Hütten

12 Hütten für Genießer

Hütten-Tipps • 14. September 2020
von Sissi Pärsch

Der Schmarrn ist so fantastisch flaumig, die Erdäpfelkruste knusprig, der Striezel einfach perfekt: Wir stellen euch zwölf Berghütten zum Schlemmen und Schauen vor!

Die Nördlinger Hütte (2.239 m) im Karwendel (Tirol)
Foto: Olympiaregion Seefeld/ Burnz Neu
Die Nördlinger Hütte (2.238 m) im Karwendel (Tirol)

1. Nördlinger Hütte, 2.238 m

Tirol/ Mieminger Kette

Nördlinger Hütte
Die Nördlinger Hütte (2.238 m) steht oberhalb von Seefeld in Tirol auf einem Grat der zur Reither Spitze führt. Sie ist die höchstgelegene Schutzhütte im gesamten Karwendel. Ihr exponierter Platz verschafft Gästen eine beeindruckende Aussicht auf das Wettersteingebirge, die Stubaier Alpen und das Inntal. Die Hütte ist von der Bergstation Härmelekopfbahn in relativ kurzer Zeit und ohne besonderen Schwierigkeiten zu erreichen.
Geöffnet
Jun - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Hoch oben, auf 2.238 Metern, thront die Nördlinger Hütte spektakulär am Südgrat der Reither Spitze. Von der Sonnenterrasse schweift der Blick über Seefeld hinweg auf das Wettersteingebirge und die Mieminger Kette, über das Inntal, die Stubaier Alpen und natürlich über das mächtige Karwendelmassiv.

Essen: Tobias Müller tourte als Koch durch internationale Küchen, bevor er Wirt auf der höchstgelegenen Schutzhütte des Karwendels wurde. Gern bestellt wird die deftig-kräftige Tiroler Rollgerstensuppe mit Speck und Alpenkräutern und natürlich der flambierte Kaiserschmarrn.

2. Zachhofalm, 1.550 m

Salzburg/ Salzburger Schieferalpen

Die urige Zachhofalm
Hütte • Salzburg

Zachhofalm (1.550 m)

Die urige Zachhofalm befindet sich oberhalb von Dienten am Hochkönig auf rund 1.550 m mit wunderschönem Blick auf das Hochkönigmassiv. Die Alm wird von Heidi und Isabella mit unglaublich viel Leidenschaft bewirtschaftet. Wer hier als Wanderer zu Gast ist, oder auch ein paar Tage auf der Alm verbringt, wird nicht nur die Ruhe der Bergnatur genießen, sondern auch die außerordentliche Küche der Alm, die auf den Teller zaubert, was der eigene TEH-Kräutergarten sowie die Bio-Landwirtschaft des eigenen Famillienbauernhofes Dachegg zu bieten hat. Auch Lernen, Denken und Philosophieren funktioniert auf der Zachhofalm Dank des neuen, lichtdurchfluteten Seminarraums besonders gut.   
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Es knarzt, wenn man die Stube betritt – und es duftet. Rundherum ein Idyll aus Kräutergarten, Teich und Blumenmeer. Gegenüber regiert der Hochkönig über die Hohen Tauern, die Dientner Grasberge und die Leoganger Steinberge.

Essen: Die Almwirtinnen Heidi und Isabella Lainer geben ihr über Generationen überliefertes Kräuterwissen weiter. Gekocht wird mit „Kraida, Wuid und Bio“. Zu den Specials zählen der Kräuterbrunch und der flaumige „Nani-Schmoan“.

