Seckauer Tauern, Steiermark
So idyllisch der Ingeringsee auf 1.200 m zwischen Zweitausendern der Seckauer Tauern liegt und zu Wanderungen einlädt, so turbulent klingt die Sage seiner Frühzeit. Damals nämlich bewohnte ihn ein grässlicher Lindwurm, der Bauern, Fischer und Hirten bedrohte. Daraufhin schlossen sich die Bewohner der Gegend zusammen und erlegten das gefährliche Untier mit Knütteln. Drei davon zieren bis heute das Wappen vom nahen Knittelfeld, das der Sage nach zur Erinnerung an die Heldentat erbaut wurde.
Zahlreiche romantische Bankerl rund um den See laden zum Verweilen und Ruhe-Genießen ein. Ein schönes Ziel ist auch die Kapelle am Ingeringsee. Sie wurde erst 2015 von der Forstverwaltung Wasserberg errichtet und dem Heiligen Klemens von Rom, dem Patron der Forstarbeiter, geweiht.
Höllengebirge, Oberösterreich
Die
Langbathseen befinden sich mitten im Salzkammergut und doch im Verborgenen. Zwischen den Touristenmagneten Traunsee und
Attersee in einem langen Talkessel im
Höllengebirge gelegen, sind sie von großem Besucherandrang gefeit.
Während der Vordere Langbathsee über die Langbathstraße noch mit dem Auto erreichbar ist und im Sommer mit seinen Naturstränden zum Baden einlädt, gelangt man zum
Hinteren Langbathsee nur noch zu Fuß. Ein etwas höherer Anteil an Algen macht ihn zum Baden weniger attraktiv – doch wir finden: Gerade diese natürliche Trübung steht dem von prächtiger Berg- und Waldlandschaft umgebenen Alpensee ganz hervorragend. Auf einem gut ausgebauten Rundwanderweg lässt sich das naturgeschützte Juwel von allen Seiten betrachten.
Silvretta, Tirol und Vorarlberg
Die allermeisten Bergwanderer ziehen am Radsee vorbei. Jammerschade! Der kleine, kristallklare Bergsee am Fuße des
Hohen Rads (2.934 m) ist ein wahres Kleinod inmitten unberührter Natur. Mit etwas Glück lassen sich hier auch Schneehühner und Steinböcke sichten.
Vom Gipfel des Hohen Rads, über den die Landesgrenze zwischen Tirol und
Vorarlberg verläuft, genießt man herrliche Ausblicke auf die Gletscher der Silvretta und auf den mächtigen
Piz Buin.
Lienzer Dolomiten, Osttirol
Klein, überschaubar, nicht überlaufen – die
Kerschbaumer Alm kommt unserer Vorstellung einer idealen Hütte sehr nahe. Wirtin Beate Moroder hat sich schon als Kind in das idyllische, von Dutzenden Alpenblumen-Arten umgebene Haus verliebt.
Auf der Hütte gibt's zumeist nur zwei wechselnde Speisen zur Wahl, dafür sind diese – wie die herzhaften Spinatknödel – immer gschmackig. Müde Wanderfüße kann man im eiskalten Fußbad samt integrierter Golfball-Massage wiederbeleben.
Übrigens: Wie die Hütte sind auch die
Lienzer Dolomiten selbst wenig überlaufen. Hier findet man noch einsame Touren durch atemberaubende Naturkulissen.
Rottenmanner und Wölzer Tauern, Steiermark
Auf dem Weg hinauf zur Michelirlingalm röhren im Frühherbst die Hirsche, viel mehr an Geräuschen ist kaum zu hören. Zwischen Schoberspitze und Hühnereck in den Rottenmanner und Wölzer Tauern herrscht vor allem in der Nachsaison fast makellose Ruhe. Im wunderschönen Michelirlingsee spiegeln sich im Herbst die rostroten Sträucher und goldenen Gräser.
Wer weiterwandern möchte, kann zwischen Heidelbeer- und Preiselbeerstauden auf die
Schoberspitze (2.126 m) oder Karlspitze (2.097 m) aufsteigen.
Nicht weniger als 20 Jahre bauten die beiden Künstler Robert Tribus und Heinz Triendl an ihrem
Apollontempel. Es wundert nicht, wenn man weiß, dass dieses komplett aus Steinen und ohne Bindemittel gefertigte Kunstwerk auf 2.289 m Seehöhe liegt. Es soll die Verbindung von Kunst, Mensch und Natur symbolisieren.
Ein wunderschönes Wanderziel, umso mehr, als das Bauwerk am Ufer des nicht minder sehenswerten türkisfarbenen Hundstalsees liegt. Als umliegende Gipfelziele bieten sich der
Weißstein (2.640 m) und Rosskogel (2.646 m) an.