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IOC-Entscheid

Skibergsteigen wird vorerst nicht olympisch

• 15. Februar 2018

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat sich gegen eine Aufnahme des Wettkampf-Skibergsteigens als neue Sportart bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking entschieden.

Skibergsteigen Olympia
Foto: mauritius images/ McPhoto-Himsl
Wohin führt der Weg des Wettkampf-Skibergsteigens? Vorerst nicht zu den Olympischen Spielen

Peking, Austragungsort der nächsten olympischen Winterspiele 2022, hat keine neuen Sportarten ins Programm aufgenommen. Das hat Juan Antonio Samaranch junior im Rahmen des kürzlich in Pyeongchang (Südkorea) abgehaltenen 132. Kongresses des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bekannt gegeben. Der Sohn des früheren spanischen IOC-Präsidenten hat derzeit die Funktion des Chef-Koordinators für die zukünftigen Spiele in Peking inne.


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Damit erfüllen sich die Hoffnungen des Internationalen Verbands der Skibergsteiger (ISMF) auf eine Aufnahme des Wettkampf-Tourengehens als neue Sportart bei Olympia nicht. Allerdings bleibt der ISMF als einer von drei Internationalen Verbänden, die keine olympischen Sportarten vertreten (neben dem Skibergsteigen sind das Klettern und Bandy – ein Vorläufer des heutigen Eishockeys) vom IOC voll anerkannt. Die Chancen auf eine Aufnahme bei den übernächsten Winterspielen 2026 sind somit intakt. Zudem wird Skibergsteigen bereits bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2020 in Lausanne (Schweiz) ausgetragen.

Josef Gruber, sportlicher Koordinator im Skibergsteigen des ÖSV, zum Beschluss des IOC:

„Wir bedauern die Entscheidung des IOC sehr, schließlich ist die Aufnahme in das Olympische Programm ein essentieller Schritt für unsere Sportart. Unsere Athleten trainieren auf einem professionellen Level und wären jederzeit für einen olympischen Einsatz startklar. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Europameisterschaft 2018 auf Sizilien (22.-24.2., Anm.) und wollen dort mit tollen Ergebnissen aufzeigen.“

Ausschlaggebend für den negativen Entscheid des IOC könnten Bedenken sein, dass mit einer Ausweitung der Olympischen Winterspiele auch deren Kosten steigen würden, vermuten Insider. Zudem müssen sich potentielle neue Olympia-Sportarten in puncto internationaler Popularität mit den bereits bestehenden messen.

Shorttrack – eine Disziplin des Eisschnelllaufs – war die letzte neue Sportart, die ins Programm der olympischen Winterspiele aufgenommen wurde (Albertville 1992). Im Rahmen anerkannter Olympia-Sportarten werden bei den gerade stattfindenden Spielen in Pyeongchang vier neue Disziplinen ausgetragen: Big Air (Snowboard), Massenstart (Eisschnelllauf) und Mixed-Wettbewerb (Ski Alpin und Curling).

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