Hesshütte

1.699 m • Bewirtschaftete Hütte
Öffnungszeiten

Mai bis Oktober

Von der zweiten Mai-Hälfte an bis, je nach Wetterlage, Ende Oktober.

Mobil

+43/(0)664/430 80 60

Homepage

www.alpenverein.at/hesshuette

Betreiber/In

Kazimiera Kozik

Räumlichkeiten

Zimmer Matratzenlager Winterraum
43 Zimmerbetten 85 Schlafplätze 6 Schlafplätze

Details

  • Seminarraum
  • Winterraum
  • Winterraum beheizt
  • Dusche
  • Für Familien geeignet
  • Handyempfang
  • So schmecken die Berge
  • Umweltgütesiegel

Lage der Hütte

Die Hesshütte (1.699 m) steht am Ennsecksattel zwischen Hochtor und Hochzinödl in den Gesäusebergen in den Ennstaler Alpen. Sie liegt mitten im Nationalpark Gesäuse und ist über vier Zustiege aus drei Gesäuse-Orten erreichbar: von Hieflau, von Johnsbach, von Gstatterboden. Die anspruchsvollsten Aufstiege führen von Gstatterboden über den legendären Peternpfad und den Wasserfallweg zur Hütte. Der Klassiker oder sagen wir Normalweg zur Hütte ist der Anstieg aus Johnsbach vom Gasthof Kölbl weg. Gleichgültig aus welcher Richtung man zur Hütte empor steigt, der Lohn für den zurückgelegten Weg ist mehrfach: eine prachtvolle Ostalpen-Hütte, die imposanten Gesäuse-Berge und im Falle einer sternenklaren oder sogar Vollmond-Nacht, ein Himmel und ein Panorama, das so schnell nicht zu vergessen ist. 

In welcher alpinen Gesellschaft hält sich die Hesshütte auf: die Planspitze im Norden, die Hochtor-Gruppe im Westen, die Jahrlingmauer im Süden und der Zinödl im Osten sind jahraus, jahrein die ständigen Begleiter der Hütte. Schon die Anstiegswege zur Hütte sind richtige Bergtouren. Nur rund um die Hesshütte gehen die Wege weiter. Darunter sind auch eine Reihe verwegener Klettereien. So reicht der Hochtor-Ostgrat, der Rossschweif, bis zur Hütte herunter. Der "Normalweg" von Johnsbach ist allerdings familientauglich, vorausgesetzt die heranwachsenden Alpinisten sind bereit, mindestens drei Stunden Fußmarsch in Kauf zu nehmen.

Kürzester Weg zur Hütte

Johnsbach im Gesäuse ist zwar ein kleiner Ort, hat aber einen großen Ruf. Nicht nur wegen des Bergsteiger-Friedhofes. Beim Gasthof Kölbl, wo auch geparkt werden kann, beginnt der Zustieg zu Hochtor und Hesshütte. Der Weg Nr. 601 führt am Wolfbauern-Wasserfall vorbei, entlang des Zachen Schuachs aufwärts zu den Koderböden. Vor der Unteren Koderalm zweigt der Weg links ab und zieht Richtung Hochtor-Gipfel. Das Massiv rückt in das Sichtfeld. Es geht über die Bockleiter weiter aufwärts. Das Zinödl und der Sulzkarhund, dessen westlicher Grat, rücken zum Hochtor ins Blickfeld. Über Terlerstiege und Hirschlacke steigt man weiter auf und erreicht die Stadlalm. Es geht weiter vorwärts zum Gamsbrunnen und am Fuße des Zinödls weiter aufwärts. Bis plötzlich die Hesshütte vor einem steht.

Gehzeit: 3 h 

Höhenmeter: 848 m

Alternative Routen
Von Gstatterboden (608 m, über Wasserfallweg, versicherter Steig; Gehzeit 3:30 h); von Gstatterboden/Parkplatz Haindlkarhütte (577 m, über Peternpfad, Kletterstellen im II. Schwierigkeitsgrad; nur für Fortgeschrittene; 4:45 h).

