Selbstgemacht

Fleck weg: Umweltschonendes Kastanien-Waschmittel

Tipps & Tricks • 26. September 2017
von Valerie Jarolim

Aus Kastanien können nicht nur lustige Tiere gebastelt werden, sie eignen sich auch hervorragend zur Herstellung eines biologischen Waschmittels. Während die populären Waschnüsse nach wie vor aus Indien importiert werden müssen, bedarf es für die Kastanien keiner weiten Reise. Sie liegen quasi vor unserer Haustüre und sind noch dazu völlig kostenlos. Nachhaltigeres Waschen gibt es nicht.

Kastanien-Waschmittel
Foto: Valerie Jarolim
Waschmittel aus Kastanien: Umweltschonend und gratis

So funktioniert's

Kastanien enthalten spezielle sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die sogenannten Saponine. Diese leiten sich vom lateinischen Wort „Sapo“ ab, was soviel wie Seife bedeutet. Die Saponine befinden sich allerdings nur im Fruchtfleisch der Kastanien, weshalb diese vor der Weiterverarbeitung stark zerkleinert werden müssen. Dazu braucht es etwas Kraft.

Ein kleiner Tipp: Die Kastanien in einen Sack geben und diesen mit einem Hammer bearbeiten. Gibt man nun die zerkleinerten Kastanien in ein Glas mit Wasser und schüttelt dieses, bildet sich sofort der typisch seifenartige Schaum. Wer sich jetzt im Herbst einen kleinen Vorrat an Kastanien anlegt, kann diesen auch noch Monate später für die Herstellung von Waschmittel verwenden. Denn auch getrocknete Kastanien eignen sich bestens dafür.


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Zutaten

  • ca. 5 Kastanien
  • Lauwarmes Wasser
  • Mittelgroßes Schraubglas

Zubereitung

  1. Kastanien zerkleinern und in das Schraubglas geben
  2. Mit lauwarmem Wasser auffüllen und verschließen
  3. Einige Stunden ziehen lassen
  4. Die Flüssigkeit durch ein Sieb abgießen – fertig!

Das Kastanien-Waschmittel ist geruchsneutral und reicht in der hier vorgestellten Menge für 1-2 Maschinen-Waschgänge. Die Flüssigkeit ist nicht allzu lange haltbar, sodass man keine zu großen Mengen vorproduzieren sollte.

Kastanien-Waschmittel
Foto: Valerie Jarolim
Fertiges Kastanien-Waschmittel

Blatt & Dorn

Weitere Tipps zur saisonalen Verarbeitung von Wildkräutern, Früchten und Heilkräutern findet ihr auf Valeries Blog und auf Facebook.

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