Blick auf den Großglockner vom Ködnitztal bei Kals

Bergportrait: Großglockner (3.798 m) - alle Infos über den höchsten Berg Östereichs

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4 Min.
05.03.2026

Foto: Christina Schwann, ökoalpin

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Alle Infos zu Höhe, Lage, Erstbesteigung, Normalweg, Stüdlgrat, Wintertouren & allen Hütten. Kompakt und verständlich.

Wie hoch ist der Großglockner?

Er stellt mit 3.798 Metern die höchste Erhebung in Österreich dar. Der markante Doppelgipfel und der legendäre Stüdlgrat sind vor allem von der Osttiroler Seite, vom Ködnitztal bei Kals am Großglockner, besonders gut zu sehen. Aber auch vom Leitertal in Kärnten präsentiert sich der Großglockner als eindrucksvolle Pyramide.


In welchem Bundesland liegt der Großglockner?

Der Großglockner befindet sich in den Hohen Tauern und ist Teil der Glocknergruppe. Den Gipfel teilen sich die Bundesländer Kärnten und Tirol. Umgeben wird der Großglockner vom Nationalpark Hohe Tauern, den sich die Bundesländer Kärnten, Salzburg und Tirol teilen. Das Gebiet umfasst in Summe 1.856 Quadratkilometer und stellt damit das größte zusammenhängende Schutzgebiet der Alpen dar.


Wann war die Erstbesteigung des Großglockner?

Ein Mann, ein gewisser Bischof Franz Xaver von Salm-Reifferscheidt, der 1783 als Fürstbischof nach Kärnten berufen wurde, ließ sich durch die Mont Blanc-Erstbesteigung im Jahre 1786 derart begeistern, dass er 1799 beschloss, eine Expedition zum bis dahin unbestiegenen Großglockner zu organisieren. Die Teilnehmer erreichten zwar nur den Kleinglockner, brachten aber immerhin wertvolle Vermessungsergebnisse mit zurück ins Tal. Am 28. Juli 1800 war es dann aber soweit und die zweite Expedition von Franz Xaver von Salm-Reifferscheidt war erfolgreich: Die Erstbesteigung des Großglockners gelang, Salm-Reifferscheidt selbst stand allerdings nicht am Gipfel.

Um die Besteigung überhaupt zu realisieren, ließ 1799 der Bischof die erste Salmhütte im Leitertal errichten. Sie gilt als eine der ersten dokumentierten Schutzhütten in den Ostalpen überhaupt. Allerdings wurde sie um 1850 vom vorrückenden Gletscher derart bedrängt, dass sie schließlich aufgelassen werden musste. Auch der neue Standort direkt in der Felswald der Schwertwand erwies sich aufgrund eindringender Feuchtigkeit als unbrauchbar. Erst der Standort am Hasenpalfen hatte schließlich Bestand und dort befindet sich auch die heutige Salmhütte.


Welche Routen führen auf den Großglockner?

Wer auf den Großglockner möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Alle sind jedoch alpinistisch herausfordernd und konditionell anstrengend.

Normalweg auf den Großglockner

Der sogenannte „Normalweg“ auf den Großglockner führt vom Lucknerhaus bei Kals am Großglockner in Osttirol über die Lucknerhütte zur Stüdlhütte, über das Ködnitzkees zur Erzherzog-Johann-Hütte und von dort auf den Gipfel des Großglockner.

Stüdlgrad

Der bekannte Stüdlgrat – wie die Stüdlhütte benannt nach dem Prager Kaufmann Johann Stüdl, der sich einst für das Bergsteigen und die entsprechende Infrastruktur rund um Kals sehr verdient gemacht hatte – führt von der Stüdlhütte über den markanten Südwestgrat des Großglockner auf den Gipfel. Kletterkönnen bis zum dritten Schwierigkeitsgrad, alpine Seiltechnik und absolute Schwindelfreiheit sind Voraussetzungen für die sichere Besteigung.

Über die Salmhütte auf den Großglockner

Wer den Spuren der Erstbesteiger folgen möchte, der macht sich von Heiligenblut in Kärnten aus auf den Weg durch das Leitertal bis zur Salmhütte. Von hier steigt man zur Erzherzog-Johann-Hütte auf und gelangt am „Normalweg“ weiter auf den Gipfel.


Was ist die beste Jahreszeit für eine Besteigung des Großglockners?

Die Hauptsaison für eine Glockner-Besteigung ist im Sommer und frühen Herbst, von Mitte Juni bis Mitte Oktober. Allerdings steigt durch die Klimaerwärmung und dem damit verbundenen Auftauen des Permafrosts die Steinschlaggefahr im Sommer immer stärker. Auch die Gletscher schwinden jedes Jahr immer mehr und verändern die Ansprüche daher konstant. Im Zuge der Tourenplanung muss man daher unbedingt mit lokalen Bergführern oder anderen lokalen Informationsquellen die aktuellen Verhältnisse bewerten.

