Rad-Genuss

Biken am Reschenpass

Touren-Tipps • 26. Juni 2020
von Riki Daurer

Der Reschensee ist, aufgrund der aus dem See ragenden Kirchturmspitze und der Überreste des überschwemmten Dorfes, ein beliebtes Fotomotiv. Umgeben von einer einmaligen Landschaft stellt der Grenzpass zwischen Österreich und Italien ein einmaliges Bikerevier dar. Wir stellen euch 4 ausgewählte Touren vor.

Beliebtes Fotomotiv und genialer Blick auf den Reschensee vom Plamort-Trail
Foto: alpinonline
Beliebtes Fotomotiv und genialer Blick auf den Reschensee vom Plamort-Trail

1. 3-Länder-Enduro-Trail

24 verschiedene Trails, 4 Bergbahnen und 46 Kilometer Trailvergnügen bietet der Drei-Länder-Enduro-Trail – und das alles in einzigartiger Bergkulisse und großartigem Blick auf den Reschensee. Wer keine Lust hat die Höhenmeter bergauf zu strampeln, kann auch die Seilbahn verwenden.

Am Grenzkamm Richtung Italien am 3-Länder-Enduro-Trail
Am Grenzkamm Richtung Italien am 3-Länder-Enduro-Trail

2. Plamort-Trail

Einer der Klassiker und Teil des Drei-Länder-Enduro-Trails ist der Plamort Trail. Ausgehend von der Liftstation in Nauders fährt man zum Bergkastell, von hier aus weiter via Almtrail, vorbei an der Stieralm und zum Einstieg des eigentlichen Plamort Trails. Über die malerische Hochebene folgt man der Beschilderung bis man die markanten Panzersperren an der italienischen Grenze erreicht und dann weiter zu den historischen Bunkeranlagen radelt. Kurvenreich führt der Trail weiter über saftige Almwiesen, befestigten Waldboden, teils lose Steine und flowige Querfahrten hinab nach Reschen.

Am Weg vom Bergkastell Richtung Reschensee
Foto: Riki Daurer
Am Weg vom Bergkastell Richtung Reschensee

3. Schöneben-Trail

Der Schöneben Trail auf der italienischen Seite des Reschenpasses hat alle Zutaten, die einen richtig guten Mountainbike-Endurotrail ausmachen: Festen Waldboden, knackige Wurzelpassagen, kurvige Serpentinen, glatte Felsplatten und steile Abschnitte. Der Trailstart befindet sich unmittelbar bei der Bergstation der Schönebenbahn, die in das grenzübergreifende Trailnetz der 3-Länder Enduro Trails integriert ist. 

4. Haider-Alm und Haider-Alm-Trail

Angrenzend an den Reschensee liegt der Haidersee. Ab hier führt die Haideralmbahn zur gleichnamigen Alm. Die rund vier Kilometer lange Mountainbike-Strecke von der Haideralm nach St. Valentin in Südtirol ist eine der bekanntesten Abfahrten der 3-Länder Enduro Trails am Reschenpass. Auf rund 650 Höhenmeter folgt ein Wechselspiel aus wurzeligen Waldpassagen, Steinüberfahrten und Geländekanten. Um hier einen maximalen Fahrspaß rauszuholen, wird ein gewisses Maß an Fahrtechnik vorausgesetzt. 

Blick auf den Haidersee
Foto: Riki Daurer
Blick auf den Haidersee

Gut zu wissen.

  • Die Region und ihre Seilbahnen wie die Bergkastelseilbahn, der Mutzkopf, Schöneben und die Haideralm bieten nicht nur besten Trailspaß in wunderschöner Umgebung an, sondern auch kundenfreundliche Tarife für den Transport. So gibt es den 3-Länder-Bike-Pass als Tageskarte (inkl. Biketransport) um 35 Euro, ab 14.00 Uhr kostet dieser bloß noch 18 Euro. Ebenso gibt es besondere Liftticket-Pakete für 3-Tages-Karten.
  • Kiten: Der Reschensee ist ein idealer Spot für geübte Kite und all jene, die es noch werden wollen. Mehr Infos hier.
  • Campen und Stellplätze: Mit dem Campervan kann man teilweise bei den Liftstationen stehen bleiben (wenn ausgeschildert), ansonsten gibt es auch mehre Campingplätze wie z.B. den „Camping zum See“, der nebenan auch noch einen offiziellen, gebührenpflichtigen Stellplatz betreibt.
  • Wandern: wer mal eine Verschnaufpause braucht, der kann die Landschaft natürlich wandernder Weise erkunden. So verläuft beispielsweise der Vinschger Höhenweg durch die Gegend oder man wechselt ins Seitental, dem Langtauferer Tal, und erkundet dort den Gletscherweg zur Weißkugelhütte.
  • Moderate Bikerouten: Für gemütliche Biker eignet sich der in Summe 80 km lange Etschradweg, der entlang der geschichtsträchtigen Römerstraße, der Via Claudia Augusta, im Vinschgau verläuft. Aufgrund der Distanz sollte man die Strecke auf mehrere Tage aufteilen. Die Route verläuft Großteils flach oder bergab. Das hervorragende Radwegnetz vom Reschenpass bis nach Meran ermöglicht ein entspanntes Fahren auf gutem Untergrund – das heißt entweder asphaltiert oder geschottert.  

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