Hütten

10 beliebte Skitourenhütten in Bayern

Hütten-Tipps • 13. Februar 2020
von Sissi Pärsch

Wer die hochalpine Herausforderung sucht, fährt weiter. Wer tolle Skitouren mit gemütlicher Hütteneinkehr sucht, ist unter dem weiß-blauen Bayern-Himmel genau richtig! Wir stellen euch 10 beliebte Skitourenhütten in Bayern vor.

Skitouren-Hütten Bayern
Foto: Jennifer Gothe
Abfahrt Richtung Rohrkopfhütte am Schwangauer Tegelberg

In Bayern gibt es vielleicht keine spektakulären hochalpinen Touren, keine Haute Route und keine schwindelerregende Traverse. Dafür gibt es jedoch perfekte Touren-Berge, auf denen sich zig lohnende Hütten versammeln. Wir haben 10 legendäre Skitourenhütten zusammengetragen, auf denen Einheimische wie Auswärtige sehr gerne abfellen.

1. Grüntenhütte, 1.477 m

Allgäuer Alpen / Bayern

Grüntenhütte im Winter
Hütte • Bayern

Grüntenhütte (1.477 m)

Der Grünten ragt mit 1.738 m majestätisch über dem Allgäu. Er ist einer der nördlichsten Berge der Allgäuer Alpen und wird wegen seiner markanten Lage auch „Wächter des Allgäus“ genannt. Die Grüntenhütte liegt auf 1.477 m Höhe wunderbar eingebettet in der Wander- und Skiregion Grünten unterhalb des Grünten-Gipfels am Ende einer kleinen asphaltierten Straße. Die Hütte ist sehr gut zu Fuß oder mit dem Mountainbike, im Winter mit Tourenski über die Alpe Kammeregg erreichbar. Von der großen Terrasse reicht die Aussicht weit ins Alpenvorland hinaus, bis zum Auerberg und Hohen Peißenberg. Viele Gipfel der Ammergauer, Lechtaler und Allgäuer Alpen sind zu sehen, darunter Zugspitze und Hochvogel. Vis-à-vis der Grüntenhüte liegt der Gigglstein, getrennt durch einen kleinen Tobel. Harmlos und unscheinbar sieht der knapp 1.500 m hohe Gigglstein aus, wäre da nicht eine steile Felswand aus Schrattenkalk, durch die unzählige Kletterrouten führen. Die meisten Wanderer lässt der Felsen kalt – es reicht auch, den Gigglstein von der Grüntenhütte aus zu betrachten und dabei genussvoll ein „Gigglstuinar“ zu probieren. Am Fuß des Grünten bei Kranzegg braut Bernhard Göhl seit zwei Jahren das „Gigglstuinar“, ein Craftbeer, in einer ehemaligen Skilift-Station auf rund 1.000 m Höhe. Hüttenwirt Norbert Zeberle empfiehlt dazu entweder einen acht Monate alten Bergkäse oder einen deftigen Eintopf.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Grünten (1.783 m), so sagen die Einheimischen, ist der „Wächter des Oberallgäus“. Er ist eine Art Vorbote der Allgäuer Alpen: Hier bauen sich die Voralpen-Hügel schnell zu ausgewachsenen Alpengipfeln auf. Die Grüntenhütte ist der Treffpunkt der lokalen Skitourenszene – vor allem mittwoch- und freitagabends, denn da findet allwöchentlich der Tourengeher-Stammtisch statt (jeweils bis 22 Uhr geöffet). Bergauf geht es über die Hänge der stillgelegten Kammeregg-Lifte.

2. Tegelberghaus, 1.707 m

Ammergauer Alpen / Bayern

Das Tegelberghaus in Bayern
Hütte • Bayern

Tegelberghaus (1.707 m)

Die Berggaststätte Tegelberghaus liegt am Schwangauer Tegelberg bei Füssen in den Ammergauer Alpen in Bayern. Die Hütte wurde 1835 gebaut und fungierte als königliches Jagdhaus des bayerischen König Ludwig II. Das Tegelberghaus ist ein idealer Einkehrort für zahlreiche Wanderungen in Richtung Ammergauer Gebirge. Eine beliebte Tour führt auf den Branderschrofen (1.880 m). Auch der Zustieg über den Schutzengelweg ist für Wanderfreunde zu empfehlen.  
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Tegelberg (1.720 m) wartet mit einem ausgeschilderten Skitourenlehrpfad auf. Auf dem Tegelberghaus, dem einstigen königlich-bayerischen Jagdhaus von Maximilian II., tummeln sich überhaupt fast mehr Skitourengeher als Pistenfahrer. Tourengeher-Abend ist immer donnerstags von 17 bis 22 Uhr.

