Die Südwiener Hütte (1.802 m) in den Radstädter Tauern im Salzburger Pongau ist eine einfach zu erreichende Hütte, die gerade im Hochwinter lohnende Skitouren, auch für Einsteiger, bietet. Bereits der Aufstieg zur urigen Hütte ist ein lohnender Tagesausflug für Rodler, Skitourengeher oder Schneeschuhwanderer. Die Hütte gehört zwar nicht zu den größten, aber dafür zu den gemütlichsten Berghäusern der Alpen. Sowohl im Gastraum als auch auf der Sonnenterrasse kann man das Leben in vollen Zügen genießen. Tanja und Robert, die Hüttenwirte, verwöhnen Wintersportler mit hausgemachten Speisen und, wenn man nett fragt, auch mit dem ein oder anderen Schnapserl.
Der nahegelegene Obertauern ist bekannt für seine gute Schneelage, so bekommt auch die Südwienerhütte sowohl bei Nord- als auch Südstaulage Schnee ab. Aufgrund ihrer Größe, 28 Schlafplätze in Zimmern und 22 weitere in Matratzenlagern, sollte unbedingt reserviert werden.
Wir haben euch 5 Touren rund um die Südwiener Hütte zusammengestellt:
Der übliche Zustieg erfolgt von der Gnadenalm, welche bloß einige hundert Meter von der Abzweigung der Bundesstraße von Radstadt nach Obertauern entfernt liegt. Zunächst folgt man für gut zwei Kilometer der Loipe über den weiten Almboden zur Hintergnadenalm auf 1.336 m Seehöhe. Wenig später trifft man auf eine Reihe von Hütten, hier folgt man weiter dem Wirtschaftsweg oder steigt im unverspurten Gelände neben dem Weg durch lichte Wälder auf. Die Tour ist auch als Rodeltour oder Kinderskitour geeignet. Zudem gibt es einmal wöchentlich einen Tourenabend.
Relativ einfach und schnell (ca. 50 min) ist der Gipfel des Spirzinger zu erreichen. Er ist gut sichtbar, da er eigentlich direkt hinter der Hütte liegt. Über den Rücken geht es bergauf. Abfahrtsvarianten zur Gnadenalm sind zahlreiche möglich.
Der kleine Pleißlingkeil ist ein relativ einfacher und schneesicherer Gipfel nahe der Südwiener Hütte. Durch kupiertes Gelände und weiter südwärts auf ein kleines Plateau (ca. 2.000 m) mit der „Kreuzung“: rechts zum Kesselkopf und Höllkogel, links zum Kleinen Pleißlingkeil. Den Gipfel erreicht man von der linken Seite.
Er heißt nicht umsonst „Großer“, denn die Tour auf den Großen Pleißlingkeil ist nicht nur die längere (in Distanz und Dauer) und höhere Skitour, sondern auch die schwierigere, da sie mehrere Steilstufen beinhaltet.
Dem Kleinen und Großen Pleißlingkeil vorgelagert ist der Kesselkopf (2.252 m). Der erste Teil des Anstieges ist gleich wie bei den anderen beiden Touren, danach auf den Gipfel abzweigen.