Hütten

6 Schweizer Hütten für den April

Hütten-Tipps • 11. April 2019

Der Frühling ist da, doch in höheren Lagen wird uns der Winter noch ein Weilchen erhalten bleiben. Von einem Hüttenausflug hält uns das nicht ab – schließlich dauert die Skitourensaison noch an. Wir stellen euch sechs beliebte Berghütten in der Schweiz vor, die ihre Pforten im April geöffnet haben.

Claridenhütte Schweiz
Foto: Claridenhütte
Claridenhütte (2.453 m) in den Glarner Alpen

1. Britannia Hütte, 3.030 m

Wallis / Walliser Alpen

Britannia Hütte
Wenn man aus der Station Felskinn der Seilbahn Richtung Metro Alpin ins Freie tritt, kann man sich kaum vorstellen, dass in 1:15 h Gehzeit eine andere Welt existiert: die Welt der Viertausender, die von der Britanniahütte hautnah zu bewundern und auch zu besteigen sind. Sitzt man auf der Terrasse der Britanniahütte des SAC bekommt man von der Welt der Seilbahnen und ganz allgemein vom Leben im Tal nichts mit. Die Hütte liegt auf einer Scharte zwischen Klein Allalin und Hinter Allalin mit einer wunderbaren Aussicht auf 7 Viertausender: Im Norden sind die Weißmies und das Lagginhorn zu bewundern, im Westen ist es der Dom und die Lenzspitze. Und im Süden Strahlhorn, Rimpfischhorn und Allalinhorn sind zum Greifen nah.  Auch wenn die drei letztgenannten Gipfel dann doch nicht ganz so einfach zu erreichen sind, sondern eher lange Hochtouren darstellen, ist die Hütte aufgrund ihrer Möglichkeiten und des kurzen und einfachen Zustiegs bei Tagestouristen und Viertausendersammlern gleichermaßen beliebt. Sie ist eine der meistbesuchten Hütten in der Schweiz. Wer die Seilbahnen gänzlich meiden möchte, steigt von Saas-Almagell über einen markierten Weg oder vom Stausee Mattmark über den Glacier Trail in jeweils vier Stunden zur Hütte auf. Im Winter ist die Hütte über eine Pistenraupenspur vom Skigebiet Saas-Fee in nur 15 Minuten zu erreichen und sie ist zugleich Ausgangspunkt für die berühmte Haute Route in den Schweizer Alpen.
Geöffnet
Mär - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Wenn man aus der Station Felskinn der Seilbahn ins Freie tritt, ist man nur noch 1:15 h Gehzeit von der Welt der Viertausender entfernt, die von der Britanniahütte hautnah zu bewundern und auch zu besteigen ist. Die Hütte des SAC liegt auf einer Scharte zwischen Klein Allalin und Hinter Allalin und bietet von ihrer Terrasse eine grandiose Aussicht auf 7 Viertausender. Das schätzen sowohl „Viertausendersammler“ als auch viele Tagestouristen. Bis 2. Juni durchgehend geöffnet.

Wie man hinkommt: Über Montreaux nach Martigny und weiter bis Visp. Dort südlich ins Tal nach Stalden und links abzweigen nach Saas-Fee.

2. Chamanna Coaz, 2.610 m

Graubünden / Berninagruppe

Chamanna Coaz
Hütte • Graubünden

Chamanna Coaz (2.610 m)

Gut zu erreichen und dennoch inmitten einer spektakulären Landschaftskulisse – so zeigt sich die charmante Schutzhütte Chamanna Coaz (2.610 m) des Schweizer Alpenclubs Sektion Räthia in der Berninagruppe. Eingebettet in die Vielfalt der Engadiner Bergwelt darf man sich über eine durchaus eigenwillige aber einladende Bauform und die damit einhergehenden Annehmlichkeiten dieser gediegenen Hütte freuen. Die Geschichte der Coaz Hütte geht bis ins 19. Jhdt. zurück. Im rundum mit Aufmerksamkeit bedachten Ambiente, darf sich auch der Gaumen auf die bodenständige und kreative Kochkunst der Hüttenwarte Ursula und Ruedi freuen. So bleibt einem auch die liebevolle Pflege des Hüttenzustieges nicht verborgen. Bachquerungen und Wegpassagen werden immer wieder entsprechend gut saniert oder erneuert.  Ein vielfältig in Eis gebetteter Flecken Land - während im Südwesten der Kapuziner (Il Capütschin) thront ist im Norden der Piz Corvatsch ein Ausgangspunkt für viele Unternehmungen in dieser Region.
Geöffnet
Mär - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Gut zu erreichen und doch inmitten der spektakulären Hochgebirgs- und Gletscherwelt der Berninagruppe gelegen: Auf der charmanten Schutzhütte Chamanna Coaz des Schweizer Alpenclubs Sektion Räthia schlägt das Herz jedes Naturliebhabers höher. Ruedi und Ursula bewirtschaften die Hütte seit 17 Jahren und bringen viele Köstlichkeiten aus dem Engadin auf die Speisekarte. Besondere Spezialität: handgemachte Pizzoccheri und die legendäre Gerstensuppe à la Coaz. Anfang April hat der Winter übrigens einen neuen Anlauf genommen, die Landschaft präsentiert sich im prächtigen Weiss.

