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Am Gipfel des Großen Priel steht ein rotes Gipfelkreuz.
Foto: Andreas Lattner
Bergportrait

Der Große Priel - Steinreicher Oberösterreicher

• 14. Mai 2020

Mit 2.515 m ist der Große Priel der höchste Gipfel im Toten Gebirge in Oberösterreich. Rund um ihn liegen gemütliche Schutzhütten, die durch ein Netz an Wanderwegen miteinander verbunden sind. Auf seinen Gipfel führt seit 2019 Österreichs längster Klettersteig und ganz oben steht ein knallrotes Gipfelkreuz.

Bergweltenautorin Marlies Czerny ist mit dem steinreichen Oberösterreicher für die aktuelle Ausgabe des Bergwelten Magazins (Juni/Juli 2020) auf Tuchfühlung gegangen.

Der höchste Berg Oberösterreichs, der Dachstein, hat einen kleinen Schönheitsfehler: Er ist ein halber Steirer. Und weil einen in den Bergen ja dann doch hie und da der Lokalpatriotismus packt, sehen einige Oberösterreicher daher stattdessen den Großen Priel als ihren Obersten an. Reich an Steinen und Aussicht, steht er felsenfest in Oberösterreich und im nordöstlichen Eck des Toten Gebirges als dessen höchster Gipfel, 2.515 Meter hoch. Aber obwohl der Gebirgsname nach Kargheit und Einsamkeit klingt, muss der Große Priel kein tristes Dasein führen.

Schon gar nicht, wenn der Sigi vorbeikommt. Obwohl Siegfried „Sigi“ Wasserbauer den Winter bereits seit Jahrzehnten am Arlberg als Skilehrer verbringt, hat das Bergführer-Urgestein aus Windischgarsten einen besonders guten Draht zum Großen Priel. „Da schauen die Tiroler oiwei, wenn sie unsere Berg’ sehen. Für die hören die Alpen ja schon in Salzburg auf“, sagt der 63-Jährige, während uns die Karabiner der Klettersteigsets auf Schritt und Tritt klimpernd folgen.

Er grinst und setzt gleich nach: „Ich hab ja auch immer geglaubt, bei uns hören die Berg’ auf – bis ich auf der Rax war. “Mit einer schweren Bohrmaschine und zwei unverschämt leichten Füßen turnt Sigi den frisch sanierten Priel-Klettersteig hinauf, der über zwei Kilometer lang ist, gespickt mit Seilbrücken, Quergängen und überhängenden Leitern. Vielleicht kaschiert sein vom Skifahren braun gebranntes Gesicht ja die Anstrengung. Oder es ist ganz einfach der Heimvorteil.

Als der Eisenweg eine Sanierung benötigte, rückte Sigi mit seinem Bergführerfreund Helmut Steinmaßl und drei Tonnen Stahlseil an. Nach mehr als eintausend Arbeitsstunden war der Klettersteig nicht nur repariert, sondern auch nach unten hin verlängert. „Und wir stellten zufällig fest, dass dies jetzt der längste Klettersteig in Österreich ist“, sagt Sigi und bohrt die letzte gelbe Hinweistafel in den kalkgrauen Fels. Der Hochkönig und sein Königsjodler-Steig haben im Sommer 2019 einen Thronfolger gefunden. 

Ausblick auf die Alpenlandschaft.
Foto: Andreas Lattner
Das Salzkammergut im Rücken, den Gipfel vor Augen und rauen Kalk unter Händen und Füßen: die Locals Claudia Stadler und Roland Buchroithner am steilen Nordgrat.
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So ist das mit dem Sigi und mit dem Großen Priel: Keiner von ihnen drängt sich in die erste Reihe, aber still und heimatlich schreiben sie doch Geschichte. Im ersten Kapitel von Gerlinde Kaltenbrunners Bergsteigerkarriere spielten übrigens auch beide eine wichtige Rolle. Sigi Wasserbauer war viele Jahre ihr Seil- und Lebenspartner und der Große Priel für beide eine gute Schule, bevor sie 1994 zum Broad Peak aufbrachen – ihrem ersten 8.000er.

„Hier lernst sauber klettern“, das steht für Sigi fest. Es halte nicht jeder Griff, sagt er und blickt dabei um sich. Hier müsse man gut abschätzen, wo man sich festhalten kann. 

