Mountainbike-Touren-Klassiker am Gardasee

Mountainbiken am Gardasee: 6 Touren-Klassiker

Tourentipps
4 Min.
16.04.2026

Foto: Fototeca Trentino Sviluppo S.p.A.

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von Riki Daurer

Der Gardasee in Italien zählt zu den besten Mountainbike-Revieren Europas. Zwischen alpinen Höhenwegen und spektakulären Downhill-Trails finden hier Genussbiker, Tourenfahrer und Enduro-Fans ideale Bedingungen. Wir stellen dir sechs MTB-Klassiker vor.

Mountainbiken am Gardasee

Der Gardasee bietet hinsichtlich Steilheit, Distanz als auch Wegebeschaffenheit eine große Auswahl für Biker. Uphiller können sich auf Asphaltstraßen oder gut befahrbaren Forststraßen auf den Gipfel des legendären Tremalzo hochquälen. Downhiller holen sich auf spektakulären Trails ihren Adrenalin-Kick oder stürzen sich den legendären Supertrail „Sentiero 601“ vom Monte Baldo hinunter.

Allen Strecken gemeinsam sind die genialen Panorama-Ausblicke und die am Weg liegenden Hütten, die zu einer gemütlichen Stärkung einladen. In diesem Guide stellen wir dir 6 echte MTB‑Klassiker am Gardasee vor – inklusive Schwierigkeit, Höhenmeter, Charakter und Zielgruppe. So findest du schnell die Tour, die zu deinem Fahrstil passt.


1. Der Klassiker der MTB-Touren: Tremalzo vom Ledrosee

Der Tremalzo-Pass (1.845 m) ist der absolute Mountainbike-Klassiker am Gardasee. Es gibt mehrere Varianten: Die klassische und längste startet direkt am Gardasse in Riva oder Limone und führt über die im Ersten Weltkrieg angelegte Schotterstraße auf der Südflanke kehrenreich und kräftezehrend mindestens 1.800 Höhenmeter hinauf.

Eine mit 1.550 Höhenmetern etwas leichtere, aber dennoch gleichwertig schöne Runde über den Tremalzo, führt vom Ledrosee über die Bocca dei Fortini (1.245 m) und die Rifugio Passo Nota zuerst über Asphalt, dann über gut fahrbare Forstwege auf den Pass. Eine der schönsten MTB-Touren im Trentino.

Die dritte und leichteste Variante führt über die Passstraße nach oben.

Für wen geeignet?

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  • ✅ erfahrene Mountainbiker

  • ✅ für E‑MTB gut geeignet

  • ❌ nicht ideal für Anfänger

Highlights

  • Panoramablicke am Tremalzo-Pass

  • Einkehrmöglichkeiten entlang der Route


2. Hütten-Tour mit Downhill-Option: Auf das Rifugio Nino Pernici

Das Rifugio Nino Pernici (1.600 m) ist eine wunderschön gelegene und alpin anmutende Hütte. Der Weg vom Lago di Ledro (665 m) führt lange über Asphalt – und auch teilweise im Schatten – und mündet erst gegen Ende in einen anspruchsvolleren Schotterweg.

Für wen geeignet?

  • ✅ Genuss- und Tourenbikerinnen

  • ✅ für E‑MTB gut geeignet

  • ✅ auch bei Hitze angenehm zu fahren

  • ❌ wenig Trail-Anteil für Technikfans

Highlights

  • Schattige Auffahrt

  • Alpin gelegenes Rifugio Nino Pernici

  • Weite Ausblicke über das Ledrotal


3. Ideale Sommer-Tour: Malga Grassi vom Tennosee

Als Einstieg in die Bikesaison bietet sich die verhältnismäßig kurze und einfache Tour an. Sie führt vom Lago di Tenno (570 m) auf die bewirtschaftete Hütte Malga Grassi (1.050 m).

Für wen geeignet?

  • ✅ Einsteiger

  • ✅ Frühjahrs‑ und Genusstouren

  • ✅ für E‑MTB ideal

  • ✅ auch für entspannte Halbtagestouren

Highlights

  • Start am türkisblauen Tennosee

  • Gemütliche Auffahrt

  • Hütteneinkehr auf der Malga Grassi


4. Klassiker mit Traumaussicht: Monte Velo von Arco

Die Tour auf den Monte Velo startet in Arco. Sie ist nur mäßig steil und beeindruckt durch eine prächtige Aussicht. Am höchsten Punkt lädt das Rifugio Velo zur Einkehr. Wer sich gut stärkt und noch Energie hat, kann die Strecke über den Passo Due Sassi (1.208 m) verlängern.

Für wen geeignet?

