Rofan. Das verleiht dem langgestreckten See etwas von einem norwegischen Fjord. Außerdem ist der Achensee unglaublich tief, an der tiefsten Stelle sind es 133 Meter.

Wann ist die beste Zeit am Achensee?

Der Achensee ist zu jeder Jahreszeit eine Reise Wert. Im Winter ist er teilweise zugefroren und kann zum Eislaufen genutzt werden. Außerdem bieten sich rund um den See schöne, teils aussichtsreiche Schneeschuhwanderungen an. Viele starten vom See direkt zum Skifahren oder zu Skitouren im Karwendel und im Rofan.
Im Frühling erwacht die Vegetation rund um den See zum Leben und dann ist beispielsweise die Wanderung zur Gaisalm besonders reizvoll.
Im Sommer ist der Achensee vor allem für Wassersport aller Art bekannt. Natürlich kann man auch schwimmen im See – er ist allerdings meist recht kalt – oder sagen wir – erfrischend.
Im Herbst, wenn sich das Laub der Bäume färbt bzw. die Nadeln der Lärchen und die Kontraste in der klaren Luft noch stärker zum Vorschein kommen, dann ist das die beste Zeit für ausgedehnte Touren im Rofan, das den ganzen Tag über der Sonne zugewandt ist.

Von wo aus hat man den schönsten Blick auf den Achensee?

Den Achensee in seiner vollen Länge sieht man am besten vom Bärenkopf, den man mit der Karwendel-Seilbahn leicht erreicht. Der Blick reicht bis ans nördliche Ufer des Sees bei Achenkirch.
Aber auch von der Dalfazalm im Rofan auf der östlichen Seite des Sees genießt man einen herrlichen, sonnenverwöhnten Blick hinunter auf den See und auf das gegenüberliegende Karwendel. Außerdem lädt die urige Alm zur Einkehr ein. Oder man erklimmt die Seebergspitze auf der anderen Seite des Sees und genießt den herrlichen Blick auf das Rofan.

Kann man am Achensee campen?

Ja, am Achensee gibt es mehrere Campingplätze in Achenkirch und in Maurach, teils mit direktem Seezugang. Alle Campingplätze sind auch im Winter geöffnet und bieten eine entsprechend hochwertige Infrastruktur.


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