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Outdoor-Ziele

10 Reiseländer-Tipps für 2022

• 24. Februar 2022
von Martin Foszczynski

Die Zeichen stehen auf ein Comeback des Reisens! Wir stellen euch zehn Länderdestinationen vor, die Outdoor-Abenteurer dieses Jahr auf ihrer Liste haben sollten. Was uns an ihnen unter anderem überzeugt: nachhaltige Tourismuskonzepte, authentische Erlebnisse und Gegenden, die noch wenig bekannt sind und entdeckt werden wollen. Diese Länder sind 2022 definitiv eine Reise wert.

Nepal

Trekking am Dach der Welt

Nepal
Foto: Unsplash
Stupa vor Himalaya-Kulisse in Nepal
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Das kleine Himalaya-Land zwischen Indien und China ist für Bergliebhaber natürlich alles andere als ein Geheimtipp (sieben der zehn höchsten Berge der Welt ragen hier auf). Und doch lohnt es sich, Nepal gerade jetzt (wieder) zu entdecken. Nach der immer noch nicht verdauten Erdbebenkatastrophe von 2015 und zwei Jahren pandemiebedingter Tourismuseinbußen lechzt das gastfreundliche Trekking-Paradies nach Besuchern.

Und die können – sofern sie sich nicht unbedingt zum Everest Base Camp aufmachen oder zu lange im Kathmandu-Tal verweilen – eine weltweit einzigartige Abgeschiedenheit erleben. Während der Annapurna-Trek schon ziemlich überlaufen ist, garantieren andere „Circuits“ (Rund-Fernwanderwege) ein einsames Erlebnis – so etwa der zweiwöchige Manaslu Circuit Trek (laut Lonely Planet: „Nepals bestes neues Wanderziel ganz ohne Menschenmassen“). Echte Geheimtipps sind die Routen um den Kanchenjunga im Osten.

Tipp: Hauptreisezeit für die Treks ist zwischen Oktober und Anfang Dezember sowie in den Monaten März und April.

Gut zu wissen: Nepal gibt sich im Vergleich zu seinen Nachbarländern liberaler und setzt verstärkt auf Öko-Tourismus. Im Chitwan-Nationalpark z.B. lassen sich die heimischen Panzernashörner erspähen. Und auch der engagierte Tiger-Schutz macht sich bezahlt: Nepal könnte bald als weltweit erstes Land seine Tiger-Population in einem Zeitraum von zehn Jahren verdoppelt haben (auf 250 Tiere). 

Reise-Story

  • Norwegen

    Nachhaltiges Naturwunder

    Norwegen Lofoten
    Foto: Daniel Kubera
    Lofoten in Norwegen

    Für Kunst-Liebhaber ist dieses Jahr mit der Eröffnung des neuen Munch-Museums in Oslo ein weiterer Grund dazugekommen, nach Norwegen zu reisen. Für Outdoor-Fans sind die Anreize ohnehin fast zahllos. Ob Geirangerfjord, Spitzbergen oder der Nationalpark Jotunheimen – das skandinavische Land verspricht Natur pur.

    Der Grund weshalb wir das Land der Fjorde, Inseln und Berge zum wiederholten Mal in unsere Empfehlungs-Liste aufnehmen, ist die Tatsache, dass es seine Vorreiterrolle in Sachen grüner Technologie konsequent ausbaut. Das bedeutet: In Norwegen kann man sich wie kaum in einem anderen Land mit Elektroautos fortbewegen (über die Hälfte aller Neuwägen – Mietautos eingeschlossen – fährt elektrisch), mit zu 100 % elektrisch betriebenen Schiffen in See stechen (Future of the Fjords, Legacy of the Fjords) oder im weltweit ersten Hotel mit positiver Energiebilanz direkt am Gletscher übernachten.

    Gut zu wissen: Einige Ecken Norwegens, das noch dazu das „Jedermannsrecht“ auf freies Bewegen und Übernachten in der Natur hochhält, ächzen unter dem Touristenansturm – so etwa die spektakuläre Inselgruppe der Lofoten. Wer echte Einsamkeit sucht, findet im Nomaden-Volk der Sami perfekte Gastgeber. In deren Nature Camps schläft man in traditionellen Tipi-Zelten (lavvus), begegnet Rentieren und sieht mit etwas Glück die Nordlichter.

