Purtschellerhaus

1.694 m • Bewirtschaftete Hütte
Öffnungszeiten

Mai bis Oktober

13. Mai bis Mitte Oktober. Im Winter ist das Haus wegen Lawinengefahr im Zugangsbereich ausnahmslos geschlossen.

Telefon

+49 8652 2420

Homepage

http://www.purtschellerhaus.de

Betreiber/In

Siegfried Hinterbrandner

Räumlichkeiten

Matratzenlager
42 Schlafplätze

Details

  • Seminarraum
  • Handyempfang
  • So schmecken die Berge
  • Umweltgütesiegel

Lage der Hütte

Mitten durch das Purtschellerhaus (1.694 m ) verläuft die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Österreich – die Gaststube befindet sich in Bayern, die Toilette in Salzburg. Am Boden ist das Übertrittsgebiet mit einem dicken Strich markiert. Weil es nach dem Zweiten Weltkrieg verboten war, von Deutschland nach Österreich überzutreten, trafen einander Menschen im Purtschellerhaus, um miteinander zu plaudern. Es war die einzige Möglichkeit zur direkten Kommunikation.

Von der Terrasse des Hauses in den Berchtesgadener Alpen bietet sich Wanderern, Tagesausflüglern und Kletterern ein überwältigender Blick über den Salzburger Tennengau, die Stadt Salzburg und das Lattengebirge.

Das Schutzhaus ist Stützpunkt für erfahrene Bergsteiger, die über den Normalweg auf den Hohen Goll gehen können. 15 Minuten oberhalb des Purtschellerhauses befindet sich ein Klettergarten mit Kletterrouten in den Schwierigkeitsgraden III bis VI. Im Winter ist das Haus wegen der hoher Lawinengefahr nicht zugänglich.

Kürzester Weg zur Hütte

Autobahn A8 Salzburg - München, Ausfahrt Bad Reichenhall nehmen und nach Berchtesgaden fahren. Dort dem Schild Kehlstein/Obersalzberg folgen. Beim Kreisverkehr am Dokumentationszentrum Obersalzberg gerade weiter und rechts in die Rossfeldstraße einbiegen. Über diese Mautstraße geht es bis zur Enzianhütte. Auto parken und über den Eckersattel zum Purtscheller gehen.

Gehzeit: 1 h

Höhenmeter: 476 m

Alternative Route
Vom Ahornkaser über den Eckersattel (1 h Gehzeit); von Kuchl oder Golling über die Dürrfeichtalm und den Eckersattel (3:30 h); von Berchtesgaden über den Obersalzberg, die Enzianhütte und die Eckerleiten (3:30 h); von Hallein (4 - 5 h).

Leben auf der Hütte

Besondere Beachtung verdient die Küche, deren Qualität man auf fast 1.700 m nicht vermuten würde. Die Nudeln, die von den Wirtsleuten während der Wintermonate mit einer Nudelmaschine in Heimarbeit hergestellt werden, sind sogar preisgekrönt. Serviert werden sie beispielsweise zu Rehragout oder Rindsrouladen nach Omas Art. Auch der Schweinsbraten aus dem Reindl und der hausgemachte Hütteneintopf schmecken vorzüglich.

Der Charakter der Stube dürfte sich während der vergangenen 100 Jahre kaum verändert haben. Nach dem Essen gibt’s selbstgebrannten Nuss- und Beerenschnaps. Im Purtschellerhaus ist der „Musikantentag“ im Rahmen des Kuchler Bauernherbst zur Tradition geworden. Unter dem Motto „Singa und musiziern oder einfach zualosen“ wird jedes Jahr aufgespielt. Auch Bergmessen werden regelmäßig abgehalten.

Für Familienfeiern oder Seminare stehen zwei Gruppenräume für 40 und 60 Personen zur Verfügung.

Gut zu wissen

Schon 1909 war die Hütte zu klein, also wurde das Purtschellerhaus laufend ausgebaut und renoviert. 2008 kam es zum Einbau eines zweistufigen Abwasserreinigungssystems, das ohne elektrische Energie betrieben wird. Solaranlagen, Wind- und Wasserkraft sowie ein mit Pflanzenöl betriebenes Blockheizkraftwerk garantieren seit 2010 modernsten Standard. Das Haus wurde 2014 mit dem Umweltgütesiegel der Alpenvereine ausgezeichnet.

Weil die Versorgung der Hütte nur per Materiallift erfolgt, werden Gäste gebeten, ihren Müll mitzunehmen. Hüttenschuhe sind ratsam, ein Hüttenschlafsack ist Pflicht. Der kann auch vor Ort gekauft werden. Es gibt ein Lager mit 42 Plätzen. Im Winter ist das Haus wegen Lawinengefahr ausnahmslos geschlossen.

Getrennte Waschräume und moderne Toiletten sind vorhanden. Guter Empfang für Mobiltelefone. Kein WiFi, keine EC- und Kreditkarten. Aufenthalt mit Hunden auf Anfrage.

