16.105 Touren,  1.749 Hütten  und täglich neues aus den Bergen
Auf dem Weg zur Franz-Senn-Hütte im Tiroler Stubaital
Foto: Elias Holzknecht
Bergportrait

Das Stubaital in Tirol

• 4. September 2020

Hier stehen die Berge Spalier, mehr als 150 sind höher als 3.000 m, der Talschluss ist mit immer noch dickem Gletschereis überzogen. Autorin Katharina Lehner hat sich für die aktuelle Ausgabe das Bergwelten Magazins aufgemacht ins Tiroler Stubaital. Gemeinsam mit vier Personen hat sie das Tal, seine Berge und Hütten, vor allem aber seine Menschen, besucht. 

Das aktuelle Bergwelten Magazin (Oktober/November 2020)
Foto: Bergwelten
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Das Bergwelten Magazin (Oktober/November 2020) ist ab 10. September 2020 im Zeitschriftenhandel, bequem im Abo für ÖsterreichDeutschland und die Schweiz oder als E-Paper erhältlich.

Das Stubaital beginnt in Schönberg und zieht in 36 km Länge gegen Südwesten. Es ist das längste Seitental des Wipptales und hat eine Menge an Superlativen zu bieten. Wanderer und Bergsteiger lieben das Tal wegen seiner Unverfälschtheit und seinen unzähligen Bergsportmöglichkeiten. Hier stehen immerhin einige der bekanntesten und beliebtesten Berge Tirols, wie etwa das Zuckerhütl, der Wilde Freiger, der Habicht, der Elfer, der Hohe Burgstall und natürlich die Serles, die den Eingang ins Stubaital zu bewachen scheint. 

Die Franz-Seen-Hütte

Eine der wichtigsten und bekanntesten Hütten im Gebiet ist zweifelsohne die Franz-Senn-Hütte auf 2.147 m. Sie ist im Sommer wie im Winter Ausgangspunkt zahlreicher hochalpiner Touren und Stützpunkt auf dem achttägigen Stubaier Höhenweg

Eine wunderschöne, nicht allzu schwierige Bergtour führt von der Franz-Senn-Hütte auf die 3.003 m hohe Rinnenspitze, die eine einmalig schöne Aussicht auf den benachbarten Lüsener Ferner bietet. 

Die Starkenburger Hütte 

Eingerahmt von den Kalkkögeln steht die Starkenburger Hütte auf 2.237 m oberhalb von Neustift im Stubaital. Sie ist auch mit dem Mountainbike zu erreichen und ihr Hausberg, der Hohe Burgstall, lädt zu einer abwechslungsreichen Bike&Hike Tour ein. 

 

Die Sulzenauhütte

Die traditionsreiche Hütte steht auf 2.191 m am Hauptkamm der Stubaier Alpen. Der Blick auf das Zuckerhütl von der Hütte aus, lässt so manchen Bergsteiger nicht mehr los. Die Tour auf den 3.507 m hohe Gipfel dauert ausgehend von der Hütte rund 5 h. 

Die Sulzenauhütte (2.191 m) steht auf einem wunderbaren Flecken auf dem Hauptkamm der Stubaier Alpen. Sie schaut gemeinsam mit dem Zuckerhütl, dem höchsten Gipfel dieser Gebirgsgruppe der österreichischen Zentralalpen, und dem Wilden Freiger, der Siebenthöchste hier, auf das Stubaital hinunter. Nahezu die gesamte Hütten-Umgebung trägt den Namen Sulzenau. Während das Wasser des Sulzaubaches das Seitental des Stubaitales verlässt, kommen Bergsteiger und Wanderer über Sulzegg, die Sulzenau Alm zur Hütte herauf. Rechts der Hütte erstreckt sich die Hohe Sulze. Und der Sulzenaukogel liegt, fast in Griffweite, hinter der Hütte. Dass der Bergsee, der oberhalb des Schutzhauses liegt, Blaue Lacke und nicht etwa Sulzausee heißt, verwundert. Die Sulzenauhütte ist Anlaufstelle und Etappenziel auf dem Stubaier Höhenweg. Ihre Gäste sind Höhenluft-Schnupperer, die nicht weiter in die Hochgebirgswelt vordringen wollen. Sie beherbergt Weitwanderer, die Gehen als ihre Existenz-Grundlage sehen. Und sie kümmert sich um Alpinisten, die nach Höherem, Steilerem, Ausgesetzterem streben bis über ihren Köpfen nur mehr Luft und Himmel sind. Die Sulzenauhütte hat für alle Menschen was, die zu ihr kommen. Wer des klassischen Berggehens und -steigens überdrüssig ist oder davon eine Pause braucht, dem bietet die Hütte moderne Spielarten des Bergsports: Flying Fox, Übungsklettersteige, Sonnenklettergarten, Geocoach-Parcour, Slackline und Übungskletterfelsen sind im Hüttenbereich zu finden. Jene, die sich, beispielsweise, für Wasser in seiner Vielfältigkeit begeistern, können dieser Leidenschaft am Sulzenau- und Wilder-Freiger-Ferner, an den Bächen und Bergseen des Tals im Tale nachgehen. 
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet
  • Die Dresdner Hütte 

