Hütten

7 Skitouren-Hütten in der Schweiz

Hütten-Tipps • 20. Februar 2020

Der Frühling klopft derzeit an die Tür – wer Skitouren gehen möchte, muss sich schon nach ziemlich hochgelegenen Hütten umsehen. Wir haben 7 gute Tipps in der Schweiz!

Cabane Bertol Bertolhütte
Foto: mauritius images/ Christian Sénéchal
Cabane Bertol (3.311 m), Walliser Alpen

1. Keschhütte, 2.625 m

Graubünden / Albula Alpen

Keschhütte
Hütte • Graubünden

Keschhütte (2.625 m)

Die Keschhütte ist eine Schutzhütte des Schweizer Alpenclubs SAC (Sektion Davos) und befindet sich zwischen Bergün und Davos (Albula Alpen). Die von vielen Wegen angesteuerte Hütte ist sehr beliebt - sowohl bei Wanderern, Bikern und Skitourengehern. Im Süden der Hütte dominiert der Piz Kesch (3.417 m) das Panorama, welches gegen Osten und Westen eine typische Alplandschaft zeigt.  Das sehr moderne, großzügig gestaltete und gemütliche Haus bietet eine ausgezeichnete Küche und einen hohen Schlafkomfort. Übernachtungen sind de facto reservierungspflichtig, die Möglichkeiten für Aktivitäten groß. 
Geöffnet
Feb - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die aus vielen Richtungen angesteuerte Schutzhütte des Schweizer Alpenclubs SAC befindet sich zwischen Bergün und Davos und ist sowohl bei Wanderern als auch Skitourengehern sehr beliebt. Statt WLAN und Mobilfunkempfang gibt es hier eine spektakuläre Berglandschaft mit dem Gipfel des Piz Kesch (3.417 m) in unmittelbarer Nähe. Ebenfalls ein Pluspunkt der modern gestalteten Hütte: die feine Menükarte.

Geöffnet bis 12. April

2. Ringelspitzhütte, 2.000 m

Graubünden / Glarner Alpen

Ringelspitzhütte
Hütte • Graubünden

Ringelspitzhütte (2.000 m)

Die im Jahr 1961 errichtete Ringelspitzhütte ist eine Schutzhütte des Schweizer Alpenclubs SAC (Sektion Rätia) und befindet sich oberhalb des Kunkelpasses zwischen den Kantonen Graubünden und St. Gallen (Glarner Alpen). Die Hütte liegt im Welterbe Tektonikarena Sardona. Dieses Gebiet ist durch die massive Bewegung nach oben und unten bekannt. In diesem Gebiet der Glarner Alpen ist die Tektonik auch an der Erdoberfläche sehr gut beobachtbar - ein Paradies für Geologen. Der große Flimser Bergsturz vor rund 9000 Jahren war der größte in der Geschichte der Alpen.  
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Auf einem besonders sonnigen Plätzchen – einem kleinen Vorhügel über dem Rheital auf der einen und dem Taminatal auf der anderen Seite – steht die 1961 errichtete Ringelspitzhütte. Von hier aus lässt sich die umliegende Bergwelt der Glarner Alpen besonders schön genießen.

Die Hütte ist derzeit auf Anfrage bewartet

3. Heidelberger Hütte, 2.264 m

Graubünden / Silvretta

Heidelberger Hütte
Hütte • Graubünden

Heidelberger Hütte (2.264 m)

Die auf Schweizer Boden und im Silvrettagebirge stehende Heidelberger Hütte (2.264 m) ist das Ziel vieler Wanderer, Bergsteiger, Kletterer sowie Schnee- und Skitourengeher. Im Gebiet rund um Ischgl gilt sie für Mountainbiker als das Bike-Ziel schlechthin, allen voran bei Alpen-Überquerungen. Die Hütte wird acht Monate im Jahr bewirtschaftet. Der Zustieg ist einfach und auch für Familien mit Kindern geeignet. Von hier aus können im Sommer wie auch im Winter mehrere Dreitausender bestiegen werden wie beispielsweise die Spitze der Breiten Krone (3.079 m) oder des Piz Tasna (3.179 m).
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die beliebte Hütte im Silvrettagebirge hat bis Ende April geöffnet. Im Winter wie im Sommer können von hier aus mehrere Dreitausender – etwa die Spitze der Breiten Krone (3.079 m) – bestiegen werden. Auch Familien mit Kindern sind gerngesehene Gäste – für die Kleinen stehen mehrere Spiele und Kindermenüs zur Auswahl.

