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Hütten

11 Hütten für Genießer

• 16. September 2021
von Sissi Pärsch

Der Schmarrn ist so fantastisch flaumig, die Erdäpfelkruste knusprig, der Striezel einfach perfekt: Wir stellen euch elf Berghütten zum Schlemmen und Schauen vor!

Die Nördlinger Hütte (2.239 m) im Karwendel (Tirol)
Foto: Olympiaregion Seefeld/ Burnz Neu
Die Nördlinger Hütte (2.238 m) im Karwendel (Tirol)
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1. Nördlinger Hütte, 2.238 m

Tirol/ Karwendel

Hoch oben, auf 2.238 Metern, thront die Nördlinger Hütte spektakulär am Südgrat der Reither Spitze. Von der Sonnenterrasse schweift der Blick über Seefeld hinweg auf das Wettersteingebirge und die Mieminger Kette, über das Inntal, die Stubaier Alpen und natürlich über das mächtige Karwendelmassiv.

Essen: Tobias Müller tourte als Koch durch internationale Küchen, bevor er Wirt auf der höchstgelegenen Schutzhütte des Karwendels wurde. Gern bestellt wird die deftig-kräftige Tiroler Rollgerstensuppe mit Speck und Alpenkräutern und natürlich der flambierte Kaiserschmarrn.

2. Zachhofalm, 1.550 m

Salzburg/ Salzburger Schieferalpen

Es knarzt, wenn man die Stube betritt – und es duftet. Rundherum ein Idyll aus Kräutergarten, Teich und Blumenmeer. Gegenüber regiert der Hochkönig über die Hohen Tauern, die Dientner Grasberge und die Leoganger Steinberge.

Essen: Die Almwirtinnen Heidi und Isabella Lainer geben ihr über Generationen überliefertes Kräuterwissen weiter. Gekocht wird mit „Kraida, Wuid und Bio“. Zu den Specials zählen der Kräuterbrunch und der flaumige „Nani-Schmoan“.

3. Kaltenberghütte, 2.089 m

Vorarlberg/ Verwall

Zwischen Arlberg, Klostertal und Verwall hat sich die hübsche Kaltenberghütte ein besonders hübsches Platzerl gesichert: Von ihrem offenen, sonnigen Plateau aus wacht sie auf 2.089 Metern über das Klostertal. Liegestühle warten auf die Gäste, auf denen man auch das Handtuch ausbreiten darf, wenn man in den Kaltenbergsee hüpft.

Essen: Das Bergfrühstück ist so beliebt, dass man sogar reservieren muss. Bis 10.30 Uhr gibt es Hüttenbrot und Butterzopf, frische Alpbutter und gut gereiften Alpkäse – und zur Feier des Bergtages ein Glas Prosecco dazu.

4. Alexanderalm, 1.786 m

Kärnten/ Gurktaler Alpen

Auf einem sensationell schönen Logenplatz oberhalb des Millsätter Sees, zwischen den weichen Kuppen der grünen Nockberge, führt die sechsköpfige Familie um Ursula und Franz Glabischnig ihre Hütte samt Bio-Sennerei – und unten im Tal ihren Bio-Hof.

Essen: Am Holzherd in der Hüttenkuchl werden die Bio‑Zutaten aus der eigenen Sennerei und Landwirtschaft verarbeitet. Käse, Speck und Würstl sind genauso hausgemacht wie die Nocknudeln und die Knödel. Das Bio-Brot wird mit Roggensauerteig gebacken, die Palatschinken gibt es auch glutenfrei und den Schmarrn in den Varianten „König“ und „Kaiser“, der mit Eischnee zubereitet wird.

5. Murauer Hütte, 1.583 m

Steiermark/ Gurktaler Alpen

Urgemütlich liegt die holzvertäfelte Murauer Hütte in den Nockbergen. Wer zum Gipfel der Frauenalpe aufsteigt, genießt einen 360-Grad-Blick von den Niederen Tauern über die Julischen Alpen bis zu den Lungauer Bergen. Die Kinder schätzen hingegen vor allem die Hütte samt Hunden und Katzen, Wald und Wiesen, Sandkasten und Slackline.

Essen: Am Wochenende und an Feiertagen lässt Wirt Edward „Eddy“ Frisch seinen Schweinsbraten drei Stunden im „Natursaftl“ im Ofen schmoren, während er die Knödel dreht. Und nicht nur Vegetarier schätzen die Kaspressködel mit der besonderen Käsemischung.

