Hütten

7 Hütten in Österreich, die im April geöffnet haben

Hütten-Tipps • 18. April 2017

April, April, der macht was er will. Fast ist man verleitet, dieses Sprichwort auch auf die Hüttenöffnungszeiten zwischen Winter- und Sommersaison umzumünzen. Wir haben dennoch 7 äußerst besuchenswerte Hütten für den Übergangsmonat gefunden!

Carl-von-Stahl-Haus
Foto: mauritius images
Das Carl-von-Stahl-Haus in Salzburg

1. Höttinger Alm, 1.487 m

Tirol / Karwendel

Höttinger Alm
Die Höttinger Alm an den Südabhängen der Nordkette oberhalb von Innsbruck ist ein sehr beliebtes Ziel bei "Stadtflüchtigen". Sie ist aber auch eine frequentierte Station auf Bergtouren über die Nordkette in das Karwendel sowie bei Mountainbike-Fahrten in der Seegrube und um den Höttinger Graben. Tagesausflügler und Bergläufer sitzen nebeneinander auf der Terrasse vor der Almwirtschaft. Deren Ursprünge gehen auf das 15. Jahrhundert zurück. Seither wird dort Viehwirtschaft betrieben. Aufgrund des leichten Zustieges ist die Höttinger Alm auch ein Platz, um mit Kindern Nordketten-Sonne und -Luft zu genießen. Da oben bekommt man einen imposanten Ausblick auf die Tiroler Landeshauptstadt, auf Gipfel, wie Nockspitze, Marchreisenspitze, Malgrubenspitze, Patscherkofel und Hochtennspitze, die südlich von Innsbruck stehen.   
Geöffnet
Mai - Nov
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Höttinger Alm hat seit dem 14. April wieder täglich geöffnet. Gut so, denn die bereits 1441 urkundlich erwähnte Alm an den Südabhängen der Nordkette ist ein beliebtes Ziel der Innsbrucker. Der Aufstieg wird mit Knödelträumen aller Art belohnt: Speck-, Kaspress- und Spinatknödel taugen natürlich auch als Beilage, beispielsweise zum Schweinsbraten. 


2. Arzler Alm, 1.067 m

Tirol/ Karwendel

Arzler Alm
Hütte • Tirol

Arzler Alm (1.067 m)

Die Arzler Alm am Fuße der Nordkette ist ein wunderbarer Platz oberhalb Innsbrucks. Wie in einer Loge schaut man auf Tirols Landeshauptstadt, in das Inntal, das Wipptal und auf die Tuxer Alpen mit dem Patscherkofel. Und wenn man sich zurücklehnt, spürt man die Erhabenheit der Nordkette im Rücken. Auf der Arzler Alm kann man sich fast so fühlen wie in einem Ohrensessel im heimischen Wohnzimmer.   Ihre Gemütlichkeit macht die Alm zu einem schönen Tagesausflug für Familien mit Kinder. Oder für Menschen, die schnell einmal der städtischen und urbanen Hektik zu Fuß oder mit dem Rad entfliehen wollen. Die Arzler Alm, die der Stadt Innsbruck gehört, ist auch eine richtige Alm mit, auf 862 Hektar Grund weidenden Kühen und Schafen   
Geöffnet
Jan - Nov
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die urige Almhütte bietet nicht nur einen grandiosen Blick auf Innsbruck, sie verwöhnt müde Wanderer auch mit Produkten aus eigener Landwirtschaft und süßen Verführungen wie der Eierlikör- oder Topfen-Joghurt-Torte. Zudem ist sie natürlich auch idealer Ausgangspunkt für verschiedene Bergtouren, etwa auf den Frau Hitt Sattel (4 h).

Tipp: Den 29. April widmet die Arzler Alm der Natur und lädt zur Mithilfe bei der Almpflege - für Verköstigung ist bestens gesorgt. Weitere Informationen findet ihr hier.