    Tipp: Die beste Zeit, um die Nordlichter zu sehen, ist von Oktober bis März.

    Reise-Story

  • Slowenien

    Zwischen Alpen und Adria

    Slowenien Socatrail
    Foto: Ramona Waldner
    Auf dem Soča-Trail in Slowenien

    Vielleicht ist es seiner Lage zwischen Alpen und Adria geschuldet, dass zu viele Reisehungrige Slowenien bisher nicht auf ihrem Radar hatten. Ein Fehler, vereint es doch das Beste aus zwei Welten, bis hin zur Kulinarik und erstklassigem Wein.

    In puncto Natur trumpft das nahe Urlaubsziel mit tollen Wander- und Radwegen und einigen der besten Paddel-Spots in ganz Europa auf. Allein im Triglav-Nationalpark mit dem höchsten Gipfel des Landes finden sich 9.000 Kilometer Wanderwege. Die smaragdgrüne Soča ist ein Kajak-Paradies und gut zum Fliegenfischen geeignet, die Seen Bohinj und Bled fast kitschige Postkartenmotive. In der Region Kočevsko mit dem UNESCO-geschützten Urwald Krokar leben Braunbären – man kann mit Wildführern auf ihren Spuren wandern oder die Gegend auf Mountainbike-Trails erkunden.

    Gut zu wissen: Slowenien ist nicht nur landschaftlich äußerst grün (zwei Drittel der Landesfläche bestehen aus Wald), sondern auch in Hinblick auf seinen Tourismus. So wurde mit Bike Slovenia Green etwa die weltweit erste komplett grüne Fahrradroute entwickelt, die nur durch als nachhaltig zertifizierte Orte führt (von Kranjska Gora bis an die Mittelmeerküste in Koper). Ob damit die unglaublichen Erfolge der Rennradprofis Tadej Pogačar (zweifacher Tour de France-Sieger) und Primož Roglič (Olympiasieger im Einzelzeitfahren) zusammenhängen, sei dahingestellt. Mehr grüne Angebote: www.slovenia-green.si.

    Tipp: Der 267 km lange Weitwanderweg Walk of Peace folgt der Front des Ersten Weltkriegs.

    Reise-Story

  • Spanien

    Mehr als Badeurlaub

    Caminito del Rey
    Foto: AdobeStock
    Caminito del Rey bei Málaga in Spanien

    Spanien kann mehr als Badeurlaub am Massenstrand: Gerade wer gerne wandert, findet auf der iberischen Halbinsel großartige Möglichkeiten – und das in erstaunlich vielfältigen Landschaften. Für die Stärkung sorgen kulinarische Köstlichkeiten wie Paella oder Tintenfisch.

    Während die Picos de Europa im Norden mit ihren tiefgrünen Wäldern und schroffen Gipfeln an die Alpen erinnern – wobei die Atlantikküste mit ihren Surf-Spots niemals weit ist – , fühlt man sich im südlichen Andalusien mancherorts wie in Afrika (auch die Temperaturen sind vergleichbar, besser nicht im Hochsommer bereisen!). Dennoch tragen die bis zu 3.500 m hohen Gipfel der Sierra Nevada im Hinterland von Granada (mit der weltberühmten Alhambra) bis Mai eine Schneehaube – kein Wunder, handelt es sich doch um das zweithöchste Gebirge in Europa. Ein Must-see der Gegend ist die Felsenstadt Ronda. Nördlich von Málaga lockt der Caminito del Rey – bis zu seiner Sanierung 2015 galt dieser Schluchten-Klettersteig als einer der gefährlichsten Wanderwege der Welt. Heute ist der Gang durch die Gaitanejo-Schlucht  dank Holzstegen und Helmpflicht immer noch ein spektakuläres – wenn auch gut gesichertes – Erlebnis.

