Nachhaltig in die Berge

Ausgangspunkt Bahnhof: 5 schöne Touren direkt ab der Bahnhaltestelle

Anzeige • 28. Juni 2021

Du möchtest dein Auto einmal stehen lassen oder hast vielleicht gar keines, willst aber dennoch ohne großen Aufwand in die Berge fahren? Das österreichische Bahnnetz – im Besonderen die vielen kleinen Haltestellen, an denen die meisten Regionalzüge halten – ermöglicht sehr oft einen Wanderstart direkt ab dem Bahnhof, sodass kein Umsteigen in Bus oder Taxi notwendig ist. Wir haben hier fünf Tourenvorschläge für dich, bei denen genau das wunderbar funktioniert. 

Lust auf Berg - und zwar autofrei
Foto: Daniel Kubera / Bergwelten
Lust auf Berg - und zwar autofrei

Einfacher Ticketkauf von zu Hause aus, günstige Tarife für Vorteilscard-Kunden sowie kinderwagen- und radfreundliche S-Bahnen und Regionalzüge ermöglichen heute eine komfortable Anreise in die Berge. Bereits frühmorgens fahren die ersten Züge, in denen man stressfrei noch ein Frühstück genießen kann, ehe man die Bergschuhe schnürt und den Rucksack schultert. 

1. Von Puchberg am Schneeberg auf das Klosterwappen

Niederösterreich, Rax-Schneeberg-Gruppe

Ideal von Wien oder Mürzzuschlag aus zu erreichen, fährt man für diese schöne Tour in der Rax-Schneeberg-Gruppe mit der Bahn bis nach Puchberg. Hier startet die Schneebergbahn, aber diese heben wir uns in diesem Fall für später auf. Die Wanderung beginnt direkt am Bahnhof und führt zu Fuß über den Hochschneeberg zum Damböckhaus und zur Fischerhütte. Von hier ist es nur noch ein Katzensprung bis hinauf zum Klosterwappen mit 2.076 Metern, das nicht nur die höchste Erhebung Niederösterreichs, sondern auch den östlichsten und nördlichsten Zweitausender darstellt.

Um sich einen Teil des Rückweges dieser recht langen Tour zu sparen, steigt man – nachdem man der Sisi-Kapelle noch einen Besuch abgestattet hat – an der Haltestelle Hochschneeberg in die legendäre Zahnradbahn „Salamander“ ein und genießt die Fahrt hinunter nach Puchberg. 

Fakten zur Tour

  • Gehzeit: 5 h 30 min (nur aufwärts)
  • Höhenmeter: 1.516 m 
  • Schwierigkeit: T2 - mittel

An- und Rückreise
Mit den ÖBB (Railjet bzw. Regionalzug) von Wien oder Mürzzuschlag nach Wiener Neustadt und von dort nach Puchberg am Schneeberg; retour mit der Schneebergbahn bis Puchberg. Die Tickets für die Schneebergbahn sollte man im Voraus reservieren.

Von Puchberg auf das Klosterwappen, Rax-Schneeberg-Gruppe

2. Bike&Hike-Tour Triftsteig und Anlaufalm 

Oberösterreich, Reichraminger Hintergebirge

Eine tolle, abwechslungsreiche und vom Wasser geprägte Tour im Nationalpark Kalkalpen. Bis zum Einstieg in den Triftsteig fährt man mit dem Bike entlang des idyllischen Hintergebirgsradweges, ca. 17 km ab Reichraming. Der Triftsteig führt direkt entlang des Großen Baches, an dem in früheren Zeiten Holz getriftet wurde. Der Steig wurde vor einigen Jahren saniert und mit Klammern und Haken versehen. Seither entspricht er einem leichten Klettersteig – Schwierigkeit A. Wer keine Klettersteigausrüstung verwendet, sollte jedenfalls trittsicher und schwindelfrei sein. In jedem Fall ist es ein wunderschöner Steig von rund 2 km Länge. Danach folgt man dem steilen Wanderweg hinauf zur Anlaufalm.