Geöffnet bis Ende April

4. Medelserhütte, 2.524 m

Graubünden / Adula Alpen

Medelserhütte
Hütte • Graubünden

Medelserhütte (2.524 m)

Die Medelserhütte liegt auf 2.524 m auf einem Sattel der Fuorcla da Lavaz, einem Passübergang zwischen dem Val Plattas und dem Val Lavaz in der Region Surselva im Schweizer Kanton Graubünden. Die urige und mehr als 100 Jahre alte Hütte des Schweizer Alpen Clubs (SAC) ist vor allem wegen der vielfachen Tourenmöglichkeiten zu einer Reihe von Gipfeln ein gern gesehener Einkehrort. Durch die hochalpinen Bedingungen sind einige davon aber nur mit der nötigen Erfahrung, Ausrüstung und Zeit zu erreichen. Darunter fallen Dreitausender wie der Piz Medel (3.210 m) oder der Piz Valdraus (3.096 m). Einige anspruchsvolle Touren in der Region erfolgen häufig im Rahmen von mehrtägigen Wanderungen, in denen die Medelserhütte als Zwischenstation dient. Ein ganz besonderes Highlight ist die „Greina Trekkingtour“, die von Curaglia über die Medelserhütte und weiter bis nach Vals führt. Das Motto des Weitwanderweges lautet „3 Tage - 3 Sprachen - 3 Hütten“ und in den vier Tagen kann man eine der eindrucksvollsten Landschaften Mitteleuropas bestaunen. Andere imposante Berggipfel sind aber auch ohne allzu großer Schwierigkeiten innerhalb eines Tages oder sogar weniger Stunden zu bewältigen. Etwa der Hausberg Piz Caschleglia (2.936 m) und der Piz Santeri (2.881 m).
Geöffnet
Feb - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Derzeit sind die Bedingungen für Skitouren rund um die Medelserhütte in der Region Surselva gut – die Wirtsleute Petra und Thomas Meyer freuen sich auf Gäste, es ist übrigens ihre letzte Wintersaison auf der Hütte! Zur Stärkung für eine Tour auf diverse Dreitausender in der Umgebung werden auf der über 100 Jahre alten Hütte Köstlichkeiten aus der Region kredenzt.

Geöffnet bis voraussichtlich 13. April

5. Cabane Bertol, 3.311 m

Wallis / Walliser Alpen

Bertolhütte
Die Bertolhütte ist eine Hütte des Schweizer Alpen Clubs im Kanton Wallis. Wie ein Adlerhorst thront die hochalpine Hütte spektakulär in 3.311 m Höhe auf einem Felssporn über Arolla im Val d’Hérens und überragt den Mont-Miné- und den Bertolgletscher. Auch die Kulisse der bereits im Jahre 1989 gebauten Schutzhütte kann sich sehen lassen: Vis-à-vis befinden sich der Dent Blanche (4.357 m), das Matterhorn (4.477 m) sowie der Dent d’Hérens (4.171 m) im Osten, der Tête Blanche (3.710 m), die Bouquetins-Kette, der Dents und der Arête de Bertol, der Petit Mont Collon im Südwesten, der Pigne d’Arolla im Westen und im Norden der Douves Blanches.  Die Bertolhütte ist ein beliebtes Etappenziel der berühmten Haute Route Chamonix-Zermatt, einem internationalen, mehrtägigen Tourengeher-Klassiker in den Walliser Alpen.
Geöffnet
Mär - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Ab 12. März hat die Bertolhütte oberhalb des Bertolgletschers im Kanton Wallis wieder offen. Das beliebte Etappenziel der Haute Route thront spektakulär – fast wie ein Adlerhorst – in über 3.300 m Höhe auf einem Felssporn über Arolla im Val d’Hérens. Auch auf dieser Höhe müssen hungrige Mäuler nicht auf Köstlichkeiten verzichten: Hüttenwartin Anne-Marie Dolivet kredenzt hausgemachte Suppen, Gratins und Desserts.