3. Neue Fürther Hütte, 2.201 m

Salzburg/ Venediger Gruppe

Neue Fürther Hütte
Die Neue Fürther Hütte hat ihren Platz seit 1929 neben dem Kratzenbergsee in der Venedigergruppe in Salzburg. Sie liegt am Talschluß des Hollersbachtales im Nationalpark Hohe Tauern. Ambitionierte Wanderer und Bergsteiger marschieren durch das Tal zur Hütte an. Familien mit Kindern, über deren Besuch sich das Hüttenwirt-Paar Gabi und Hans Scheuerer besonders freuen, lassen sich durch das Tal bis zur Talstation der Materialseilbahn bringen. Von dort steigen sie dann zur Hütte auf und ersparen sich so einen langen Anmarsch. Währenddessen schwebt das Familien- oder Gruppengepäck mit der Seilbahn dem Schutzhaus entgegen. Bergsteiger, die zwecks Hochtouren aufsteigen, laufen sich im Tal und bis zur Neuen Fürther Hütte warm. Der Weg durch das Trogtal bis zur Ofneralm ist für Mountainbiker eine Genußtour von zehn Kilometern und 641 Höhenmetern. Die Hütten-Umgebung ist von den Gipfeln Larmkogel (3.022 m), Kratzenberg (3.023 m), Seescharte, Seekopf, Abretterkopf und Fürther Eck geprägt. 
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Den 31. Sommer verbringen Gabi und Hans Scheuerer nun schon auf 2.201 Metern in der Venedigergruppe. Mitten im Nationalpark Hohe Tauern, am Kratzenbergsee, liegt ihre Hütte, die 1929 gebaut wurde.

Essen: Hans serviert selbst gebrautes Zwergenbräu, Gabi den hausgeselchten Speck und ihre berühmten Kasnocken.

4. Kaltenberghütte, 2.089 m

Vorarlberg/ Verwall

Kaltenberghütte
Hütte • Vorarlberg

Kaltenberghütte (2.089 m)

Die Kaltenberghütte in Vorarlberg erreicht man auf 2.089 m Seehöhe in der Ferwall-Gebirgsgruppe. Die Talorte sind Langen (1.228 m), Stuben (1.407 m) und St. Christoph (1.771 m). Von Ende Juni bis Ende September kann man auf der Hütte Vorarlberger Hausmannskost genießen und übernachten. Die Hütte wird von Berg- und Schneeschuhwanderern und Tourengehern besucht. Hier sind auch Familien mit Kindern herzlich willkommen. Im Sommer kann man im dreißig Minuten entfernten Stubner See schwimmen gehen.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Zwischen Arlberg, Klostertal und Verwall hat sich die hübsche Kaltenberghütte ein besonders hübsches Platzerl gesichert: Von ihrem offenen, sonnigen Plateau aus wacht sie auf 2.089 Metern über das Klostertal. Liegestühle warten auf die Gäste, auf denen man auch das Handtuch ausbreiten darf, wenn man in den Kaltenbergsee hüpft.

Essen: Das Bergfrühstück ist so beliebt, dass man sogar reservieren muss. Bis 10.30 Uhr gibt es Hüttenbrot und Butterzopf, frische Alpbutter und gut gereiften Alpkäse – und zur Feier des Bergtages ein Glas Prosecco dazu.

5. Alexanderalm, 1.786 m

Kärnten/ Gurktaler Alpen

Die Alexanderalm steht wunderschön oberhalb des Millstätter Sees.
Hütte • Kärnten

Alexanderalm (1.786 m)

Die Alexanderalm steht auf einem Logen-Platz über dem Millstätter See in den Nockbergen in Kärnten. Ein Besuch wird leicht gemacht. Die Zufahrt endet zwar bei der Schwaigerhütte. Das Stück Weg, das dann noch zu gehen ist, ist auch mit Kinderwagen zu bewältigen. Deshalb ist die Hütte und die dazugehörige Sennerei ein beliebtes Ausflugsziel für junge und erwachsene Genießer, die zum Schauen, Rasten, Essen und Innehalten kommen.  Das heißt aber nicht, auf Bewegung zu vergessen. Über die Nockberge, die westlichste und höchste Gebirgsgruppe der Gurktaler Alpen, zu wandern, ist ein Erlebnis. Tschierweger Nock, Hochpalfenock und Tschiernock lassen sich von der Hütte bequem und genussvoll überschreiten. Und von der Schwaiger-, Pichl-, Lammersdorfer-, Hansbauer- und Sommereggerhütte, dem Gasthof Zur Schönen Aussicht, aus Laubendorf und Obermillstatt führen eine Reihe von leichten Wegen zur Hütte und der Sennerei. 
Geöffnet
Mai - Nov
Verpflegung
Bewirtschaftet

Auf einem sensationell schönen Logenplatz oberhalb des Millsätter Sees, zwischen den weichen Kuppen der grünen Nockberge, führt die sechsköpfige Familie um Ursula und Franz Glabischnig ihre Hütte samt Bio-Sennerei – und unten im Tal ihren Bio-Hof.