Wie man hinkommt: Durch das Engadin nach St. Moritz oder über den Malojapass nach Silvaplana und zur Mittelstation Murtèl der Luftseilbahn Corvatsch (Surlej).

3. Finsteraarhornhütte, 3.048 m

Wallis / Berner Alpen

Finsteraarhornhütte
Die Finsteraarhornhütte ist eine Schutzhütte des Schweizer Alpenclubs SAC (Sektion Oberhasli) und liegt zentral über dem Fieschergletscher (Berner Alpen). Die 2003 neu errichtete Hütte ist eine moderne Holz-Stahl-Konstruktion mit Platz für rund 100 Gäste.    Die Architektonik und das Innendesign lassen einen fast die Bergwelt herum vergessen. Derweil sind es gerade diese, die die Besucher zur Finsteraarhorn locken: der Namensgeber, das Finsteraarhorn (4.274 m), thront mächtig über der Hütte. Dass sich die Gletscher auch in der Zentralschweiz zurückziehen, sieht man an dem mittlerweile großem Höhenabstand zwischen Hütte und dem Fieschergletscher. 
Geöffnet
Mär - Sep
Verpflegung
Bewirtschaftet

Seit Mitte März wieder bewartet, lädt die Finsteraarhornhütte auf über 3.000 m zur Skitourensaison. Sie liegt von Gletschern und Gipfeln umzingelt spektakulär am Fusse des höchsten Berner Gipfels – das Finsteraarhorn bringt es auf 4.274 m. Hans und Vreni versorgen ihre Gäste mit Rösti und anderen herzhaften Gerichten.

Wie man hinkommt: Über A6 (Bern) oder A8 (Luzern) nach Interlaken. Dort am besten in den Zug Richtung Kleine Scheidegg/Jungfraujoch umsteigen.

4. Albert-Heim-Hütte, 2.542 m

Uri / Urner Alpen

Albert-Heim-Hütte
Die Albert-Heim-Hütte ist eine Berghütte im Schweizer Kanton Uri, die nach dem Alpenforscher und Geologieprofessor Albert Heim benannt wurde und im Besitz des Schweizer Alpin Clubs ist.  Sie liegt in den südlichen Urner Alpen, am Fuße des Tiefengletschers. In der Nähe befindet sich der bekannte Furkapass, auf dem die Europäische Wasserscheide verläuft. Westlich der Hütte liegen die Bielenhörner und der imposante Galenstock.  Für Familien und Wanderer ist sie ein ideales Ziel zum Entspannen und Genießen. Doch auch als Ausgangspunkt für Bergtouren aller Art wird diese Berghütte gern genutzt.   Durch Angebote wie „Jassen am Dienstag", „Strahlerchilbi" oder dem beliebten „Freitags-Schmaus" hebt sich die Albert-Heim-Hütte von reinen Zwischenzielhütten ab.
Geöffnet
Jan - Dez
Verpflegung
Bewirtschaftet

In den südlichen Urner Alpen am Fuße des Tiefengletschers gelegen, ist die Albert-Heim-Hütte sowohl ein ideales Ziel zum Entspannen und Genießen als auch ein guter Ausgangspunkt für etliche Touren.

Wie man hinkommt: Über die A2 bis Göschenen und von dort 6 km durch die imposante Schöllenenschlucht und über die weltbekannte Teufelsbrücke nach Andermatt. Weiter geht es in Richtung Furkapass bis nach Tiefenbach.