Besteigung des Großglockners im Winter

Der Großglockner wird nicht nur im Sommer von Alpinisten aus aller Welt bestiegen, auch im Winter ist er ein großartiges Ziel. Da die Tage im Winter deutlich kürzer sind, ist eine Übernachtung in einer der Hütten fast immer notwendig. Die Stüdlhütte ist meist von März bis Mai geöffnet und somit ist das auch die beste Zeit für eine Besteigung des Großglockners im Winter.

Der Großglockner

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Skihochtour: Auf den Großglockner

Der mit 3.798 m höchste Berg Österreichs ist schon lange nicht mehr nur im Sommer ein beliebtes Ziel. Auch im Winter wird er von zahlreichen Bergsteigern und Bergsteigerinnen in einer meist 2-tägigen Tour erklommen. Die Herausforderung liegt dabei in der Kombination aus Skitour und anspruchsvoller Hochtour. Wir haben diese grandiose Tour gemeinsam mit den Kalser Bergführern für euch zusammengestellt.

Tourentipps

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Weitwanderung rund um den Großglockner

Wer sich den Gipfel des Großglockner nicht zutraut, die atemberaubende Naturlandschaft des Nationalparks Hohe Tauern rund um den Großglockner aber in vollen Zügen genießen möchte, dem sei die „Glocknerrunde“ sehr ans Herz gelegt. Sie führt in 7 Tagen rund um Österreichs höchsten Berg.

Der Großglockner

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Die Glocknerrunde

Der Großglockner, Österreichs höchster Berg, 3.798 m, bietet viele Superlative. Aber nicht immer muss man ihn besteigen, man kann ihn auch umrunden und von allen Seiten - von der Salzburger Seite, der Osttiroler und der Kärntner Seite bewundern. Und das Ganze in einer 7-tägigen Wanderung mitten durch das Herz des Nationalparks Hohe Tauern. 

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Welche Hütten liegen am Großglockner?

Am Glockner liegen mehrere Schutzhütten, in denen man einkehren kann und die wichtige Stützpunkte für die Besteigung des höchsten Berges von Österreich sind. Die höchste Hütte am Großglockner ist auch die höchstgelegene Berghütte Österreichs: auf 3.454 Metern liegt auf der Adlersruhe die Erzherzog-Johann-Hütte. Viele Glockner-Aspiranten verbringen hier die Nacht vor dem Gipfeltag. Eine weitere wichtige Basis ist die Stüdlhütte auf 2.801 Metern. Wer den Großglockner über den alpinistisch anspruchsvollen Stüdlgrat besteigen möchte, übernachtet in der Regel hier. Etwas niedriger auf den unterschiedlichen Anstiegswegen liegen Salmhütte (2.644 m), Glorerhütte (2.642m) und Lucknerhütte (2.241m). Am Endpunkt der Kalser Glocknerstraße, im Ködnitztal, findet man außerdem das Lucknerhaus auf 1.918 Metern und im oberen Dorfertal im Nationalpark Hohe Tauern das Kalser Tauernhaus (1.755 m), das einer der Ausgangspunkte für die mehrtägige Glocknerrunde ist.

Österreich, Heiligenblut

Salmhütte

Hütte

Bewirtschaftet

Salmhütte

Österreich, Heiligenblut

Salmhütte

Hütte

Bewirtschaftet


Der Großglockner im Überblick

  • Höhe: 3.798 m

  • Lage: Glocknergruppe, Hohe Tauern, Tirol/Kärnten

  • Stützpunkte: Stüdlhütte, Salmhütte, Lucknerhaus

  • Erstbesteigung: 28. Juli 1800

  • Beliebteste Route: Normalweg über Stüdlhütte

  • Anspruchsvoller Klassiker: Stüdlgrat

  • Beste Jahreszeit: Juni–September


Gut zu wissen

Man nimmt an, dass sich der Name „Glockner“ von „Klocken“, dem Donner, den Steinschlag auslöst, ableitet.

Für die Besteigung des Großglockner vertraut man sich am besten einem Bergführer an. Die Kalser und Heiligenbluter Bergführer zählen zu den besten der Welt und blicken auf eine lange Traditionen zurück.

Kleinglockner über dem Wolkenmeer

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Die Kalser Bergführer - 150 Jahre Alpinkompetenz

Im Schnitt alle fünf Tage steht jeder der aktuell 20 Kalser Bergführer im Jahr am Großglockner. 1.600 Personen führen die Bergführer jährlich sicher auf den höchsten Berg Österreichs mitten im Nationalpark Hohe Tauern. Im Jahre 1869 gegründet, blickt der Verein auf eine lange Geschichte zurück: Von den Anfängen des Alpinismus in Kals unter Johann Stüdl bis zu den heutigen Spezialisten für Berge in der ganzen Welt.

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