Fakten zur Tour

  • Fahr- bzw. Gehzeit: 7–8 h 
  • Höhenmeter: 690 m
  • Schwierigkeit: Radstrecke: leicht; Triftsteig T3 - anspruchsvoll (Klettersteigklassifizierung A), sonst T2 - mittel

Anreise
Von Linz über Steyr mit dem ÖBB Regionalzug nach Reichraming; oder von Wien mit dem Railjet nach St. Valentin und weiter mit dem Regionalzug nach Reichraming. In den meisten Regionalzügen ist die Fahrradmitnahme problemlos möglich. Im Railjet gilt es zu beachten, dass die Fahrradmitnahme im Vorfeld reserviert werden muss. 

Hintergebirgsradweg und Triftsteig

3. Von Bad Hofgastein auf den Gamskarkogel 

Salzburg, Ankogelgruppe

Mit seinen 2.467 Metern ist der Gamskarkogel einer der besten Aussichtsberge des zur Ankogelgruppe gehörenden Bergrückens zwischen dem Gasteiner- und dem Großarltal in Salzburg. Die Bahnstrecke durch das Gasteinertal ist eine der wichtigsten Nord-Südverbindungen der Österreichischen Bundesbahnen und daher ist das Tal bestens öffentlich zu erreichen. Vom Bahnhof, der etwa 3 Kilometer außerhalb liegt, wandert man bequem entlang der Gasteiner Ache in den Ort und durchquert diesen. Hier kann man noch Proviant für die doch recht lange Tour kaufen. Danach folgt man dem Rastötzenweg hinauf zur Grubhofhütte und zur Rastötzenalm, wo man sich rechts hält und weiter bis zur Gamskarkogelhütte wandert. 

Idealerweise legt man die Tour auf zwei Tage an. Zum einen, weil sie mit rund 1.600 Höhenmeter durchaus herausfordernd ist, zum anderen aber vor allem, weil der Sonnenunter- bzw. -aufgang auf dem Gamskarkogel einfach traumhaft ist. Am Folgetag kann man dann über Frauen- und Trennkogel in einer aussichtsreichen Runde wieder nach Bad Hofgastein absteigen. 

Fakten zur Tour

  • Gehzeit in Summe: 9 h 
  • Höhenmeter: 1.600 m 
  • Schwierigkeit: T2 - mittel

Anreise
Von Salzburg über Schwarzach-St.Veit mit dem IC/EC oder Railjet Richtung Klagenfurt bis zum Bahnhof Bad Hofgastein. Von Zell am See mit Umsteigen in Schwarzach-St.Veit. 

Der Gamskarkogel ist ein toller Aussichtsberg über dem Gasteiner- und dem Großarltal.

4. Von Hochzirl auf das Solsteinhaus 

Tirol, Karwendel 

Auf der legendären Mittenwaldbahn-Strecke gelangt man von Innsbruck im wahrsten Sinne des Wortes „durch“ die Martinswand zur Bahnhaltestelle Hochzirl. Direkt vom Bahnhof führt der Wanderweg durch einen schönen Föhrenwald, zum Teil recht steil, aufwärts. Oberhalb der Baumgrenze wechseln Latschen und Almwiesen einander ab, ehe man das Solsteinhaus im Naturpark Karwendel auf 1.805 m Höhe erreicht. Für die meisten ist das Solsteinhaus allerdings nur Einkehrstation auf einer größeren Bergtour. So kann man etwa vom Solsteinhaus die 2.405 m hohe Erlspitze wahlweise über den Klettersteig (Schwierigkeit B/C) oder über den Normalweg erklimmen. Oder man besteigt den Großen Solstein mit 2.541 m, der ein traumhaftes Panorama über das Inntal bietet. 
Auch für den Abstieg gibt es mehrere Varianten: So kann man beispielsweise über die Neue Magdeburger Hütte und die Jausenstation Brunntal wieder zum Bahnhof Hochzirl gelangen, oder man wandert gleich bis zum Rauschbrunnen oberhalb von Innsbruck, was allerdings ab dem Solsteinhaus mit 6 h Gehzeit schon eine recht lange und anspruchsvolle Tour darstellt. 