3. Sportheim Böck, 1.500 m

Allgäuer Alpen / Bayern

Sportheim Böck Berglodge im Winter
Hütte • Bayern

Sportheim Böck (1.500 m)

Die Berglodge liegt nahe der Bergstation der Alpspitzbahn mit Panoramaaussicht auf die Allgäuer Alpen und ins Voralpenland. Gemütliche Einkehr für Wanderer, Biker und Schifahrer mit herzhaft, traditionellem Angebot wie Brotzeitbrettl, Kaminwurzen, Bergkäse und Bauernbrot, Leberkäs mit Spiegelei und Kaiserschmarrn - einerseits. Andererseits – Allgäu Hideway: Auf der Allgäuer Alpspitze soll der Alltag ganz weit weg sein. Das ist die Grundidee der Berglodge - ein Rückzugsort im modernen, klaren Alpenstil auf 1.500 m Höhe. Mit eigener Sauna, eigener Quelle und eigener Dachterrasse. Wenn die letzte Gondel ins Tal gefahren ist, erwartet die Gäste der vier neuen Lodges deshalb vor allem eins: Ruhe. Allenfalls das Rauschen des Waldes oder das Röhren eines Hirsches ist zu hören. Der Ausblick ist gigantisch: Man hat nicht nur ein herrliches Bergpanorama vor sich, sondern sieht an klaren Tagen bis zum Schloss Neuschwanstein. Auch das Interieur der vier Apartments kann sich sehen lassen: schlicht moderne mit viel Holz gestaltete Räume mit offenen Kaminen, bodenlangen Fenstern und eigener Sauna. Selbst kochen muss man hier oben nicht. Das Service-Personal serviert das Frühstück im Apartment. Dazu wird der Kamin angezündet und klassische Musik aufgelegt. Alle anderen Mahlzeiten nimmt man entweder in der Gaststube der Lodge ein oder lässt sich von einem Privatkoch mit Ällgäuer Spezialitäten verwöhnen. Früher, da hieß die BergLodge in Nesselwang einfach und schlicht „Sportheim Böck“. Ein Treffpunkt für Skifahrer und Wanderer war es, aufgebaut vom heimischen Olympioniken Ludwig Böck. Mitten im Skigebiet. Jahrelang trainierten hier auf der Allgäuer Alpspitze auch die Rennläufer des Deutschen Skiverbandes. Den Stadel zum „Aushärten“, in dem die Sportler – auf Liegen eingehüllt in Wolldecken – zwecks Kräftigung die kalte Winterluft einzuatmen hatten, gibt es bis heute. Sportlich ist hier immer noch viel zu tun: Wandern, Mountainbike, Walking, Klettern, Ski, Snowboard, Langlauf, Rodeln – die Möglichkeiten sind grenzenlos.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der Name lässt es zwar nicht ahnen, aber das Sportheim Böck liegt nicht neben einem Fußballplatz, sondern an der Bergstation des Skigebiets im Ostallgäuer Nesselwang. Die einstige Stammtischstube hat sich inzwischen auch zu einer „Berglodge“ entwickelt – inklusive Panorama-Restaurant und Luxus-Apartments. Das bedeutet aber nicht, dass es abgehoben zugeht. Das Essen ist hervorragend und die Stimmung vor allem zum Tourenabend am Mittwoch (bis 22 Uhr) einheimisch bodenständig.