    Gut zu wissen: Garantiert einsamer geht es in den Pyrenäen zu, die echte Abenteurer vom Atlantik (San Sebastian) bis zum Mittelmeer durchqueren. Ebenso im Hinterland der Costa Brava. Ein echter Tipp für die Off-Season (übrigens auch für Rennradfahrer) ist die Costa Blanca, wo das Thermometer selbst im Dezember kaum unter 17 Grad fällt. Wenige Kilometer hinter den Bettenburgen erstreckt sich mit den Alicante-Bergen eine überraschend zerklüftete Gebirgslandschaft mit schmalen Tälern, weißen Dörfern, weiten Olivenhainen und Küstenblicken bis nach Ibiza (mehr darüber bald im Bergwelten-Magazin). 

    Tipp: Auch der Jakobsweg erfreut sich großer Beliebtheit. Hier erfährst du alles, was du über die Pilgerreise nach Santiago de Compostela wissen musst.

    Reise-Story

  • Island

    Spüre die Elemente

    Island
    Foto: Unsplash
    Entlang der Ringstraße auf Island

    Island war dank günstiger Flugverbindungen vor der Pandemie längst kein exotisches Reiseziel mehr und es ist anzunehmen, dass es auch dieses Jahr wieder jede Menge Naturliebhaber an den Polarkreises zieht. An wenigen Orten der Welt lässt sich Natur so hautnah erleben wie zwischen den blubbernden Geysiren, brodelnden Vulkanen und donnernden Wasserfällen der mythischen Insel aus Feuer und Eis, deren Fußball- und Song-Contest-verrückte Einwohner wiederum eine besondere Warmherzigkeit und einen schrägen Sinn für Humor an den Tag legen.

    Wer sich für einen klassischen Roadtrip entlang der Ringstraße entscheidet, wird die Insel in all ihren Facetten kennenlernen. Einsamer geht es auf den Richtung Grönland weisenden Westfjorden zu, die nur durch eine 7 km breite Landenge mit dem Rest der Insel verbunden sind. Auf der abgeschiedenen Halbinsel finden sich Klippen, seltene Tiere (etwa der Polarfuchs im Naturschutzgebiet Hornstrandir) und mit dem Dynjandi eine hundert Meter hoher Wasserfallgigant.
    Besonders Unerschrockene wagen sich in die bis knapp über 2.000 m hohe Bergwelt – das Isländische Hochland (Hálendið) im Zentrum der Insel ist nahezu unbewohnt, aber wunderschön.

    Tipp: Ein guter Reisemonat ist der September. Da verschlägt es bereits weniger Besucher auf die Insel, das Wetter ist noch halbwegs gut (für isländische Verhältnisse natürlich) und man hat bereits Chancen die Nordlichter zu sehen.

    Reise-Story

  • Litauen

    Zwischen Dünen und Wäldern

    Kurische Nehrung
    Foto: Unsplash
    Traditionelles Holzhaus im Baltikum

    Vom Baltikum und seiner Naturverbundenheit haben wir an dieser Stelle schon einmal geschwärmt. Wer gerne Bäume umarmt und wandert, sollte nach Estland. Wer die urigsten Paddeltouren in Europa erleben will, nach Lettland (etwa im Gauja-Nationalpark), mit Tallinn und Riga warten beide Länder auch mit charmant-sehenswerten Hauptstädten auf.

    Dieses Jahr bietet sich aber der dritte im Bunde für eine Reise an: Litauen. Und das nicht nur, weil das 3-Millionen-Einwohner-Land mit Kaunas die Europäische Kulturhauptstadt stellt (neben dem serbischen Novi Sad). Der idyllische Kauno Marios Naturpark liegt praktischerweise gleich vor ihren Toren. Wer etwas weiter – Richtung Ostsee – fährt, sollte unbedingt beim Žemaitija-Nationalpark Halt machen, der mit einer (geheimnisvollen) Landschaft aus Wäldern, Flüssen, Mooren und Seen (darunter der größte Litauens) verzaubert – wie gemacht zum Radeln und Bootfahren.

    Tipp: Und schließlich gibt es noch die Kurische Nehrung in der Ostsee. Einst zog die Halbinsel, die zur Hälfte zum russischen Kaliningrad gehört, Künstler und Literaten an – heute erkunden dort Naturliebhaber urige Fischerdörfer, wandern über Dünen und durch Wälder oder beobachten seltene Vogelarten. 

    Gut zu wissen: Leider muss derzeit die Sicherheits-Lage rund um den Krieg in der Ukraine bei Reisen in die baltischen Länder im Auge behalten werden.

