
Hoch hinaus in eine Welt aus Eis und Schnee: Wer auf Skihochtour unterwegs ist, braucht gute Kondition, Erfahrung im Umgang mit der nötigen Ausrüstung (Pickel, Steigeisen und Seil) und sollte außerdem die Sicherungstechniken am Gletscher beherrschen. Wir stellen euch zehn Skihochtouren-Juwele der Alpen im Detail vor.
Thema Skihochtour 1. Lüsener Fernerkogel 2. Wilder Freiger über die Bsuchalm 3. Zuckerhütl vom Skigebiet Stubaier Gletscher 4. Wildspitze 5. Piz Buin 6. Großglockner 7. Großvenediger 8. Suldenspitze und Eisseespitze 9. Ortler
Thema Skihochtour
Was genau eine Skihochtour ausmacht, haben wir in unserem Artikel „Was ist eine Skihochtour“ beschrieben.
Die besten Jahreszeiten für Skihochtouren sind der Spätwinter und Frühling, also die Monate März bis Mai.
Wer sich nicht ganz sicher ist, ob er alleine bzw. in seiner Gruppe Gleichgesinnter zurechtkommt, sollte die Hilfe eines Bergführers in Anspruch nehmen.
Wir haben euch zehn klassische Skihochtouren zusammengestellt – von lokalen Bergführern beschrieben, die noch einmal extra Tipps geben und insbesondere auf die lokalen Besonderheiten eingehen.
1. Lüsener Fernerkogel
Die Skihochtour auf den Lüsener Fernerkogel ist anspruchsvoll und richtet sich an konditionsstarke Skitourengeher. Der Anstieg führt über den Talboden, bevor es im oberen Teil deutlich steiler wird. Besonders die letzten Höhenmeter verlangen stabiles Wetter, sichere Lawinenbedingungen und gute Spitzkehrentechnik - die bis zu 40 Grad steilen Passagen müssen zum Teil mit Harscheisen bewältigt werden und die Schüsselstelle kann vereist sein. Das Gipfelpanorama über die Stubaier Alpen macht die Mühen allerdings mehr als wett. Eine klassische Frühjahrstour, die nur bei sicheren Verhältnissen gegangen werden sollte. Als Abschluss kann man Alpengasthof Lüsens mit seiner tollen Sonnenterrasse einkehren. Stand Mitte März 2026 ist die Schneelage im unteren Bereich eher mager.




2. Wilder Freiger über die Bsuchalm
Der Wilde Freiger ist keine technisch schwierige Tour, doch die Länge und die mehr als 2.000 Höhenmeter fordern selbst erfahrene Skitourengeher. Die Route führt über die Bsuchalm und weite Gletscherflächen hinauf zum Gipfel, begleitet von einer grandiosen Hochgebirgskulisse. Am Gipfel wartet ein spektakulärer Rundblick über die Stubaier Alpen. Bis zur Bsuchalm ist es derzeit (Mitte März 2026) allerdings aper, am Bach im Langen Tal ist ebenso sehr wenig Schnee, dadurch ist die Tour noch einmal schwieriger.




3. Zuckerhütl vom Skigebiet Stubaier Gletscher
Durch die Unterstützung der Gletscherbahnen spart man viele Höhenmeter, dennoch bleibt das Zuckerhütl eine echte Skihochtour. Der Anstieg über den Sulzenauferner und die Gipfelflanke ist steil und erfordert Erfahrung im vergletscherten Skitourengelände. Dafür belohnt der höchste Gipfel der Stubaier Alpen mit einem außergewöhnlichen Blick über die Gletscherwelt. Eine perfekte Frühjahrstour, die dementsprechend beliebt ist, wodurch es am Gipfelgrat manchmal stressig werden kann.




4. Wildspitze
Die Wildspitze, Tirols höchster Berg, ist ein Klassiker unter den Skihochtouren. Von der Mittelbergbahn aus oder als zweitägige Variante über das Taschachhaus führt die Route über Gletscher, Spaltenzonen und den steilen Gipfelaufbau. Die Aussicht vom 3.772 Meter hohen Gipfel ist überwältigend.






5. Piz Buin
Der Piz Buin ist eine der beliebtesten Skihochtouren der Silvretta und beeindruckt mit seinem markanten Gipfelaufbau. Der Anstieg von der Bielerhöhe führt über weitläufige Gletscherflächen und bietet einen traumhaften Rundblick auf die umliegende Bergwelt. Trotz der Popularität sollte die Tour nicht unterschätzt werden, denn besonders die Gipfelpassage erfordert Aufmerksamkeit und alpine Erfahrung. Außerdem ist sie mit mehr als 5h reiner Aufstiegszeit auch eine lange Skihochtour. Am Weg liegt die Wiesbadener Hütte, die im Winter auch ein guter Stützpunkt für Skitouren in der Silvretta ist.




6. Großglockner
Der höchste Berg Österreichs zählt zu den begehrtesten Skihochtourenzielen der Alpen. Vom Kalser Tal aus führt die Route über weitläufige Gletscher und den berühmten Gipfelgrat auf den Großglockner mit 3.798 Metern. Die Tour erfordert ausgezeichnete alpinistische Kenntnisse und gute Vorbereitung. Beschrieben von einem der lokalen Bergführer aus Kals am Großglockner ist diese Tourenempfehlung bis ins letzte Detail erläutert und bietet zudem übersichtliche Bilder mit der eingezeichneten Route.


7. Großvenediger
Ein Traum von einem Berg und der Traum vieler Bergsteiger: der Großvenediger (3.666 m). Der klassische Anstieg über die Neue Prager Hütte gilt als eine der schönsten Skihochtouren im Nationalpark Hohe Tauern. Die großzügigen Gletscherflächen, kombiniert mit der langen, aber technisch moderaten Route, machen die Tour zu einem Highlight für ambitionierte Hochtourengeher.


8. Suldenspitze und Eisseespitze
Die lange und fordernde Skitour führt auf die Suldenspitze und Eisseespitze. Anfangs geht es durch den flachen Talboden, später über für Skifahrer ideal geneigte Gletscher zu den Gipfeln. Vor allem der Anstieg und die Abfahrt auf die Butzenspitze sind alpinistisch anspruchsvoll.




9. Ortler
Der „König Ortler“ gehört zu den beeindruckendsten Gipfeln der Ostalpen. Die Skihochtour von der Berglhütte aus ist konditionell fordernd und aufgrund der steilen Passagen ideal auf zwei Tage aufzuteilen. Die Route bietet eine fantastische Hochgebirgskulisse und ein echtes alpines Erlebnis, das nur bei stabilen Bedingungen begangen werden sollte.




10. Piz Palü
Mit seinen 3.900 Metern zählt der Piz Palü im Kanton Graubünden zu den Top‑Skihochtouren der Schweiz. Der Zustieg über den Normalweg führt über große Gletscherflächen und beeindruckende Flanken. Der Blick auf die Bernina-Gruppe ist spektakulär. Nur bei absolut sicheren Verhältnissen zu empfehlen – dafür ein unvergessliches Erlebnis.



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