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Hütten

6 legendäre Hütten der Alpen

• 11. November 2021
von Claudia Timm

Spektakulär die Lage, prominente Gipfel ganz in der Nähe: Von der Capanna Margherita auf 4.554 m bis zur 1875 erbauten Kürsinger Hütte – wir stellen euch sechs Hütten der Superlative in Österreich, der Schweiz und Italien vor. 

Höchste Hütte Europas: Capanna Margherita auf 4.554 m
Foto: mauritius images/ ClickAlps
Höchste Hütte Europas: Capanna Margherita auf 4.554 m
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1 Monte-Rosa-Hütte, 2.883 m

Wallis/ Walliser Alpen

Die Monte Rosa Hütte des SAC ist „outstanding“ in vielerlei Hinsicht: Im wahrsten Sinne „outstanding“, weil sie nur über den Gornergletscher im Kanton Wallis zu erreichen ist – reine Wanderer, die noch nie auf Steigeisen gestanden sind, sollten sich besser einem Bergführer anvertrauen. Revolutionär und zukunftsweisend ist auch das Energiekonzept der 100 m oberhalb der alten Hütte gelegenen neuen Monte Rosa Hütte, welches zusammen mit der ETH Zürich entwickelt wurde. Die Architektur ist von außen eine der modernsten Hütten der Alpen und aufgrund der speziellen Lage weithin zu sehen. Etwas Besonderes ist auch das Gipfelmenü, das rund um die Hütte geboten wird: Mit Dufourspitze (4.634 m) und Nordend (4.609 m) sind der zweit- und der dritthöchste Gipfel der Alpen von der Hütte aus zu erreichen. Aber auch andere von der Monte Rosa Hütte erreichbare Gipfel wie Liskamm (4.527 m), Zumsteinspitze (4.563 m) und Signalkuppe (4.554 m) gehören zu den ganz hohen Gipfeln der Alpen. Während die Gipfel für Viertausender technisch nicht allzu schwierig sind, braucht man sich konditionell keine Sorgen zu machen, unterfordert zu sein: alle Touren sind extrem lang. So lang, dass viele Hochtourengeher die Monte Rosa Hütte mit den umliegenden Viertausendern im Rahmen einer Durchquerung besuchen – der sogenannten „Spaghettirunde“. Der reine Wanderer hat allerdings rund um die Hütte einen sehr eingeschränkten Aktionsradius: spätestens nach einer Stunde steht man an einen der umliegenden Gletscher an.
Geöffnet
Mär - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Wegen der Aluminiumfassade und ihrer Form erinnert die Monte-Rosa-Hütte an einen Bergkristall. Der kurze Zustieg und die atemberaubende Lage am Gornergletscher machen sie auch für Tagesgäste interessant. Mit Dufourspitze (4.634 m) und Nordend (4.609 m) sind der zweit- und dritthöchste Gipfel der Alpen direkt von der Hütte aus zu erreichen.

  • Seehöhe: 2.883 m
  • Wie man hinkommt: Über Visp nach Täsch, von dort mit dem Zug nach Zermatt. Vom Gornergrat über den Gornergletscher zur Hütte.

2. Brancahütte, 2.487 m

Lombardei/ Ortler Alpen

Im Nationalpark Stilfserjoch, nahe der Eiswelt des Forni-Gletschers, liegt das typisch italienische Schutzhaus. Neben der tollen Speisekarte bietet die Brancahütte ein reichhaltiges Tourenmenü: Es locken Klassiker wie der Monte Cevedale (3.769 m) oder der Gran Zebrù (3.859 m), der Hausberg Palòn de la Mare und Geheimtipps wie die Cima di Pejo.

  • Seehöhe: 2.487 m
  • Wie man hinkommt: Von Bormio nach Santa Caterina zum Parkplatz beim Gasthaus Ghiacciaio dei Forni. Über den Talboden zur Hütte.

3. Stüdlhütte, 2.801 m

Tirol/ Glocknergruppe

Das tonnenförmige Gebäude hält Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h stand, ist energieeffizient gebaut und ein ideales Basislager für Ski- und Bergtouren. Neben dem Großglockner (3.798 m) und der anspruchsvollen Glocknerumrundung bieten sich mit dem Teufelskamp, dem Romariswandkopf und dem Luisenkopf weitere lohnende Tourenziele.

  • Seehöhe: 2.801 m
  • Wie man hinkommt: Von Kals über die Kalser Glocknerstraße zum Parkplatz am Lucknerhaus und über die Lucknerhütte zur Stüdlhütte (2–3 h).

4. Cabane de Bertol, 3.311 m

Wallis/ Walliser Alpen

Spektakulär thront die Bertolhütte auf einem Felssporn im Val d’Hérens. Über Leitern steigt man hinauf zu dem Haus mit Schlafräumen auf vier Etagen. Beliebt ist es als Etappenziel auf der Skiroute von Chamonix nach Zermatt und um die Tête Blanche (3.710 m) und die Aiguille de la Tsa (3.668 m) zu besteigen.

  • Seehöhe: 3.311 m
  • Wie man hinkommt: Über Monthey nach Martigny, weiter ins Rhonetal nach Sion und auf der Schnellstraße bis nach Arolla. Der Zustieg erfolgt über die Plans de Bertol (2.664 m).

5. Capanna Margherita, 4.554 m

Wallis/ Walliser Alpen

Direkt am Gipfel der Signalkuppe (4.554 m) und doch in Italien: Die Lage der höchsten Schutzhütte Europas ist denkbar imposant. Geschätzt wird die Capanna Margherita vor allem als Etappenstützpunkt der „Spaghettirunde“, bei der innerhalb von fünf Tagen gleich 12 Viertausender bestiegen werden.

  • Seehöhe: 4.554 m
  • Wie man hinkommt: Anfahrt nach Alagna über A4 und A26. Auf die Campanna Margherita gelangt man über die Gnifettihütte (3.625 m) in etwa 4 Stunden.

6. Kürsinger Hütte, 2.558 m

Salzburg/ Venedigergruppe

Die 1875 errichtete Kürsinger Hütte (2.558 m) ist der Ausgangspunkt zum Gipfelsammeln in den Hohen Tauern: natürlich den Großvenediger (3.657 m), aber auch Gipfel wie den Keeskogel (3.291 m) und die Schlieferspitze (3.289 m). Die Hütte ist zudem ein Etappenstützpunkt der „Hoch Tirol“.

  • Seehöhe: 2.558 m
  • Wie man hinkommt: Über Mittersill nach Neukirchen am Großvenediger und zum Parkplatz Hopffeldboden. Von dort über die Berndlalm in 6 bis 7 Stunden zur Hütte.
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