4. Kolbensattelhütte, 1.258 m

Ammergauer Alpen / Bayern

Die Kolbensattelhütte
Die Kolbensattelhütte liegt oberhalb der bayerischen Ortschaft Oberammergau und inmitten des Kolben-Skigebiets. Sie eignet sich optimal für Ausflüge mit der Familie. Im Winter wird sie vor allem von Skifahren, Snowboardern und Skitourengehern aufgesucht. Selbst Tourengeher-Abende werden hier regelmäßig veranstaltet. In den Sommermonaten schätzen Wanderer, die auf der Runde von Oberammergau über den Kofel (1.342 m) und Kolbensattel unterwegs sind, die Hütte als beliebte Einkehr- und Raststation. Aber auch die Hüttenwanderung zum August-Schuster-Haus (1.564 m) ist populär. Zudem ist die Kolbensattelhütte mit dem Mountainbike erreichbar.  
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Kolbensattelhütte liegt auf einem der Hausberge von Oberammergau, dem Kolben, und ist eine der regionalen Skitourenhütten schlechthin. Dienstags, mittwochs und donnerstags ist sie für Nachttourengeher bis 23 Uhr geöffnet – und stets bestens besucht. Der Aufstieg vom Parkplatz der Kolbenbahn über die extra angelegte Tourengeher-Route ist nicht weit, viele verlängern und spuren dafür weiter auf den Gipfel des Zahns (1.615 m).

5. Hörnlehütte, 1.390 m

Ammergauer Alpen / Bayern

Hörnlehütte
Hütte • Bayern

Hörnlehütte (1.390 m)

Die heimelige Hörnlehütte (1.390 m) ist sowohl im Winter als auch im Sommer entweder zu Fuß oder mit der Hörnlebahn gut erreichbar und aufgrund ihrer leichten und aussichtsreichen Touren ein gern besuchtes Ausflugsziel. Von der gemütlichen Sonnenterrasse hat man einen traumhaften Blick nach Süden über den Pürschling bis zur Zugspitze. Das breit gefächerte Angebot des Schutzhauses in den Ammergauer Alpen reicht von kinderfreundlichen Wanderrouten, Mountainbike- und Skitouren bis zu Pistenskilauf und Rodelbahnen. Naturliebhaber aller Altersstufen, Sportbegeisterte und Familien mit Kindern kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Hütte ist auch ein Stützpunkt auf dem Weitwanderweg E4 „Maximiliansweg“.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Je nach Schneelage kann man von unterschiedlichsten Seiten auf das Hörnle (1.548 m) steigen – oder besser gesagt: auf die Hörnle, es gibt nämlich Vorderes, Hinteres und Mittleres. Manch einer geht aber gar nur auf die Hörnlehütte, wo es stets entspannt und familiär zugeht. Und manchmal hat man das Gefühl, dass sich einige Tourengeher täglich hier treffen.

6. Kreuzeckhaus, 1.652 m

Wettersteingebirge / Bayern

Kreuzeckhaus
Hütte • Bayern

Kreuzeckhaus (1.652 m)

Die idyllische Berghütte Kreuzeckhaus (1.652 m), auch als Adolf-Zoeppritz-Haus bekannt, liegt inmitten der oberbayerischen Alpen im Wettersteingebirge. Von hier aus haben die Gäste einen herrlichen Ausblick auf Garmisch-Partenkirchen und das oberbayrische Voralpenland. Die umliegenden Möglichkeiten reichen von Bergsteigen in der Höllentalklamm, der Parnachklamm, am Bernadeinkopf oder der Alpspitze und Stuibenspitze über Wanderungen zur Hochalm, zum Bayernhaus oder dem Stuibensee bis hin zu Skitouren auf die Alpspitze und die Mauerscharte. Auch Schneeschuhwanderungen und Abfahrten im Skigebiet Kreuzeck sind beliebt. Aufgrund ihrer einfachen Erreichbarkeit mit der Kreuzeckbahn ist sie auch für Tagesausflüge mit Kindern sehr gut geeignet. Die Hütte ist ganzjährig bewirtschaftet.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Das DAV-Haus liegt zwar im Skigebiet von Garmisch-Partenkirchen, aber die angelegte Skiroute führt Tourengeher größtenteils abseits der Piste hinauf. Von der Hausbergbahn geht es abwechselnd steil und sanft über 900 Höhenmeter hinauf. Das Kreuzeckhaus hat trotz seiner Größe eine entspannte Atmosphäre und eine riesige Terrasse für die verdiente Einkehr. Dienstags und donnerstags wird zum Tourengeher-Abend (bis 22 Uhr) geladen. 