  • ✅ ausdauernde Mountainbikerinnen und -biker

  • ✅ technisch weniger geübte Fahrer

  • ✅ für E‑MTB geeignet

  • ❌ wenig Trail‑Action

Highlights

  • Großartiges Panorama über das Sarcatal

  • Einkehr im Rifugio Velo

  • Gleichmäßige, gut fahrbare Strecke


5. Kurz-Tour mit Trail-Spaß: San Giovanni al Monte

Von Arco startend führt die relativ kurze Tour über Asphalt zur Berghütte San Giovanni (1.048 m) und dann zum Gipfel auf 1.125 m. Auch gut als Abendtour geeignet. Retour bieten sich mehrere Varianten an, unter anderem knackige Trails nach Vigne bei Arco.

Für wen geeignet?

  • ✅ sportliche Mountainbiker

  • ✅ Trail‑Liebhaber

  • ✅ ideal als Halbtagestour

  • ❌ nicht für absolute Einsteiger

Highlights

  • Vielseitige Trail-Abfahrten

  • Kurze, intensive Auffahrt

  • Perfekt als Feierabendtour


6. Downhill-Klassiker vom Monte Baldo: „Sentiero 601“

Von der Bergstation des Monte Baldo muss man sich den vollständigen Downhill noch über einen knackigen Anstieg zum Monte Altissimo (2.074 m) verdienen. An der Damiano-Chiesa-Hütte beginnt dann der legendäre, technisch anspruchsvolle Supertrail-Klassiker „Sentiero 601“ nach Nago – ein Rodeo über mehr als 2.000 Meter.

Für wen geeignet?

  • ✅ sehr erfahrene Mountainbikerinnen und -biker

  • ✅ Enduro‑ und Downhill‑Fans

  • ❌ nicht für Anfänger:innen

  • ❌ nur bedingt E‑MTB‑tauglich

Highlights

  • Legendärer Supertrail „Sentiero 601“

  • Über 2.000 Tiefenmeter Downhill

  • Spektakuläres Finale bis nach Nago


4 Tipps für einen gelungenen Bike-Urlaub am Gardasee

  • Die Faltkarte Lago die Garda Nord bzw. der Bikeführer von Supertrail helfen bei Planung und Orientierung.

  • Gerade an den langen Wochenenden und zur Transalp-Saison (Mitte Juni bis Mitte September) ist es unbedingt notwendig, Unterkünfte und Campingplätze zu reservieren. Die Campingplätze am Ledrosee sind eine idyllische Alternative zu jenen direkt am Gardasee.

  • Wer an Reisewochenenden unterwegs ist, muss leider oft mit Stau rechnen. Es empfiehlt sich daher, Bike-Touren für die Anreise einzuplanen, um sinnloses Herumstehen zu vermeiden. Ein Nadelöhr ist der Brenner – hier kann man eine z. B. Tour im Gschnitztal einplanen, Abfahrt Matrei Richtung Brenner.

  • Ausreichend Zeit für Cappuccino, Pizza und Shopping einplanen. Der Gardasee besticht neben seinem Panorama auch mit seinem bereits sehr südlichen Flair und seiner großen Anzahl an Sportgeschäften in Arco.


Welche Mountainbike‑Tour am Gardasee passt zu mir?

Du willst einen echten Klassiker fahren und lange Anstiege mit Panorama erleben?
Tremalzo vom Ledrosee

Du suchst flowige Wege mit beeindruckender Aussicht, ohne extrem technisch zu fahren?
Monte Velo von Arco

Du hast wenig Zeit, willst aber möglichst viel Trail‑Spaß?
San Giovanni al Monte

Du suchst maximale Action, Downhill und technische Herausforderungen?
Sentiero 601 vom Monte Baldo

Du bist Einsteiger, früh in der Saison unterwegs oder willst eine eher entspannte Tour fahren?
Malga Grassi vom Tennosee


FAQ – Mountainbiken am Gardasee

Wann ist die beste Zeit zum Mountainbiken am Gardasee?

Die beste Reisezeit liegt zwischen März und Juni sowie zwischen September und November. In diesen Monaten sind die Temperaturen angenehm und die Trails gut fahrbar. Im Hochsommer kann es sehr heiß werden, vor allem in tieferen Lagen rund um den See.

Sind die Mountainbike-Touren am Gardasee für E‑Mountainbikes geeignet?

Die meisten vorgestellten Touren sind sehr gut mit dem E‑Mountainbike fahrbar. Besonders der Tremalzo, der Monte Velo und die Tour zur Malga Grassi eignen sich hervorragend für das E-Mountainbike. Bei sehr technischen Trails sollte auf ausreichend Akkureserve und Fahrkönnen geachtet werden.

Brauche ich für die MTB-Touren am Gardasee einen Guide?

Erfahrene Mountainbiker kommen mit Kartenmaterial oder GPS-Tracks gut zurecht. Für anspruchsvolle oder sehr technische Trails wie den Sentiero 601 kann ein lokaler Guide sinnvoll sein – vor allem, wenn man das erste Mal am Gardasee unterwegs ist.


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