3. Stüdlhütte, 2.801 m

Tirol/ Glocknergruppe

Stüdlhütte
Hütte • Tirol

Stüdlhütte (2.801 m)

Inmitten der imposanten Bergwelt des Nationalparks Hohe Tauern liegt die Stüdlhütte (2.801 m) direkt am Großglockner in Osttirol. Dementsprechend vielfältig ist das Angebot an Touren, das Bergwanderer, Kletterer und Skitourengeher anlockt. Quasi der Hausberg der Hütte ist der Fanatkogel (2.905 m), der direkt über der Hütte aufragt und dessen Gipfel in einer Viertelstunde zu erreichen ist. Nur rund 30 min sind es auf die Schere (3.031 m), von wo aus man einen fantastischen Blick auf Großglockner, Stüdlgrat, Ködnitzkees und Adlersruhe genießen kann. Die Hütte liegt am Weitwanderweg Adlerweg. Nur für erfahrene und gebietskundige Skitourengeher geeignet ist die große Großglocknerumrundung, die rund 8 h, mit Glockner-Besteigung sogar 10 h in Anspruch nimmt.
Geöffnet
Mär - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Osttiroler Stüdlhütte liegt direkt am Großglockner, inmitten der imposanten Bergwelt des Nationalparks Hohe Tauern, und lockt somit besonders viele Skitourengeher an. Hüttenwirt Georg Oberlohr kredenzt hauptsächlich Tiroler Gerichte mit Produkten aus dem eigenen Landwirtschaftsbetrieb. Die Tourenmöglichkeiten sind zahlreich, darunter die große Glocknerumrundung (rund 8 h).


4. Carl-von-Stahl-Haus, 1.733 m

Salzburg/ Berchtesgadener Alpen

Carl-von-Stahl-Haus
Das Carl-von-Stahl-Haus (1.733 m) ist eine große, familienfreundliche Schutzhütte im Salzburger Teil der Berchtesgadener Alpen, direkt an der Grenze zu Bayern. Sie befindet sich ganz in der Nähe des Jenners am Torrener Joch inmitten des Hagengebirges und des Göllstocks.  Die Hütte wird im Sommer vor allem von Familien und Tagesgästen, Mountainbikern und Kletterern als Einkehr genutzt. Bei Bergwanderern ist sie ein beliebter Ausgangspunkt für Besteigungen des Schneibsteins und des Archenkopfs. Im Winter kommen Skitourengeher, Skifahrer und Schneeschuhwanderer auf die Hütte. Sie ist außerdem sehr einfach mit der Jennerbahn vom Königssee aus zu erreichen.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die ganzjährig geöffnete Hütte liegt am Torrener Joch an der Grenze zu Bayern und ist beliebter Ausgangspunkt für etliche Berg- und Skitouren – etwa auf die Kleine und Große Reib’n. Auf den Schneibstein, den 2.276 m hohen Hausberg der Hütte, geht es in 1,5 h. Danach sollte man sich unbedingt mit einem klassischen Almgericht wie Kaspresssuppe und Kaiserschmarrn stärken.


5. Duisburger Hütte, 2.572 m

Kärnten/ Goldberggruppe

Duisburger Hütte
Hütte • Kärnten

Duisburger Hütte (2.572 m)

Die Duisburger Hütte (2.572 m) in der Kärntner Goldberggruppe liegt in einem Talkessel am Ende des Fraganter Tals. Das Umfeld der Hütte, in dem sich auch künstlich angelegte Stauseen befinden, ist ein fantastisches Wander-, Ski- und Skitouren-Gebiet mit reichhaltigem alpinem Angebot. Auch Kinder kommen hier auf ihre Kosten. Mountainbiker erreichen den Stützpunkt über die bei Bikern besonders beliebte Wurtenstraße. Im Sommer sind hier leichte Wanderungen wie etwa zum Weißsee, Schwarzsee oder Eissee ebenso möglich wie hochalpine Gletschertouren, während die Hütte im Winter Anlaufstelle für Alpinskifahrer und Ausgangspunkt für Skitourengeher ist. Geübte Tourengeher schwärmen etwa vom Aufstieg auf den Hocharn, mit 3.254 m der höchste Berg der Goldberggruppe, und von der Abfahrt nach Kolm Saigurn. Die Hochwurten wiederum eignet sich bestens für erste Schnupperskitouren auf die Fraganter Scharte, Herzog Ernst Spitze, Alteck und Schareck. Die familienfreundliche Duisburger Hütte ist zudem Station auf dem Tauernhöhenweg.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