Gleitschirme in der Luft.
Foto: Andreas Lattner
Wer auf der Huttererhöß in Hinterstoder mit dem Gleitschirm abhebt, erlebt das Tote Gebirge aus der Vogelperspektive: mittig der Große Priel, links davon die markante Spitzmauer.

In der Mondlandschaft

Eine Steilwand, von Bändern und Rinnen durchzogen, bricht nach Norden ab, das Klettersteigseil zieht vom Südgrat herauf. Eine kilometerlange Überschreitung kommt vom Kleinen Priel daher, und Richtung Westen verlässt man das karge Hochplateau frühestens in zwei Tagen wieder, bevor man eintaucht in die Seen des Salzkammerguts. Woher der Priel seinen Namen hat, ist unklar. Entweder von den slawischen Siedlern, deren „priela“ übersetzt „Steinmasse“ bedeutete, oder vom deutschen Wort „Priel“, das für Wasserstelle steht.

Wobei die Steine wirklich dominant, das Wasser in dieser Umgebung hingegen rar ist. Man findet es nur am Fuß des Berges und bei den Teicheln im Norden. In luftigen Höhen dominiert eine Mondlandschaft – die größte Karsthochfläche der Alpen. Und sie ist übersät von sich auftürmendem Kalkgestein und tiefen Kratern. Fast zweitausend Meter weiter unten liegen die Talorte, im Süden Hinterstoder und im Norden Grünau im Almtal. Gehen wir erst nach Hinterstoder.

Dort, wo die schroffen Felsen enden, wird es saftig grün. Auf den vielen Almwiesen lässt sich ein wunderbarer Überblick verschaffen. So auch auf der Huttererhöß, auf die man nicht einmal raufwandern muss, weil einen die Gondel hinaufbringt. Wo im Winter die Skifahrer bolzen, grasen im Sommer die Kühe – vor einem Postkartenpanorama, das zum Niederknien ist. Er habe kaum „je ein Tal von so mannigfacher Schönheit der Formation in den ganzen Alpen gesehen“, soll der britische Maler und Alpinist Edward Theodore Compton über das Stodertal gesagt haben.

Noch besser ausdrücken konnte er sich in seinen Bildern. Viele wertvolle Gemälde entstanden um 1900, als Compton nicht nur die berühmten Bergsteigerdörfer Chamonix in Frankreich und Zermatt in der Schweiz besuchte, sondern auch das versteckte Hinterstoder. 

Bergsteiger auf dem Weg zum Gipfel.
Foto: Andreas Lattner
Der Aufstieg aus dem Almtal zur Welser Hütte erfolgt unter dem spitzen Almtaler Köpfl. Dahinter lugt der Schermberg hervor.

Die malerische Schönheit und selige Ruhe zogen auch Erzherzog Johann an, wenn er Abstand zu den politischen Ämtern brauchte. Über den „Hochpriel“ schrieb er in seinen Tagebüchern schon im Jahr 1810, als er über das Tote Gebirge wanderte.

Damals galt der Priel offiziell noch gar nicht als bestiegen. Johanns Bruder Erzherzog Ludwig stattete dem Großen Priel 1819 einen Besuch ab – in großer Gesellschaft. Nur aus dem geplanten Kaffeekränzchen am Gipfel war leider nichts geworden – ein Gefolgsmann war samt Kaffeegeschirr ausgerutscht. Die Tassen blieben zwar heil, doch dafür hatte der Hofmeister das Wichtigste vergessen: den Kaffee. 
 

Wanderer gehen am Kamm entlang.
Foto: Andreas Lattner
Zweitausend Meter über dem Tal gleicht der Priel einer Mondlandschaft. Vom Gipfelgrat blickt man bis zum Dachstein mit seinen weißen Gletschern.

Im Jahr 1870 bekam der Große Priel wieder hohen Besuch – und ein feudales Kreuz aufgesetzt. Der Pfarrer von Hinterstoder ließ Eisenbalken, mehr als zwei Tonnen schwer, auf den Gipfel tragen. Angeblich freiwillig „von den kräftigen Söhnen Vorder- und Hinterstoders“, wie die Inschrift besagte.

