
7 Bergseen und ihre Sagen
Foto: mauritius images/ Udo Siebig
von Martin Foszczynski
Tirol/ Rofangebirge
Alle Wanderer, die – überwältigt von so viel Schönheit – an seinem Ufer einschlafen, seien an dieser Stelle aber gewarnt: Die zieht das Auge nämlich erbarmungslos in die Tiefe!
Einer anderen Sage nach hütete einst ein Hirte sein Vieh über dem Zireiner See. Nichts wünschte er sich sehnlicher als einen Batzen Lehm, um die Mauern seiner kleinen Hütte abdichten zu können. Ein kleines Mädchen zeigte ihm eine Stelle, wo er genügend Lehm finden konnte. Er besserte damit seine Mauern aus – als er am folgenden Tag aufwachte, hatte sich der Lehm in pures Gold verwandelt. Das Lehmvorkommen oberhalb der Hütte hingegen war für immer verschwunden.

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Herrliche Seenwanderung im Rofangebirge in Tirol: von Aschau in Brandenberg zum Zireiner See. Wir stellen euch die Tour im Detail vor.

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Südtirol/ Dolomiten

Einer Sage zufolge lebte im See einst eine wunderschöne Wasserjungfrau, in die sich der Hexenmeister von Masaré verliebte. Um ihre Gunst zu gewinnen, empfahl ihm die Hexe Lanwerda sich als Juwelenhändler zu verkleiden und einen Regenbogen vom Rosengarten bis Latemar zu schlagen. Die Nixe aber erschrak vor der ganzen Aktion und verschwand für immer im See. Der Hexenmeister war so wütend, dass er die Juwelen in den See warf – und die Regenbogenstücke gleich dazu. Gut für uns – so schimmert der See noch heute in prächtigen Regenbogenfarben.


Wandern · Südtirol


Wandern · Südtirol
Tirol/ Rofangebirge
Kein Wunder, dass dieses besondere Naturjuwel auf die Menschen stets geheimnisvoll wirkte. Die Vorarlberger erzählen sich, dass im Lünersee allerhand Geister hausen, die Kapuziner und fromme Priester hineinverbannt haben. Es wird auch prophezeit, dass er eines Tages ausbrechen werde. Sein Wasser soll dann bei der Bludenzer Kirchenstiege bis zur siebenten Stufe hinaufreichen und der ganze innere Walgau wird überschwemmt sein.
Das es bisher noch nicht dazu kam, läge einzig an einem ungeheuren Felsblock, der mittels mächtiger eiserner Klammern an die unterirdische Öffnung angeschmiedet ist und so den Ausbruch hemmt.


Wandern · Vorarlberg


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Steiermark/ Seetaler Alpen
Vor Zeiten stand an seiner Stelle ein Bergkirchlein, in dem die Senner und Sennerinnen der umliegenden Almen die Sonntagsmesse besuchen konnten. Einmal aber geschah es, dass die Burschen und Mädchen im Übermut ein Trinkgelage abhielten und in den heiligen Mauern zu tanzen begannen.
Da stand plötzlich eine unbekannte alte Frau in der Kirche. Sie verwünschte das freche Treiben der jungen Leute und begann aus einem Gefäß, das sie bei sich trug, Wasser auszugießen. Das Wasser stieg höher und höher, bis nicht nur alle Frevler ertranken sondern das ganze Kirchlein in den Fluten des sich bildenden Sees versank. Nur die Spitze des Kirchturms stand noch ein wenig aus dem Spiegel heraus.
Dem nicht genug: Jahre später versuchte ein frommer Landwirt mittels zwei Stieren die Kirche wieder aus dem Wasser zu ziehen. Dazu schlang er eine lange Kette um die Turmspitze. Im letzten Moment aber, als schon die Schwelle der Kirchentür zum Vorschein kam und es nur noch eines kleinen Ruckes bedurfte, ging den Tieren die Kraft aus und die Kirche versank – dieses Mal einschließlich der Turmspitze – für immer auf den Grund des Sees.
Bayern/ Bayerische Voralpen

Die einheimische Bevölkerung fühlte sich seit jeher eng mit dem See verbunden – auch an erstaunlichen Erzählungen mangelt es nicht. Unerhörtes ereignete sich z.B. am Allerheiligentag des Jahres 1755: als in Portugal die Stadt Lissabon von einem Erdbeben größtenteils zerstört und vom Meer verschlungen wurde, begann auch der ferne Walchensee im Bayerischen zu brodeln und warf ein paar Fischer mittels haushoher Wellen in die Höhe. Klar, dass sie alsbald zum Kurfürsten nach München beordert wurden, um ihm Bericht zu erstatten.
Viellicht lag es ja daran, dass der See (in dem auch ein ungeheurer Waller hausen soll) durch eine Ader mit dem Meer in Verbindung steht, wie man munkelt. Deshalb sei er auch unergründlich. So habe man schon mehrmals die schwersten Steine an langen Seilen in den See hinabgelassen, am Boden angekommen sind die aber nie.

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4 gemütliche Gipfel: Wandern am Walchensee
Der Walchensee ist einer der größten und tiefsten Alpenseen in Bayern. Der malerische See liegt eine Stunde südlich von München und ist wegen seiner leichten Erreichbarkeit besonders beliebt.

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Oberösterreich/ Dachsteingebirge

Zwischen 1712 und 1715 – zur Zeit der Gegenreformation – kam es hier, im Herzen des Salzkammergutes, zu schweren Zusammenstößen zwischen katholischen und evangelischen Christen. Um Frieden zu stiften, sandte der Kaiser mehrere Kompanien Soldaten ins Krisengebiet. Nicht wenige Protestanten begannen daraufhin auszuwandern, um Strafgerichten zu entgehen.
Eines besonders strengen Winters machten sich wieder mehrere evangelische Familien aus Gosau und Umgebung ins steirische Ennstal auf. Dort, in Ramsau, hatten schon viele ihrer Glaubensgenossen eine neue Heimat gefunden. Die kleine Schar zog bei eisigem Winterwetter schweigend über den zugefrorenen Vorderen Gosausee dahin – doch ihre Flucht wurde verraten. Schon bald waren die „schwarzen Reiter“, wie man die dunkelgekleideten Soldaten überall nannte, hinter ihnen her. Die Eisdecke hielt der Belastung der über den See galoppierenden Rösser aber nicht stand – die Pferde brachen ein und rissen ihre Reiter mit in die Tiefe. Dort wurden sie nach dem Volksglauben in kurze schwarze Fische verwandelt.
Die „Schwarzreiter“ (oder auch „Schwarzreuter“) gibt es – nur hier im Gosausee – bis heute: sehr schmackhafte kleine Seesaiblinge mit schwarzem Rücken. Und gleiten sie an drückend heißen Sommertagen bis zum Wasserspiegel empor, dann sagen die Gosauer: „Siagst sie dort? Die schwarzen Reiter lassen sich a wieder amal anschaun!


Wandern · Oberösterreich


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Kärnten/ Karawanken und Bachergebirge



Wandern · Kärnten


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