Fakten zur Tour 

  • Gehzeit: bis Solsteinhaus: 3 h 20 min; Runde über Neue Magdeburger Hütte wieder zum Bahnhof Hochzirl, gesamt: 7–8 h; Wanderung Solsteinhaus, Neue Magdeburger Hütte, Rauschbrunnen, Sadrach (Bushaltestelle), gesamt: 8–9 h
  • Höhenmeter bis Solsteinhaus: 870 m
  • Schwierigkeit: bis Solsteinhaus: T2 - mittel, Abstieg über Neue Magdeburger Hütte oder bis Innsbruck: T3 - anspruchsvoll

Anreise
Von Innsbruck verkehren S-Bahnen in Richtung Scharnitz und Garmisch-Partenkirchen. Dieser erste Teil der Strecke bis Hochzirl führt dabei durch fantastische Galerien und über Brücken direkt entlang der steilabfallenden Martinswand. 

Rund um das Solsteinhaus warten beeindruckende Gipfel wie die Erlspitze oder der Große Solstein.

5. Von Mallnitz auf den Auernig

Kärnten, Hohe Tauern

Mallnitz stellt das südliche Tor in den Nationalpark Hohe Tauern dar. Ideal per Bahn zu erreichen und als Mitglied der Bergsteigerdörfer und Alpine Pearls bestens mit Wandertaxis ausgestattet, ist Mallnitz ein beliebter Stützpunkt für Wanderer und Bergsteiger. Die beste Sicht auf den Ort hat man vom Mallnitzer Hausberg, dem Auernig. Der Anstieg führt direkt vom Bahnhof kontinuierlich steil nach oben. Schnell gewinnt man an Höhenmeter und darf sich am Gipfel auf 2.130 m auf eine wunderbare Aussicht auf Mallnitz und gegen Norden auf den sich auftürmenden Tauern-Hauptkamm freuen.  

Fakten zur Tour

  • Gehzeit: 2 h 30 min
  • Höhenmeter: 950 m 
  • Schwierigkeit: T2 - mittel

Anreise
Von Salzburg oder Klagenfurt mit dem IC/EC oder Railjet direkt nach Mallnitz. 

Der Anstieg auf den Auernig ist steil, aber im oberen Bereich sehr aussichtsreich.
Foto: Christina Schwann, ökoalpin
Der Anstieg auf den Auernig ist steil, aber im oberen Bereich sehr aussichtsreich.

Gut zu wissen

Mit der ÖBB App ist Bahnfahren kinderleicht. Die Tickets sowohl für den Zug als auch für die Verkehrsverbünde können von zu Hause aus gekauft werden, selbstverständlich auch mit Sitzplatzreservierung, Fahrradmitnahme oder als Gruppentarif. Selbst Stadttickets, Wochen- und Monatskarten können ganz einfach gebucht werden.

Außerdem liefert die App Echtzeitinformationen zu den jeweiligen Zugverbindungen vor und während der Reise. 

Tipp:
Wer jetzt mit ÖBB App und Vorteilscard früher bucht, bekommt immer den besseren ÖBB-Preis* und reist klimafreundlich.

* Gilt für Vorteilscard-Kunden und -Kundinnen, die über die App buchen. Sie erhalten ab 1. Juli 2021 den höchsten Rabatt auf den Preis eines ÖBB-Standard-Einzeltickets und haben auch Zugriff auf kontingentierte Sparschiene-Tickets. Die Sparschiene-Tickets sind weiterhin ohne Vorteilscard buchbar.

Mit der Bahn stresslos in die Berge.
Foto: Christian Auerweck / ÖBB
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