Ab 12. März geöffnet

6. Rotondo Hütte, 2.571 m

Uri / Tessiner Alpen

Rotondo Hütte im Winter
Die Rotondohütte des Schweizer Alpen-Clubs SAC liegt südlich von Realp im Kanton Uri auf 2.571 m in einer ansonsten unberührten Berglandschaft der Gotthard-Gruppe. 1909 erbaut wurde sie mehrfach renoviert und erweitert und ist heute beliebter Ausgangspunkt für alpine Hochtouren und Klettereien im Sommer sowie Schitouren bis weit in das Frühjahr hinein.  Im Sommer finden sich interessante Wandermöglichkeiten: Die Rotondohütte ist Etappenstützpunkt im Weitwanderweg Urner Alpenkranz und Zwischenstation für Überschreitungen zum mächtigen Furka- und Gotthardmassiv.  Ein Ausflug auf die Rotondohütte lohnt sich auch mit ausdauernden Kindern. Der „Hey-Adler-Weg“ kombiniert den Aufstieg durch das Witenwasserental mit dem Abstieg über den Rottälligrat. Am Weg gibt es viel zu beobachten: Steinadler, den Witenwasserengletscher mit seiner mächtigen Eiszunge. Felsblöcke und Felsbänder sind zum Klettern wie geschaffen, sechs kleine Seen mit vielen kristallklaren Bachläufen laden zum Spielen ein – und dann natürlich die Hütte selbst, die seit dem Umbau für Familien viel Platz und Spielmöglichkeiten bietet.  Anfänger wie Fortgeschrittene können sich im nahen Klettergarten austoben.  Das Rotondo-Gebiet gilt im Winter wegen seiner Vielfalt und Schneesicherheit als eines der beliebtesten Schitourenreviere der Schweiz.  Gipfelziele von der Hütte aus sind der Pizzo Lucendro, das Gross Leckihorn sowie der Pizzo Rotondo. Auch ausdauernde Schneeschuhläufer finden in diesem Gebiet schöne Ziele. Diverse Winter-Hautes Routes im Dreieck Uri-Tessin-Wallis führen über die Rotondohütte - etwa die Route de Soleil von Realp zum Simplonpass. In Verbindung mit Hütten im Val Bedretto, im Binntal und im Furkagebiet können schöne Mehrtagestouren unternommen werden.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Traditionshütte des Schweizer Alpenclubs liegt in der herrlich unberührten Berglandschaft der Gotthard-Gruppe. Skitouren sind hier für gewöhnlich bis weit in das Frühjahr hinein möglich – bis Ende April hat die Hütte jedenfalls geöffnet. Im Sommer lassen sich entlang des „Hey-Adler-Wegs“ Steinadler beobachten und sechs kristallklare Seen bewundern. Hüttenwirtin Pia Biondi lässt die Lebensmittel übrigens neben dem Helikopter auch mit Pferden und Maultieren hinauf transportieren.

Geöffnet bis voraussichtlich Anfang Mai

7. Fridolinshütte, 2.111 m

Glarus / Glarner Alpen

Fridolinshütte
Hütte • Glarus

Fridolinshütte (2.111 m)

Die Fridolinshütte ist eine Schutzhütte des Schweizer Alpenclubs SAC (Sektion Tödi) und befindet sich im Süden des Kanton Glarus (Glarner Alpen). Die Fridolinshütte ist der Ausgangspunkt für die Besteigung des Tödi (3.614 m) über die Normalroute aus dem Osten.  Die kleine, urige Fridolinshütte wurde 1920 erbaut und ersetzte eine ältere Hütte aus dem Jahre 1890. Die „Terrasse“ vor dem Häuschen ist mit Blick auf den mächtigen Stock des Tödi umwerfend. Da schmeckt das Bier doppelt so gut! Trotz der abgelegenen Lage verfügt das Haus über Strom und Festnetztelefon.
Geöffnet
Mär - Aug
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die urige kleine Fridolinshütte ist voraussichtlich ab 13. März geöffnet und bleibt bis Mitte Mai durchgehend bewartet. Auf der Terrasse mit umwerfendem Blick auf den mächtigen Stock des Tödi (3.614 m) schmeckt das Bier gleich doppelt gut – aber auch das Tödiplättli und der Kuchen. All das wird von den neuen Hüttenwarten Liä und Ruedi gezaubert, die ihre erste Saison in der „Fridlis“ bestreiten.

Geöffnet von 13. März bis Mitte Mai

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