Das Umfeld der Duisburger Hütte am Ende des Fraganter Tals ist ein wunderbares Wander-, Ski- und Skitouren-Gebiet. Geübte Tourengeher schwärmen etwa vom Aufstieg auf den Hocharn, mit 3.254 m der höchste Berg der Goldberggruppe, sowie von der Abfahrt nach Kolm Saigurn. Besonders gut entspannen lässt es sich auf der Hütte in der Zirbenstube mit Kachelofen.


6. Julius-Seitner-Hütte, 1.185 m

Niederösterreich/ Türnitzer Alpen

Julius-Seitner-Hütte
Hütte • Niederösterreich

Julius-Seitner-Hütte (1.185 m)

Die Julius-Seitner-Hütte (auch Eisensteinhütte genannt, 1.185 m) in den Türnitzer Alpen im Mostviertel (Niederösterreich) befindet sich direkt auf dem Gipfel des Eisensteins (1.185 m) und erfreut Bergwanderer und Mountainbiker mit herrlichen Ausblicken auf die niederösterreichische Berge wie den Ötscher oder den Schneeberg. Im Winter eignet sich die Hütte als Ziel relativ einfacher Skitouren oder Schneeschuhwanderungen – sie hat in der kalten Jahreszeit an Wochenenden und Feiertagen geöffnet. Besucher erwarten ausreichend Schlafmöglichkeiten und regionale Verköstigung. Sehenswert ist auch die etwa drei Kilometer südöstlich des Gipfels gelegene Paulinenhöhle.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Hütte befindet sich direkt auf dem Gipfel des Eisensteins und bietet bei guter Wetterlage eine prächtige Aussicht auf das niederösterreichische Bergpanorama mit Ötscher und Schneeberg. Rings um die Hütte sind einige, nicht allzu schwere Touren möglich – etwa auf den Hochgraser (690 m). Kulinarisch wird regionale Hausmannskost und warmer Dirndlsaft – eine Mostviertler Spezialität – aufgeboten.


7. Stubenberghaus, 1.445 m

Steiermark/ Randgebirge östlich der Mur

Stubenberghaus
Hütte • Steiermark

Stubenberghaus (1.445 m)

Auf dem Grazer Hausberg, dem Schöckl (1.445 m) in der Steiermark, liegt unweit des Gipfels das Stubenberghaus. Es wurde 1890 eröffnet, 1990 unter Denkmalschutz gestellt und 2001 generalsaniert, wobei im Vorfeld ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben wurde, den Karl-Heinz Winkler für sich entschied. Das Haus, das keine Schutzhütte ist, sondern ein großes Gasthaus mit Zimmern, ist wegen seiner leichten Erreichbarkeit (Schöckl-Seilbahn) in erster Linie Ziel von Tagesausflüglern. Der Schöckl selbst, auf dessen rund 12 Hektar großem Hochplateau zwei weitere Gaststätten, ein Sender und eine Wetterstation zu finden sind, ist der südlichste Gipfel im Grazer Bergland und wird von Spaziergängern, Wanderern, Downhill-Mountainbikern, Drachenfliegern und Paragleitern, Skitourengehern und Schneeschuhwanderern genutzt. An der Hütte vorbei führt die Sommerrodelbahn und es gibt einen Motorik-Park. Ganzjährig finden diverse Veranstaltungen kultureller und sportlicher Natur statt.
Geöffnet
Ganzjährig
Verpflegung
Bewirtschaftet

Das alterwürdige Stubenberghaus ist in erster Linie ein großes Gasthaus auf dem Schöckl (1.445 m). Das macht Sinn, denn der Grazer Hausberg ist als Ausflugsziel bei Spaziergehern, Wanderern und Mountainbikern äußerst beliebt. Verköstigt werden sie mit einer mehr als ausgiebigen Schmankerl-Auswahl. Zu den Favoriten gehören Hirschbraten, Schöckl-Almo Burger, Vulcano-Schnitzel und Schwammerlsuppe.


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