Touren und Hütten in der Umgebung

Die nächstgelegene Hütte ist die Enzianhütte auf 1.219 m, die in 1 h Gehzeit zu erreichen ist. Weiters: Kehlsteinhaus (1.820 m, 4:30 h); Schneibsteinhaus (1.670 m, 6:30 h); Carl-von-Stahl-Haus (1.733 m, 6 h).

Gipfelbesteigungen vom Purtschellerhaus aus: Hoher Göll (2.522 m, 3 h); Hohes Brett (2.338 m, 5 h).

Anfahrt

A8 Salzburg - München, Ausfahrt Bad Reichenhall, weiter nach Berchtesgaden. Dort dem Schild Kehlstein/Obersalzberg folgen. Beim Kreisverkehr am Dokumentationszentrum Obersalzberg gerade weiter und rechts über die Rossfeldstraße (Maut!) bis zur Enzianhütte.

Parkplatz

Enzianhütte.

Hütte • Bayern

Zeppezauerhaus (1.663 m)

Am Zeppezauerhaus kann man Bergluft einsaugen und wird die Stadtluft los. Es steht am Hausberg der Stadt-Salzburger, am Untersberg im Süden der Mozartstadt. Der Untersberg ist eine Landmarke. Für die Stadt selbst, für die Berchtesgadener Alpen, deren nördlicher Ausläufer der Untersberg ist und für den Rand der Nördlichen Kalkalpen. Das 1883 eröffnete Zeppezauerhaus ist als Wander-, Alpin- und Kletterzentrum am Rande des urbanen Großraumes der Stadt Salzburg verankert. Die Schutzhütte ist nicht nur durch die bevorzugte Lage sondern auch durch die leicht Erreichbarkeit attraktiv. Zum Zeppezauerhaus bricht man schon einmal spontan auf. Während die Einen zur Schutzhütte heraufsteigen, fahren diejenigen, die gerade nicht gehen wollen, nicht mehr so gut auf ihren beiden Beinen sind oder die ihrer Kinder wegen Wege in die Berge abkürzen müssen ohne auf Berg-Erlebnisse verzichten zu wollen, mit der Untersbergbahn hinauf. Der Untersberg lädt alle "Bergler" zu sich ein, hat für sie alle Platz, Wege und bietet ein vielfältiges, alpines Betätigungsfeld. Er ist ein Gastgeber, der niemanden ausschließt. Auch wenn er die Salzach flußabwärts in das Salzburger Becken wie eine uneinnehmbare Festung wirkt, fällt er nach Bad Reichenhall und das Reichenhaller Becker sanft und einladend ab.  
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Bayern

Blaueishütte (1.680 m)

Die Blaueishütte (1.680 m) liegt in den Berchtesgadener Alpen am Fuße des Blaueisgletschers. Dieser ist der nördlichste Gletscher in den Alpen. Die Hütte unterhalb des Hochkalters wurde zwischen 2011 und 2012 komplett um- und ausgebaut und ist idealer Stützpunkt für Wanderer, Bergsteiger, Tourengeher und vor allem Kletterer. In unmittelbarer Nähe finden sich ein Klettergarten und einige herausfordernde Wände. Schwierigkeitsstufen reichen vom Zwei-Züge-Boulder bis zur 15-Seillängen-Route. Oft kommen Gruppen, die Kletterkurse oder alpine Felsausbildungskurse gebucht haben. Lohnende Ausflüge führen zur Steinberghöhle und über das Blaueis zur Blaueishöhle. Seit die Hütte 1928 gebaut wurde, wird sie von der Familie Wang aus Ramsau bewirtschaftet. Legendär sind die riesigen Kuchenportionen. Es gibt keinen Winterraum. brightcove.createExperiences();
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet
Hütte • Bayern

Stöhrhaus (1.894 m)

Das Stöhrhaus (1.894 m) steht unterhalb des Berchtesgadener Hochthrons auf dem Untersberg im Grenzgebiet zwischen Salzburg und Bayern in den Berchtesgadener Alpen. Es ist ein bei Wanderern, Kletterern und Höhlenforschern beliebtes Ziel. Sie zu erreichen erfordert allerdings Ausdauer, die dafür auch mit einem unvergleichlichen Panorama belohnt wird. Der Rundum-Blick streift bis hin zum Watzmann und dem Steinernen Meer. Ein besonderer Leckerbissen ist der Hochthron-Klettersteig, der durch die steile, über 400 m hohe Ostwand des Berchtesgadener Hochthrons führt. Der Eisenweg ist für versierte Ferratisti, in der Kategorie C/D und nur Könnern vorbehalten. Ein eindrucksvolles Erlebnis ist die Schellenberger Eishöhle nahe der Toni-Lenz-Hütte. Sie ist von Marktschellenberg nach dreistündigem Marsch zu erreichen. Zum Stöhrhaus sind dann von der Höhle noch weitere drei bis vier Stunden zu gehen.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

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