Leben auf der Hütte

Die Hesshütte ist eine richtig große Hütte. Nicht nur in Relation zu den umliegenden Gesäuse-Schutzhütten. Schon das baulich eigene Schlafhaus ist ein Indiz dafür, was die Hesshütte für eine Anlaufstelle ist. Und welche Magie das Hochtor-Massiv, das Zinödl, die Planspitze und der Ödstein auf Bergsteiger und Kletterer ausüben. Gut zu wissen

Den Beherbergungsgästen stehen Waschräume zur Verfügung. Duschen gibt es keine. Auf der Hütte ist Selbstbedienung. Und Barzahlung. Die Stromversorgung erfolgt via Photovoltaik-Anlage. Das Diesel-Aggregat dient als redundante Absicherung in der Stromproduktion. Die Warmwasser-Aufbereitung erfolgt über ein solarthermische Anlage. Die Nationalpark-Gesäuse-Hütte versucht so viel machbare umweltgerechte Hüttentechnik einzusetzen wie möglich. Dem widerspricht jedoch die Belieferung der Hütte mittels Hubschrauber. Es geht nur nicht anders. Laut Hüttenwirtin, wird die Hesshütte pro Monat mit bis zu acht Tonnen für die Bewirtschaftung notwendigem Material - Nahrungsmittel, Getränke, Heizmaterial, Treibstoff, Gas, etc. - aus der Luft versorgt. Und der Müll in die Gemeinde Johnsbach ausgeflogen.

Touren und Hütten in der Umgebung

Nächstgelegene Hütte: Haindlkarhütte (1.121 m) über den Peternpfad (Kletterschwierigkeiten im II. Grad UIAA) in 3:30 h Gehzeit zu erreichen. Weiters: Mödlingerhütte (1.523 m, 5 h); Ennstaler Hütte (1.544 m, 5:45 h), Buchsteinhaus (1.546 m, 6 h).

Gipfelbesteigungen: Hochtor (2.365 m, über Josefinensteig, Guglgrat, 2:30 h Gehzeit – teilweise gesichert); Planspitze (2.121 m, 2:45 h; Schwindelfreiheit erforderlich); Zinödl (2.191 m, 3 h; Panoramaweg, gut markiert, für die ganze Familie).

Anfahrt

Von Linz und Graz
Auf der A9 Pyhrn-Autobahn bis Abfahrt Ardning und weiter auf der B146 nach Admont. Von dort weiter in das Gesäuse bis Gstatterboden und Johnsbach. Von Salzburg auf der A10 Tauern-Autobahn und der B146, Ennstal-Bundesstraße, über Schladming, Liezen, Admont nach Gstatterboden und Johnsbach.

Von Wien
Über die A2 Süd-Autobahn, beim Knoten Seebenstein auf die S6 Semmering-Schnellstraße und bis St. Michael. An diesem Straßen-Knotenpunkt wird auf die A9 Pyhrn-Autobahn gewechselt. Die A9-Ausfahrt Traboch nehmen und weiter über den Präbichl und Eisenerz ins Gesäuse. Oder nach dem Knoten Selzthal die Ausfahrt Admont-Gesäuse bei Ardning nehmen. Weiter über Hieflau im Osten oder Admont im Westen in den Nationalpark Gesäuse bis Gstatterboden und Johnsbach.

Parkplatz

In Johnsbach nach dem Gasthof Kölbl, Abstellplatz für 15 Autos. In Gstatterboden bei der Kummerbrücke über die Enns sind 30 Parkplätze.

Öffentliche Verkehrsmittel

Von Wien, Linz, Salzburg und Graz erreicht man den obersteirischen Bahn-Knotenpunkt Selzthal mit nahezu allen Zügen - Eurocity, Intercity, Euronight, Railjet, Regionalzügen - der ÖBB sowie mit Postbussen.

