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Jahresrückblick

Die 10 beliebtesten Hütten 2020

• 17. Dezember 2020

Es war ein Hütten-Jahr, wie noch nie zuvor. Vielleicht ist manchen von uns erst durch die Corona-Beschränkungen klargeworden, wie gerne wir auf Berghütten gehen. Auf Bergwelten.com war die Nachfrage jedenfalls ungebrochen! Das sind die 10 am öftesten aufgerufenen Stützpunkte des Jahres 2020.  

Die Olpererhütte in den Zillertaler Alpen
Foto: mauritius images/ Moreno Geremetta
Die Olpererhütte in den Zillertaler Alpen

Platz 10: Edelrauthütte, 2.545 m

Trentino-Südtirol/ Zillertaler Alpen

Der bis 2016 völlig neu gebaute Stützpunkt (er ersetzt die über hundert Jahre alte Original-Hütte) liegt am Eisbruggjoch, einem Übergang zwischen dem Pfunderer und dem Lappacher Tal in den Zillertaler Alpen. Ein prächtiges Plätzchen, wo ab Juni 2021 hoffentlich wieder eine Hütteneinkehr möglich ist.

Platz 9: Kenzenhütte, 1.300 m

Bayern/ Ammergauer Alpen

Auf der Speisekarte stehen kaltes Bier, zünftige Brotzeiten oder deftige bayrische Schmankerl: Die Kenzenhütte liegt im Naturschutzgebiet Kenzen und bietet sich in der warmen Jahreszeit als Stützpunkt für zahlreiche Touren an.

Platz 8: Berliner Hütte. 2.044 m

Tirol/ Zillertaler Alpen

Was für ein Berg-Chalet! Jeder Winkel dieser 140 Jahre alten Hütte atmet den Geist der Pionierzeit des Alpinismus. Ab Juni 2021 hat der am Berliner Höhenweg gelegene Prachtbau wieder seine Pforten geöffnet.

Die Berliner Hütte (2.044 m) ist keine Hütte, sondern ein denkmalgeschützter alpiner Prachtbau aus einer anderen Zeit. Eine Burg zum Schutz seiner Bewohner vor der Kraft und Energie des Wetters in dieser Höhe. Und ein von Menschenhand geschaffenes Abbild eines Zillertaler Gipfels, für die Ewigkeit gebaut. In der Erschaffung der Berliner Hütte steckt auch der Eroberungswille, der alpine Pioniere auszeichnet. In dem Schutzhaus beschleicht einen das Gefühl, dass man in den Gängen, beim Abendessen oder Frühstück jederzeit auf Hans Dülfer, Paul Preuss, Anderl Heckmair oder Hermann Buhl treffen könnte. Die Berliner Hütte steht auf der Schwarzensteinalm im oberen Zemmgrund in den Zillertaler Alpen. 1879, bei der Eröffnung, stand das Haus nahe der Gletscherzungen von Hornkees und Waxeggkees. Die beiden Gletscher zogen bergwärts. Über Zemmgrund, Berliner Hütte und das vergängliche Gletscher-Eis wachen, wie seit ewigen Zeiten, Dreitausender wie der Große Möseler, Turnerkamp, Rossruggspitze, das Schönbichler Horn, Furtschaglspitze und die Hornspitzen mit der Berliner Spitze zuoberst. Das Haus ist natürlich Ziel und Raststation von bergaktiven Menschen jeder Art, wie Hochtouren-Gehern, Kletterern, Ein-Tages- und Weitwanderern, die etwa auf dem Berliner Höhenweg unterwegs sind, sowie Ski-Bergsteigern und Schneeschuhwanderern. Es sollte aber auch Ziel von Menschen sein, die Berg schauen und aus der Distanz spüren wollen. Und Menschen, die Alpinhütten-Geschichte in sich aufsaugen wollen, die sich für die architektonische Beschaffenheit von Schutzhäusern begeistern können, sollten erst recht auf die Berliner Hütte gehen.   brightcove.createExperiences();
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Platz 7: Werfener Hütte, 1.969 m

Salzburg/ Tennengebirge

Die Werfener Hütte liegt auf 1.969 m Seehöhe am Fuße des Hochthrons und ist die höchste bewirtschaftete Schutzhütte im Salzburger Tennengebirge. Gäste freuen sich über köstliche (auch nepalesische) Schmankerln.

Platz 6: Tegernseer Hütte, 1.650 m

Bayern/ Bayerische Voralpen

Spektakulär zwischen den Gipfeln des Ross- und des Buchsteins im Mangfall-Gebirge gelegen, bietet die bayerische Tegernseer Hütte nicht nur einen Traumausblick, sondern auch Gelegenheit für zahlreiche schöne Wanderungen.