138 Jahre lang trotzte das Kreuz allen Naturgewalten, bis es 2008 in einem schweren Gewitter umknickte. Repariert steht es seither nicht mehr am Gipfel, sondern unten im Ort neben dem Friedhof. Oben ohne blieb der Priel aber nur ein Jahr: Es leuchtet wieder ein Kreuz, acht Meter hoch und knallrot, weit ins Alpenvorland hinein. 

Bergsteiger verlassen eine Berghütte.
Foto: Andreas Lattner
Das Prielschutzhaus ist ein guter Stützpunkt für die Nacht vor dem Gipfeltag.

Zwei Tage, ein Gipfel

Man erahnt es nur als klitzekleinen Stecknadelkopf, wenn man seinen Aufstieg in Hinterstoder startet. Der Priel ist kein Berg, den man schnell auf seine Pinnwand posten kann, zwei Tage sollte man für eine Besteigung schon einplanen. Man nähert sich dem Gipfel langsam und sanft. Der Krummen Steyr entlang, am pittoresken Schiederweiher vorbei – und neben dem Plätschern des Bachs hört man im Herbst nicht selten auch Hirsche röhren.

Das ist der gemütliche Einstieg zum Aufstieg: Hier werden Kinderwagen geschoben, Fahrräder gesattelt und Fotoapparate gezückt. In der Polsterlucke dann eröffnet sich ein Motiv für Götter: Links vom Großen Priel schaut neben dem Brotfall (2.360 m) die noch schönere Spitzmauer (2.446 m) herunter. „Die ersten zwei Jahre habe ich mich eingeengt gefühlt. Jetzt mag ich nicht mehr raus von hier“, sagt Renate Pernkopf.

Seit 20 Jahren hat sie das Polsterstüberl auf 618 Meter Höhe vom Herzog von Württemberg gepachtet, dem Großbesitzer des südlichen Priel-Gebiets. Die Jagd ist in und um die Hütte ein großes Thema. Renate Pernkopf ist selbst Jägerin und überdies eine famose Köchin. Auf der Speisekarte finden ihre Gäste vom Hirschgulasch bis hin zu Wildhascheeknödeln viele köstliche Spezialitäten.

„Das hier ist alles echt“, verspricht Pernkopf mit Stolz in der Stimme und tischt eine üppige Wildbrettljause unter der schattenspendenden Linde auf. Wer jedoch noch auf den Großen Priel möchte, der sollte sich zumindest beim Schnaps zurückhalten – auch wenn er noch so verführerisch duftet nach den Latschen und Zirben, die in der Nähe gepflückt wurden. Denn obwohl man im Polsterstüberl versucht ist, einfach sitzen zu bleiben und den Ausblick zu genießen, hat man hier noch nicht einmal die Hälfte bis zum nächsten Etappenziel geschafft: dem Prielschutzhaus auf 1.420 Metern. 

Kasnocken serviert mit einem Salat.
Foto: Andreas Lattner
Kraft für die lange Tour geben auch die köstlichen Kasnockn.

Den weiteren Aufstieg bis zur Schutzhütte teilen sich Bergsteiger am besten in vier Viertel ein: Klinser Wasserfall, Gott-sei-Dank-Bankerl, Märchenwiese und Prielschutzhaus. Jeweils 30 Minuten pro Teilstück – dann vergehen die steilen 800 Höhenmeter schön rhythmisch. Auf der Hüttenterrasse erwartet einen der Lohn für die Anstrengungen: Kasnockn, Kardinalschnitten – und eine Kulisse, bei der einem in aller Regel die Kinnlade herunterfällt.

So war das zumindest bei Michael Heinrich. Er ist jahrelang als Stammgast aufgestiegen. Geblieben ist er als Hüttenwirt. „Ich hab mich gleich in die Gegend verliebt“, sagt der 42-Jährige aus Luftenberg bei Linz. Von seinem Job als Baumeister konnte er am besten abschalten, indem er Bergpläne zimmerte. Bei Hochbetrieb half er dem damaligen Wirtspaar gerne aus, das war für ihn weniger Arbeit, sondern vielmehr Ausgleich. Die Hüttentür ging plötzlich noch weiter auf, als das damalige Pächter-Ehepaar auf die Dümlerhütte wechselte. „Kurz war ich schmähstad.“ Doch Heinrich hat sich beworben, den Zuschlag bekommen und baut nun seit 2017 ganz auf das Prielschutzhaus, in dem sich an schönen Wochenenden bis zu 180 Bergsteiger betten.