Essen: Am Holzherd in der Hüttenkuchl werden die Bio‑Zutaten aus der eigenen Sennerei und Landwirtschaft verarbeitet. Käse, Speck und Würstl sind genauso hausgemacht wie die Nocknudeln und die Knödel. Das Bio-Brot wird mit Roggensauerteig gebacken, die Palatschinken gibt es auch glutenfrei und den Schmarrn in den Varianten „König“ und „Kaiser“, der mit Eischnee zubereitet wird.

6. Murauer Hütte, 1.583 m

Steiermark/ Gurktaler Alpen

Murauer Hütte
Hütte • Steiermark

Murauer Hütte (1.583 m)

Die urgemütliche und bewirtschaftete Murauer Hütte (1.583 m) liegt auf der idyllischen Frauenalpe in den Nockbergen in der Steiermark. Sie ist für Tagesausflüge und Familien ebenso gut geeignet wie als Stützpunkt für Tourengeher und Bergwanderer. Sie ist ein idealer Ausgangspunkt für Begehungen der Gipfel Ackerlhöhe und Frauenalpegipfel bzw. als Einkehr und Raststätte nach ausgedehnten Rundwanderungen beliebt. Ihre gute Erreichbarkeit machen die Murauer Hütte auch für Familien mit Kindern sehr attraktiv.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Urgemütlich liegt die holzvertäfelte Murauer Hütte in den Nockbergen. Wer zum Gipfel der Frauenalpe aufsteigt, genießt einen 360-Grad-Blick von den Niederen Tauern über die Julischen Alpen bis zu den Lungauer Bergen. Die Kinder schätzen hingegen vor allem die Hütte samt Hunden und Katzen, Wald und Wiesen, Sandkasten und Slackline.

Essen: Am Wochenende und an Feiertagen lässt Wirt Edward „Eddy“ Fischer seinen Schweinsbraten drei Stunden im „Natursaftl“ im Ofen schmoren, während er die Knödel dreht. Und nicht nur Vegetarier schätzen die Kaspressködel mit der besonderen Käsemischung.

7. Brandalm, 1.600 m

Steiermark/ Dachsteingebirge

Goldener Herbst am Brandriedl.
Hütte • Steiermark

Brandalm ()

Die Brandalm (1.600 m) liegt inmitten eines Almgebietes, direkt am Fuße des Dachsteins,und ist über Generationen in Familienbesitz. Der einmalige Blick auf die Schladminger und Radstädter Tauern und das mächtige Dachsteinmassiv laden Wanderer ein, ein paar herrliche Stunden auf der Sonnenterrasse der Hütte zu verbringen und sind jedem ein Blickfang.
Geöffnet
Mai - Nov
Verpflegung
Bewirtschaftet

Auf dem Ramsauer Almgebiet liegt die Brandalm auf 1.600 Metern und bietet einen grandiosen Panoramablick auf das Ennstal, das Dachsteinmassiv und die Schladminger Tauern. Ein idealer Platz gerade für Familien. Für die Kinder gibt es eine eigene kleine Alm samt Kaulquappenteich und Streichelzoo mit Hasen und Ponys.

Essen: Die regionalen Speisen bereitet die Familie Schrempf nach traditionellen Rezepten zu. Die Zutaten stammen dabei größtenteils aus der eigenen Bio-Landwirtschaft. Besonders zu empfehlen: die selbst gemachten Strudel und Bauernkrapfen oder die deftige Rindfleisch-Suppenschüssel vom eigenen Pinzgauer Rind.

8. Fojedöra Hochalm, 2.114 m

Trentino-Südtirol/ Dolomiten

Die Fojedöra Hochalm mit dem prächtigen Bergpanorama im Hintergrund.
Hütte • Trentino-Südtirol

Fojedöra Hochalm (2.114 m)

