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Skihochtour: Auf den Großglockner

Touren-Tipps • 20. April 2019

Der mit 3.798 m höchste Berg Österreichs ist schon lange nicht mehr nur im Sommer ein beliebtes Ziel. Auch im Winter wird er von zahlreichen Bergsteigern und Bergsteigerinnen in einer meist 2-tägigen Tour erklommen. Die Herausforderung liegt dabei in der Kombination aus Skitour und anspruchsvoller Hochtour. Gemeinsam mit den Kalser Bergführern haben wir diese grandiose Tour für euch zusammengestellt. 

Der Großglockner (3.798 m)
Foto: Vittorio Messini
Der Großglockner (3.798 m)

Der Großglockner ist nicht nur der höchste Berg Österreichs, er ist auch der höchste Gipfel der Ostalpen. Dementsprechend groß ist seine Attraktivität und durch die Öffnungszeiten der Stüdlhütte bis Mitte Mai kann man die Tour problemlos auf zwei Tage aufteilen. Auch wenn die Skitour bis zum Skidepot als relativ leicht angegeben werden kann (Skitourenskala WS), ist die Besteigung des Gipfels eine durchaus anspruchsvolle Hochtourenunternehmung (Hochtourenskala ZS-). 

Vittorio Messini von den Kalser Bergführern warnt: „Man darf den Großglockner nicht mit einer normalen bzw. anspruchsvollen Skitour vergleichen, denn durch die Kletterei am Grat wird daraus eine schöne aber fordernde und ausgesetzte Hochtour.“ Unbedingte Voraussetzung für die Besteigung des Gipfels ist das sichere Gehen mit Steigeisen und Pickel im sehr steilem Gelände (bis zu 45°) sowie die situationsbezogene richtige Seiltechnik (Kletterstelle bis II+). 

Um einen entspannten und vor allem sicheren Aufstieg auf den Großglockner zu erleben, empfiehlt es sich für weniger erfahrene Bergsteiger einen Bergführer zu engagieren.

Der Großglockner mit der Adlersruhe: Über das Könitzkees geht es flach hinein, bis man einen steilen Hang überwindet und nach rechts zum Grat („Kampl“) hinausquert. Hier befindet sich das Skidepot und entlang des Klettersteiges (Stahlseil oft im Schnee) geht es zur Adlersruhe. Hinweis: Der direkte Aufstieg durch den ausgeaperten Felsriegel wird nicht empfohlen!
Foto: Vittorio Messini
Der Großglockner mit der Adlersruhe: Über das Könitzkees geht es flach hinein, bis man einen steilen Hang überwindet und nach rechts zum Grat („Kampl“) hinausquert. Hier befindet sich das Skidepot und entlang des Klettersteiges (Stahlseil oft im Schnee) geht es zur Adlersruhe. Hinweis: Der direkte Aufstieg durch den ausgeaperten Felsriegel wird nicht empfohlen!

Die Tour

Am ersten Tag steigt man vom Lucknerhaus bei Kals am Großglockner in rund 3 h zur Stüdlhütte auf.

Am zweiten Tag geht es dann mit den Skiern und der Gletscherausrüstung über das Ködnitzkees bis zum Skidepot auf 3.300 m. Früher konnte man mit den Skiern gut bis zum Kleinglocknerkees aufsteigen. Aufgrund der Ausapperung der oberen Flanke des Könitzkeeses ist allerdings eine Felsstufe entstanden, die schwierig zu überwinden ist (keine Sicherungsmöglichkeit). Daher empfehlen die Kalser Bergführer hier über den Sommerweg (Klettersteig) zur Adlersruhe (3.454 m) aufzusteigen. 

Atemberaubende Aussicht, am ausgesetzten Grat des Kleinglockner.
Foto: Vittorio Messini
Atemberaubende Aussicht, am ausgesetzten Grat des Kleinglockner.

Im Eisleitl geht es in 45° aufwärts bis zu einer Einschartung und ab dann entlang des Grates über gestuftes, steiles und felsdurchsetztes Gelände bis zum Kleinglockner, 3.770 m. Danach folgt das schwierigste Stück, eine Wandstufe im Schwierigkeitsgrad II+ hinauf zum oberen Gratstück und damit auf den Gipfel des Großglockners. 

Tipp: Um sich zu akklimatisieren, einen Wetterpuffer zu haben und um weitere tolle Skitouren in der Umgebung zu unternehmen, ist es eine gute Idee, für eine Glocknerbesteigung ein paar Tage mehr einzuplanen.


Die Tour inklusive Abfahrt im Detail

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