Die UNESCO Welterberegion Drei Zinnen im Herbst genießen.
Foto: Kottersteger, 3 Zinnen Dolomiten
3 Zinnen Dolomiten

5 Möglichkeiten, die Herbstzeit in den Dolomiten zu genießen

Anzeige • 13. August 2020

Die Tage werden merklich kürzer, die Schwüle des Sommers wird durch eine angenehme Morgenfrische abgelöst. Bald schon wird das Weidevieh von den Almen getrieben, die Lärchen färben sich goldgelb und der erste Schnee hat sich wie Puderzucker auf die Gipfel gelegt. Der Herbst ist eine der schönsten Zeiten im Dolomiten UNESCO Welterbe. Wir haben fünft Tipps für dich, wo du diese Zeit am besten genießen kannst. 

1. Die Drei Zinnen im Sonnenaufgang sehen

Sie sind DAS Symbol der Sextner Dolomiten, die meist besuchte Sehenswürdigkeit im UNESCO Welterbe und Ziel von Kletterern aus aller Welt – die Drei Zinnen. Aus den Korallenbänken eines einstigen Urmeeres entstanden, stehen sie buchstäblich in Stein gemeißelt wie ein Monument für die Ewigkeit am südlichen Rande des gleichnamigen Naturparks und an der Grenze ins anschließende Belluno. 

Die Drei Zinnen
Foto: Callierotti, 3 Zinnen Dolomiten
Die Drei Zinnen

Viele Wege führen zu den Drei Zinnen. Am leichtesten erreicht man sie von der Auronzohütte im Süden. Einkehrmöglichkeit bietet die nahe gelegene Drei Zinnen Hütte. Empfehlenswert ist aber vor allem auch die Umrundung der Drei Zinnen, wodurch man sie aus allen Perspektiven genießen kann. Unterwegs bieten zusätzlich die Zsigmondyhütte und die Büllelejochhütte willkommene Einkehrmöglichkeiten. Alle Schutzhütten haben bis Ende September geöffnet. 

Drei Zinnen Hütte in den Dolomiten in Südtirol
Rund um die Drei Zinnen: In vier Tagen durchwandert man die Sextener Dolomiten im Hochpustertal – und nächtigt dabei in Hütten, die weit über die Südtiroler Grenzen hinaus bekannt sind. Wir stellen euch die Etappen im Detail vor.

Tipp:

Ein besonders magisches Erlebnis ist es, den Sonnenaufgang am Fuße der Drei Zinnen zu erleben. Die Alpinschule Pustertal macht es möglich und zwar jeden Freitag ab 5.00 Uhr ab Innichen; noch bis zum 30.10.2020.

2.  Ein Klettersteigabenteuer wagen

Die anspruchsvolle Klettersteigrunde „Dolomiten ohne Grenzen“ ist – vor allem im Herbst – freilich nur erfahrenen Alpinisten zu empfehlen. Diese werden dafür die herbstliche Ruhe am Berg genießen. Gut ausgerüstet, keine Scheu vor frischen Schneefeldern und kalten Temperaturen, steigen sie durch die insgesamt 12 Klettersteige zwischen den Sextner Dolomiten und dem Karnischen Kamm. 

Imposante Klettersteigrunde: Dolomiten ohne Grenzen
Foto: Nicola Bombassei, 3 Zinnen Dolomiten
Imposante Klettersteigrunde: Dolomiten ohne Grenzen

Tipp:

Über die Alpinschule Drei Zinnen kann man die Begehung des Innerkofler Klettersteiges als Teil der Gesamtrunde als geführte Tour buchen und zwar jeden Dienstag bis zum 10.11.2020. 

3. Am Karnischen Kamm die Aussicht genießen

Den besten Blick auf die Dolomiten genießt man vom Karnischen Kamm, der im Norden die Grenze zu Österreich markiert. Während im Herbst die Täler von einer Nebelschicht zugedeckt sind, wandert man am Berg in gleißendem Sonnenlicht und mit guter Fernsicht quasi über den Wolken. Dank der Helm-Bergbahn kann man sich zudem einige Höhenmeter sparen. 