Die Fojedöra Hochalm ist eine urtümliche Alm auf über 2.000 m Seehöhe mitten in der faszinierenden Bergwelt des Naturparks Fanes-Sennes-Prags. Auf der Genossenschaftsalm werden im Sommer die Tiere verschiedener Bauern aus den umliegenden Dörfern aufgetrieben.  Schafe, Ziegen, Rinder, Pferde und Esel genießen hier ihren Sommer und suchen sich die besten Kräuter, die die Bergwiesen zu bieten haben.  Die Alm wird von fünf jungen Leuten bewirtschaftet, die die Liebe zum Berg, zu den Tieren und zu den alten Traditionen eint. Gemeinsam betreuen sie die Tiere, verarbeiten die frische Milch zu Butter und Käse und führen den kleinen Ausschank der Almhütte.  Wanderer und Mountainbiker, die hier her kommen, werden von der traditionellen Bewirtschaftung, den qualitativ sehr hochwertigen Almprodukten und von der wunderschönen Umgebung der Hütte begeistert sein. 
Geöffnet
Jul - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Unten am Pragser Wildsee herrscht meist dichtes Gedränge. Auf die Fojedöra-Hochalm jedoch, die knapp 700 Höhenmeter weiter oben auf 2.124 Metern in den Pragser Dolomiten liegt, verirrt sich kaum ein Mensch. Das riesige Almgebiet gehört den Ziegen und Kühen, den Schafen, Pferden, Eseln und Schweinen. Gehütet werden sie von der jungen Ladiner Musikerin Anita Obwegs.

Essen: Für die Speisen ist Anitas Freund Simon Wöckl zuständig. Der Bäckermeister ist Österreicher und führt in Wien die Brotbackschule Kruste & Krume. Auf der Alm bäckt er Sauerteigbrote und Striezel im Holzofen vor der Alp und stellt eigene Butter, Topfen und den wunderbarsten Ziegenkäse her.

9. Purtschellerhaus, 1.694 m

Salzburg/ Berchtesgadener Alpen

Purtschellerhaus
Hütte • Salzburg

Purtschellerhaus (1.694 m)

Mitten durch das Purtschellerhaus (1.694 m ) verläuft die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Österreich – die Gaststube befindet sich in Bayern, die Toilette in Salzburg. Am Boden ist das Übertrittsgebiet mit einem dicken Strich markiert. Weil es nach dem Zweiten Weltkrieg verboten war, von Deutschland nach Österreich überzutreten, trafen einander Menschen im Purtschellerhaus, um miteinander zu plaudern. Es war die einzige Möglichkeit zur direkten Kommunikation. Von der Terrasse des Hauses in den Berchtesgadener Alpen bietet sich Wanderern, Tagesausflüglern und Kletterern ein überwältigender Blick über den Salzburger Tennengau, die Stadt Salzburg und das Lattengebirge. Das Schutzhaus ist Stützpunkt für erfahrene Bergsteiger, die über den Normalweg auf den Hohen Goll gehen können. 15 Minuten oberhalb des Purtschellerhauses befindet sich ein Klettergarten mit Kletterrouten in den Schwierigkeitsgraden III bis VI. Im Winter ist das Haus wegen der hoher Lawinengefahr nicht zugänglich.
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

In der Küche des Purtschellerhauses (1.694 m) kommt es ständig zu Grenzüberschreitungen. Denn genau mitten durch die Hütte verläuft die deutsch-österreichische Grenze. Draußen genießt man vom Eckerfirst des Hohen Göll den Bergblick in beide Länder.

Essen: Die Einheimischen (beider Nationen) kommen gern zum ausgedehnten Frühstück. Aber auch die Nudeln sind beliebt – sie sind handgemacht.

10. Lanser Alm, 1.735 m

Tirol/ Tuxer Alpen

Die Lanser Alm
Hütte • Tirol

Lanser Alm (1.735 m)

Die urige, kleine Lanser Alm steht auf halbem Wege zum Patscherkofel-Gipfel in bester Aussichtslage auf 1.735 m oberhalb von Innsbruck in Tirol und ist damit die höchstgelegene, bewirtschaftete Alm am Patscherkofel. 2015 wurde sie generalsaniert, hat dabei aber nichts von ihrer Gemütlichkeit verloren. Eva und Lisa - die beiden Hüttenwirtinnen -legen großen Wert auf Gastfreundschaft und Regionalität. Ihre Liebe zum Detail macht aus der Hütte ein wahres Schmuckkästchen. Kein Wunder, dass Mountainbiker, E-Biker und Wanderer so gerne in der Hütte einkehren. 
Geöffnet
Mai - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Wie ein Hexenäuserl versteckt sich die Hütte am Zirbenwaldrand hoch über Innsbruck. Alles andere als Hexen sind die Wirtinnen Lisa Falkner und Eva Marthe. Trotzdem zaubern sie köstliche Speisen.