Platz 5: Karlsbader Hütte, 2.260 m

Tirol/ Gailtaler Alpen

Direkt am malerischen Laserzsee thront die Karlsbader Hütte und verwöhnt mit einem grandiosen Rundumblick über die Lienzer Dolomiten. So schön ist die Lage, dass die Hütte 2019 sogar bei der beliebten Fernsehshow „9 Plätze - 9 Schätze“ als schönster Platz Österreichs für Tirol antreten durfte.

Platz 4: Egger Alm, 1.422 m

Kärnten/ Karnischer Hauptkamm

Eine der „urigsten“ Almen in Kärnten, die viele allein wegen der eigenen Käseherstellung besuchen. Die Egger Alm ist aber auch ein guter Ausgangspunkt für Touren, etwa auf den Aussichtsberg Poludnig (1.999 m).

Platz 3: Drei Zinnen Hütte, 2.405 m

Trentino-Südtirol/ Dolomiten

Wohl keine andere Hütte in Südtirol empfängt im Sommer so viele Gäste – bis zu 2.000 täglich. Kein Wunder bei dieser Lage! Am Fuße des Paternkofels genießt man einen fabelhaften Blick auf die berühmten Drei Zinnen.

Es gibt wohl keine andere Hütte in Südtirol, die so häufig als Ziel auserkoren wird – im Sommer kommen täglich bis zu 2000 Besucher zur Drei Zinnen Hütte (2.405 m). Das liegt einerseits an der sehr geräumigen Hütte selbst, andererseits (vor allem) an der Lage am Fuße des Paternkofels, die einen unsagbaren Blick auf die berühmten Drei Zinnen (2.999 m, 2.973 m, 2.875 m) eröffnet. Die Wahrzeichen der Dolomiten scheinen von der Hütte aus zum Greifen nahe. Die Erstbesteigung der Drei Zinnen (genauer der Großen Zinne) fand 1869 statt. Heute zählen die Große, die Westliche und die Kleine Zinne bei Kletterern zu den gefragtesten Gipfelzielen der Alpen, wobei auch der Paternkofel (2.744 m), bekannt durch den Innerkofler-De-Luca Klettersteig, und der Toblinger Knoten (2.617 m) beliebte Ziele von Alpinisten sind. Wer nicht ganz so hoch hinaus möchte, dem sei die kindertaugliche Umrundung der Drei Zinnen von der Hütte aus (in beide Richtungen möglich) ans Herz gelegt: Drei Zinnen Hütte – Lange Alm – Auronzohütte – Lavaredohütte – Paternsattel – Drei Zinnen Hütte. Eine wunderschöne, sehr einfache Wanderung mit wenig Höhenunterschied (400 m, rund 4 h Gehzeit). Es geht auf einem Schotterweg vorbei an kleinen Bergseen – auch die folgenden Berge hat man dabei gut im Blick: Rautkofel (2.737 m), Schwalbenkofel (2.800 m), Schwabenalpenkopf (2.687 m), Morgenkopf (2.464 m), Toblinger Knoten (2.617 m), Sexten Stein (2.539 m), Paternkofel (2.744 m) und Passportenkopf (2.701 m). Besonders beliebt ist das Gebiet auch bei Mountainbikern, die aus einem schier unerschöpflichen Reservoir an Routen wählen können. Ab dem Paternsattel herrscht im Naturpark allerdings ein Radfahrverbot. Ähnliches gilt im Winter für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer. Für Letztere zählt der Aufstieg aus dem Fischleintal durch das Altensteiner Tal zur Hütte zu den schönsten Unternehmungen in den Sextener Dolomiten.
Geöffnet
Jun - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Platz 2: Dolomitenhütte, 1.616 m

Tirol/ Gailtaler Alpen

Der „Vorjahressieger“ belegt 2020 den immer noch hervorragenden zweiten Platz. Selten steht eine Hütte so nahe am Abgrund – an diesem spektakulären Standort inmitten der Lienzer Dolomiten hat Hüttenwirtin Scarlett Olesova ein wahres „Rundum-Sorglos-Refugium“ geschaffen.

Platz 1: Olpererhütte, 2.389 m

Tirol/ Zillertaler Alpen

Die Olpererhütte ist in den Sommermonaten dieses Jahres zum absoluten Liebling der Bergwelten-User avanciert. Ab Ende Mai 2021 kann man „2.389 m über dem Alltag“ wieder einzigartige Terrassen-Blicke auf den Schlegeis-Stausee und die höchsten Gipfel des Zillertals genießen. Wir freuen uns darauf!

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