Über den Wolken - am Karnischen Kamm mit Blick über die Dolomiten.
Foto: Kottersteger, 3 Zinnen Dolomiten
Über den Wolken - am Karnischen Kamm mit Blick über die Dolomiten.

Die Wanderung von der Helm-Bergstation zur Sillianer Hütte und weiter auf die Hollbrucker Spitze wird zur reinen Herbst-Genusswanderung, auf der man noch einmal so richtig viel Sonne tanken kann. Die Sillianer Hütte hat bis Anfang Oktober geöffnet und bietet sich als Einkehrmöglichkeit an. 

Tipp:

Wer mehr zum Helm und seiner spannenden Schmugglervergangenheit erfahren möchte, der sollte an einer der geführten Wanderungen auf dem Schmugglerweg am Helm teilnehmen; jeden Donnerstag noch bis zum 29.10.2020.

4. Unter den Lärchen auf den Rotwandwiesen liegen

Die Natur gibt ihnen das Signal: Die kürzer werdenden Tage und die zum Teil schon leicht frostigen Nächte veranlassen die Lärchen, ihre Nadeln goldgelb zu färben. Als einziger Nadelbaum machen sie es den Laubbäumen nach und werfen ihre Nadeln im Herbst ab. Davor werden sie aber so unglaublich gelb, dass sie zusammen mit dem weichen Herbstlicht, sich selbst und die ganze Umgebung in pures Gold zu tunken scheinen. Man sollte sich einfach mal Zeit nehmen, sich ins Gras legen und den Blick nach oben richten, wo die gelben Nadeln einen schönen Kontrast zum Blau des Himmels bieten.

Von den Rotwandwiesen genießt man einen wunderbaren Blick auf die Dreischustersptize.
Foto: Kottersteger, 3 Zinnen Dolomiten
Von den Rotwandwiesen genießt man einen wunderbaren Blick auf die Dreischustersptize.

Eine Wanderung über die Rotwandwiesen zum Kreuzbergpass darf man sich keinesfalls entgehen lassen, denn hier leuchten die Lärchen mit den bereits ockerfarbenen Gräsern um die Wette. Dazu genießt man in der frischen Herbstluft einen besonders guten Blick auf die Dreischusterspitze. 

5. Den Pragser Wildsee besuchen

Eine spiegelglatte Wasserfläche, steile Bergflanken, ein hochaufragender Gipfel und goldene Lärchen, die bis ans Wasser reichen – und das alles doppelt – in perfekter Symmetrie gespiegelt im See. Es ist kein Wunder, dass der Pragser Wildsee jährlich tausende Besucher anzieht, er ist in der Tat wunderschön. Im Herbst wird es nun aber etwas ruhiger an seinen Ufern und mit etwas Glück ergattert man eines der Ruderboote, mit denen man hinaus auf den See fahren kann. 

Der Pragser Wildsee
Foto: Kottersteger, 3 Zinnen Dolomiten
Der Pragser Wildsee

Zahlreiche Wanderwege starten am Pragser Wildsee, führen um ihn herum oder auf die umliegenden Gipfel. Man sollte sich Zeit nehmen, den See aber auch seine Umgebung zu erkunden. 

Allgemeine Informationen

Viele weitere Details zur Region 3 Zinnen Dolomiten mit ihren fünf Gemeinden, zu Übernachtungsmöglichkeiten, der Anreise und Mobilität vor Ort erfährst du auf dreizinnen.com

Speziell die Betriebszeiten der Bergbahnen sollte man im Herbst im Auge behalten: Die meisten Bahnen haben bis Ende September geöffnet, einige sogar bis in die zweite Oktoberwoche. 

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