    Reise-Story

  • Oman

    Das Norwegen von Arabien

    Oman Muskat
    Foto: Unsplash
    Omans Hauptstadt Maskat

    Oh Mann – Oman? So betitelte Autor Simon Schöpf seine Bergwelten-Reisestory. Und die Antwort kann nur heißen: Na klar!
    Zumindest für alle, die ein verhältnismäßig fortschrittliches und dennoch ursprüngliches arabisches Land erkunden möchten, in dem noch keine Wolkenkratzer aus dem Wüstenboden sprießen, wie in den benachbarten Golf-Staaten. Noch dazu ist das einstige Bürgerkriegsland, in dem es vor wenigen Jahrzehnten noch so gut wie keine asphaltierten Straßen gab, danke dreier internationaler Flughäfen leicht zu erreichen.

    Während also in den Suks von Nizwa oder der Hauptstadt Maskat der Traum von Tausendundeiner Nacht funkelt, kommen Outdoor-Fans im Hinterland voll auf ihre Kosten. Nicht viele wissen, dass der Oman das „Norwegen von Arabien“ beheimatet. Auf der Halbinsel Musandam im Norden (durch ein schmales Territorium der Vereinigten Arabischen Emirate vom Rest des Landes getrennt) verleiten fjordähnliche Buchten (khors) zum Staunen. Das Hajar-Gebirge beeindruckt mit bis zu 3.000 m hohen Bergen und spektakulären Schluchten (darunter das Wadi Nakhr, der „Grand Canyon des Omans“). Wüstenfans finden in den endlosen Dünen der Rimal al Wahiba ihre Erfüllung.

    Gut zu wissen: Da im Oman das Erdöl nicht so üppig fließt wie in den benachbarten Staaten, hat sich das Land zuletzt dem sanften Tourismus zugewandt. Dabei spielen die Einheimischen und ihr Lebensstil eine entscheidende Rolle: Es lohnt sich, bei einer Gastfamilie abzusteigen oder in einem Kochkurs die Zubereitung heimischer Spezialitäten zu erlernen – Angebote gibt es zuhauf.

    Tipp: Hadash ist das wohl beeindruckendste Klettergebiet des Omans. Hier gibt es rund 50 perfekt eingebohrte Routen von 5 bis 8b+,  angenehm kühl auf 1.500 Metern gelegen und mit gewaltigem Ausblick. 

    Reise-Story

  • Australien

    Endlich nach Down Under

    Australien
    Foto: Unsplash
    Sehnsuchtsort: Australische Küste

    Kaum ein anderes Land hat sich in den letzten zwei Jahren Pandemie-bedingt derart abgeschottet. Zum ersten Mal seit März 2020 dürfen nun wieder internationale Touristen (mit vollständigem Impfschutz) in Down Under einreisen. Wann also, wenn nicht jetzt!
    Vermutlich werden sich das auch so manch andere Weltenbummler denken. Wer das Sehnsuchtsziel Australien tatsächlich bereist, sollte also in Erwägung ziehen, noch weniger touristische Ecken aufzusuchen. Und die gibt es – schließlich wartet ein ganzer Kontinent darauf, entdeckt zu werden.

    Da wäre z.B. der Scenic Rim, eine von grünen Bergbögen und Regenwäldern geprägte Region im südöstlichen Queensland. Bis vor dem verheerenden Buschfeuer 2019, das mehr als ein Drittel der Gondwana-Regenwälder zerstörte, war diese Gegend international kaum bekannt. Mit der überraschend schnellen Erholung des Naturjuwels schießen auch zahlreiche Projekte im Zeichen des Öko-Tourismus aus dem Boden. Der neu eröffnete Scenic Rim Trail etwa ist eine geführte 4-Tages-Wanderung, die sich leicht günstiger gestalten lässt, indem man auf den öffentlichen Campingplätzen statt in den vorgesehenen, recht luxuriösen Lodges übernachtet. Hier findest du weitere Great Walks.

