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15 Summits und ein Park

Die höchsten Berge Deutschlands

19. März 2024
4 Min. Lesezeit
von Nadja Riahi

Bergfans wissen: In Deutschland gibt es im Gegensatz zu Österreich keinen 3.000er. Aber wisst ihr auch, welcher Gipfel die Marke knapp verpasst? Und welche die höchsten Berge der 16 Bundesländer sind? Hier lest ihr die Antworten!

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Foto: mauritius images / Westend61 / Fotofeeling
Blick über den Gipfel der Zugspitze (2.962 m) ins Wettersteingebirge in Bayern

Die Topografie in Deutschland variiert stark von Region zu Region: Im Süden ragen die majestätischen Gipfel der Alpen empor, Mitteldeutschland zeichnet sich durch seine Hügellandschaften aus und der Norden besteht hauptsächlich aus der Norddeutschen Tiefebene und den Küstenregionen der Nord- und Ostsee.

1. Bayern: Zugspitze (2.962 m)

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Foto: Hans Herbig
Auf dem Weg zur Zugspitze

Die Zugspitze (2.962 m) ist der höchste Gipfel Deutschlands und liegt an der Grenze zu Österreich. Sie ist Teil des Zugspitzmassivs, das sich über eine Fläche von etwa zehn Quadratkilometern erstreckt. An klaren Tagen reicht der Blick vom Gipfel bis zu den weit entfernten Dolomiten im Süden.

Die Zugspitze war früher möglicherweise über 3.000 Meter hoch. Geologen haben herausgefunden, dass vor rund 3.750 Jahren etwa 200 Millionen Kubikmeter Gestein aus der Nordflanke des Bergs gebrochen und ins Tal gestürzt sind.

Übrigens: Auch der zweit- und dritthöchste Berg Deutschlands stehen in Bayern. Die Rede ist vom Hochwanner (2.746m), der nahe der Zugspitze steht, und vom Hauptgipfel des Watzmann (2.713m), der sich im Berchtesgadener Land im Wettersteingebirge befindet.

2. Baden-Württemberg: Feldberg (1.493 m)

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Foto: Achim Apell
Blick auf den Feldsee

Der Feldberg im Schwarzwald (1.493 m) ist der höchste Berg in Baden-Württemberg. Es gibt viele schöne Wanderungen, die auf den Feldberg führen. Auf 1.129 Metern liegt der Feldsee, ein idyllischer Gebirgssee, der von dichten Wäldern und steilen Berghängen umgeben ist. Noch bis zum Jahr 2000 durfte man sich im Wasser abkühlen, seltene Unterwasserfarne sind heute der Grund für ein generelles Badeverbot.

3. Sachsen: Fichtelberg (1.215 m)

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Foto: Achim Apell
Auf dem Gipfel des Fichtelbergs kann man im Fichtelberghaus einkehren.

Der Fichtelberg ist der höchste Berg in Sachsen und liegt im Erzgebirge, einem Mittelgebirge im Grenzgebiet zwischen Sachsen und Böhmen. Er verdankt seinen Namen den vielen Fichten, die auf ihm wachsen. Auf dem Gipfel können Wanderer ins Fichtelberghaus einkehren oder – bei sehr guter Sicht – vom Aussichtsturm auf den Brocken (1.141 m) im Harz hinunterschauen.

4. Sachsen-Anhalt: Brocken (1.141 m)

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Foto: Felix Meyer
Beim Wandern auf dem Harzer-Hexen-Stieg blickt man auf den Brocken, den höchsten Berg Sachsen-Anhalts.

Der Brocken (1.141 m) im Harz ist der höchste Berg in Sachsen-Anhalt. Auf dem Gipfel gibt es kaum Bäume, die Westwinde rauschen und sorgen für ein raues Klima. Bei der Wanderung muss man sich auf starke Temperaturschwankungen und Wetterumschwünge gefasst machen. Typisch ist auch der dichte Nebel, der rund 300 Tage im Jahr den Gipfel umhüllt. Den Legenden zufolge sollen dort Hexen, der Teufel und Gespenster ihr Unwesen treiben – ziemlich gruselig. Der Brocken wird auch Blocksberg genannt.

5. Thüringen: Großer Beerberg (983 m)

Der große Beerberg ist mit 983 m der höchste Berg im Thüringer Wald und Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Vessertal-Thüringer Wald. Gipfelstürmer müssen jetzt tapfer sein: Denn der höchste Punkt des Großen Beerbergs ist nicht frei zugänglich. Es gilt dort die einzigartige Hochmoorlandschaft zu schützen. Markierte Wege und Aussichtspunkte nahe dem Gipfel ermöglichen euch trotzdem eine tolle Aussicht – sofern das Wetter stimmt.