6. Brandalm, 1.600 m

Steiermark/ Dachsteingebirge

Auf dem Ramsauer Almgebiet liegt die Brandalm auf 1.600 Metern und bietet einen grandiosen Panoramablick auf das Ennstal, das Dachsteinmassiv und die Schladminger Tauern. Ein idealer Platz gerade für Familien. Für die Kinder gibt es eine eigene kleine Alm samt Kaulquappenteich und Streichelzoo mit Hasen und Ponys.

Essen: Die regionalen Speisen bereitet die Familie Schrempf nach traditionellen Rezepten zu. Die Zutaten stammen dabei größtenteils aus der eigenen Bio-Landwirtschaft. Besonders zu empfehlen: die selbst gemachten Strudel und Bauernkrapfen oder die deftige Rindfleisch-Suppenschüssel vom eigenen Pinzgauer Rind.

7. Fojedöra Hochalm, 2.114 m

Trentino-Südtirol/ Dolomiten

Unten am Pragser Wildsee herrscht meist dichtes Gedränge. Auf die Fojedöra-Hochalm jedoch, die knapp 700 Höhenmeter weiter oben auf 2.124 Metern in den Pragser Dolomiten liegt, verirrt sich kaum ein Mensch. Das riesige Almgebiet gehört den Ziegen und Kühen, den Schafen, Pferden, Eseln und Schweinen. Gehütet werden sie von der jungen Ladiner Musikerin Anita Obwegs.

Essen: Für die Speisen ist Anitas Freund Simon Wöckl zuständig. Der Bäckermeister ist Österreicher und führt in Wien die Brotbackschule Kruste & Krume. Auf der Alm bäckt er Sauerteigbrote und Striezel im Holzofen vor der Alp und stellt eigene Butter, Topfen und den wunderbarsten Ziegenkäse her.

8. Purtschellerhaus, 1.694 m

Salzburg/ Berchtesgadener Alpen

In der Küche des Purtschellerhauses (1.694 m) kommt es ständig zu Grenzüberschreitungen. Denn genau mitten durch die Hütte verläuft die deutsch-österreichische Grenze. Draußen genießt man vom Eckerfirst des Hohen Göll den Bergblick in beide Länder.

Essen: Die Einheimischen (beider Nationen) kommen gern zum ausgedehnten Frühstück. Aber auch die Nudeln sind beliebt – sie sind handgemacht.

9. Lanser Alm, 1.735 m

Tirol/ Tuxer Alpen

Wie ein Hexenäuserl versteckt sich die Hütte am Zirbenwaldrand hoch über Innsbruck. Alles andere als Hexen sind die Wirtinnen Lisa Falkner und Eva Marthe. Trotzdem zaubern sie köstliche Speisen.

Essen: Draußen wachsen die Kräuter als Zutaten zum Kaspressknödelteig. Drin werden Mehlspeisen gebacken – von Sachertorte bis Zwetschkenkuchen. Verdaut wird mit eigenem Zirbenschnaps.

10. Alpe Gschwenderberg, 1.075 m

Bayern/ Allgäuer Alpen

Mit Allgäuer Seelenruhe und viel Leidenschaft führt die junge Familie Baldauf die über 300 Jahre alte Alpe nahe Immenstadt. Mit ihren tiefbraun verwitterten Lärchenbalken liegt sie in den sattgrünen Weiden am Fuße des Nordhangs des Gschwendner Horns. Im Tal wartet der Alpsee, der größte Natursee des Allgäus, geduldig auf die Rückkehr der Wanderer.

Essen: Das Geheimnis ihres Kaiserschmarrns verrät Jungwirtin Laila nicht, und sie lässt auch keine andere Person an die Pfanne. Nur so viel ist klar: Gerupft und gerissen wird der Schmarrn bei ihr nicht, er wird geschnitten – und stets mit einem Preiselbeerherzen an den Tisch serviert.

11. Goiserer Hütte, 1.592 m

Oberösterreich/ Salzkammergut-Berge

Max Verwagner nennt das Goiserer Refugium seine „liebe kleine Hütte“. Mit ihrer Lärchenschindelfassade Ist sie obendrein auch äußerst hübsch anzusehen. Sehr ansehnlich ist auch das, was sich vor ihrem Logenplatz auf 1.592 Metern am Kalmberg ausbreitet: das Tennengebirge, das Gamsfeld, der Großglockner. Kein Wunder, dass die Hütte für viele Goiserer und Gosauer ein Stammziel, fast schon ein zweites Zuhause ist.

Essen: Eine besondere Kaspressknödelkultur pflegt Gastgeber Max auf seiner Hütte, serviert aber auch stolz seine Himbeertorte und den Goiserer Apfelstrudel.

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