Essen: Draußen wachsen die Kräuter als Zutaten zum Kaspressknödelteig. Drin werden Mehlspeisen gebacken – von Sachertorte bis Zwetschkenkuchen. Verdaut wird mit eigenem Zirbenschnaps.

11. Alpe Gschwenderberg, 1.075 m

Bayern/ Allgäuer Alpen

Die Alpe Gschwenderberg im Frühling
Die Alpe Gschwenderberg befindet sich im Allgäu im Naturpark Nagelfluhkette oberhalb des Großen Alpsees bei Immenstadt. Sie gehört zu einem Netz aus Alpen, die sich nordwestlich des Immenstädter Horns befinden. Die urige Alpe wird im Sommer wie im Winter bewirtschaftet und stellt an Wochenenden und Feiertagen eine willkommene Einkehrmöglichkeit dar. 
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Mit Allgäuer Seelenruhe und viel Leidenschaft führt die junge Familie Baldauf die über 300 Jahre alte Alpe nahe Immenstadt. Mit ihren tiefbraun verwitterten Lärchenbalken liegt sie in den sattgrünen Weiden am Fuße des Nordhangs des Gschwendner Horns. Im Tal wartet der Alpsee, der größte Natursee des Allgäus, geduldig auf die Rückkehr der Wanderer.

Essen: Das Geheimnis ihres Kaiserschmarrns verrät Jungwirtin Laila nicht, und sie lässt auch keine andere Person an die Pfanne. Nur so viel ist klar: Gerupft und gerissen wird der Schmarrn bei ihr nicht, er wird geschnitten – und stets mit einem Preiselbeerherzen an den Tisch serviert.

12. Goiserer Hütte, 1.592 m

Oberösterreich/ Salzkammergut-Berge

Die Goiserer Hütte steht in herrlicher Aussichtslage.
Hütte • Oberösterreich

Goiserer Hütte (1.592 m)

Mittendrin in Österreich liegt sie, die Goiserer Hütte (1.592 m). Denn zöge man auf einer Österreich-Landkarte mit Bleistift und Lineal von verschiedenen Grenzpunkten Linien quer durch und über die Landesabbildung, dann käme man auf einen Punkt der ziemlich genaug dem Standort der Hütte entspricht. Um Die Goiserer strecken die Salzkammergut Berge ihre Gipfel in den Himmel. Die Hütte selbst schaut vom Kögerl auf der Schartenalm, einem Kamm im Ramsaugebirge, oberhalb von Bad Goisern in das oberösterreichische Salzkammergut. Eine Welt für sich. Die Goiserer und das Salzkammergut! Die Hütte schaut nicht nur, sie lockt auch. Wanderer und Bergradler in der schneelosen, Ski-Bergsteiger, Schneeschuh-Geher und sogar Rodler in der schneeigen Saison. Max Verwagner bewirtschaftet eine Hütte, die es zwar seit 1933 gibt, die genau 80 Jahre später zur Hälfte abgetragen und neu gebaut wurde. Dabei blieb der über die Jahre hinweg entwickelte Charakter des alpinen Hauses erhalten. Während der Körper der Hütte ausgetauscht wurde. Und Charakter spielt in der Natur wie auch für die Menschen des Salzkammergutes eine sehr entscheidende Rolle.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Max Verwagner nennt das Goiserer Refugium seine „liebe kleine Hütte“. Mit ihrer Lärchenschindelfassade Ist sie obendrein auch äußerst hübsch anzusehen. Sehr ansehnlich ist auch das, was sich vor ihrem Logenplatz auf 1.592 Metern am Kalmberg ausbreitet: das Tennengebirge, das Gamsfeld, der Großglockner. Kein Wunder, dass die Hütte für viele Goiserer und Gosauer ein Stammziel, fast schon ein zweites Zuhause ist.

Essen: Eine besondere Kaspressknödelkultur pflegt Gastgeber Max auf seiner Hütte, serviert aber auch stolz seine Himbeertorte und den Goiserer Apfelstrudel.

Bergwelten Magazin, AT-Ausgabe (Oktober/November 2020)
Foto: Bergwelten
Bergwelten Magazin, AT-Ausgabe (Oktober/November 2020)

Diese Hütten-Tipps stammen aus dem Bergwelten Magazin (August/September 2020). Die aktuelle Ausgabe (Oktober/November 2020) ist überall im Zeitschriftenhandel oder ganz bequem per Abo für Österreich, Deutschland und die Schweiz erhältlich.

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