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Für euch unterwegs

Die schönsten Wander- und Bergtouren im Gschnitztal

22. Juni 2022
3 Min. Lesezeit

Das Gschnitztal in Tirol ist ein Seitental des Wipptales, das von Innsbruck Richtung Süden zieht. Große Teile des Tales gehören zum Landschaftsschutzgebiet Nösslachjoch – Obernberger See – Tribulaune. Geprägt wird das Tal von beeindruckenden Gipfeln, blumenreichen Almen und zahlreichen Hütten. Christina Schwann, selbstständige Ökologin und unter anderem für das Tourenportal von bergwelten.com tätig, ist besonders gerne im Herbst, wenn die Lärchen in schönstem Gelb erstrahlen, im Gschnitztal unterwegs. Sie verrät uns einige ihrer Lieblingstouren.

Habicht im Gschnitztal
Foto: Christina Schwann, ökoalpin
Blick auf den Habicht im Gschnitztal
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Seit einigen Jahren gehört das Gschnitztal mit den beiden Gemeinden Trins und Gschnitz der Initiative Bergsteigerdörfer des Österreichischen Alpenvereins an. Ganz zu recht, wie Christina Schwann meint, denn mit der einzigartigen und völlig unverbauten Bergnatur des Gschnitztales, der gepflegten Berglandwirtschaft und den sehr ansprechenden Hütten entspricht das Tal den strengen Kriterien der Bergsteigerdörfer allemal.

Herbstliche Impressionen aus dem Gschnitztal

1. Blumenberg Blaser und Blaserhütte

Nachdem man in Steinach am Brenner ins Gschnitztal abgezweigt ist, geht es über die Straße ein wenig bergauf, dann öffnet sich das Tal mit der Eingangsgemeinde Trins dem Besucher. Von hier aus startet man auf den Blaser – den Blumenberg, wie er aufgrund seiner Artenvielfalt auch gerne genannt wird. Abgesehen davon genießt man vom Blaser eine wunderbare Aussicht über das Wipptal und seine Seitentäler. Im Osten sticht der Olperer, der vom gegenüberliegenden Valsertal aus zu erreichen ist, mit seinem vergletscherten Rücken besonders ins Auge.

2. Kirchdachspitze über Padasterjochhaus

Die Kirchdachspitze mit ihren 2.840 Metern ist eine imposante Erscheinung. Ihre Besteigung erfolgt ebenfalls von Trins. In diesem Fall wandert man aber zum Padasterjochhaus und von dort weiter bis zum Gipfel. Die lange und anspruchsvolle Tour verlangt Kondition und Trittsicherheit.

Tipp: Wer mit dem Mountainbike oder E-Bike bis zum Padasterjochhaus radelt, spart vor allem im Abstieg viel Zeit.

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3. Rötenspitze über die Trunahütte

Gleich nach dem Ort Trins beginnt auf der anderen Talseite – linker Hand – der Anstieg zur Trunahütte. Die kleine Hütte wird von zahlreichen Lärchen umgeben, die im Herbst eine wahre Augenweide sind. Von hier kann man weiter auf die 2.481 m hohe Rötenspitze wandern. Eine herrliche Tour, zuerst durch den lichten Lärchenwald, dann über wunderschöne Almwiesen mit vielen Preiselbeeren. Am Gipfel genießt man den vielleicht schönsten Blick auf den Habicht, der auf der anderen Talseite steht.

4. Habicht über Jubiläumsweg und Innsbrucker Hütte

Der Habicht ist natürlich so etwa wie der Star im Gschnitztal. Zwei Wege führen rechter Hand auf die Innsbrucker Hütte: Der Jubiläumsweg beginnt wenige Meter nach der Gemeinde Gschnitz, der Seilbahnweg ganz hinten im Tal beim Gasthaus Feuerstein. Der wunderschön angelegte Jubiläumsweg führt anfangs durch Bergwald und später unter den spektakulären Wänden der Kalkwand vorbei. 
Von der Innsbrucker Hütte beginnt dann der Anstieg auf den 3.277 Meter hohen Habicht. Einige Seile und Tritthilfen erleichtern den Anstieg, der aber dennoch Kondition und Trittsicherheit und im Gipfelbereich auch Schwindelfreiheit erfordert. Die Innsbrucker Hütte ist dabei ein idealer Übernachtungsstützpunkt.

5. Laponesalm und Bremer Hütte im Talschluss

Die Wanderung zur fantastisch gelegenen Bremer Hütte über die beinahe schon lieblich anmutenden Laponesalm ist eine wunderbare Tour. Bis zur Laponeslam ist sie auch für Kinder gut geeignet. Die Bremer Hütte ist aber freilich für viele nur Stützpunkt auf dem Weg zu einem der Gipfel, die den imposanten Talschluss bilden: Innere Wetterspitze, Aperer Feuerstein, Äußere Wetterspitze, Schafkampspitze, Schneespitze, Östlicher Feuerstein und Westlicher Feuerstein.

6. St. Magdalena Klettersteig

Der erst 2017 errichtete Klettersteig in der Schwierigkeit C (Variante bis E) führt durch die senkrechten Wände, auf denen die Wallfahrtskapelle St. Magdalena steht. Im Bereich des Einstiegs befindet sich die so genannte „Alpine Safety Area“, in der man verschiedene Arten von Bergwegen (leicht bis schwer) erproben kann.

Tipp: Der Klettersteig befindet sich direkt hinter dem sehenswerten Mühlendorf im Talschluss. Den Klettersteigausflug kann man daher perfekt mit einem Besuch im Freilichtmuseum kombinieren und viel über das bäuerliche Handwerk des Gschnitztales erfahren.

7. Gschnitztaler Hüttentour

Die wohl beste Art und Weise, das Gschnitztal mit all seinen Facetten zu erleben, ist die siebentägige Gschnitztaler Hüttentour. Sie führt vom Taleingang auf der linken Talseite über die Trunahütte zur Tribulaunhütte, weiter zur Bremer Hütte und auf der rechten Talseite auswärts über die Innsbrucker Hütte, das Padasterjochhaus und die Blaser Hütte wieder hinunter ins Tal. Schmale Bergpfade über steile Grate, klettersteigartige Passagen und wunderschöne Bergmähder wechseln sich ab, gespickt mit unendlich vielen Aus- und Weitblicken. Abschalten und Genießen!

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