    Tipp: Wer auf vollkommene Freiheit setzt, unternimmt einen Roadtrip an wenig frequentierte Spots wie den Grampians-Nationalpark (zwei Stunden von Melbourne) oder in die Gegend um Perth in Westaustralien (ein echtes Wanderparadies) – etwa nach Margeret River, wo sich neben Surfern auch mal Kängurus an die leeren Strände verirren. Oder ins Outback: Die Kata Tjuṯa-Felsformation sieht aus wie ein zerklüfteter Ayers Rock und ist tatsächlich eine gute Alternative zum weltberühmten (und mit Reisebussen zugeparkten) Sandsteinmonolithen. Noch bizarrer und spannend für Boulderer: Die Devils Marbles. Heißen „Teufels-Murmeln“, sehen aber eher aus wie Brat-Kartoffeln.

    Reise-Story

  • Chile

    Flamingos am Mond

    Chile Atacama
    Foto: Adobe Stock
    Flamingos zwischen Anden und Atacama-Wüste

    Derzeit kann man sich für die erste private Reise zum Mond mit Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX anmelden. Wer Mondlandschaften erleben, jedoch nicht ganz so weit fliegen möchte, sollte nach Chile – genauer: in die bis zu 4.000 m hoch gelegene Atacama-Wüste. Sie erstreckt sich von der Pazifikküste bis zu den Ausläufern der Anden und ist so dünn besiedelt, dass man von kaum einem anderen Ort der Welt den Mond und die Sterne besser sehen kann. Es wundert also nicht, dass einige der wichtigsten Observatorien – darunter ALMA, das größte jemals gebaute Radioteleskop – dort stationiert sind.
    Was man tagsüber in der Atacama bewundern kann: Geysiere (El Tatio), Sanddünen und saphirblaue Seen (rund um San Pedro) und in Salzlagunen herumstaksende Flamingos im Nationalreservat Los Flamencos.

    Gut zu wissen: Weniger Menschen begegnet man definitiv bei Skitouren auf den Vulkanen Chiles, die für Kenner den besten Firn auf Erden bereithalten. Einer der großen Sehnsuchtsorte aller Bergliebhaber ist der Nationalpark Torres del Paine in Patagonien, ganz im Süden des Landes: Gletscher, Fjorde und die ikonischen drei Granittürme nach denen der Park benannt ist.

    Tipp: Viele lokale Agenturen aus Chile kooperieren mit der indigenen Gemeinschaft und setzen in Form von Öko-Lodges und Öko-Touren auf nachhaltigen Tourismus.

    Reise-Story

  • Portugal

    Immer der Küste entlang

    Portugal, Algarve
    Foto: Philip Platzer
    Algarve-Küste in Portugal

    Portugal entwickelt sich immer mehr zum „Aussteiger-Ziel“ in Europa, was nicht verwundert – nirgendwo sonst lässt sich so gut südamerikanisches Flair einatmen, als im Land mit der 800 km langen Atlantikküste. Während Lissabon und Porto mit ihrem Altstadt-Charme und ihren kulinarischen Verlockungen längst zu City-Trip-Klassikern gehören, wartet Portugal abseits der Städte mit erstaunlich viel Naturerlebnissen auf.

    Das gilt zuallererst für Surfer aus ganz Europa: Sie stürzen sich so gut wie zu jeder Jahreszeit (mit Neoprenanzug) in die Atlantikfluten. Entsprechende Camps und Shops finden sich an der Küste zuhauf – neben Lissabon gelten Ericeira bzw. Peniche als „Surf Towns“.

    Gut zu wissen: Doch es sind die Freerider und vor allem Weitwanderer, die das Land gerade neu entdecken. Die erst vor einigen Jahren markierte Rota Vicentina – ein 450 km langes Netz von Wanderwegen im äußersten Südwesten Portugals – führt zwischen steilen Felsklippen, einsamen Sandstränden und einer vielfältigen Pflanzenwelt entlang, bis in den November hinein lässt es sich hier bei angenehmen Temperaturen wandern. Dem Meer am nächsten kommt man auf dem  225 km langen Fischermen‘s Trail zwischen Sines und Lagos an der Algarveküste.

    Tipp: Ebenso an der Algarve lockt der Ria Formosa-Naturpark – ein von Flamingos bevölkertes Lagunensystem aus Salzebenen, Bächen und Düneninseln.

    Reise-Story

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