Wenn es ruhig ist, kommen auch die Gämsen direkt an der Hütte vorbei. Genauso schnell sind sie aber auch wieder weg und flitzen durch Latschengassen und weitläufige Kare davon. Viele von ihnen steuern das Kühkar an, durch das – ebenso wie für die Bergsteiger – der beliebteste Anstieg auf den Großen Priel führt. Hier geht’s nun über Schotter und ein Firnfeld, das sich oft über den Sommer hält. Das verleiht dem Priel hochalpinen Charakter.

Manchmal helfen nur Steigeisen weiter – und in der steilen Brotfallscharte kommt ein Stahlseil gut gelegen. Dann aber ist es gar nicht mehr weit: Über einen aussichtsreichen Grat führt der Weg bis zum knallroten Gipfelkreuz. Was für ein erhabenes Gefühl, nach zwei Tagen hier oben zu stehen! Ein flacher Stein ist schnell gefunden, um sich verdientermaßen hinzusetzen und Gipfelpause und Panorama zu genießen. Lange dauert es nicht, bis die ersten Dohlen verstohlen um das Jausenbrot kreisen. 

Kletterer bezwingen einen steilen Fels.
Foto: Andreas Lattner
Nicht weit von der Welser Hütte entfernt findet man tolle Sportkletterrouten. Hier kann man sozusagen in den Sonnenuntergang klettern.

Unter wilden Wänden

Wer auf die andere Seite des Priel möchte, fährt mit dem Auto 50 Kilometer rundherum oder geht über den Gipfelgrat zurück und biegt dann am Fleischbanksattel nach Norden ab. Hier kommt man auch bald an der Welser Hütte vorbei. Wie eine Aussichtskanzel thront sie inmitten einer Arena aus Felsen über der Hinteren Hetzau im Salzkammergut. Ringsum leuchten die Wände karminrot, wenn die Sonne zwischen Traunstein und Erlakogel verschwindet.

In der Nacht ist dann nur noch ein einziges Pünktchen der Zivilisation zu sehen, wenn überhaupt noch ein Licht brennt im Wildpark Grünau. Dort sind Braunbären und Steinböcke beheimatet, Graugänse und Wölfe – und die Besucher erleben dieses wilde Naturparadies vor den über eintausend Meter hohen Nordwänden des Toten Gebirges. Ehe es finster wird auf der Welser Hütte, packen Claudia Stadler und Roland Buchroithner ihr Seil und steuern noch eine Sportkletterroute an, die nur einen Steinwurf entfernt liegt.

Schon über hundertmal stieg Claudia zur Welser Hütte hinauf. Die alpine Spielwiese ist auch auf der Almtaler Seite fast unüberschaubar groß. Wie ein Kaligrafiestift zeichnet der Nordgrat des Priel gleich hinter der Hütte eine feine Linie in den Nachthimmel. Eine einfache klassische Kletterei, die sich Claudia und Roland für morgen vorgenommen haben. 

Eine Frau schwimmt im Bergsee.
Foto: Andreas Lattner
Abkühlung nach dem Abenteuer: Mit Bergblick schwimmen kann man in einem der idyllischen Ödseen in der Hetzau.

Am nächsten Tag, im Morgenlicht, das Frühstücksbrot noch nicht einmal richtig verdaut, kommt es am Grat auch schon zum Zupacken. Sich ihrer Tritte und Griffe sicher, klettern die beiden immer höher, von Türmchen zu Türmchen und von Band zu Band. „Da bleibt es immer spannend“, sagt Claudia.

Und wenn sie unter ihre Füße blickt, sieht sie eine Welser Hütte, die nicht mehr viel größer ist als ein Schneckenhaus, und Gämsen, die zu Ameisen geschrumpft sind. Keiner Menschenseele begegnen die beiden. Erst am Gipfelgrat wird der Betrieb wieder etwas reger – und der Ausblick immer fantastischer: Vom Großglockner bis zum Schneeberg, vom Böhmerwald bis zur Koralpe blicken sie, mittlerweile eingepackt in warme Jacken.