6. Niedersachsen: Wurmberg (971 m)

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Foto: Achim Apell
Der untere Bodefall in der Nähe des Wurmbergs

Der Wurmberg im Harz (971 m) ist der höchste Berg Niedersachsens. Vom Gipfel aus habt ihr eine atemberaubende Panoramaaussicht auf den Harz und die umliegende Landschaft. Eine besondere Attraktion auf dem Wurmberg ist der Monsterrollertrail, den Besucher auf Tretrollern mit besonders breiten Reifen (und Helmen!) hinuntersausen.

7. Hessen: Wasserkuppe (950 m)

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Foto: Achim Apell
Blick von der Wasserkuppe auf das hessische Umland

Die Wasserkuppe in der Rhön (950 m) ist der höchste Berg Hessens. Wasser spielt in der Gegend eine große Rolle, ist sie doch einer der regenreichsten Orte Deutschlands. Der Berg trägt seinen Namen nicht umsonst. Der Weg auf die Wasserkuppe führt über weite Grasflächen, die an das Auenland erinnern. Der Berg ist außerdem bekannt für seine Segelflugschule und seine Bedeutung als Wiege des Segelflugsports in Deutschland.

8. Rheinland-Pfalz: Erbeskopf (843 m)

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Foto: Achim Apell
Hölzerner Aussichtsturm am Erbeskopf-Gipfel

Der Erbeskopf im Hunsrück ist mit 843 Metern der höchste Berg in Rheinland-Pfalz. Auf dem Gipfel des Erbeskopfes befindet sich ein Aussichtsturm, der Besuchern eine spektakuläre Panoramaaussicht auf den Hunsrück und die umliegende Landschaft bietet. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zum Rheintal und sogar bis zum Odenwald und zum Pfälzerwald.

9. Nordrhein-Westfalen: Langenberg (843 m)

Der Langenberg im Rothaargebirge ist mit 843 Metern der höchste Berg Nordrhein-Westfalens. Er bietet schöne Wanderwege und eine Aussichtsplattform auf dem Gipfel. Hier genießt ihr einen grandiosen Rundblick und seht den langgezogenen Rücken, der dem Langenberg wohl seinen Namen gegeben hat.

10. Saarland: Dollberg (695 m)

Der Dollberg (695 m) ist der höchste Berg im Saarland. Weit hinauf geht es zugegebenermaßen nicht, aber eine Rundwanderung lohnt sich. Dort findet ihr nämlich Relikte aus der Keltenzeit.

11. Brandenburg: Kutschenberg (201 m)

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Foto: Achim Apell
Auf dem Weg zum Kutschenberg kommt man auch am Schloss Großmehlen vorbei.

Der Kutschenberg (201m) erhebt sich im Osten der Kmehlener Berge und ist die höchste Erhebung in Brandenburg. Bei der Wanderung auf den Berg kann man sein Trekkingstöcke getrost zu Hause lassen. In rund 45 Minuten erreicht man den Gipfel des Kutschenbergs.

12. Mecklenburg-Vorpommern: Helpter Berg (179 m)

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Foto: Achim Apell
Das Gipfelkreuz des Helpter Bergs steht auf einer Höhe von 179 Metern.

Der Helpter Berg ist mit 179 Metern die höchste Erhebung in Mecklenburg-Vorpommern. Er liegt neben der Windemühlenstadt Woldegk und bietet eine schöne Aussicht auf die umliegende Landschaft.

13. Schleswig-Holstein: Bungsberg (168 m)

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Foto: Andreas Posselt
Der Bungsberg ist 168 Meter hoch – dementsprechend einfach ist eine Tour zu dessen Gipfel.

Der Bungsberg ist mit 168 Metern der höchste Berg Schleswig-Holsteins. Auf dem Gipfel des Bungsbergs steht der Elisabethturm, ein Aussichtsturm, der euch bei guten Wetterbedingungen einen Panoramablick über die holsteinische Landschaft bietet.

14. Hamburg: Hasselbrack (116 m)

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Foto: Achim Apell
Der Weg zum Hasselbrack führt durch den Wald im Süden von Hamburg.

Der Hasselbrack (116 m) liegt im östlichen Teil von Hamburg. Er mag zwar nicht hoch sein, bietet jedoch trotzdem einen Blick über die umliegenden Gebiete. Aufgrund des Umweltschutzes weist unterwegs kein Schild oder Markierung den Weg dorthin. Hier brüten nämlich seltene Vögel. Wer also auf den Hasselbrack will, sollte ein GPS-Gerät oder eine gute Karte mit Kompass einpacken.

15. Berlin: Müggelberge (114m)

Die Müggelberge sind mit 114 Metern die höchsten Erhebungen in Berlin. Sie bieten schöne Wanderwege und einen Blick auf die umliegenden Gewässer.

16. Bremen: Friedehorstpark (32 m)

Berge gibt es in Bremen keine, nur den Friedehorstpark (32 m). Der ist zwar sehr flach, aber durch seine zahlreichen Freizeitmöglichkeiten wie Spiel- und Grillplätze, Picknickbereiche und Ruhezonen ein beliebtes Naherholungsgebiet.

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