Vom Bahnhof Selzthal werden Wanderer und Bergsteiger von Mai bis Oktober mit der Gseispur, einem regionalen Mobilitätsangebot, zu allen Orten des Nationalparks Gesäuse gebracht. Es ist zwischen Bus- oder Taxi-Shuttle, Leihautos und E-Rollern. zu wählen. Das Gseispur-Leihauto bekommt man in Liezen. Damit soll die sanfte Mobilität in der Nationalparkregion gefördert und gewährleistet werden.

Hütte • Steiermark

Mödlinger Hütte (1.523 m)

Die Mödlinger Hütte (1.523 m) auf der Treffner Alm im Nationalpark Gesäuse in der Steiermark ist nicht nur Endpunkt einer reizvollen Mountainbikestrecke, sie ist auch beliebter Stütz- und Ausgangspunkt für Wanderer und Bergsteiger, im Winter für Schneeschuhwanderer und Skitourengeher. In der Wintersaison 2017/18 bleibt die Hütte allerdings geschlossen. Der Aufstieg zum Admonter Reichenstein (2.251 m) beispielsweise ist bereits über den klassischen Normalweg eine anspruchsvolle Bergtour, die Bergerfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Die im Gegensatz dazu gefahrlose Hüttenumgebung und die kurzen Wanderungen zum Treffner See eignen sich speziell für Familien mit Kindern. Im Winter ist die sieben Kilometer lange Naturrodelbahn auf der Mautstraße geöffnet. Für einen Rücktransport auf die Hütte ist gesorgt.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Steiermark

Buchsteinhaus (1.571 m)

Das Buchsteinhaus, das 2010 an gleicher Stelle neu errichtet wurde, liegt auf der Südseite des Buchsteinstockes in den Ennstaler Alpen. Bereits seit dem Jahr 1924 bietet die Schutzhütte, die von den Naturfreunden Ortsstelle Steyr erbaut wurde, Unterkunft für Gesäuse- und Berg-Begeisterte jeden Alters. Die Hütte liegt auf dem Weg zur Besteigung des Großen Buchsteins (2.224 m) und der St. Gallener Spitze (2.144 m). Gipfel und Hütte wollen verdient sogar regelrecht erobert werden. Der Aufstieg auf das Buchsteinhaus eignet sich junge und heranreifende Alpinisten dann, wenn sie über eine gute Grundkondition verfügen. Das Buchsteinhaus ist auch Wegmarke auf dem Gesäuse-Hüttenrundwanderweg.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Oberösterreich

Rohrauerhaus (1.308 m)

Das Rohrauerhaus ist eine Naturfreundehütte und liegt auf 1.308 m am Pyhrgasgatterl in den oberösterreichischen Ennstaler Alpen. Die urige Hütte ist ein optimaler Start- und Zielpunkt für zahlreiche und vielfältige Wanderungen in dieser traumhaften Region. Vor allem die Besteigung des Großen Pyhrgas (2.245 m) ist von hier aus optimal. Auch die idyllische Dr. Vogelgesang-Klamm, Österreichs zweitlängste Klamm, ist einen Besuch wert. Die 3-Hütten-Wanderung führt vom Klamm-Parkplatz in Spital/Pyhrn über die Bosruckhütte und über das Rohrauerhaus bis zur Hofalmhütte.  Auch die Karleck-Runde, eine Wanderung über die private Ardning Alm Hütte (1.037 m) und über den Arlingsattel (1.425 m), ist zu empfehlen. Auf den Scheiblingstein (2.197 m), den Pleschberg (1.720 m) und das Karleck (1.582 m) sind Skitouren möglich und Kletterer können sich am Wildfrauensteig, der unter anderem auf den Bosruck (1.992 m) führt, versuchen.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

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