Aus der Tiefe im Norden schimmern die beiden kleinen Ödseen. Und der Dachstein, der „halbe“ allerhöchste Oberösterreicher, leuchtet in gleißendem Gletscherweiß herüber. So, als wolle er signalisieren, stolz zu sein, in so einer Nachbarschaft zu stehen.

Das aktuelle Bergwelten Magazin (Ausgabe Juni/Juli 2020)
Foto: Bergwelten
Das aktuelle Bergwelten Magazin (Ausgabe Juni/Juli 2020)

Das aktuelle Bergwelten Magazin (Juni/Juli 2020) ist ab 22. Mai 2020 im Zeitschriftenhandel, bequem im Abo für ÖsterreichDeutschland und die Schweiz oder als E-Paper erhältlich.

Das Tote Gebirge ist die größte Karsthochfläche der Alpen. Im Süden befindet sich Hinterstoder, im Norden Grünau im Almtal - beide Talorte sind grün, fruchtbar und mit viel Wasser gesegnet. Auf der Hochfläche des Plateaus hingegen ist Wasser rar, denn im Karst versickert es schnell und verschwindet im Inneren des Berges. Tot ist das Tote Gebirge aber bei weitem nicht. Sind es im unteren Bereich alpine Rasengesellschaften und Latschen, haben sich weiter oben blütenreiche Polsterpflanzen in den Felsnischen eingerichtet. 

Prielschutzhaus und Großer Priel

Der Zustieg zum Prielschutzhaus erfolgt von Hinterstoder. Vorbei am idyllischen Schiederweiher, in dem sich Spitzmauer und Gr. Priel spiegeln, wandert man in rund 2:30 h hinauf zur Alpeinvereinshütte auf 1.420 m. 

Der Große Priel ist begehrtes Ziel vieler Bergsteiger, die im Toten Gebirge unterwegs sind. Kein Wunder, denn die Aussicht von seinem Gipfel mit dem außergewöhnlichen - nämlich knallroten - Gipfelkreuz ist genial. Der Normalweg führt auf dem Weg 206 durch das Kühkar auf den Gipfel. Steile Passagen sind mit Stahlseilen gesichert, der Anstieg erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. 

Wer es besonders rassig mag, der wählt den Klettersteig auf den Großen Priel. Dieser wurde im Jahr 2019 komplett saniert und nach unten hin verlängert. Damit ist mit über 2 km Länge der längste Klettersteig Österreichs entstanden. In Kombination mit der Schwierigkeitsbewertung D ist er nur etwas für konditionsstarke und klettersteigerprobte Bergsteiger, die allerdings werden ihre Freude an diesem abwechslungsreichen Steig haben.

Von Hütte zu Hütte und das über den Großen Priel - auch diese Variante ist möglich. Die Überschreitung des Großen Priels vom Prielschutzhaus über die Welser Hütte zum Almtaler Haus ist eine tagesfüllende, wunderschöne Bergtour. 

Kleiner Priel

Der kleine Bruder des Großen Priel ist in einem Tagesmarsch von Hinterstoder aus auch ohne Schutzhüttenübernachtung zu bewältigen. Der Anstieg ist leichter, die Aussicht aber fast genauso faszinierend. 

Dolomitensteig

Im Talschluss von Hinterstoder führt der Dolomitensteig in einer anspruchsvollen Runde vorbei an bizarren Felstürmen, Gumpen und Wasserfällen. Tatsächlich könnte man an manchen Stellen glauben, sich in den Dolomiten zu befinden. 

Welser Hütte und Schermberg

Auf der anderen Seite des Toten Gebirges ragt der Schermberg mit 2.396 m in die Höhe. Auf halbem Wege vom Almtalerhaus auf seinen Gipfel befindet sich die Welser Hütte, die sich als Einkehr und Übernachtungsstützpunkt bestens eignet. 

Der Schermberg ist - wie der Große Priel - ein durchaus spannender Berg. Auch auf ihn führt ein schwieriger (D) Klettersteig, der Kondition und Kraft verlangt. 

Almsee in Grünau

Wesentlich gemütlicher geht es da schon am Almsee in Grünau zu. Grünau im Almtal zählt zu den Bergsteigerdörfern des Alpenvereins und bietet eine ganze Reihe von schönen Wanderungen und Bergtouren. Die Runde um den wunderschönen, grünen Almsee ist eine davon. 

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