7. Berggasthaus Herzogstand, 1.575 m

Bayerische Voralpen / Bayern

Herzogstandhaus
Der Berggasthof auf dem Herzogstand zwischen Kochelsee und Walchensee ist ein Klassiker für alle Wanderer aus München. Kombiniert mit der Herzogstandbahn ist ein Ausflug dorthin auch für Menschen möglich, die lieber gemütlich als mit Schweiß auf der Stirn in die Berge wollen. Ein Haus mit königlicher Geschichte: König Max II. und König Ludwig II. hatten hier ihre Jagdhäuser. Die Jagdhäuser wurden durch Brände zerstört, der heutige Berggasthof 1991 neu gebaut – auf königlichem Fundament, das den Bränden standgehalten hatte. Von der großen Sonnenterrasse mit Plätzen für bis zu 400 Personen reicht der Ausblick über den Walchensee hinweg von der östlichen Karwendelspitze über Soiernspitz, Stubaier- und Ötztaler Alpen, Wetterstein mit Zugspitze, das Estergebirge bis zu den Lechtaler und Allgäuer Bergen. Steigt man in 45 Minuten auf den Herzogstandgipfel und wandert vielleicht noch weiter auf dem Panoramaweg zum benachbarten Heimgarten hat man auch den Kochelsee und das Flachland im Norden im Blick. Die versicherte Gratwanderung mit den grandiosen Ausblicken ist die vielleicht beliebteste Höhenwanderung der Münchner – alleine ist man da selten. Im Winter ist die Skitour am Rand der Skipiste bis zum Berggasthaus lawinensicher und besonders im Frühwinter sehr beliebt.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Einen wahrlich majestätischen Blick hat man vom Herzogstandhaus – und das wortwörtlich. Der bayerische König Max II erbaute hier ein Jagdhaus und sein Sohn, der Märchenkönig Ludwig II, setzte mit seinem Königshaus noch eins drauf. Die Skitourenroute führt vom Sattel des Kesselbergs über einen idyllischen Weg hinauf. Wer es steil (und schneller) mag kann den direkten Weg über die Hänge nehmen, ansonsten bleibt man auf dem sanft ansteigenden Weg. Ohne Ski sollte man dann noch zum Gipfel aufsteigen, bevor man ausgiebig auf der Terrasse Aussicht und Brotzeit genießt. Freitag bis Sonntag geöffnet.

8. Brauneck-Gipfelhaus, 1.540 m

Bayerische Voralpen / Bayern

Brauneck-Gipfelhaus
Das Brauneck-Gipfelhaus (1.540 m) liegt nur 15 m unter dem gleichnamigen Gipfel. Die Brauneckbahn führt bis fast direkt zum Haus, deshalb ist es auch für Familien mit Kindern und Senioren bequem erreichbar. Das dreistöckige Gebäude hat eine riesige südseitige Terrasse von der sich Wanderern, Tagesausflüglern, Schneeschuhwanderern und Skifahrern ein toller Ausblick bietet. Man blickt von hier auf die Tegernseer Berge, das Karwendelgebirge und das Wettersteingebirge. Vom Gipfel aus schaut man zum Heigelkopf und Zwieselberg. Bei guter Fernsicht kann man Bad Tölz, München und den Starnberger See erkennen. Nahe dem Haus, befinden sich mehrere Startplätze für Paragleiter. Empfehlenswert ist die etwa dreistündige Höhenwanderung über den Latschenkopf, vorbei an urigen Almen. Im Brauneck-Gipfelhaus werden gerne Feiern ausgerichtet. Die Küche ist berühmt für den Kaiserschmarren und die Sau am Spieß.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Tour aufs Brauneck-Gipfelhaus zählt zu den oberbayerischen Skitourenklassikern schlechthin – vor allem wenn Schnee (oder Zeit) knapp sind. Man steigt über die (primär im Abseits verlaufende) Skitourenroute im Braunecker Skigebiet auf. Abgefellt wird aber nicht an der Gipfelstation der Bahn, sondern ein Stück weiter oben am Brauneck-Gipfelhaus. Die Einkehr ist obligatorisch und lohnenswert. Dienstag Ruhetag.

