Mountainbiken mit Kindern

8 Tipps für Bikespaß mit Kids

Tipps & Tricks • 18. April 2016
von Werner Moser

Werner Moser ist erleichtert: Seine Kinder lieben das Mountainbiken so wie er selbst. Ein paar Tipps, damit das auch anderen Eltern gelingt.

Als begeisterter Mountainbiker keimt natürlich irgendwann die Hoffnung auf, dass die eigenen Kinder auch Spaß am Biken haben. Da stellen sich wichtige Fragen: Wann sollen sie beginnen? Auf was muss man achten?

Meine zwei Söhne, die drei und sechs Jahre alt sind, lieben ihre Räder. Ich habe also anscheinend alles halbwegs richtig gemacht – zum Glück. Daher möchte ich meine persönlichen Tipps für Bikespaß mit Kindern weitergeben.

1. Keinen Druck ausüben

Das ist der wichtigste Punkt. Es gibt Tage, an denen meine Burschen zu allen Unternehmungen zu haben sind. Aber dann gibt es auch Tage, wo generell gar nichts geht. An solchen Tagen sollte man lieber gar nichts versuchen. Dadurch kommt nur Stress auf und im schlimmsten Fall eine komplette Abneigung gegenüber dem Biken. Der Spaß sollte im Vordergrund stehen.

2. Das Laufrad ist dein Freund

Die Zeiten der Stützradfahrer sind vorbei! Besorgt euren Kindern ein Laufrad – ab 2 Jahren schaffen sie das auf alle Fälle. Der Umstieg auf das Tretrad dauert dann maximal 1-2 Tage. Ist es dann so weit, muss man beim Mountainbike unbedingt auf die richtige Größe achten. Wichtig: Die Kinder müssen jederzeit absteigen können.

Mountainbiken mit Kindern: Kind am Laufrad
Foto: Werner Moser
Werner Mosers Sohn am Laufrad

3. Schützer gegen Tränen

Helm und Handschuhe sind ein Muss. Besonders auf letzere vergessen viele Eltern. Wer aber schon einmal eine Schürfwunde an der Hand seines Kindes versorgen musste, wird nie wieder auf Handschuhe verzichten. In schwierigerem Gelände oder auf langen Downhills verwenden wir meine Ellbogenschützer als Knie- und Schienbeinschoner für die Kinder. Wer keine hat, kann auch günstige Skateschützer verwenden.

4. Nicht gleich auf den Berg hinauf

Waldgebiete sind oft von kleinen Wanderwegen durchzogen - nutzt diese für lustige Trainingsrunden. Wurzelüberfahrten, Kanten und kleine Abfahrten verlieren so ihren Schrecken. In Salzburg sind die Josefiau oder die Aigner Au perfekte Übungsgebiete. Heimwerker können sich einen Palettenparcour direkt vor der Haustür bauen. Einwegpaletten und Holzbretter bekommt man oft sogar geschenkt.

5. Zu Beginn ruhig auch mal nur abwärts

Unsere ersten Mountainbiketouren waren reine Downhills – rauf ging es mit dem Auto. Nino hatte mit seinen fünf Jahren genug mit der Abfahrt zu tun. Außerdem darf man das Gewichtsverhältnis bei den Kindern nicht vergessen. Ein Bike wiegt rund neun Kilo, ein Fünfjähriger nur etwa doppelt so viel. Zum Vergleich: Das wäre so, als würde ein Erwachsener mit einem 40 Kilogramm schweren Rad den Berg hochfahren. Wer das schafft, ist wirklich fit!

Biken mit Kindern am Mönchsberg
Foto: Werner Moser
Eine gute erste Tour in Salzburg: Der Mönchsberg

6. Kurze Touren, viel Zeit

Eine typische Kinderbiketour ist in viele kleine Etappen aufgeteilt. Als erste Tour wählten wir den Mönchsberg, eine sehr kleine Tour, damit die Kinder dann auch auf das Geschaffte stolz sein können. Hier kann die erste Pause zum Beispiel der geniale Balancierspielplatz der Müllner Scharte sein, außerdem kommen Essenspausen und andere Stopps hinzu. So wird eine kleine Tour schnell zu einem Halbtagestrip.

7. Umdrehen ist ok

Ich habe meinen Söhnen nie das Gefühl gegeben, sie müssten eine bestimmte Tour oder ein bestimmtes Stück schaffen. Wenn es nicht mehr geht, kann man jederzeit umdrehen oder schieben - oder bei Papa in den Radanhänger einsteigen.

8. Wenn doch was passiert

Stürzen gehört zum Mountainbiken einfach dazu – auch bei Kindern. Deshalb immer ein paar echte Pflaster und ein Trostpflaster dabeihaben (ein Zuckerl, der Lieblingsdrache, eine Schokolade). Wichtig ist auch, den Sturz ernst zu nehmen und nicht herunterzuspielen.
 

Meine Lieblingsbiketour mit Kids

Schöne Frühlingsbiketour mit Kindern, tolle Ausblicke auf die Stadt

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