    Etwas unterhalb des Stubaier Gletschers, gut mit der Seilbahn zu erreichen, befindet sich die Dresdner Hütte auf 2.302 m. Sie ist der Ausgangspunkt für den Wilde-Wasser-Weg, der die Schönheit der Gletscher, der Vegetation im Gletschervorfeld und des wilden Wassers, das von den Gletschern ins Tal rauscht, einfängt. 

    Die Neue Regensburger Hütte 

    Weithin bekannt ist natürlich auch die Regensburger Hütte auf 2.286 m. Erst vor zwei Jahren wurde sie mit einem spektakulären Zubau erweitert, um die Wanderer, die auf dem Stubaier Höhenweg unterwegs sind, angemessen versorgen zu können. Außerdem kann die Kreuzspitze in rund 2 h von der Hütte aus erklommen werden. 

    Ein Badesee auf 2.286 m mitten in den Stubaitaler Alpen in Tirol? Direkt neben der Neuen Regensburger Hütte. Gibt es das wirklich? Doch, sogar ein Boot liegt hier vor Anker. Dass der See im Sommer eine durchschnittliche Wassertemperatur von 20 Grad erreicht, verdankt er dem einzigartigen Hochmoor des Hohen Mooses, durch das er gespeist wird. Über den See ist außerdem eine Slackline gespannt. Aber das ist noch lange nicht alles, was diesen Stützpunkt so anziehend macht. Auch der Wasserfall, der neben der Hütte rund 300 m zur Ochsenalm hinabstürzt, garantiert ein unvergessliches Naturschauspiel. Nicht zuletzt lockt die grandiose Aussicht mit Blick über das Stubaital bis hin zur Serles (2.718 m), dem sogenannten Altar Tirols, oder zum Habicht (3.277 m). Ein kleiner Spielplatz, Hühner, Katzen und Hasen laden auch unsere kleineren Wanderfreunde herzlich ein. Aber das ist noch lange nicht alles, was diesen Stützpunkt so anziehend macht. Ein ergiebiges Areal für Wanderer und Kletterer, sowie ein wahres Paradies für Boulderer liegt direkt vor der Haustür. Die Neue Regensburger Hütte liegt am Stubaier Höhenweg und am Wilde-Wasser-Weg. Den Hausberg der Hütte, die Östliche Knotenspitze (3.084 m), haben geübte Alpinisten in rund 2 h bestiegen – wer es gerne gemütlicher angeht, spaziert durch das Hohe Moos oder unternimmt eine leichte Wanderung zum Falbesoner Gletschersee in 2.575 m. Nur drei Minuten von der Hütte entfernt befindet sich auch ein variantenreicher Klettergarten.
    Geöffnet
    Jun - Sep
    Verpflegung
    Bewirtschaftet

    Der Stubaier Höhenweg

    In acht anspruchsvollen Etappen kann man sich das gesamte Stubaital, oder besser gesagt, die Stubaier Alpen erwandern. Denn der Weg führt vom Stubaital ins benachbarte Gschnitztal, wo man zusätzlich zu den oben genannten Hütten auch auf der Bremer, der Nürnberger und der Innsbrucker Hütte nächtigt. 

  • Der Habicht

    Der Habicht stellt eine der markantesten Erhebungen in der Mitte des Stubaitales dar. Der formschöne und selbst von Innsbruck aus sichtbare Berg ist 3.277 m hoch und kann sowohl vom Stubaital durch das Pinistal als auch vom Gschnitztal aus erklommen werden. Auf halbem Wege liegt die Innsbrucker Hütte, wodurch sich die lange Tour gut auf zwei Tage aufteilen lässt. 

  • Aussichtsberg Elfer

    Mit der Panoramabahn schwebt man von Neustift im Stubaital hinauf zur Elferhütte. Hier beginnt der Panoramaweg, der entlang eines Themenweges bis zur Karalm im hinteren Pinistal führt. Der Elfer ist zudem ein beliebter Startpunkt für Paragleiter.

    Wächterin des Stubaitales – die Serles

    „Queen“ wird sie von den Einheimischen genannt, die Serles, die am Beginn des Stubaitales steht und den Eingang bewacht. Es gibt mehrere Anstiege auf die Serles, aber mit den Serlesbahnen bei Mieders kann man sich einige Höhenmeter sparen, um den Gipfel zu erklimmen. 

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