9. Gorialm, 1.239 m

Chiemgauer Alpen / Bayern

Gori Alm
Hütte • Bayern

Gorialm (1.239 m)

Die Gorialm liegt oberhalb von Aschau am Fuß der Kampenwand mit sensationellem Blick über den Chiemsee. Seit 1899 wird die Alm von Familie Moosmüller bewirtschaftet, inzwischen in dritter Generation. Rund um die Alm grasen Milchkühe und Jungvieh auf ihren Weiden. Über der Gorialm ragen die weithin sichtbaren Zacken der Kampenwand (1.669 m) auf. Am höchsten Punkt steht das mit 12 m Höhe größte Gipfelkreuz in den Bayerischen Alpen. Zum hohen Bekanntheitsgrad der Kampenwand trägt nicht zuletzt ein bairischer Schüttelreim bei - „I gangat gern auf d’Kampenwand, wann i mit meiner Wamp’n kannt’.“ Tatsächlich sieht man auf der Gorialm wenige Wamp’n dafür jede Menge trainierte Wadln – die Alm ist Lieblingsziel der lokalen Mountainbiker und Feierabend-Trainingstour, da die Strecke nicht ganz unanspruchvoll ist. Dienstags wird gegrillt, da kommen bei gutem Wetter schon mal 300 Biker und genießen die Steaks aus eigener Produktion. Der Staffelstein, ein kleiner Felszacken oberhalb der Gorihütte, ist für Kletterer der Top-Spot an der Kampenwand zum „Gesehen-Werden“. Und danach beim Bier in der Gorialm kann man jeden Griff und jeden Zug der „Direkten Westkante und der „Direkte Südostwand“ nachbesprechen.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Kampenwand (1.669 m) ist ein beliebter Skitourenberg, weil er dank Piste auch bei mäßigen Schneebedingungen begehbar ist, aber auch weil er viele Varianten bietet – und nicht zuletzt weil er hervorragende Einkehrmöglichkeiten erschließt. Von der Talstation sind es bis zur Gorialm 600 Höhenmeter, zur Steinlingalm sind es noch einmal 200 Höhenmeter mehr. Im Sommer strampeln die Einheimischen hier zum Bike&Grill-Abend hinauf, im Winter ist der Skitourenabend immer donnerstags (bis 23 Uhr).

10. Dr.-Hugo-Beck-Haus, 1.260 m

Kitzbüheler Alpen / Salzburg

Früher Morgen am Dr. Hugo Beck Haus
Im Sommer die Wanderer, im Winter die Skifahrer: Zu jeder Jahreszeit ist das Dr. Hugo-Beck-Haus am Jenner ein beliebter Treffpunkt. In insgesamt 38 Betten finden BergsteigerInnen ein geruhsames Lager für die Nacht vor einer großen Tour. Die große Terrasse bietet einen tollen Blick ins Tal nach Schönau am Königssee und weiter in die Berge der Berchtesgadener Alpen. Das Beck-Haus ist perfekter Ausgangspunkt für Wanderungen im Jennergebiet und Bergtouren im Hagengebirge. In den frühen 60er Jahren wurde das ehemalige Untere Jennerhaus vom Ski-Klub Berchtesgaden erworben. Sportwart Dr. Hugo Beck – nach ihm ist das Haus heute benannt - gelang es in den Nachkriegsjahren durch Skikurse und Trainingswettkämpfe eine wettkampftaugliche „Kampfschar“ heranzubilden, die bei den zahlreichen Wettkämpfen in Deutschland hervorragende Platzierungen erreichten. Und nicht nur daheim: Friedl Däuber wurde 1932 in Cortina d' Ampezzo Slalomweltmeister. Nach entsprechendem Ausbau der unteren Jennerabfahrt wurden im 1965 dort die alpinen Deutschen Meisterschaften durchgeführt. 1967 fand am Jenner das erste Ski-Weltcup-Rennen der Geschichte statt. Bis in die 70er Jahre feierten alpine und nordische Sportler des SKB große internationale Erfolge – so zum Beispiel Christa Zechmeister (Weltcupsiegerin Slalom 1974) und Hermann Weinbuch (Juniorenweltmeister Nordische Kombination 1979).
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Der „Doktor“ im Jenner-Skigebiet ist eine traditionelle Skitourenanlaufstelle und das (hoffentlich) nicht aus gesundheitlichen Gründen. Das Haus bietet einen wunderschönen Blick über den Königssee in die Berchtesgadener Alpen – obwohl man den nicht zu sehen bekommt, wenn man am Donnerstag in der Dunkelheit zum Skitourenabend aufsteigt. Dafür gibt es bis 21 Uhr warme Küche.

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