5. Claridenhütte, 2.453 m

Glarus / Glarner Alpen

Claridenhütte bei Nacht
Hütte • Glarus

Claridenhütte (2.453 m)

Die Claridenhütte ist eine Schutzhütte des Schweizer Alpenclubs SAC (Sektion Bachtel) und liegt im Kanton Glarus (Glarner Alpen). Sie wurde 1941 errichtet und 1987 durch einen Zubau erweitert. 2013 wurde sie komplett renoviert. Das hübsche Haus aus Stein ist in traditioneller Bauweise errichtet und bietet eine wunderbaren Stützpunkt für alle Unternehmungen im Umkreis des Tödi.
Geöffnet
Mär - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Die Schutzhütte des Schweizer Alpenclubs SAC wurde 2013 komplett renoviert. Auf dem Gipfelplateau des Altenorenstocks – eingeschlossen zwischen Gletschereis und Fels – bietet die Hütte nicht nur eine grandiose Aussicht, sondern auch schöne Touren in der Umgebung – etwa auf den Tödi (3.614 m) und Clariden (3.267 m).

Wie man hinkommt: Autobahn A3 von Zürich oder Chur, Ausfahrt Niederurnen/Klausenpass bis Linthal – Urnerboden.

6. Länta-Hütte, 2.094 m

Graubünden / Adula Alpen

Länta Hütte
Hütte • Graubünden

Länta-Hütte (2.094 m)

Die Läntahütte ist eine Hütte der Schweizer Alpen Clubs in den Adula-Alpen im Kanton Graubünden. Sie liegt im Länta, im oberen Talabschnitt des Valsertals, zwischen Zerfreilasee und Rheinwaldhorn, auf über 2.090 m Höhe.   1913 wurde die erste Hütte gebaut, 1968 nach einem Lawinenabgang die jetzige Hütte neu errichtet und 2005 letztmalig renoviert. Im Jahr 2013 wurde das 100-jährige Bestehen der Hütte gefeiert, die mit viel Engagement und Herzblut von der Sektion Bodan betreut wird. Beliebt ist sie als Ausgangspunkt für Hochtouren im Sommer und Skitouren im Winter. Aber eigentlich lassen sich alle Bergaktivitäten in der Länta ausführen. So gibt es zahlreiche Klettermöglichkeiten, wie das Zerfreilahorn oder ganz einfach der Klettergarten in Hüttennähe.  Auch für Familien eignet sich die Läntahütte mit ihrer Umgebung als Wanderziel.  So locken unterwegs Alp- und Wildtiere, die Hüttenesel, tolle Felsen zum Spielen und Klettern und abends sogar ein Geschichten erzählender Hüttenwart.
Geöffnet
Mär - Okt
Verpflegung
Bewirtschaftet

Mitten im Herz der ursprünglichen Adula-Alpen, im oberen Talabschnitt des Valsertals, lädt die Länta-Hütte des SAC zu einer Einkehr. Während der Anmarsch relativ einfach ist, bieten sich rings um die Hütte etliche anspruchsvolle Tourenmöglichkeiten. Thomas Meier ist bereits seit über 20 Jahren Hüttenwart auf der Länta-Hütte und nimmt sich zusammen mit seinem Team viel Zeit für die Gäste – sei es um sie zu verköstigen, sei es um bei der Tourenplanung behilflich zu sein.

Wie man hinkommt: Von Norden Zürich (Basel, Bern, Luzern) – Sargans (St.Gallen, München) – Chur. Von Süden Milano – Lugano – Bellinzona (Locarno).

Mehr zum Thema

Rifugio Lagazuoi (2.778 m) Dolomiten
Im März zog es euch Hütten-technisch stark in südliche Gefilde – auch wenn der Winter dort diese Woche nochmal ein Gastspiel gibt, wirft die Wandersaison eindeutig ihren Schatten voraus. Den Anfang macht aber ein Bayerisches Unikat. Das waren die meistgesuchten Hütten des Monats auf Bergwelten.com.
Balmhorn
Das Balmhorn (3.698 m) ist Namensgeber und höchster Gipfel der Balmhorngruppe in den Berner Alpen und gilt als prächtiger Aussichtsgipfel. Er ist nicht nur bei Alpinisten beliebt ist, sondern wurde auch des Öfteren von einem Kater namens Tomba erklommen.
Skidurchquerung: Urner Haute Route - Lochberg
Bergwelten-Expertin Claudia Timm berichtet von der Urner Haute Route: Die 5-tägige Überschreitung führt von Realp nach Engelberg und verbindet die Kantone Uri, Bern und Obwalden miteinander. Hier stellt uns Claudia die 5 Etappen im Detail vor.

Bergwelten entdecken